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Die Wahrheit · 1937-08-27 · Heft 34 (27.8.1937) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1937
Issue
Heft 34 (27.8.1937)
Date
1937-08-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite b Nr. 34 — 27. August 1937 DIE WAHRHEIT Mitarbeiter Juden sind. Übersetzungen gehören zur jüdischen Literatur, wenn der Verfasser der Originalwerke Juden sind. Die Unternehmen des jüdischen Buchhandels führen in der Firmenbezeichnung, dem Namen der Firma oder des Inhabers die Bezeichnung „Jüdischer Buchverl a g", wenn sie sich allein mit der Herstellung, „Jüdischer Buchvertrieb", wenn sie sich allein mit dem Vertrieb der jüdischen Literatur befassen. Die Firmenbezeichnung ist oberhalb der Türklinke in Augenhöhe anzubringen, und zwar bei Ladengeschäften mit dem Zusatz: „Verkauf erfolgt nur an Juden gegen Ausweis". Außerdem sind Ladengeschäfte durch ein deutlich erkennbares Firmenschild als jüdische Unternehmen zu kennzeichnen. Die jüdischen Buchverlage bedürfen für die Herausgabe jedes einzelnen Werkes der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung des HeTrn Hinkel. Vor der Drucklegung 'ist jeweils das Manuskript mit einem Durchschlag oder zwei Korrekturabzüge des Werkes zur Prüfung und Genehmigung einzureichen, wobei der Nachweis zu führen ist, daß der Verfasser Jude ist. Die jüdischen Buchverlage sind verpflichtet, die von ihnen verlegte Literatur in Antiqua-Schrift zu setzen, soweit nicht die Hebräische Schrift Verwendung findet. Für den Vertrieb von Literatur von allgemeinjüdischem Interesse, aber nichtjüdischer Verfasser — z. B. für wissenschaftliche Werke aus dem Gebiet der alttestamentarischen Theologie, Archäologie, der Sprachwissenschaft, der Weltwirtschaft — kann in Einzelfällen von jüdischen ßuchvertrieben die Genehmi- 3eit und 0eld Sie ersparen viel wenn Sie zu StOfCf)*Ä5(lfCf)OM)l) statt spezieller Gratulationen allen Ihren Verwandten, Freunden, Bekannten, Kunden und Gästen in der Neujahrs-Festnummer der „WAHRHEIT«« meKSlficft sagen. Nur bis montag, den 30. Huguft 1937 können Aufträge berücksichtigt werden. Um allen jenen, die durch „Die Wahrheit" gratulieren, die Gewißheit zu geben, daß ihre Gratulation auch alle jene Familien oder Personen erreicht, denen sie zu gratulieren beabsichtigen, werden wir an alle Adressen, die uns mit der Gratulationsbestellung aufgegeben werden, je ein Exemplar der Festnummer kostenfrei zusenden. ^"■^^^■"■■^ Ausschneiden! ^^^■^■"■"■■f' <8effeUfd>eitt An die Administration „DIE WAHRHEIT", Wien IL, Heinestraße 13 Ich bestelle hiermit einen Rosch-Haschonoh-Glückwunsch *) Einfaches Feld zum Preise von S 6'— *) Doppelfeld zum Preise von S lT-r welchen Betrag ich Ihnen gleichzeitig übersende *) Nichtzutreffendes bitte streichen. Textangabe:.........................................................;..... Unterschrift:.. gung j^es Herrn Hinkel, durch besonderen schriftlichen Antrag:, eingeholt werden. Auch Werke jüdischer Verfasser, die in arischen Verlagen erschienen sind, bedürfen zum Vertrieb einer solchen .Genehmigung des Sonderbeauftragten. ..