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Die Wahrheit · 1938-02-25 · Heft 9 (25.2.1938) · page 4

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1938
Issue
Heft 9 (25.2.1938)
Date
1938-02-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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itsffei -■Nr. 9 25. «Februar 1938 DIE WAHRHEIT x 13.—19. März 1938, Rotundengelände bis 20. Marz BEDEUTENDE FAHRPiRei^RMÄSSIGUNGEN MESSEAUSWEISE i S «.- bei der Wiener Mette-A. C. Wien VII.. Meaepalut / EINTRITTSKARTEN zum elnoutlgca Besudle da JUxuadengelindtt i 5 1.60 oder det Messepalutec i Sa.-, ferner TAGESKARTEN k S 1—, »fllüg mm einmalige« Bauche den d de« Mesttfwlvtes am gleichen Tage, bei den Katnatdultem der MeuehSojer. ein Land des allgemeinen Wtederaufblühens zu machen. Mein gerade, weil das so ist und so sein sollte, .nehmen wir das Recht für uns in Anspruch, unsere Arbeit mit jenen in Schutz zu nehmen, die es verbrecherischen Naturen oder Verrückten unmöglich machen sollen,:sie stören-zu können.'.' . : , •:.■.]..■ Er kam dann wieder auf Sowjetrußländ zu sprechen und sagfe: „Wir sehen im Bolschewismus mehr noch als früher die Inkarnation des menschlichen Zerstörungstriebes. Wenn sich diese Lehre nur territorial auf Rußland begrenzen würde, ließe sich auch darüber am Ende noch reden. Leider aber versucht der jüdischinternationale Bolschewismus von seiner sowjetrussischen Blut-Zentrale aus, die Völker der Welt innerlich auszuhöhlen, die Gesellschaftsordnungen zum Umsturz zu bringen und das Chaos an die Stelle der Kultur zu setzen. Und hier sind wir unerbittliche Feinde." Hitler spielte schließlich darauf an, daß englische Abgeordnete ihn brieflich ersucht haben, die wegen angeblich konununistischer' Betätigung zum Tode verurteilte und vor der Hinrichtung stehende junge Frau Liesl Hermann, die im Gefängnis niedergekommen war, zu begnadigen, und sagte: „Ich empfehle den Abgeordneten des englischen Unterhauses, sich um. die Ursachen britischer kriegsgerichtlicher Urteile in Jerusalem zu kümmern und nicht um die Urteile deutscher Volksgerichtshöfe." Die neue rumänische Verfassung. Die neue berufsständische Verfassung Rumäniens enüiält den folgenden Passus: Alle Rumänen ohne Unterschied ihrer Herkunft und ihrer Ret'-gion tragen die gleichen Pflichten und genießen die gleichen Rechte vor dem Gesetz. Die Ausübung aller Religionen im Rahmen der Bestimmungen über die öffentliche Ordnung und die Staatssicherheit ist frei. Die Verfassung garantiert auch den auf rumänischem Staatsgebiet seit Jahrhunderten ansässigen Minderheiten ihre Rechte, welcher Rasse sie angehören mögen. Nur Rumänen oder naturalisierte Rumänen können in Rumänien ländliches Eigentum erwerben und besitzen. Fremde haben nur das Recht auf den Gegenwert solchen Eigentums. Erzbischof von Canterbury für die rumänischen . Dar Erzbischof von Canterbury hat, wie die Jüdische Telegraphen-Agentur aus autoritativer Quelle erfährt, in der letzten Zeit direkt und indirekt bei den verantwortlichen Autoritäten in Rumänien über das gegenwärtige und zukünftige Schicksal der Juden des Landes angefragt. Der Erzbischof wird der Judenfrage in Rumänien auch weiterhin seine ganze Aufmerksamkeit schenken und bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit in Aktion treten. Mit dem jetzigen rumänischen Ministerpräsidenten, dem Oberhaupt der Griechisch-Orthodoxen Kirche Patriarch Miron Christea, verbinden den Erzbischof von Canterbury gute persönliche Beziehungen. Als Patriarch Christea im Jahre 1936 London besuchte, wohnte er als persönlicher Gast des Erzbischofs von Canterbury im Lambeth Palace. Die „Eiserne Garde" aufgelöst „Kapitän" Codreanu, der Führer der Partei „Alles fürs Vaterland" (Eiserne Garde), versandte an die Zeitungen ein Zirkular, wonach er seine Partei auflöst und deren Institutionen scihließtxEr werde nach Rom gehen,, um dort sein Buch ,iben Legionären" in die französische und itdlienische Sprache zu übersetzen. Den jungen Leuten seiner Partei gibt er den Rat, sich bürgerlichen Berufen zu widmen. Die Stunde, schreibt er, gehöre hejite noch der Generation der Alten. ' Sämtliche jiddischen^und hebräischen Zeitungen verboten. ' Ein Dekret des Innenministeriums verfügt, daß alle Zeitungen imgän'z 'Rumänien, 'die in hebräischer und jiddischer; " sowie;iri russischer, ukrainischer und polnischer Spräöhe'erscheinen, endgültig eingestellt werden. Betroffen sind 20 in jiddischer und hebräischer Sprache, '11 in russischer, 3 in ukrainischer und 2 in polnischer Sprache erscheinende Zeitungen. IL, Taborstraße Nr. 36 . Telephon R 41-3-50 7,4. 