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Die Wahrheit · 1936-09-16 · Heft 39 (16.9.1936) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 39 (16.9.1936)
Date
1936-09-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Nr. 39 — 16. September 1936 DIE WAHRHEIT! j», Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Q-«b«ts runden TUohri 6696 September 1S36 frlh abds. , anf Tiidiri 1.1 Tg.RauschHaidiono 1 6.00 1M\ ., 2.2.,° „ ., J5.45 i „ 3.Schab08 Scbuwo 1 H 1Ä16-BM> K Sehn wo jisroel J / ,. 4 Zaun gedaljo (Faiten) » 5.50 7.00> B.bii Aseres jeme >r..n l „ &Sdmwo j5-40 abds. Donner« , 1". Sept. 0.00 1. Tag Rausch Hucbono Freitag. 18. Sepl. 5.45 2. Tat! Kauscb Haschono Samstag, 19 Srpt. 6 40 äoiniiag, 20. Sept. (Fasttag) 5 50 Montag. 21. bi« 5 40 Donnerst., 24. Sept. Aufruf! An den Hoben Feiertagen gedenken wir unserer unglücklichen Glaubensbrüder, die im Elend darben. Der Jüdische Frauenverein Leopoldstadt, II. Ferdinandstraße 19, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, in Fällen größter Bedrängnis helfend einzugreifen, dessen Mittel aber nahezu erschöpft sind, bittet alle Menschenfreunde, durch eine Spende in diesen Tagen die Not der Aermsten zu lindern. Jeder gebe nach eigenem Ermessen und nach seinen Kräften, auch die kleinste Gabe wird dankbar entgegengenommen! Mitgliedsbeitrag jährlich nur S 3.—. Postspar. kassen-Kto. Nr. A-158.5I7. : Gabriel Dukes wurde am Donnerstag, den 10. d., nachmittags, zu Grabe getragen. Seine Beliebtheit, seine Verehrung in allen Schichten der Floridsdorfer Bevölkerung und weit darüber hinaus kam dabei sichtbar zum Ausdrucke. Das Sterbezimmer sowie die anderen Räume der Wohnung, Stiegenhaus und Hausflur waren von Trauergästen dicht gelullt und nach Hunderten zählte die Zahl derer, die sich'auf der Straße vor dem Trauerhause in andächtiger StHle staute. Im yom Kerzenschein matt beleuchteten, schwarz drapiertem Sterbezimmer ruhte der Sarg mit den sterblichen . Ueberresten: des Dahingeschiedenen. -Die fieftrauernden;Famütenmitglieder,.. .die: Vertreter der Kultusgemeinde, des TempelvoTStaades, der Chewra Kadischa und anderer Vereinigungen versammelten sich um den Sarg, als Oberkantor Teig einen Trauergesang intonierte, in den der Chor einstimmte. In tiefer Ergriffenheit verharrten die Trauergaste, des Prachtvollen jüdischen Mannes gedenkend, der auf der Bahre ruhte. Der Sarg wurde dann gehoben. Em langer Zug von Trauergästen folgte zu Fuße dem Leichenwagen, der nun durch ein dichtes Spalier von jüdischen und christlichen Floridsdorfem den langen Weg zum Friedhofe zurücklegte. Vor dem hellerleuchteten Tempel, dessen Dienst sich Gabriel Dukes durch Jahrzehnte hindurch geweiht hatte, hielt der Kondukt zum Zeichen der innigen Verbundenheit des Verblichenen mit dem Gotteshause eine Minute lang. Es war H5 Uhr geworden, als der Leichenzug vor dem Friedhofe einlangte. In der Zeremonienhalle hielt Herr Rabbiner lör, Rosenmann einen tief ergreif enden Nachruf, in welchem er das Wesen und Wirken des Verstorbenen in ausgezeichneter Weise würdigte. Dann sprach namens der Israelitischen Kultusgemeinde Herr Dr. Löwenherz, für den Bethausvorstand Floridsdorf Herr Bundesstaatlicher Fürsorgerat Adolf Sobel, für die Bezirksvertretung Herr Dr. Julius G r ü n w a 1 d, für die Chewra Kadischa Herr Simon Czuczka und für die „Union österreichischer Juden" Herr Vizepräsident Dr. Karl Steiner. In Vertretung der „Union" nahm eine größere Abordnung unter Führung des. Herrn Altpräsidenten Dr. Jakob Ornstein und Herrn Reg.