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Die Wahrheit · 1936-09-16 · Heft 39 (16.9.1936) · page 11

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 39 (16.9.1936)
Date
1936-09-16
Page
– (sequence 11)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Nr. 39 — 16. September 1936 Seiter il Wird Amerika von den Juden öetkensdätt Die Erschütterungen und Verfolgungen, denen die Juden in den meisten Ländern ausgesetzt sind, der anwachsende Antisemitismus ist auch bei den Juden in Amerika zu einem Faktor der Unsicherheit geworden und iiat das Vertrauen in ihre Zukunft als Amerikaner ins Wanken gebracht. Sie sehen, daß es für die Juden, die als bewußt handelnde Gemeinschaft betrachtet werden, was natürlich nicht richtig ist, gefährlich ist, wenn sie sich einen größeren Anteil am Wirtschaftsleben eines Landes erarbeiten, als ihrem numerischen Verhältnis zur Gesamtbevölkerung dieses Landes entspricht. Da nun ganz übertriebene Vorstellungen vom Einfluß der Juden auf das amerikanische Wirtschaftsleben verbreitet sind, haben einige Redakteure der New Yorker Monatszeitschrift „F o r t u n e" eine gründliche und verläßliche Untersuchung der Tatsachen angestellt, deren Ergebnisse im folgenden wiedergegeben werden. Da wäre zunächst der jüdische Bankier, der angeblich herrschend ist. Wie sieht es aber in Wirklichkeit aus? Im Jahre 1933 gab es in den 19 Mitgliedfirmen des New Yorker Clearing House unter 420 Direktoren 30 Juden und von denen war die Hälfte in nur zwei Bankhäusern tätig. In zehn der größten Batiken New Yorks waren überhaupt keine Juden in leitender Stellung und so gut wie keine jüdischen Angestellten, obwohl ein großer Teil der Kunden jüdisch ist. Im Anle'ihegeschäft gibt es eine Anzahl jüdischer Firmen, deren bekannteste Kuhn, Loeb und Co. ist. Doch diese Firmen sind nicht rein jüdisch und spielen nur im Inlandsgeschäft eine erhebliche Rolle, während ihr Einfluß im Auslandsgeschäft völlig unbedeutend ist An der New Yorker Börse sind 148 oder 16 Prozent der Wien l.| Seitenstettengasse 2 XI., Zentralfriedhof neben dem L Tor ^^_^^^^^tamit»g^«i»*lo«ijen£^^^^^_^^ 919 eingetragenen Mitglieder jüdisch und 55 von 637 Firmen hn Börsenadreßbuch, weitere 24 Firmen sind teilweise jüdisch und 39 unter jüdischen Einfluß. Es ist daher mit Recht gesagt worden, daß zwar Juden und Engländer die Schrittmacher des Kapitalismus im vorigen Jahrhundert waren, aber nur die Engländer entsprechenden Vorteil davon gehabt haben. Im Versicherungsgeschäft gibt es fast gar keine Juden in den großen Gesellschaften, eine bedeutsame Tatsache, wenn man sich die ungeheuren Ausmaße dieses Geschäftszweiges in den Vereinigten Staaten vergegenwärtigt, wo im vergangenen Jahre neue Lebensversicherungsabschlüsse über 8821 Millionen Dollar getätigt wurden. Dagegen liegt das Versicherungsvertretung- und Versicherungsmaklergeschäft überwiegend in jüdischen Händen. In der Schwerindustrie gibt es nur zwei Juden, drei mit maßgeblichem Einfluß in der Stahlindustrie, hingegen ist der Altmetallhandel zu 90 Prozent in jüdischen Händen. Eine Vorstufe zum Altmetallhandel war der Handel mit anderem Abfallmaterial, der am Ende des vorigen Jahrhunderts hauptsächlich von russischen Juden betrieben wurde, da sie hier ohne Anfangskapital ein eigenes Geschäft beginnen konnten. Daher ist auch ein überwiegender jüdischer Einfluß im gesamten Abfallhandel festgestellt worden, zu dem weiterhin nichteisenhaltige Metalle, Papier, Baumwolle und Wolle gehören. In der Automobilindustrie sind im ganzen drei Juden an prominenter Stelle in der Produktion, zwei in der Finanzkontrolle größerer Firmen und nur wenige im Neuwagenhandel tätig, eine größere Zahl aber im Altwagenhandel. Der Kohlenbergbau ist so judenirei wie nur denkbar; in den 25 führenden Bergwerksgesellschaiten dürite man kaum einen Juden finden, vom Bergmann bis hinauf zum Aufsichtsrat. Ungeiähr zwei Prozent des Großhandels und höchstens zehn Prozent des Kleinhandels wird von Juden besorgt. In der Gummiindustrie ist die einzige in jüdischem Besitz befindliche Gummireifenfabrik in andere Hände übergegangen. Einige jüdische Firmen stellen gummierte Stoffe und Gummiabsätze her. Beim Petroleum herrscht kein jüdischer Einfluß in der Produktion