Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 55 (18.12.1936)
- Date
- 1936-12-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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DIE WAHRHEIT Semetndeihwonih. Der Jüdische Frauenverein Leopoldstadt hält anläßlich des 20jährigen Bestandes des Vereines am Montag, den 21. Dezember um halb 5 Uhr nachmittags im Vereinslokale (Klubzimmer des Cafe Continental, II., Praterstraße) seine Generalversammlung ab. Generalversammlung der Adas-Jisroel Schiffschul. Unter dem Vorsitz des . Obmannes, Herrn Siegmund Bondi, fand am vergangenen Sonntag die Generalversammlung der Adas-Jisroel-Schiffschul statt. In seiner Eröffnungsansprache gedachte der Vorsitzende des in der Berichtsperiode verblichenen Rabbi Josef Baumgarten s. Z. 1., der Führer der religiösen Judenheit, die in den letzten Jahren verschieden sind, und der verstorbenen Mitglieder. Er legte namens der Adas Jisroel ein Treuegelöbnis zum Staat und zum vaterländischen Gedanken ab, dessen Erneuerer, Bundeskanzler Dr. DollfuB, uns stets ein leuchtendes Beispiel bleiben wird. Der Vorsitzende berichtete weiters über den Verlauf der eingeleiteten Aktion zur Erlangung der selbständigen orthodoxen Gemeinde, an deren Führung sich neben ihm hauptsächlich Herr Kommerzialrat Moriz L e i t n e r beteiligte. Mit Rücksicht auf die allgemeinen Verhältnisse wurde diese Aktion zurückgestellt, doch bleibt natürlich das Ideal der orthodoxen Kreise unverändert in einer autonomen orthodoxen Gemeinde bestehen. Herr Medizinalrat Dr. Reininger leitete den Tätigkeitsbericht des Vorstandes mit Dankesworten für den Nestor der Wiener Orthodoxie, Wolf Pappenheim, ein, der nun unter großem Beifall zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Nach Besprechung der verschiedenen Aktionen der Adas Jisroel feierte der Referent das geistige Oberhaupt der Gemeinde, Rabbi Jesaja Fürst, anläßlich der Vollendung seines 80. Lebensjahres, aus welchem Anlaß ihm eine besondere Auszeichnung durch den Herrn Bundespräsidenten zuteil wurde. Nach Verlesung des Rechenschaftsberichtes durch Herrn David Breuer eröffnete der Vorsitzende die Debatte. Als erster Redner betonte Herr Kommerzialrat Moriz L e i t n e r die Einvernehmlichkeit, die zwischen ihm und dem Obmann, Herrn Sigmund Bondi, während der ganzen Zeit, da die Bestrebungen zur Erlangung einer unabhängigen orthodoxen Gemeinde aufgenommen worden sind, bis auf den heutigen Tag besteht. Da die Kultusgemeinde noch im Jahre 1934 jede Konzession an die Orthodoxie entschieden ablehnte, während bei den nichtjüdischen Stellen und Behörden sehr viel Verständnis für diese Bestrebungen gefunden wurde, mußte mit der größten Agilität die bekannte Aktion aufgenommen werden. Die Eingaben der Adas Jisroel an das Unterrichtsministerium stehen bis auf den heutigen Tag aufrecht und die Orthodoxie wird selbstverständlich auf die Erlangung der Autonomie niemals verzichten, auch wenn die diesbezüglichen Bestrebungen augenblicklich eine Unterbrechung erfahren haben. Es sprachen noch die Herren David B o n d y, Jakob Fuchs und Emanuel Lamm. Herr Sigmund Stern brachte eine Resolution ein, die dem Vorstand und allen Mitarbeitern den Dank für die Führung der Bestrebungen um die Anerkennung