Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 32 (13.8.1937)
- Date
- 1937-08-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE: WAHRHEIT Nr. 32 - 13. August 1937 Seite 5 Vor der Kenessio Gedaulo. Der dritten Kenessio .Qe-daufo, der Weltkönferenz der Agudas Jisroel,' .die am 17. August in Marienfoäd eröffnet wird, gehen bereits in dieser Woche Sitzungen der Exekutive, der Exekutive des Rabbiitischen Rates und des Zentralstes voraus. .'■.•<■'■■ In der ersten Satzung der. Kenessio Gedauloam 17. August werdendie .Vorsitzenden der Exekutive und des Zentralrates, sowie ein Vertreter des Rabbinischen Rates Ansprachen halten,' namens der orthodoxen Landeskanzlei wird Oberrabbiner Schreiber-tPreßburg, namens der slowakischen Landesorganösätion der Agudas Jisroel Oberrabbiner Eckstein eine Begrüßungsansprache halten. Für die Palästina-Landesorganisation wird Oberrabbiner Duschinsky-Jerusalem sprechen. Sodann hält Dr. Isaac B r e u e r ein Referat über „Idee und Weckruf des Agudismus in unseren T ag e n". Am folgenden Tag wird nach dem Bericht der , Exekutive die Generaldebatte abgehalten. Ferner sollen * •die Landesorganisationen ihre Berichte erstatten und eine Frauentagung, eine Jugendtagung und Kommissionssitzungen stattfinden. Am Donnerstag, den 19. August, sprechen Rabbiner W. S. Jacobson-'Kopenhagen über Keren Iiathora und Bet Jakob-Schulwesen, Rabbiner J. Bloch-Tetsiai und Rabbiner Eckstein-Sereth über die Bedeutung der Jeschiwa, Oberrabbiner Ungar-Neutra über die Reinheit des (Familienlebens und Rabbiner Laski-Sompolo über Selbsterziehung und Mussar. Am Nachmittag werden Referate über den Bericht der Kgl. Kommissdon erstattet . Für den Freitag sind die Berichte des Keren Hajischuw-Direktoriums und der palästinensischen Körperschaften der Aguda vorgesehen. Nach der Sabbatpause soll in einer Nachtsätzung die Palästina-Debatte fortgeführt werden. Am 22. August sprechen Dr. Maximilian Landau- Berlin über Ueberseea'uswanderung und Siedlung, L. From-Warschau oder F. Landenberg- .Lodz über soziale und wirtschaftliche Aufgaben, und F. Weinreb^Scheveningen über „Berufsumschichtung und Erziehung im Sinne Nathan Birnbaums". Der agudistisohe Schriftstellerbund, die Frauen und die Jugend, halten SondertagjuQgen ab^.,.. . .. .. .. Am 23. August sollen Oberrabbiner Aron Lewin- Rzeszow religionspolitische Forderungen und J. M. Lew i m-Warschau Fragen der Gemeinde Politik behandeln. Am letzten Tag werden die Beschlüsse des Rabbintechen Rates bekanntgegeben, die Anträge des Permanenzausschusses und der Kommissionen zur Abstimmung gebracht und die Wahlen vorgenommen. Während der ganzen Dauer des 'Kongresses wird das Prag er Radio täglich um 18.40 Uhr in seiner deutschen Sendung über die Verhandlungen der Kenessio Gedaulo berichten. Der Standpunkt der Agudas Jisroel vor der Mandatskommission: Zionistische Organisation vertritt nicht Kolonisation: das gesamte Judentum. Das Mitglied der Aguda-Delegation bei der Mandatskommission in Genf, Rabbi Mosche Blau, erklärte auf der Durchreise nach Marienbad dem Redakteur der „Jüdischen Presse" folgendes: Die Mandatskommission mußte durch die Aguda-Delegation vor allem daran erinnert werden, daß die Zionistische Organisation keineswegs das gesamte jüdische Volk