und etwa fünf Prozent Anteil am Verkaufsgeschäft. In der chemischen Industrie gibt es nur zwei jüdische Direktoren; lediglich in den Laboratorien sitzen Juden, von denen einige wohlbekannt sind. Das Verkehrswesen ist ebenfalls nichtjüdisch. Ein einziger Jude in leitender Stellung bei einer Eisenbahn, ein anderer im Schifiahrtswesen als Geschäitsleiter der United Fruit. Außerdem gibt es noch eine See- und Flußschiffahrtsgesellschaft unter jüdischer Kontrolle. Keine Juden im Schiffbau. Ein halbes Dutzend Omnibusgesellschaften von vielen hunderten ist in jüdischem Besitz. Ueberhaupt kein jüdischer Einfluß im Flugzeugbau und Flugtransport. Der jüdische Anteil an anderen Industriezweigen beträgt: Wolle 5 bis 10 Prozent, Seide 15 Prozent, Baumwolle 5 Prozent, Kunstseidengarn 16 Prozent. In diesen Zweigen ist allerdings wiederum der jüdische Einfluß im Handel erheblich. Juden bilden 50 Prozent der Vertreter und Zwischenhändler für Wolle, 75 Prozent der Baumwollverarbeiter. In anderen Gebieten gibt es besondere jüdische Geschäftszweige. Koscheres Fleisch bildet etwa 10 Prozent des gesamten Fleischkonservengeschäftes. Polstermöbel, die etwa die Hälfte des Möbelgeschäftes überhaupt darstellen, werden überwiegend von Juden hergestellt. Im Schuhgeschäft bildet die Zahl der Juden etwa 40 Prozent, ihr Umsatz 29 Prozent. Nur im Textilgeschäft, hauptsächlich in New York konzentriert, kann man von so etwas wie einem jüdischen Monopol sprechen: 85 Prozent für Herrenkleidung, 95 Prozent Damenkleidung, und im gleichen Maße im Pelzhandel. Anderseits wieder ist der einst starke jüdische Einfluß im Alkohol- und Tabakhandel erheblich zurückgegangen. Fast alle Tabakeinkäufer sind Juden und Juden sind maßgebend in drei von vier Zigarrenfabriken, aber nur eine jüdische Bankfirma hat Einfluß auf eine der vier führenden Zigaretteniirmen (Chestefield, Lucky Strike, Old Gold, Camel). Selbst in New York ist nur die Hälfte der führenden Kaufhäuser jüdisch. Je weiter man nach dem Westen kommt, desto geringer wird der jüdische Einfluß. Die beiden führenden Warenhäuser Chicagos sind nichtiüdisch, das dritte ist jüdisch. Warenhaus-Kettenläden sind überwiegend jüdisch, hingegen sind Woolworth und Kress nichtjüdisch. Im Nahrungsmittelhandel, in dem es die größte Zahl von Kettenläden gibt, ist der jüdische Anteil nur ein bis fünf Prozent. Von den beiden führenden Postversandhäusern (ebenfalls riesige Konzerne, da der Postversand besonders an Bauern Pension und Restaurant TAUBER, Abbazia Erstklassige orth. koschere Küche, Zimmer mit jedem Komfort, volle Pension von 25 Lire aufw. hier eine große Rolle spielt) ist eins nichtjüdisch, das andere von einem Juden gegründet, aber nicht mehr geleitet. Drug-Store-Kettenläden sind zu etwa 90 Prozent nichtiüdisch, nur im Kleiderhandel ist das Verhältnis umgekehrt. Juden sind also am zahlreichsten dort an maßgeblicher Stelle in der amerikanischen Wirtschaft, wo sich Produzent und Einzelhändler treffen. Abgesehen vom Textilgeschäft, kann von einem kontrollierenden Einfluß keine Rede sein, was natürlich nicht ausschließt, daß davon geredet wird. Eingesendet. "Wem ist dos neunte Gebot neilig? Wir erhielten folgende Zuschrift: Werte Redaktion! In Nummer 30 Ihrer gesch. Zeitschrift vom 21. v. M. befassen Sie sich mit einem Buche, das von einem Herrn Dr. Georg Glockemeier unter dem Titel „Zur Wiener Judenfrage" herausgegeben wurde. Zu Ihrem diesbezüglichen Aufsatz gestalte ich mir zu bemerken, daß die von Ihnen aus diesem Buche zitierten Talmudstellen teils dem Texte, teils dem Sinne nach entstellt sind. Dies stellt übrigens auch Ihr Rezensent fest. Ich will jedoch hier nicht näher auf diese Talmudstellen eingehen, sondern versuchen, Herrn Doktor Glockemeier zu folgen. Herr Dr. Glockemeier behauptet, daß der Talmud den Juden Gesetze wie: „Ein Kind im Leibe einer Sklavin oder Nichtjüdin ist nicht besser als ein Vieh" oder „Ein Jude kann unter Umständen den Schwur, den er einem Christen zu leisten hat, im Herzen für ungültig erklären" vorschreibt und weiter, daß diese Gesetze noch heute für die Ostjuden Geltung haben. Eine solche Tatsache müßte vor allem den polnischen Justizbehörden, bekanntlich leben in Polen fast dreieinhalb Millionen Ostjuden, die