einer selbständigen orthodoxen Gemeinde ausspricht und den neu zu wählenden Vorstand beauftragt, wachsamen Auges die weitere Entwicklung zu verfolgen, und auch weiterhin mit allen Kräften nach dem Ideal der selbständigen orthodoxen Gemeinde zu streben. Die Resolution wurde unter lebhaftem Beifall angenommen. Abschließend erwiderte Herr Sigmund Bondi auf die in der Debatte gestellten Anträge und Anregungen. Hierauf fand noch die W a h 1 des Vorstandes statt, der sich nunmehr aus folgenden Herren zusammensetzt: Kommerzialrat Sigmund Bondi, David Breuer, Franz Fischmann, Josef Herzog, Rudolf Kohn, Kommerzialrat Moritz Leitner, Franz Neumann, Wolf Pappenheim, Medizinalrat Dr. Isidor Reininger, Leopold Richter, Josef Schick, Nathan Schiff, Salomon Schreiber, Ernst Spitzer, Julius Steinfeld, Michael Sternfeld, Berthold Stroh, Joachim Wosner. Barmizwah-Feier. Samstag, den 19. Dezember, 9 Uhr vormittags, findet im Gemeindetempel, XVIII. Bezirk, Schopenhauerstraße Nr. 39, die Barmizwah-Feier des stud. und Sängerknaben Samuel Gross, Sohn des Oberkantors David Gross, statt. Am gleichen Tage feiern die Eltern des Oberkantors Gross, Herr Sandor Gross und seine Gattin Regine, geb. Kral, in Bratislava das Fest der Goldenen Hochzeit. Todesfall. Am 14. d. M. ist hier Herr Sigmund Kunstadt im 65. Lebensjahre plötzlich verschieden. Die Beerdigung fand am 15. d. unter überaus großer Beteiligung am Neuen Israelitischen Friedhofe statt. Die Funktion versah in ergreifender Weise Herr Kantor Kunstadt. Der Verblichene entstammt einer altangesehenen Familie und erfreute sich ob seines überaus zuvorkommenden Wesens, allgemeiner Wertschätzung. Er führte ein vorbildliches Familienleben und wendet sich seiner Gattin, seinen beiden Kindern und Geschwistern allgemeine Teilnahme zu. Die bekannte Steinmetzfirma Friedländer <£ Deutsch verliert mit ihm ihren bewährten, verdienstvollen Mitarbeiter. Ein seltenes Jubiläum. Der bei der Malerfirma S. Feuer, Wien—Baden, 1., Mahlerstraße 11, als Malergehilfe und Spezialarbeiter tätige Herr Gottlieb Konecn y, feierte am 9. Dezember sein 30jähriges Arbeitsjubiläum in ein und demselben Betriebe. Zu Ehren des Jubilars fand in den Ausstellungsräumen obgenannter Firma im Kreise offizieller Stellen sowie der Arbeiterschaft und Angestellten eine kleine Feier statt. Herr Konecny war aus diesem Anlasse Gegenstand herzlichster Ehrungen. Nr. 55 — 18. Dezember 1936 Chanukafeiern. Chanuka-Feier des J. J. K. (Jüdischer Jugend-Kreis). Am ersten Chanuka-Abend fand im Heim des J. J. K. IX., Berggasse 4, eine würdige Chanuka-Feier statt. Unter den zahlreichen Festgästen bemerkte man Herrn Kultusvorsteher Dr. Ernst Feldsberg, Herrn Reg.-Rat Dr. Max Lenk, den Obmann der Jugend-Union, Herrn Dr. Bruno David, eine Abordnung des „Union-Frauen- Klubs" mit Frau Dr. Ernestine Lenk an der Spitze. Herr Religionslehrer Markus Pick entzündete die Lichter, worauf die Kinder und Gäste das Chanuka-Lied anstimmten. In seiner Ansprache forderte Herr Lehrer Pick die Lehrer auf, sich als würdige Nachkommen der Makkabäer zu erweisen, die mit dem Einsätze ihres Lebens für den Glauben der Väter und für die heilige Religion den Kampf gegen den vielfach überlegenen Feind durch ihr grenzenloses Gottvertrauen siegreich errangen. In heiterer Stimmung nahmen die Gäste an dem hierauf folgenden Picknick teil. Frl. Gerti Löwenheck überreichte der lieben „Heimmutter", Frau Reg.