-Rat Dr. Max Lenk teil. Die kantoralen Funktionen versah Oberkantor Teig. Großrabbiner Ber Friedmann gestorben. Am Samstag ist nach langem Leiden der orthodoxe Großrabbiner Ber Friedmann aus der Familie der Czortkower Rabbiner in seiner Wohnung, IX. Roßauerlände 25, gestorben. Das Begräbnis fand unter kolossaler Beteiligung Sonntag vormittags vom Trauerhaus aus statt. Die Leiche wurde in dem großen Mausoleum beim vierten Tor des Zentralfriedhofes, in dem schon die Eltern des Rabbiners ruhen, bestattet. Die berühmten Czortkower Rabbiner sind während des Weltkrieges aus ihrer Heimat nach Wien gekommen und haben hier ihren Sitz aufgeschlagen. Der Senior der Familie ist vor etwa Stttii|(B tob Verleger ▼•r*«n4*>t. Jtanuü, «xpeiU pw l'«Ulant. Palls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlas «.Die Wahrheit", Wien II., Helnestrafte 13/19 Leopoldsiadier 1 empe verein Aescbel Awrohom ll„ Pazmanltengasse 6, Tel. P 47-8-63 Anmeldungen v. Aufgeboten, rranunften (and) nnf. irrten Himmel) n. Dannizwans *>art*ia>nv«rk«lir u Werktag« ru 2 all Vi« Übt nachmittag!, an Soaaiagea »ob IQ btt 12 Uni «ermittagf Qebetatundeo Tlschrf 8696 frtb 7.00 / Tiscnri 1. L Tag Rauscb Hascbeno 2.2. „ abda. 1.6.20 (6.00 3. Sclabos Schnwo Haajinn (5. B. M.) Haftora Schnwo jisroel 4. Zinn gedaljo (Fasten) 5. bia Aseres jeme 1 ., 8. Schnwo ) Am 1. Tag Ranach Hascbono (Donnerstag, 17. September) halt Rabbiner Dr. M. Landau die Ftstpredif t. 6 SO n. 9.00 6.00 16.40 15.40! vier Jahren gestorben. Er hat seine Nachfolgeschaft unter seine beiden Söhne geteilt. Zum Czortkower Rabbiner wurde der eine Sohn Nuchim Friedmann bestellt, während Ber Friedmann, ein Führer der Agudas Jisroel, die Präsidentschaft des Keren Hathora (Fonds für orthodoxes jüdisches Schulwesen) übernahm und sich mit besonderem Eifer den Erziehungsfragen widmete. Ber Friedmann, der ein Alter von 54 Jahren erreichte, war seit langem schwer leidend. Er hinterläßt eine Gattin und zwei Kinder. Der Sohn englischen Oberrabbiners gestorben. Der englische ' Oberrabbiner Chief-Rabbi H e r t z n^F^e^'ij^ii^jti^iren Schicksalschlag erlitten. Sein Sohn[:^;-^a0^jd fiZr:^aangesehener Londoner -Am^ ist plotzli^ ganze Londoner Judenschaft wendet die tiefste Anteilnahme ihrem hochverehrten Oberrabbiner zu, der erst im Vorjahr seine geliebte Gattin verloren hat. 70. Geburtstag, Am 12. September feierte Herr Bundesstaatlicher Fürsorgerat Adolf Sobel, Obmannstellvertreter des Bethausvorstandes im XXI. Bezirke, seinen 70. Geburtstag. Beim Gottesdienst im Floridsdorfer Tempel am vergangenen Samstag, dem zahlreiche Freunde und Verehrer des allseits beliebten Jubilars beiwohnten, wurde dieser in feierlicher Weise zur Thora. gerufen. Rabbiner Dr. M. Rosenmann hielt eine überaus warme Ansprache, in der er die großen Verdienste des Jubilars um die Floridsdorfer Judenschaft und ihre Institutionen lobend hervorhob. Im Tempel waren u. a. anwesend: Bezirksvorsteher Hanusch, eine Abordnung der, legifimistischen jüdischen Frontkämpfer unter Führung des Herrn Generalmajors Sommer u. v. a. Herr Simon Czuczka überreichte Herrn Sobel namens des Bethausvorstandes eine künstlerisch ausgeführte Adresse. Aus den jüdischen Frauenvereinen. Der Leopoldstädter Jüd. Frauenverein hat seine Bridge-Nachmittage und -Abende wieder.aufgenommen. Sie finden jeden Mittwoch, ab 5 Uhr nachmittags, im Caf6 Continental, II., Praterstraße 1, statt. Auch der Brigittenauer Isr. Frauen verein (Präsidentin Frau Olga F r i e d in a n n) hat mit der Abhaltung seiner Bridge- Nachmittage und -Abende bereits begonnen. Seine Mitglieder und Freunde treffen sich jeden Dienstag ab 5 Uhr nachmittags im Cafe Kr y