7,6, 7.8, 7,10 NESTROY-KINO IL. Praterstraße Nr. 34 Telephon R 41-707 in jidSitcher s 7<4, V46, 7< 8, 7< 10 deutschen Faßtiteln. DI9BUR Unverminderter Terror in Palästina. Der Geschwaderführer R. E. Aldershon von der Sanitätsabteilung, der das Krankenhaus der Luftflotte in Sarafand geleitet hat, seine Gattin und Miss Diana N e w m a n fuhren Ende der Vorwoche in einem von dem jüdischen Chauffeur Schlomo Markover gelenkten Auto auf der Chaussee Tel Aviv—Haifa. In der Nähe des Landsitzes des High Commissioner Sir Arthur W a uchope bei Atlit, südlich von Haifa, wurde das Auto von einer sieben Mann starken Terroristenbande angegriffen und heftig beschossen. Aldershon wurde sofort getötet Frau Aldershon wurde leicht verletzt; Diana Newman erhielt fünf Kugeln in Bein und Hals, Schlomo Markover wurde durch Schüsse am Bein verletzt. Die Terroristcnbande versuchte zuerst das Auto anzuhalten, als ihr das. nicht gelang, gab sie Schüsse auf den fliehenden Wagen ab, der durch zwölf Kugeln durchlöchert wurde. Die Täter ergriffen dann die Flucht. Der Zustand von Fräulein Newman, die die Tochter eines in Kairo stationierten englischen Flugoffiziers ist und beim Ehepaar Aldershon zu Gast weilte, hat sich gebessert, so daß keine Gefahr mehr für ihr Leben besteht. Kurz nach dem Attentat trafen Polizeitruppen an Ort und Stelle ein. Polizeihunde suchten die Spür ab, die zum Dorfe Iqzim führte, welches sofort von Truppen umstellt wurde. Ein Araber, der den Ring zu durchbrechen versuchte, wurde getötet Die der Dorfbewohnerschaft gehörenden 800 Schafe wurden zwecks Kontribution nacli Haifa getrieben. Das MilitärgerichtinHaifa verurteilte den Araber Ramadan Abdul Kader, der am vergangenen Mittwoch vor dem Gefängnis in Akko kurz vor der Hinrichtung von Hiaj Mahmud el Hussein ein Revolverattentat gegen einen englischen Polizeioffizier versucht hat, zum Tode. Der vor kurzem in New York eingetroffene Juriskonsul der Exekutive der Jewish Agency in Jerusalem, Advokat Bernard Joseph, sprach im amerikanischen Radio über die Lage in Palästina Jladä Argentinien ab ^nlnieipen I.Kl.31.,7„— Auskunft: Cömpagnie Maritime Beige Wien I., Kärntnerring Nr. 3 HHHbbI 25. Februar 1 ' J; i 1882 starb der Maler Moritz Opp ejih e im (Bilder aus dem jüdischen Familienleben) in Frankfurt a. M. . : 26. Februar 1850 wurde der Oräensgrößpräsident von Bnai Brith, Adolf Kraus, zu Biowitz bei Pilsen geboren. 27. Februar 1823 wurde Ernst Renan (Uhistoire dfIsrael) zu Tregnier (Frankreich) geboren. 28. Februar 1812 wurde Berthold Auerbach (Schwarzwälder Dorf-Geschichten, Barfüßele) in Nordstetten (Schwarzwald) geboren. 1. März 1670 erfolgte unter Leopold l. di£ Ausweisung der Juden aus Wien. 2. März 1862 wurde die Schauspielerin Marie Barkauf in Kß&chau geboren. 3. März 1808 wurde die jüdische Consistorialverfassung in Frankreich proklamiert. und erklärte: Falls die arabischen Führer veranlassen, daß der Terror eingestellt wird, eröffnet sich eine Hoffnung für eine Lösung des Palästina- Problems. Die zionistischen Führer seien bereit sofort nach1 Einstellung des Terrors in Verhandlungen mit den arabischen Führern über eine Lösung der arabisch-jüdischen Differenzen und eine Zusammenarbeit zu treten. Die Mord-Statistik. Das statistische Büro der Palästina-Regierung veröffentlicht folgende Zahlen: 1937 wurden in Palästina 194 Menschen ermordet, davon im Oktober und Dezember je 23, im November' 2'1," im März und September je 19, im Mai 17, im Juni und Juli je 15. i.n 1936 wurden 260 Menschen ermordet 1935 113. 1932 kamen 82, 1931 102 Menschen ums Leben. 1937 führten 281 Ueberfälle zum Tode, 1936 war die Zahl der an erlittenen Verletzungen Verstorbenen 492. 1937 wurden 1123 Menschen wegen Waffenbesitzes verurteilt, 1936 699. 1935 563: Ariernachweis bei deutschen Paß-Ansuchen. Von jetzt ab muß jeder deutsche Staatsbürger, der bei der Polizei -einen Paß beantragt, eineschriftliche Erklärung unterzeichnen, daß ihm nichts bekannt sei, was die Vermutung rechtfertigen könnte, daß er im Sinne der Nürnberger Gesetze Jude sei. Bei einer Weigerung, diese Erklärung zu unterschreiben, muß ein besonderer Nachweis der „arischen Abstammung" beigebracht werden. 200. New Yorker Geistliche gegen den Antisemitismus. Ueber 200 . New Yorker Geistliche aller protestantischen Richtungen erließen einen Appell .an alle Christen, den Antisemitismus als eine „Bedrohung der Demokratie und Verleugnung der Grundprinzipien, auf denen die Nation aufgebaut i s t", zu bekämpfen. Den Juden wird in dem Appell die Versicherung gegeben, daß die K i rc h e 11 unerschütterlichst eh der „S ü nd e d e s Antisemitismus" widersetzen werden. Goldene Marathon-Nadel an Gerda Gottlieb. Im Rahmen einer Feier, an der die hervor' ragendsten Vertreter des österreichischen Sports teilnahmen, überreichte der Präsident des Marathon-Komitees der vielfachen österreichischer» Meisterin Gerda Gottlieb die Goldene Mara-. thon-Nadel für 1937.. -

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