-Rat Ernestine Lenk, eine von der Mädchengruppe verfertigte hübsche Handarbeit, zum Danke für die besondere Anteilnahme und Fürsorge, die Frau Reg.-Rat Lenk dieser Gruppe stets bewiesen hat. mp. Pazmanitentempel. Dienstag, den 8. d. M., fand im überiüllten Pazmanitentempel die traditionell schöne Chanuka-Feier statt. Unter den Anwesenden bemerkte man den Ehrenpräsidenten der „Union" Dr. J. 0 r nstein und den Kultusvorsteher Dir. J. Weiser, den Gesamtvorstand des Tempelverdnes mit Obmann Oskar Schramek an der Spitze, das rührige Festkomitee unter der Leitung von Frau Bundesstaatlicher Fürsorgerat Ottilie Politzer, die sich Wie immer um das Gelingen der Aktion große Verdienste erworben hatte. Die Feier nahm einen erhebenden Verlauf, die Herren Oberkantor J. L. Müller und Kantor 1. Stift boten mit ihren schönen kantoralen Vorträgen ihr Bestes, der Chor unter der gediegenen Leitung von B. Hirschmann besorgte ausgezeichnet die Begleitung. Die Festrede des Herrn. Rabbiner Dr. A. Kain i n k a war besonders geistreich und übte auf die Festgemeinde stärksten Eindruck aus. Anschließend an die überaus schöne Tempelfeier fand um 6 Uhr abends für die Kfnder, welche die Bibelschule (Talmud Thora) des Tempelvereines besuchen, eine Chanuka-Feier statt, bei der sämtliche Kinder mit ihren Eltern und Gästen anwesend waren. Herr Obmannstellvertreter der Bibelschule Oberinspektor Theodor Engel hielt an die Kinder eine Ansprache, welche mit großer Begeisterung aufgenommen wurde, dann folgte das Anzünden der Chanukalichter von einem der Kinder, und viele Vorträge der Kinder, welche bei den Gästen großen Beifall fanden. Zum Schluß hielt Herr Dr. Leonhard M a i e r, Obmannstellvertreter des Tempelvereines, eine schöne Ansprache, in welcher er zuerst den Lehrern Herrn Rabb. Dr. M. Gerstel und S. R u d s k v für ihre Leistungen herzlichst dankte und sodann die Kinder ermahnte, ihren Lehrern zu folgen, damit sie zu nützlichen Menschen heranwachsen. Nachher fand die Beteilung der Kinder mit den vom Festkomitee reichlich aufgebrachten Geschenken — ein jedes Kind bekam ein Sackerl mit verschiedenen Süßigkeiten und Obst — statt. Am Sonntag, den 13. d. M., erfolgte im Tempelgebäude von dem Erträgnis der Chanuka-Feier für 60 Kinder, d'ie die Bibelschulo besuchen, eine Bekleidungsaktion, hei der die Kinder mit Schuhen. Mäntel. Anzügen und verschiedenen warmen Kleidungsstücken beteilt wurden. Ihre Freude war der schönste Dank für die intensiven Bemühungen des Festkomitees. Verein aWohlfahrt". Sonntag, den 13. d. M., fand in der Isr. 'Kinderbe wahranstalt des Vereines Wohlfahrt. II., Schiiiamtsgasse 15, eine Eröffnungsfeier, verbunden mit der alljährlichen Chanuka-Feier. statt. Wahrend des Sommers ist diese Anstalt durch Herrn Baumeister Ing. Eugen Buchbinder unter Mitwirkung des Vorstandsmitgliedes Herrn Ing. Leo Steiner vollkommen renoviert worden und wurden nun ihre den modernsten hygienischen Anforderungen angepaßten Räume von den besonders zahlreich erschienenen Festgästen besichtigt. Die Isr. Kultusgemeinde war durch die Herren Baumeister Ing. Eugen Buchbinder