*« Leihbüchereien jüdischer Unternehmer sind sowohl als Einzelunternehmer als auch in Verbindung mit einem jüdischen ßuchvertrieb verboten. Die Palästina-Resolution der DL Kenjessio Gedaulo. Beschränkung von Einwanderung Judens taatsplan angelehnt. — und Bodenerwerb: untragbar. Die HL Kenessio : Gedaulo der Weltorganisation Agudas JisroeJ : hat am Montag; den 23. August, nachts,, in einer besonders feierlichen Sitzung in voUer Einstimmigkeit zur Frage der Schaffung eines Judensiaates in einem Teile Palästinas Stellung genommen. Die Sitzung wurde durch Ansprachen des Oberrabbiners Le win; des Rabbiners von1 Lu-ek und des Präsidenten der Agudas Jisroel, Jacob Bosenheim, eingeleitet. Unter großem Enihur siasmus der Delegierten und Gäste wurde zunächst eine Proklamation des Rabbinischen Rates der Agudas Jisroel verlesen, auf deren Basis die politische Kommission der Kenessio Gedaulo ihre Palästina-Entschließung gefaßt hat. Die Proklamation lautet: Der Rabbinische Rat der Agudas Jisroel ist in seinen vom 10. bis 16. Elul (18. bis 23. August) anläßlich der Kenessio Gedaulo m Marienbad stattgehabten Sitzungen nach Beratung des zur Zeit für die jüdische Gesamtheit aktuellen Erez Jisroel-Problems zu folgenden Entschließungen gelangt: 1. Der Rabbinische Rat erklärt: a) Unser heiliges Land ist uns vom Herrn der Welt in ewigem Eid- und Bundesschwur geschenkt worden, auf daß wir darin die Gesetze der Thora und ihre Gebote verwirklichen und dort ein Leben der Thora führen. Das jüdische Volk ist daher seinem Lande mit allen Fasern seines Herzens und seiner Seele für alle Ewigkeit unlösbar verknüpft, b) Nachdem wir ob unsrer Sünden aus unserem Lande Air die Jüdische Kulturstelle Wien I., Franz Josefs-Kai 3 ich melde meinen Beitritt als Stamm-Mitglied für die Saison 1937/38 an und bitte um Erlagscheine zwecks Uebermirtlung des Jahresbeitrages von S 1.50 Ich habe zur Kenntnis genommen, daß ich nach Bezahlung zum Bezug einer Freikarte ins Jüdische Kulturtheater und des Gratisabonnements der Halbmonatschrift „Die Garbe" berechtigt bin. Name und Beruf: Adresse und Telephon:_________________ ......... AuMtchiielclMi, auf Postkarte kUben ins Exil wandern mußten, hat G'tt uns durch seine heiligen Propheten verneigen; daß *r uns dereinst durch seinen Gesalbten erlösen wird. Der Glaube an diese Verheißung, ist, eine der Grundlagen <ler jüdischen ReT ligion, verbindlich für.jeflen Juden, c) Der Anspruch des jüdischen Volkes auf, ^dps .heilige Land wurzelt daher in der Thora und den Propheten, den Boten G'ttes. d) Der Bestand .e^ies jüdischen Staates, ist nur möglich, wenn diesem Staat das. Thoragesetz als Grundgeseta das, -Staates ■ und die Staatsführung die Herrschaft der Thora: anerkennt Ein jüdischer Staat,, der diese Anerkennung nicht gewährt, bedeutet eine Verleugnung der jüdischen Geschichte, eine Negation des wahren. Wesens der jüdischen Nation und eine Untergrabung ihrer. Existenz. Ein derartiges Gemeinwesen verdient nicht; den Namen eines jüdischen Staates. II. Der R. R. erklärt, daß die Grenzen unseres heiligen Landes durch G'ljt^den Schöpfer des Himmels ..und der Erde, in seiner heiligen Thora für alle Zeiten festgesetzt worden sind. Es ist daher unmöglich, daß das: jüdische Volk seinerseits in irgend einer Weise auf diese Grenzen einen Vefraicht ausspreche. Jeder derartige Verzicht wäre null und nichtig. III. Der R. R. erkärt, daß nach dem Daas Thora Verhandlungen und Beschlüsse über das Schicksal von Erez jisroel, des Erbes des ganzen jüdischen Volkes, nicht, geführt, werden könne ohne Zuziehung der bevollmächtigten. Vertretung des thoratreuen Judentums. Verhandlungen über den Kopf des thoratreuen jüdischen Volkes hinweg widersprechen Recht und Gerechtigkeit; IV. Der R. R.