Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 14 (9.4.1937)
- Date
- 1937-04-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Nr. 14 — 9. April 1937 DIE WAHRHEIT Eine Stichprobe. Der Kampf gegen Judentum und Christentum in religiöser Hinsicht hat in den letzten Jahren fast täglich literarische Erscheinungen in Deutschland hervorgerufen, die für jeden religiös Empfindenden, aber auch für den, der religiös tolerant eingestellt ist, eine schwere Herausforderung bedeuten. Es ist ausgeschlossen, von diesen Angriffen literarischer und journalistischer Art dauernd Kenntnis zu geben, da sie in großer Fülle erscheinen. Wir veröffentlichen heute, sozusagen als Stichprobe, einen kurzen Artikel, der sich in der Halbmonatsschrift „Die Religiöse Revolution", Kampfblatt der Deutschen Volkskirche E. V., herausgegeben von Dr. Arthur Dinter (2. Ausgabe, Nr. 64, vom Februar 1937) befindet. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß Dr. Arthur Dinter einer der ältesten Nationalsozialisten ist. Die „Religiöse Revolution" bezeichnet sich als „Kampfblatt zur Aufrichtung einer einheitlichen, wahrhaft christlichen deutschen Volkskirche auf der allgemeinen Grundlage der reinen, von allen jüdischen und juden-christlichen Fälschungen befreiten ,arisch-heldischen' Lehre Jesu". Der hier wiedergegebene Artikel zeigt nicht nur die unglaublich scharfe Stellungnahme der „Deutschen Glaubensbewegung" zum Judentum, Christentum und zum Stifter der christlichen Religion, sondern anderseits auch die feindliche Stellungnahme Dr. Arthur Dinters zu dieser Erklärung der „Deutschen Glaubensbewegung": Der Volksbetrug der Antichristen. In München gibt die sogenannte „Deutsche Glaubensbewegung" eine neue „Kampfparole" aus, worin es u. a. heißt: „Die christliche Lehre muß in diesem Winter in all ihren Grundfesten erschüttert werden. Darum alles, was irgend wie kann, hinein in den ' Kampf! Wir sind für kleinste Mitarbeiter dankbar, damit diese Pestbeule im Volk ausgerottet •werden -tama.- Die cbrtstHotrc Religion muß bekämpft werden, weil sie rein jüdischen und orientalischen Ursprungs ist. Dieser Jesus ist der Feind alles Deutschen, der Feind von Blut und Rasse." Es gehört eine wirklich noch nie dagewesene Verlogenheit und Gewissenlosigkeit dazu, dem deutschen Volke wider besseres Wissen immer wieder einzureden, Jesus sei Jude gewesen, das heutige Judenchristentum gehe auf ihn zurück und man müsse daher Jesus lals angeblichen „Feind alles Deutschen" entschieden bekämpfen. Die Wahrheit, die wir nicht oft genug wiederholen können, aber ist: Jesus war nicht Jude, sondern er war Arier, seine reine Liebes- und Sittenlehre ist nicht jüdisch, sondern die arisch-heldischste aller arisch-heldischen Religionen und das Judenchristentum der heutigen Kirchen einschließlich aller ihrer Sekten geht nicht auf ihn, sondern auf den Juden und Rabbiner Paulus, den Verfälscher der ursprünglichen Lehre Jesu zurück. Heute erst beginnt die Menschheit reif für die Aufnahme dieser echten Lehre Jesu zu werden. Das Christentum ist also nicht am Ende, sondern es tritt überhaupt erst jetzt in seine eigentliche, entscheidende Epoche ein. Den Unsinn, man wolle das Christentum „in diesem Winter vernichten", können daher nur Narren aussprechen. Das wahre Christentum, d. h. die reine arisch-heldische Lehre Jesu vom „Gottesreiche inwendig in uns" wird die Welt von Grund auf erneuern und ewig leben, wenn die j udenchristlichen Kirchen nur noch ein papierenes Dasein in der Kirchengeschichte führen und von dieser sogenannten „Deutschen Glaubensbewegung'4 auch nicht einmal der Name mehr übriggeblieben sein wird. „Keftaurant Hagel II., Praterstraße 33 vis-ä-vis-dem-ßroBen Tempel am Donnerstag, den 15. April, vor und -nafchdem rUi$qPicfei=Bbend l Voilbetrieb. Was wird in Palästina? Aus Palästina wird den „B a s l e r Nachrichten" geschrieben: Die Ruhe, die Palästina während der Verhandlungen der Königlichen Kommission beobachtet hat, beginnt einer Verwirrung in allen Lagern Platz zu machen. Es zeigt sich, daß Aufstände und ihre Unterdrückung, wie die Führung von Prozessen vor einer von der Mandatsmacht eingesetzten Instanz leichter ist als der Willensaufschwung zu einer konstruktiven Politik. Dabei wäre eine solche Zauberformel wohl zu finden, wenn sich außerhalb der in den ausgefahrenen Geleisen weiter trottenden Vertretungen der Juden und der Araber oder der unsicher gewordenen englischen Bureaukratie einzelne Menschen oder Gruppen zusammenfänden, die mutig genug wären, sich mit dem Odium der Volksfeindlichkeit zu belasten und unter den Trümmern des zur Zeit unbrauchbar gewordenen Gebäudes nach für einen Neubau verwendbaren Resten zu suchen. Die Methode aller Beteiligten hat sich als unzulänglich erwiesen. Sie hat politisch genau so Schiffbruch gelitten wie kulturell und wirtschaftlich. Nur eine unbarmherzige Liquidation mit geschickter Ausnutzung der im Laufe von zwanzig Jahren mühevoller Arbeit gemachten Erfahrungen wäre imstande, Palästina vor künftigen Erschütterungen zu bewahren und die Hoffnung zu erfüllen, daß irgendwo auf der Erde erfolgreiche Experimente auf dem Gebiet einer neuen Kolonialpolitik und neuer Kolonialwirtschaft zu machen wären, die eine neue Epoche friedlicher und produktiver Beziehungen zwischen Europa und den Ländern auf der gegenüberliegenden Seite des Mittelmeers einleitet. Der Augenblick für einen solchen Versuch ist so günstig wie seit langem nicht; denn augenblicklich gibt es nur eine Macht, die die Geschicke des Landes ganz in der Hand hat: England. Juden und Araber sind auf absehbare Zeit zur Rolle von Mitspielern verurteilt, die für den nächsten Akt des Stückes nur von sekundärer Bedeutung sind. Die jüdischen Bemühungen mit dem Hinweis darauf, daß sie während des Aufstandes die guten Kinder waren, haben vor der Königlichen Kommission ebensowenig einen Eindruck hinterlassen wie die arabischen Drohungen mit der baldigen Wiederholung der verflossenen Wirren. England hat seinen Rücken im Mittelmeer frei und kann im Bedarfsfall jeden Versuch einer gewaltsamen Bedrohung seiner Herrschaft mit einem noch größeren Aufwand an militärischen Machtmitteln zunichte machen, als es diesmal der Fall war. Auch den Arabern ist diese Erkenntnis aufgegangen. Ein führendes Blatt der nationalistischen Bewegung, die Jeruisalemer „Samia al Islamia", charakterisiert die augenblickliche Situation ganz richtig mit folgenden Worten: Die Araber haben keine Anerkennung ihrer Wünsche erhalten und die Juden haben nichts gewonnen. Einzig und allein die Mandatmacht geht gestärkt aus der Debatte hervor. Die Entscheidung für diesen englischen Erfolg hat die anglo-italienische Verständigung gebracht. Er wäre aber nie so vollständig geworden, wenn nicht eine Reihe von andern Umständen die Widerstandskraft der Gegenspieler geschwächt hätte. Das einzige positive Ergebnis des arabischen Vorstoßes besteht in der Feststellung des Fiaskos, das der Gedanke der nationalen Revolution erlitten hat. Die palästinensischen Araber hätten zwar nie den Mut zu einem offenen Angriff gegen die Mandatmacht aufgebracht, wenn die englische Nachgiebigkeit in allen Fragen des Mittelmeers bei ihnen nicht den Glauben erweckt hätte, der Zusammenbruch der britischen Hegemonie istehe nahe bevor. Dieser Eindruck wurde .....Ich kann mir nur einen Richard-Schwarz-Hut leisten sagt der Herr. „Ich will einen Hut, den ich lange tragen kann, ohne daß er die Fasson verliert — einen Hut, dem man noch nach Jahren seine gute Kinderstube ansieht — einen Hut, der wirklich billig ist (und nicht nur wenig kostet)! .... Sie bekommen ihn in den aktuellen Farben und den unnachahmlich