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Die Wahrheit · 1929-01-18 · Heft 3 (18.1.1929) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 3 (18.1.1929)
Date
1929-01-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 uiHffluniNmnnHimnmnni^ kund und Literatur K. Schwarz. Die Juden in der Kunst Berlin 1929. Der Heineuuna. au. 6.—. Eine deutsche Ueuersicht über die Leistungen von Juden in den bildenden Künsten war längst ein Desideratum. Wenn auch in einer populären Darstellung nicht .Quellenangabe im einzelnen unbedingt erforderlich ist, so häne aer Hinweis auf die grundlegenden Arbeiten von A. Wolf über ältere jüdische Kunst und jüdische Künstler in Qrunwalds Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde einem Gebot der Dankbarkeit und Pietät entsprochen. Zur Ergänzung der hier behandelten Künstler diene die folgende Zusammenstellung von Namen Ideren Träger behandelt werden in Kohut, berühmte jüdische Männer; Jew. Encyclopedia; Jüdischer Almanach; Jew. World 19u7 (4. 1); Jew. Chroniele 19Ü1 (14. 12), 1903 (18. 11), 1906 (9. 9), 1907 (9. 9); Ost und West 1902 (2. 7. 8, 9), 1903 (1, 2, 3, 4. 11, 12), 1904 (3, 4. 5, 6. 7), 1905 1, 3, 5, 12), 1906 (1, 3, 4, 5, 6, 7), 1907 (l, 2) und sonst), Adam, Salomen, Antoni Samuel, J. H. Amschewit& Miss Andrade, Phil. Arons, A. Aronson, Aschkinazi, Joel und Jonn Billin, Henry Baron,. Miss Mond Beddington, Ber Benjamin b. Elijah harofe, Arthur C. Behrend, Leop. Bernstein-Sinaieff, Adolph ßirkenruth, J. Birkholm, Dav. Bles. Elisa Bloch. Karl Heinrich Bloch. Karl Blosz, Rosa Bonheur. Felix Bonhardt, Sal. Brucher, Qiuseppe Coen, Miss M. Agnes Cohen, Miss Catherine M. Cohen, Miss Ellen Gertrud Cohen, Marie Cohen, A. Colinsky, Markus Collins, Louis Conrad, M. Coschell, Lionel Cowen, Mrs. Julia Creaner, Helena Arsene Darmesteter, David Aren.. Miriam Jabel David (Mrs. lmano), Maria Lvovna Dillon, Isidor S. Donn, Miss Anny J. Drucquer. Emanuel Jeh., Frank L. Emanuel. Charles Emanuel, Jos. Engel. G. Epstein, Wilh. Feld.nann, Eug. Benj. Eichel. Mr. E. Philipps Fox, Mme. Achille Fould, Friedrich Frankel, Wilhelm Fränkel, E. Frankfort, Friedr. Friedländer, J. Gabowirz, lsmael Gentz, Georg Hitzig, Salomon Horonzick. Leopold Horowitz, Julius Erler, Henry Goldberg, Rieh. Goldberg, Hermann Goldschmidt. Th. v. Goldschmidt. Julia Goodman, Walter Goodman, Aug. Groß, Prof. iL A. Grunewald, Maurice Grün, ignaez Gutmann. Jac Guttmann. Miss Lizzie Hands, Emanuel Hanau, Lawrence Harris, Salomun Hart, F. S. Heidenreich, Ferdinand Heilblut. Mrs. E. Q. Henriques. Emanuel Henry. James L. Henry, W. Heydemann, Maurice Heymatu S. Heymann, Mos. Hight. Abr. Hirsch, Sal. Hirschfelder. Ad. Hirschl, Fair, Emanuel Horwitz. Miss Helena Horwitz. Herbert Horwitz, Adolf Huszain, Miss Nellie Isaac, Dan Israel. Jos. Israels, Carl Juedby. W. Jawby, Franz Jaffe, Alex. Jaray, Rud. Jonas, Dav. Joseph, Architekt Deüssa Joseph, Mrs. Lilly Delissa Joseph. Max Kahn. Karl Karger, Louis Katzenstein. Friedrich Kraus. Mayer Klang. Judith Klausner, Dav. Kohn. Max Klein. Friedr. Kraus, Wuh. Kraus, A. Lachowski, Phil. Laszlo, Ansei Leo. Alexander Lesser, Leon, Alfred Lesser, Josef Levi, Alphonse Levy, Benoit Levy, Emile Levy, Leop. Levy, Ludwig Levy, Miss M. Levy, M. Levy-Dhurmer, Arthur