vertrete. Dies war besonders wichtig, nachdem die Royal Commission die Neigung gezeigt hatte, die Zionistische Organisation als kompetente Vertreterin der Judenheit anzuerkennen, und der englischen Regierung vorgeschlagen hat, ihre Verträge im - Einvernehmen mit dieser zu fassen. Die Aguda- . Delegation mußte weiter den, religiösen Charakter von Erez-Israel zum Ausdruck bringen und visionisten wie.folgt: „Die Zeitungsberichte darüber sind wolil übertrieben. Es ist nur wahr, daß Herr Jakob Rosen he im, der Präsident der Agudas Jisroel, gemeinsam mit Jabotinsky ein Schreiben an die Jewish Agency gerichtet hat, in dem die Forderung aufgestellt wird, sämtliche jüdische-0 rganisationen, die an Erez Israel interessiert sind und der Jewish Agency nicht angehören, zu gemeinsamer Beratung des Erez Israel-Problems heranzuziehen.4* Auf die Frage, ob es zu solchen Beratungen mit der Jewish Agency gekommen sei, antwortete Rabbi Blau, daß es in Genf zu einer Aussprache zwischen der Exekutive der Agudas Jisroel und den Vertretern der Jewish Agency nicht gekommen sei. Alle Schulbucher richtige Aurlagen, für antiquarische allerbUligste Preise. Größte Auswahl! Spesenfreie Zusendung. Verzeichnisse umsonst. — Zeit spart, wer kauft im SCHULBÜCHERANT QUAR1AT IfHIRMÄINIlfl raonuiiR Wien IL, Ecke Taborsfraße 52 Telephon R 41-4-20 iämtlTtlzttC 5. bis 11. September 1937 Technische und Landwirtschaftliche Messe bis 12. September Luxus- und Gebrauchsartikelmesse / Möbelmesse „Gas im Haushalt" / „Kunst im Handwerk" Textil- und BekLeidungsmesse / Wiener Strickmode TECHNISCHE MESSE UND BAUMESSE Straßettbaumesso / Funkmesse / „Die elektrische Küche" Der österreichische Bergbau auf mineralische Brennstoffe und Erdöl Papier und Papierverarbeitung / Bürobedarfsmesse Oesterr. TabataRegie / „Oesterreichische Erfindungen" / „Der Wintersport" Realitätenvermittler / Gewerbliche Kollektivbeteiligungen Nahnungs- und Genußmitteimesse / Sondergruppen ausländischer Staaten Land- und forstwirtschaftliche Musterschau mit Sonderschau „15 Jahre N.-ö. Landes-Landwlrtschaftskarrrmer" Bundesweinkost ZUCHTVIEHMESSE (Pferde und Rinder): 10. bis 12. September BEDEUTENDE FAHRPREISERMÄSSIGUNGEN engesellsdiaft. V weise äS 6.-bei der Wien« sepalast / Eintrittskarten (tu oder des Messepalastes » S I aligen BesudicderRotunde Trauriger Wirtschaftsbericht > der Zionistischen Exekutive an den Kongreß. Ein Wanderung: Starker Rückgang seit; 1936. Der Bericht des Einwanderungsdeparrmenits der Jewish Agency, der in dem von der Exekutive dem Kongreß vorgelegten Gesamtbericht enthalten ist, stellt einen starken Rückgang der Einwanderung seit 1936 fest. Von 61.000 Einwanderern im Jahre 1935 ist die Einwanderung auf 30.000 Personen im Jahre 1936 gesunken. Die Unruhen führten zu einer Verlangsamung|der Ein Wanderungsbewegung; sie wurde auch von der Regierung beschränkt, während sie früher von ihr erleichtert worden) war. Die ersten drei Monate des Jahres 1937 waren seit 1931 die schwerste Zeit auf dem Gebiet der Einwanderung. Die Arbeitereinwanderung hat im Verhältnis zur Gesamteinwanderung abgenommen. Verluste durch die Unruhen. Der Bericht des Departments für landwirtschaftliche Kolonisation stellt fest, daß während der Unruhen etwa 100.000 Zitrusbäume, 70.000 