stall, I., Aspernplatz. Der Besuch solcher Veranstaltungen ist — von der Unterhaltungsmöglichkeit abgesehen — schon aus dem Grunde empfehlenswert, weil aus dem Erlös hilfsbedürftige Bezirkarme unterstützt werden. Die Chewra Kadischa Floridsdori hat den Beschluß gefaßt, in Würdigung der großen Verdienste des Rabbiners der seinerzeitigen Israelitischen Kultusgemeinde Floridsdorf Dr. S. Bloch, des Vorkämpfers gegen die Angriffe gegen das Judentum, dessen Namen für ewige Zeiten in der Haskarah vorzulesen. Saisonbeginn in den Jüdischen Künstlerspielen. Das Theater-Reklame, II. Praterstraße Nr. 34, eröffnet Samstag, den 26. September, mit dem musikalischen Lustspiel „Schlojme Salmen Piewtschik". In diesem Stück treten die neuverpflichteten Stars, David Leidermann, der als der beste Sänger der jüdischen Bühne gilt, und Chana L e r n e r, eine Künstlerin von Format erstmalig auf. Die beiden Künstler treffen in den nächsten Tagen aus London zu den Proben ein. Beerdigungen. 8. September 1936: Theodor Friedrich, 79 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Rosa Neumann, 83 Jahre. 5. Bez. (IV,, Tor). — Aron Frenkel, 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). Alexander Singer, 51 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). 9. September: Paulfne Königstein, 83 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Max Hüngsberg. 34 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Jontov Catan, 32 Jahre, Saloniki (tV.Tor). — Jonas JelUnek, 75 Jahre, 10 Bez. (IV. Tor). — Ludwig Morgenstern, 68 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). 10. September: Regine Sternberg, 70 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Ida MIesto, 89 Jähre. 2. Bez. (IV. Tor). — Menache Schönfeld, 65 Jahre. 10. Bez. (IV. Tor). — Ida Terner, 37 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Josef Reissig, 56 Jahre. 8. Bez. (IV. Tor). — Gabriel Dukes, 85 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friefhof). — Johanna Berger, 58 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 11. September: Emanuel Hermann, 69 Jahre, 11. Bez. (IV. Tor). — Johanna Hahn, 76 Jahre. 18. Bez. (IV. Tor). — Lea Friedmann, 23 Jahre. Tel Aviv (IV. Tor). 13. September: Fanny Lustig, 79 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Rebekka Schlesinger, 73 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Arnold Zoller, 53 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Salomon Sobel, 92 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rabb. Ber Friedmann, 52 Jahre. 9. Bez, (IV. Tor). — Salomon Kanrl. 74 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Gisela Schneider, 12. Bez. (TV. Tor). — Hermann Schiller, 68 Jahre, 2. Bez, (IV. Tor). — David Rosenmann, 68 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). — Benjamin Menczer, 67 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). 14. September: Malwine Spitz. 73 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Egmont PoIIak, 77 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Gertrude Grün, 11 Jahre. 7. Bez. (IV. Tor) — Regine Bauer, 62 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Sarah Mirjam Igel, 28 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef Gold stein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstern Wien IL, TaberstraBe 54 - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern eicestfimer. Heraweber. Verleser md verantwortlicher Schriftleiter: Oaka* Hlrackfela. Wies PrateratraBe 2». - Drack: Ijrsaz SdKs & SBkae. Wie« II.. Bobertcasie 2.

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