Lewin, Miss Flora Lion. Emil Löwenthal, A. Löwenstein, Miss Edith E. Lumley. Miss Emma Magnus, Moses Maimon, Miss Annie Marks, Mss Florence Marks, Frederick William Mareks, B. S. Markes, Oscar Mormorek, Tullo Massaräwi, Constantin Mayer, Max Michael, Assur Michaelson, Leo Mielziner. Helene von Mieses Morgenstern, Alfr. und Oscar Morgenstern, Fei. Moscheies, Dav. Mose, Henry Mosier, G. Mosson, Ed. Moyse, Käthe MStazer, Julius Muhr, Regina Mundlak, Miss Hanna Myers. Mrs. G. E. Estelle Nathan, Ernst Nelson. Abr. Neumann, Louis Neustätter, Alfr. Nossig. Franz Ochs. E. Pavill, R. Ch. Peyre, Leop. Pollack. M. Posener, Felix Possart, Ad. Pichler, Jac. Plessner, Alb. Raudnitz, Heiar. Redlich, Max Rabes, Mrs. Mary Raphael, Lawrence B. Philipps, (Theresa Feodorowna Ries), Max Ring, En. Jos. Rona, Is. Rosemann, Laz. Rosenberg, Max Rosenthal, Toby Ed. Rosenthal, Albert Rothenstein, Will Rothenstein, Emil Edward of Rothstein. Geskel Salomon, Charles Samuel. Mrs. Herbert Sarauel, S. R. Samuel. Miss May Sanheim, Lady Sassoon. Carl Schloesser, Edgar Seligman, M. Sichel. Joh. Silbernagel, Miss Eva Simon. Dav. Simansohn, Smithem, Snowman, Emile A. Soldi, Abraham Solomon. Arch. Lewis Solomon, Miss R. Solomon, Simeon Solomon, Joseph Solomon, Eni Spitzer, Spitzer Friedr. (Sam.), Max Stern. Wilh. Stiassny. Ephr. Streitet, Struck, Hugo Struck. Louis Sußmann-Hellborn. Mrs. Esther S. Sutro, J. Sylvestre, Ad. Szilz. Sigm. Taussig. Maürycy Trebacz, Erich Ullmann, Benjamin Ulmann, Johann Veit, Fritz Wahle, Mark, Weinberg, Jac. Weinles, Jacques Weißmann, Gustav Wertheimer, Albert Wolff, Emile Wolff, Fritz Wolff. Martin Wolff, Rieh. Wolffenstein. Josef Wolinski, Alfred A. Wolmark, Jean Jules Worms, Mark Zangwill, Donat Zifferer. — Durch den interessanten Inhalt und die gute Ausstattung empfiehlt das Buch sich von selbst. Dr. Grunwald. Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur hat am 7. d. M. Herr Kommerzialrat Theodor threnstein einen Vortrag unier dem luei: „Kunsthistorisches und synagogale rassadenkunst" gehalten. Durch sein großangelegtes lllustrationswerk: „Das alte Testament im jö 11 d e" hat sich der Vortragende ednen anerkannten Ruf als Kunstverständiger erworben, uenauere ^enntms der Künstlerischen Leistungen aller i^ulturepochen sowie der kunstgeschichthchen Literatur im Vereine mit einem unvoreingenommenen kritischen Blick haben ihn in die Lage versetzt, seiest die Gutachten von unbestrittenen Autoritäten, wo er sie als unzutreffend erkannt hatte, zu widerlegen und zu korrigieren. So ist von der berühmten im Jahre 1898 herausgegebenen Hagadah von Sarajevo seitens des Historikers Professor von Schlossser behauptet worden, ihre bildlichen Darstellungen erweckten ganz und gar den Eindruck einer christlichen Handschrift, und wenn sie auch vielleicht von einem Juden herrühren, handelte es sich doch nur um eine Nachahmung, respektive eine starke Anlehnung an christliche Vorbilder aus dieser Zeit, da Juden in der darstellenden Kunsi kaum je etwas eigenes hervorgebracht hätten. Diese Aeußerung ist von den Mitarbeitern Schlossers, den Professoren Müllen und Kaufmann widemspruchsJos hingenommen worden. Ehrenstein hat nun auf Grund seiner eingehenden Studien nachgewiesen, daß 1. diese