andere Obstbäume und 75.000 Waldbäume entwurzelt und etwa 20.000 Dunam Getreide in Brand gesteckt worden sind. Abgesehen von dem materiellen Verlust sind so die Mühen vieler Jahre unwiederbringlich verloren gegangen. Die Landwirtschaftszählung des Jahres 1936 zeigt, daß von den 404.000 Angehörigen des Jischuw 98.303 oder 24% in 203 ländlichen Siedlungen leben, gegenüber 30.329 Personen (20%) In 120 ländlichen Siedlungen bei einer jüdischen Gesamtbevölkerung von 150.000 Seele» im Jahre 1927. setzte sieh da'iir ein, daß die Herrschaft der Thora für, das jüdische Volk anerkannt werde, Keren Kajemeth: r-. * ~ Bodenkauf um 24% zurückgegangen. falls es zur Gründung eines jüdischen Staates kommen sollte. Ueber die endgültige Stellungnahme der Agudas Jisroel zum Teilungsplan wird die in Marienbad zusammentretende Knessio Gedaulo entschei- Der Bericht des Keren Kajemeth stellt fest, daß seit dem XIX. Kongreß eine weite reVerlan gsamung im Tempo der Bodenkäufe des Fonds eingetreten ist Während in der Zeit zeit nur 24.400 Dunam, d. h. um 24% weniger. Die Tätigkeit des KKL wurde durch die hohen Bodenpreise gehemmt Während der Unruhen < stagnierten Bodengeschäfte völlig. Obwohl für jeden arabischen Bodenverkäufer Lebensgefahr bestand, konnte der KKL vom April 1936 bis März 1937 5700 Dunam aus arabischer Hand in seinen Besitz bringen^ Die Möglichkeiten, Boden zu erwerben1, sind jedoch nicht geringer geworden. Die Bodenbesitzer müssen sogax Teile ihres Bodens verkaufen, um die Notlage zu überwinden, in die sie durch den Streik geraten sind. Das Privatkapital ist vom Grundstücksmarkt wegen der Unsicherheit über die politische Zukunft Palästinas und wegen der Unsicherheit der Bode nbesitzverhältnisse verschwunden. Der KKL ist die einzige Stelle, die Boden als jüdischen Besitz erwirbt 1936 gingen 18.100 Dunam aus arabischem in jüdischen Besitz über, davon 9400 Dunam in den Besitz des KKL. 1937 war der Anteil des KKL relativ noch höher. Auf Grund von Verhandlungen mit der ICA wird der KKL gemeinsam mit dieser unter bestimmten Voraussetzungen die jetzt im Besitz der Palestine Land Development Comp, befindliche fi.ule-Konzess.ion erwerben. Die damit verbundenen Ausgaben werden auf über eine Million Pfund geschätzt. Ein Viertel ist für die Erwerbung der Konzession, der Rest für die Trokkenlegung und andere Ameliarationsarberten erforderlich. Von der ICA soll dem Keren Kajemeth ein Darlehen von 350.000 Pfund auf vierzehn Jahre gewährt werden. Der KKL wird dann weitere Obligationen in der Höhe von 250.000 Pfund zur Finanzierung seiner Bodenkäufe ausgeben. In der Berichtsperiode hat der Keren Kajemeth brutto zirka 826.000 Pfioud (gegenüber 583.000 Pfund in den beiden vergangenen Jahren) aufgebracht. Der gesamte Bodenbesitz des Keren Kajemeth betrug Ende April 376.402 Dunam, davon 354.503 Dunam auf dem Lande und 21.899 Dunam in den' Städten. Auf dem Lande hat der Keren Kajemeth 239 Pachtverträge, in den Städten 459 Verträge geschlossen. Die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen v Schluß äußerte.; sich,Rabbi BJau über die zwischen , dem XVUJ. und. XIX. Kongreß 32J0p: Pachtverträge betragt heute 1087, die der städtii Verha;ndrjtt^ Dunam gekauft wurden, waren es in der Berichtssehen 1494, zusammen also 2581.