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Die Wahrheit · 1936-04-06 · Heft 15-16 (6.4.1936) · page 11

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 15-16 (6.4.1936)
Date
1936-04-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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DIE WAHRHEIT Nr. 15/16 — 6. April 1936 Sedte U 9emeinde€hTonik. Dr. Ismar Freund 60 Jahre. Dr. Ismar Freund, eine der zentralsten Gestalten der Judenheit in Deutschland, bekannt als Vorkämpfei für eine Gesamtorganisation des deutschen Judentums, als Schöpfer des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, als hervorragende Autorität des jüdischen Rechts und als Geschichtsschreiber der Emanzipation, wird am 11. April 60 Jahre alt. 1902 wurde Dr. Freund von der Berliner Gemeinde in seiner Doppeleigenschaft als Jurist und Theologe in die Gemeindeverwaltung berufen. 30 Jahre lang wirkte er in einer über den Kreis der Berliner Gemeinde hinausgehenden Tätigkeit. Es ist nicht möglich, eine auch nur annähernd erschöpfende Darstellung dieser Tätigkeit zu geben, die eine Fülle bedeutsamster organisatorischer, gesetzgeberischer, finanzpolitischer, juristischer und historischer Arbeiten in sich schließt. Schon 1920 wurde er vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund mit der Schaffung der Verfassung einer öffentlich-rechtlichen Gesamtorganisation des deutschen Judentums betraut, die er 1921 auf dem 15. Gemeindetag zur fast einstimmigen Annahme brachte. Als die Erlangung der staatlichen Anerkennung für diesen Reichsverband auf Schwierigkeiten stieß, rief er den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden als öffentlich-rechtlichen Zusammenschluß von fast 700 Synagogengemeinden ins Leben. Hunderte von Kleingemeinden sind in der Nachkriegszeit durch den Verband vor dem Untergang bewahrt worden. Der persönlichen Leistung von Doktor Freund sind zahlreiche wichtigste gesetzgeberische und verwaltungsrechtliche Maßnahmen zu danken, die für den finanzpolitischen Bestand der jüdischen Gemeinden von hervorragender Bedeutung waren. Seit 1905 wirkt Dr. Freund als Dozent für Staatskirchenrecht und Rechtsgeschichte der Juden an der „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums". Seitdem sind ihm sämtliche einschlägigen Arbeiten der offiziellen Stellen der Juden in Deutschland übertragen worden, so die Abfassung einer großen wissenschaftlichen Arbeit über die Rechtsstellung der Juden im preußischen Volksschulrecht und aus Anlaß der Jahrhundertfeier der Emanzipation die Abfassung eines zweibändigen wissenschaftlichen Säkular-Werkes. Als Historiker der Emanzipation der Juden in Deutschland sind ihm bleibende Erkenntnisse und Forschungen zu verdanken. 1931 hat Dr. Freund sich vom öffentlichen jüdischen Leben zurückgezogen, um sich großen wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen, für die er seit 30 Jahren in den verschiedenen staatlichen Archiven Forschungen getrieben hat. Wie Dr. Freund erklärte, sind diese Arbeiten so weit gediehen, daß ein großes staatskirchenrechtliches Werk „Quellen, Geschichte und systematische Darstellung der Rechtsstellung der Juden und des Judentums in Deutschland und den einzelnen deutschen Ländern" dem Abschluß entgegengeht, dessen Herausgabe im Umfange von zunächst fünf Bänden von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, zusammen mit anderen zentralen jüdischen Stellen, geplant ist. Daneben arbeitet Dr. Freund an der Fertigstellung einer mehrbändigen Rechtsgeschichte der Juden in Deutschland und eines Werkes über die Judenfrage in der deutschen Literatur. Verein