Miniaturen nur ein Jude gemacht haben konnte, 2. daß dieser Künstler kein Nachahmer, sondern ein künstlerischer Gestalter war, und daß 3. eine Anzahl seiner Bildchen künstlerisch unvergleichlich höher stehen, als viele Schöpfungen zeitgenössischer christlicher Künstler, womit bewiesen werden sollte, daß unsere künstlerische Begabung nicht erst neueren Datums ist, sondern in uns auch schon in allen früheren Zeiten latent vorhanden war. Der Vortragende bedauert mit Recht, daß sich unsere Glaubensgenossen verhältnismäßig wenig mit Kunstgeschichte befassen, bespricht geistvoll die durch Oswald Spengler inaugurierte, durch den Tutankahmen-Rummel so geförderte Beschäftigung mit Aegyptischer Kunst, das Fehlen einer künstlerischen Betätigung sogar in der Blütezeit von jüdischer Literatur und Dichtung und Wissenschaft unter den Mauren in Spanien und gelangte im zweiten Teile seiner, lehrreichen Ausführungen zu seiner überaus temperamentvollen und von wahrer Liebe und Hingebung zum Gegenstand zeugenden Anregung, trotz Mangels jedweder Kunsttradition mit Ausschluß aller fremden Elemente und des Bildmäßigen — eine spezifischtypiseb-jüdische Fassade für unsere Synagogen-Neubauten zu schaffen. Die Motive dazu erscheinen ihm in den Gesetzestafeln, in den Thorarollen (die als Säulen aufs Beste zu verwerten sind), in dem -siebenarmigen Leuchter, in (aufgeschlagenen) Gesetzesbüchern — als Beiwerk im Schoiar im Davidstern, der Palme und anderen Emblemen gegeben. An der Hand künstlerisch ausgeführter Zeichnungen in Farben demonstriert der Redner die Brauchbarkeit, die Durchführbarkelt und die ästhetische Wirkung seiner durchaus originellen Anregung. Sie stellen einen immerhin beherzigenswerten Versuch dar. mit dem Fatalismus der Kunstfremdheit und seiner Folge, der ausschließlichen Lehnkunst zu brechen, und eine echte, jüdische Kunst zu inaugurieren. Nach dem mit reichen, verdienten Beifall aufgenommenen Vortrage entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über den Wesensgrund dieses notorischen Mankos an bildnerischer Kunstbetätigung bei den Juden, an welcher sich der Präsident Professor Dr. S. Kraus, Herr Rabbiner Dr. Fenchtwang, Dr* Imalis und der Referent beteiligten. Med.-Rat Dr. H. Haase. Ein jüdisches Problem im Film. Obwohl die Juden — insbesondere in Wien — einen großen Teil des kinobesuchenden Publikums bilden, haben es bisher nur wenige Filmunternehmer der Mühe wert gefunden, auch einmal ein jüdisches Problem im Film zu gestalten. Seit „Ost und West" war kein . richtiger jüdischer Film zu sehen oder man spielte jüdische Filme, die ohne jede Kenntnis des jüdischen Wesens gemacht worden waren. Erfreulicherweise kommt jetzt ein Film nach Wien, der ein wirklich jüdisches Problem im Bild gestaltet. Es handelt sich um den Film „Der Jazzsänger4*, der ab 21. Jänner im Zentral-Kino gespielt wird. Seine Hersteller, die Brüder Warner, sind selbst Juden, die vor dreißig Jahren vor den russischen Verfolgungen nach Amerika ausgewandert sind, sein Hauptdarsteller AI Jo 1 son ist der Sohn eines jüdischen Kantors. Auch der bekannte jüdische Kantor und Komponist feierlicher Gesänge Josef R o s e n b 1 a 11 hat bei diesem Film mitgewirkt und

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