eigenen Formen um 26, 32, 39 Schilling — in jeder Preisklasse das Qualitätsmaximum — bei RICHARD SCHWARZ ____der Hut des Herrn .... KfirntnerstraBe 53 , Adlergasae 4 durch die moralische Hilfeleistung verstärkt, die Italien und mit ihm Deutschland dem militanten arabischen Nationalismus gewährten. Die wichtigste Karte, mit der die Führer der palästinensischen Erhebung dais Spiel zu gewinnen hofften, war der Nachweis, daß Palästina nur die Vorhut einer großen arabischen Armee sei, deren Front sich über die Nachbarländer hinaus bis nach Indien und Afrika erstrecke. Das Bemühen der jüdischen Vertreter, die arabische Schlappe zu ihren Gunsten auszunutzen, war ebensowenig von Erfolg begleitet. Verschiedene ihrer Argumente sind zwar nicht ohne Eindruck geblieben, aber sie mußten schon deshalb problematisch bleiben, weil die kolonisatorische Leistung der Juden aus der Prosperity der Jahre 1933 bis 1935 vor der rauhen Wirklichkeit normaler palästinensischer Verhältnisse nicht standzuhalten vermag. Leider finden sich auch die Engländer in diesem Tohuwabohu nicht zurecht. Bei ihnen hat sich die Erkenntnis, welche Mittel über die militärische und diplomatische Sicherung des Empire hinaus anzuwenden sind, noch nicht geformt. Der englische Geist arbeitet nicht schnell genug, um über Nacht die für das Morgen nötige Lösung zu finden. Noch steht nicht eine Persönlichkeit am Steuer des Reichs, die weiß, wohin der Kurs zu gehen hat, wenn eine Reform des britischen Imperialismus überhaupt einen Sinn haben soll. Wenn die geistigen Energien im Zentrum noch nicht wirksam sind, wie läßt "sich hoffen, daß sie sich schon jetzt ,aa; der Peripherie in materielle verwandeln sollen? Deshalb kann England im Augenblick gar nichts anderes tun, als seine kranken Pfleglinge mit den alten bewährten Mitteln seiner Hausapotheke zu behandeln. Ihr erstes walr die K ö n i gliche Kommission, das nächste wird ein Weißbuch mit dem Bemühen sein, ein P f l ästerchen hierhin und ein anderes dorthin zu kleben. Die große englische Presse beschäftigt sich mit auffälliger Breite mit der Unzulänglichkeit der palästinensischen Verwaltung. Einige wichtige Veränderungen haben sich bereits vollzogen, andere stehen, wie es heißt, bevor. Die Auswechslung des Apparats wird aber unter den gegenwärtigen Umständen nur auf die reine Politik beschränkt bleiben und aller Wahrscheinlichkeit der Vorbereitung eines Projektes dienen, das nach zweijähriger Unterbrechung wieder aus der Versenkung auftaucht. Das Licht, das die palästinensische Finsternis beseitigen soll, heißt Gesetzgebende Körperschaft. Diesmal sind weder Araber noch Juden imstande, sich seiner Einführung zu widersetzen, ohne für ihre Zustimmung auf Kompensationen zu hoffen, was vor zwei Jahren noch der Fall gewesen;wäre. Ein Beweis dafür, wie schlecht politische Geschäfte zu machen sind, wenn man sich immer wieder auf längst überholte Rechtstitel beruft, anstatt den Voraussetzungen Rechnung zu tragen, die während einer in Politik und Wirtschaft außerordentlich bewegten Zeit inzwischen wie überall auf der Erde auch in Palästina entstanden sind. Wie man Porzellan und Silber nicht mit Sand scheuert, darf man auch die Zähne nicht mit einem groben Material behandeln. Das Putzmitel in der Zahnpasta soll nicht härter als der Zahnschmelz sein und möglichst fein und gleichmäßig. Die Putzmasse der ODO L -Zahnpasta ist nicht mechanisch zerkleinert, sondern wird chemisch gewonnen; sie ist ein mikroskopisch feines Pulver, das jede Beschädigung des Zahnschmelzes ausschließt. ODOL-Zahnpasta macht die Zähne blendend weiß und ist außerdem angenehm erfrischend, Die ODOL-Zahnpasta wird erzeugt nach den von der W. V. der Zahnärzte Wiens approbierten Rezepten und unter ständiger Kontrolle der Zahnärztlichen und Pharmakognostischen Institute der Universität Wien.