und Direktor Jacques Weiger vertreten und zahlreiche Korporationen hatten ihre Delegierten entsandt. Die gediegene Festrede yurde vom Ehrenpräsidenten Herrn Rabbiner Dr. Max Grunwaid gehalten, die Festgesänge von. Herrn Oberkantor Margol'ies und seinem Chor gut vorgetragen. Ein rühriges Damenkomitee hatte sich um das Gelingen des Festes bemüht und es im Vereine mit dem Vorstand und den Gönnern der Anstalt ermöglicht, den 100 Kindern auch im heurigen Jahre eine vollständige Bekleidung und Spielsachen zu spenden. Die überaus zahlreichen Gäste verließen das Heim mit dem Gefühle, daß hier eine wirklich gute Sache geführt wird, und wäre tatkräftigste Förderung der Anstalt sehr am Platze. Der Israelitische Frauenverein im XVIII. Bezirk, unter der bewährten Leitung seiner Präsidentin Frau Med.-Rat Gisela Winter, hielt am 13. d. M. seine Chanukabekleidung ab, bei welcher 60 Kinder und 70 alte Frauen mit vollständiger Winterkleidung und Schuhen beteilt wurden. Die Mitte! für seine Fürsorgetätigkeit bringt der Verein durch mühevolle Kleinarbeit — durch Spenden, Sammlungen und Veranstaltungen _ auf, bei welcher sich außer der Präsidentin, die Vizepräsidentin Frau Komm.-Rat Schwarz und Hedwig Schick, sowie die Vorstandsdamen, die Frauen Gisela Salzer, Hermine Jorysch, Ida Jorecs und Frl. Frank besondere Verdienste erwarben. Die zur Bekleidung bestimmten Kinder nahmen am Schabbos Chanuka an dem vom Bethausvorstande im Tempel Schopenhauerstraße veranstalteten Seite 7 Schmuckung von Gruiten und öraDern LBopoIdOeutsshJienXl. einzige jüdische Gärtnerei beim Zentralfriedhoi l. Tor, Tel. U 13-0-40 Zentralfriedliot IV. Tor, Tel. U 17-0-08 Eigene Kulturen Festgottesdienst teil, bei welchem sie und weitere 300 Kinder mit Zuckerwaren beschenkt wurden. Am Dienstag, den 15. d. M. fand im Cafe Colosse um, IX., Nußdorferstraße 6, eine Kinderjause mit Chanuka- Feier statt, bei der prominente Persönlichkeiten erschienen. Der Isr. Frauenverein Floridsdorf hat auch heuer anläßlich des Chanuka-Festes der armen jüdischen Kinder des Bezirkes gedacht und 85 von ihnen mit Schuhen und Kleidern reichlich beschenkt. Am vergangenen Sonntag nachmittags fand zunächst ein Festgottesdienst statt, bei dem Oberkantor Teig die Lichter anzündete und die kantoralen Gesänge schön rezitierte. Rabbiner Dr. M. Rosen mann hielt eine eindrucksvolle Festrede, in der er den Kindern den Sinn des Festes in geistreicher Weise vor Augen rührte. Bei der sodann vom Frauenverein hübsch arrangierten Kinderjause besorgte Herr Ludwig Ke tili e r, nachdem er die Kinder in einer schönen Ansprache zu religiöser und vaterländischer Gesinnung ermahnt hatte, die Ansage der folgenden reizenden Darbietungen. Dr. J. G r ü n w u 1 d, der Obmann der Bezirkskommission, dankte allen Mitwirkenden am schönen Werke für ihre hingebungsvollen Bemühungen, insbesondere der eifrigen Präsidentin des Frauenvereines Frau Dr. M. Rosen man n und den Vorstandsdamen. Der unentgeltliche Ausspeisungsverein jüdischer Notleidender „Ohel Rachel" (Präsident Herr Heinrich Kessler) veranstaltete am Dienstag, den 15. d. M. in seinen eigenen Heim II., Kleine Pfarrgasse 8, eine Chanukafeier. Die Chanukalichter wurden durch den Döblinger Oberkantor Herrn Feuer, der durch seine schöne Stimme alle Anwesenden entzückte, angezündet. Das rührige Dametikomitee unter Leitung der Präsidentin Frau Henriette Fuchs, die die anwesenden Festgäste u. a. den Komm.