^wen/iet sich an alle Juden der Welt mit dem heißen, flammenden Aufruf, in dieser Stunde geschichtlicher Entscheidungsschwere der Agudas Jisroel zu Hi|fe zu kommen in: ihrem Werke des Aufbaues jüdischen Landes im Geiste der Thora und Emuno, ihr zu helfen in ihrem Kampfe um die Rettung, der Heftigkeit Erez Jisroels und seiner Reinheit, ihrem Ringen um die Stärkung des orthodoxen Jischuw, in ihren Anstrengungen, dem gesamten Leben des jüdischen Landes den Stempel der Thora und? Emuno aufzudrücken. * Auf daß Erez Jisroel G'ttes Land bleibe, das Land, auf das Seine Augen stetig gerichtet sind, auf dem Seine Herrlichkeit erstrahlt und von dem aus G'ttes Königsherrschaft sich i offenbaren wird, vor ^en Augen alfer Völker. , Die auf dieser Proklamation basierende Entschließung der Kenessio Gedaulo lautet: . 1. Die Kenessio Gedaulo kann -r bei: aller Würdigung des Strebens der Peel-Kommission nach einer objektiven Lösung — dem von ihr vorgeschlagenen jüdischen Staat nicht zustimmen. 2. Die Kenessio Gedaulo hält die tatkräftige Durchführung des Mandates, verbunden mit einer zielbewußten Politik der Versöhnung zwischen den Juden und den Arabern für möglich. 3. Angesichts der ungeheuren Notlage von großen Teilen des jüdischen Volkes erachtet die Kenessio Gedaulo. die/von dem Command Paper vorgesehene einstweilige E i n s c h. r ä n k u n g der Ali jah und des Boden er wer-ljjs für untragbar. Mv 4. Die Kenessio Gedaülo ermächtigt und beauftragt die politische Exekutive, Verhandlungen mit der englischen Regierung und dem Välkerbunti aufzunehmen, um eine Lösung durchzusetzen, die den religiösen und materiellen Bedürfnissen des jüdischen Volkes sowie seinen auf-der Thora begründeten historischen Ansprüchen an das Heilige. Landentspricht. ' Die Prokiamationrdes ^abbinischen'Rates und die Entschließung der Politischen Kommission wurden vom Plenum der Kenessio Gedaulo ohne Diskussion durch Erheben von den Sitzen angenom-» men. Die AgudatJugend stimmte religiöse Lieder an und vollführte'einen Tanz. Scharfe Rede; des Präsidenten Rosenhehn gegen die zionistische Organisation. In der ersten Plenarsitzung der III. Kenessio Gedaulo erstattete der Präsident der Aguda, Jakob Rosen he im, den Tätigkeitsbericht, in welchem er sich in ausführlicher Weise mit den Fragen der Organisation, Finanzen und Propaganda befaßte. Hinsichtlich der Stellung der Aguda zu den außerhalb der Aguda stehenden Orthodoxen sagte Rosenheim, die Aguda müsse so ausgestaltet werden, daß kein Jude, der sich zum thoratreuen Judentum bekennt, äußerhalb der Aguda steht. Wir erwarten, sagte er, den Tag, an dem der Misrachi sich von der Umklämmerung der Zionistischen Organisation befreien wird. Vielleicht wird die Entwicklung in Erez Israel zwangsläufig dazu führen, daß auf dem Boden der geeinten Orthodoxie auch die Freiheit der Thora errichtet werden wird. Die Aguda betrauert den Tag, an dem der Misrachi die Einheit zerrissen hat, indem er der Zionistischen Organisation beitrat, nicht min- WÄRNÜNti! Das Präsidium, des Allgemeinen Kranken- und Unterstützungsverein »MOüfeitOre" HUT Wien II.. Ferdinandstraße 19. Telephon R 45-900, ersucht auf diesemcWege'uns alle jene Personen, die durch Sammlungen den Namen unseres Vereines verunglimpfen, unverzüglich bekanntzugeben. . Wir' werden sodann diesem Unfug energisch -; entgegentreten. ■'::■• -

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