größten Schwierigkeiten bereiten. Diesen Behörden müßte es von Zeit zu Zeit auch gelingen. Schmackung von Granen ao4 Gräbern LßopoldfleutscIi.WienXl. einzige jüdische Gärtnerei beim Zentralfriedhof I. Tor. Tel. U 13-0-40 Zentralfriedhof IV. Tor, Tel. U 17-0-08 Eigene Kaltaren Juden bei der Ausübung dieser talmudischen Gesetze zu betreten. Herr Dr. Glockemeier ist sicherlich in der Lage, näheres darüber mitzuteilen;. Zum Beispiel, wie viele Juden werden jährlich in Polen wegen dieser Delikte ordnungsmäßig angeklagt und rechtskräftig verurteilt? Weiß doch der Wiener Bergbauingenieur in diesen Dingen besser Bescheid, als die polnischen Juristen. In der Warschauer juristischen Fachzeitschrift „Die Stimme des Gerichts" veröffentlichte nämlich erst kürzlich ein hervorragender polnischer Jurist ein erschütterndes Bild über die immer steigende Zahl von Verbrechen in Polen. Merkwürdigerweise erwähnt derselbe die Befolgung obgenannter talmudischen Gesetze durch die Juden mit keinem Wort, sondern schreibt unter anderem: „Der Meineid ist zu einer Seuche geworden. Die Bauernschaft hat es sich angewöhnt, ihre Prozesse auf falschen Zeugenaussagen und auf offenbarem Meineid der Verwandten und Bekannten aufzubauen. Namentlich in den Alimentationsprozessen trifft man auf wahre Verschwörungen der männlichen Jugend, die die schmutzigsten Mittel anwendet, um ein armes, verführtes Mädel „hineinzulegen", wenn sich die Folgen eines Verhältnisses zeigen. Ganze Reihen von Zeugen treten auf und sagen „unter Eid" — unter Meineid! — ruhig aus, daß der Beklagte nicht der Vater sein könne, und daß noch dieser und jener „in Betracht kommt", weil er in der kritischen Zeit angeblich mit der unglücklichen jungen Mutter zu tun hatte: Die Burschen beschuldigen sich selbst, um die Kameraden herauszuhauen. Auf Gegenseitigkeit! Und die alte Redensart: „Borg' mir einem Zeugeneid!" hat neue Bedeutung bekommen. Man dairf ihn borgen, ohne Risiko, man kriegt ihn „ehrlich" wieder zurück. Es sind wahre Tragödien, die der Richter nicht immer abwenden kann. Die Mädchen haben zum Schaden noch den Spott." Ueber die arischen Bauern Polens klagt ein Kenner der Verhältnisse, daß sie ihre Prozesse auf falsche Zeugenaussagen aufbauen. Die jungen Burschen Polens sind es, die durch Meineid die Mädchen ihrer eigenen Rasse dem Schaden und dem Spott ausliefern. Der Judenheit der ganzen Welt ist hingegen das neunte Gebot, welches lautet: „Du sollst nicht falsch zeugen wider deinen Nächsten" heilig. —n. Semeindedironift. Predigten am Neujahrstag. Am Donnerstag, den 17. September 1936. erster Festtag, Beginn halb 8 Uhr früh: 1.. Seitenstettengasse 4: Oberrabbiner Dr. I. Tag licht; I., Dumbagassc?, (Großer Musikvereinssal): Rabbiner Dr. A. Kaminka; I., Fleischmarkt 24 (Festsaal des Hotels Post): Inspektor I. O eh ler; II.. Tempelgasse 5t Rabbiner Dr. J. M. Bach; IL. Pazmanitengasse: Rabbiner Dr. M. Landau; III.. Untere Viaduktgasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer; III.. Marxergasse 17 (Großer Sofiensaai): Rabbiner Kand. Dr. 1. Z. Kann er: V., Siebenbrunnengasse I a: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer: VI.. Schmalzhoigasse 3: Rabbiner Dr. J Drobinsky; VIII. , Neudeggergasse 12: Rabbiner Dr. M. Bauer; IX. . Müllner^asse 21: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz: X. . Humboldtsasse 27: Rabbiner Dr. A. Wein er. XIII., Eitelbcrgergasse 22: Rabbiner Dr. M. Lew in: XV. . Tumergasse 22: Dozent Dr. H. J. Z i m m e 1 s; XVI. . Hubergasse 8: Rabbiner Kand. Dr. A, Bandler. XIX., Dollinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX.. Kluckygasse 11: Rabbiner Dr B. Murmelstein: XXI., Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. M. R o s e n m a n n. Am Freitag, den 18. September 1936, zweiter Festtag, Beginn halb 8 Uhr früh: XVIII., Schopenhauerstraße 39: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz: XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Wir werden von der bekannten Fleischtirrna Siesmund Kornmeltl, IX., Berggasse, aufmerksam gemacht, daß im IX. Bezirk nur die Koscher-Abteilung der Firma Berggasse 15 unter Aufsicht des Rabblnates der israelitischen Kultusgemeinde steht.

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