-Rat O. Großbard und dessen Frau, die Frau Kultusrat Weiger, Frau Dr. Sonnenfeld- S t ra u s s, ferner viele Gönner und Spender des Vereines auf das herzlichste begrüßte, gab zu Ehren dieses Freudenfestes den Schützlingen ein außergewöhnlich frugales Nachtmahl, das von den 120, zumeist dem Mittelstände angehörigen Personen mit Dankesworten entgegengenommen wurde. Israelitisches Altersheim. Donnerstag, den 10. d. M. fand im israelitischen Altersheime, IX., Seegasse 9, so wie alljährlich eine Chanuka-Feier statt. Dank der besonderen Bemühungen des Obmannes Dr. I. H. Kürner, des Mitgliedes der Kommission Max B e 11 a k, der Frau Berthold Sinai, des Vereines „B i k u r C h a u I i m", des Oberverwalters Josef Popper mit den Beamten der Anstalt, sowie zahlreicher Freunde und Spender war es auch heuer trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse möglich, den Insassen durch Aufbringung wertvoller und zahlreicher Geschenke eine besondere Freude zu bereiten. Nach einem sehr guten Festessen erfolgte die reichliche Beteiligung der -150 Pfleglinge, die volfe zwei Stunden in Anspruch nahm. Hierauf fand im Betsaale ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem Oberkantor Post o 1 o w, begleitet am Harmonium vom Chordirigenten Fuchsgelb und unter Mitwirkung des Chores vom Stadt-Tempel in glänzender Weise, ganz ausgezeichnet die kantorale Funktion versah. Rabbiner Dr. Schwarz richtete an die fast vollzählig erschienenen Insassen und die zahlreich gekommenen Gäste eine andächtig angehörte Ansprache. Als Festgäste erschienen: Oberbaurat Stricker in Begleitung des Amtsdirektors Dr. Löwenherz, Max Bellak, vom Verein „Bikur Chaulim" der Obmann S. Oesterreicher und Herr Grüner, Herr E i s - n e r, Obmann des Müllner-Tempels, Herr und Frau Siegmund Kornmehl, Frau Sinai, Frau Komm.-Rat Kadisch und v. a. Bei allen Insassen herrschte froheste Stimmung und einmütig Lob und Dank für das schöne Fest. Lehrlingsheim Zukunft. Dienstag, den 8. d. M. fand in Gegenwart zahlreicher Gäste, des Vereinsvorstandes und sämtlicher Zöglinge in den Räumen des Lehrlingsheimes „Zukunft", Wien IX., Grüne Torgasse, eine sehr gelungene Chanukafeier statt. Der Vizepräsident Julius T o c h konnte bei dieser Gelegenheit die Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz und Dr. Armand K a m i n k a, die Kommerzialräte Bruno Weiss und Karl Klemperer, die Gattin des Ehrenmitgliedes J e 11 i n e k, die Industriellen Heinrich Hahn, Siegmund K o r n m e h 1 und Frau Großbard, sowie Fürsorgerat Frau Rosa Schwarz und viele andere prominente Mitglieder des Vereines begrüßen. Nach Anzünden der Chanukalichter durch einen Zögling hielt der Vereinspräsident Dr. Paul G e h 1 b a r d die Festrede. Nach einer historischen Darstellung des Festes ermahnte er die Zöglinge zu Mut, Zuversicht und Erlangung von Tüchtigkeit, damit sie auch nach Verlassen des Heimes ihren Mann stellen können. Nach der Feier wurden sämtliche Zöglinge mit Kleidern, Schuhen, Wäsche, Sportgegenständen und Näschereien reichlich beschenkt. Lest die »Wahrheit* Sie schafft Klarheit