der Kinderireunde 16./17. Bezirk. Am 16. März fand die 51. Generalversammlung des Vereines Kindeirfreundle zur Bekleidung armer israelitischer Schulkinder iür den 16. und 17. Bezirk statt. Der Obmann Oberveterinärrat Heinrich Rosenzweig begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, insbesondere das Ehrenmitglied Rabbiner Dr. J. M. Bach, den Obeirkantor R. Kogan, die Vertreter des Bethausvorstandes und der humanitären Vereine, sowie die Abordnung des Bundes jüdischer Frontsoldaten. Nach einer Trauerkundgebung für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Mitglieder erstattete der Vorsitzende in eingehender Weise den Tätigkeits- und Kassabericht und teilte mit, daß 105 Kinder, darunter 2 Lehrlinge des jüdischen Handwerkervereines „Zukunft" mit Schuhen, Wintermänteln, zum Teil auch mit Anzügen und Wäsche beteilt wurden. Ueber Antrag der Revisoren Herrn Samuel Fischer und Frau Minna Schnabl wurde dem Vorstände einstimmig das Absolutorium erteilt. Herr "Rabbiner Dr. J. M. Bach sprach der Vereinsleitung für ihr segensreiches Wirken den Dank und die Anerkennung aus, ferner dankte dem Vorstande Doktor L. Kubin namens der Fürsorge-Zentrale der Kultusgemeinde und Bezirksführer S. Saphiir für den Bund jüdischer Frontsoldaten. Hierauf wurde unter dem Vorsitze des Ehrenpräsidenten Medizinalrat Dr. Jakob Deutsch zur Wahl geschritten, bei der der bisherige Vorstand einstimmic wiedergewählt wurde. Der Obmann dankte allen Vorstandsmitgliedern, insbesonders dem Obmann-Stellvertreter Josef Treu, dem Kassier Max Werter und dem Schriftführer Max GoIIerstepper für die ihm zuteil gewordene Unterstützung, femer allen JVUglledern und! Gönnern des Vereines. Nach Erledigung der Tagesordnung schloß der Vortzende die sehr würdig verlaufene Generalversammlung. G. H. Der Synagogen-Verein „Beth Israel" nach polnisch jüdischem Ritus. IL, Leopoldsgasse, hielt am 29. v. M. seine 54. ord. Generalversammlung ab. Der Präsident Dr. Leo Landau begrüßte die Erschienenen auf das herzlichste, insbesondere den Delegierten der Kultussememde, Herrn Börsenrat I. H. Waltuch sowie die Delegierten Dr. Elkan David und Desider Wotmer vom Tempelvereki Wieden-Margareten, Herrn Pollak vom Bethausverein IX., Müünergasse. und die Herren Schneier und Gottesdlener vom Verein „Machsike Hadath". Schriftführer Burian erstattete den ausführlichen Jahresbericht der von allen Anwesenden mit eroßem Beifall aufgenommen wurde. Es erging insbesondere an alle Gönner und Förderer die dringende Bitte, neue Mitglieder für den Verein zu werben. Ueber Verschlag der Rechnungsrevisoren wurde der Dank an den Vorstand für seine mustergültige Führung des Vereines einstimmig ausgesprochen und gleichzeitie das Absolutorium erteilt Die Wahlen wurden per Akklamation angenommen. Es wurden die ausgeschiedenen Herren" wieder- und die nachstehenden Herren neu in den Vorstand gewählt: Isak Austern, Nathan Brode tzky. S. M. Fischer, Eduard Robinsohn. Ferner wurde Herr Prof. Oskar Morini zum Ehrenobmann_der Bethausvorsteher gewählt Der neugewählte Schiedsrichter Herr Ignaz Stark gab verschiedene Anregungen, welche in den kommenden Sitzungen behandelt werden. „Ohe! Rachel". Verein zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdischer Notleidender, Wien II., veranstaltete am 15. März im Militärkasino zu Gunsten seiner Schütziiiinge eine Akademie mit Tanz, An der überaus gut gelungenen Veranstaltung, um deren Zusammenstellung sich die verdienstvolle Präsidentin Frau Henriette Fuchs mit den rührigen Damen ihres Komitees bemühte, wirkten unter Conference des Dir. Kramer-Königsmark mit: Klavüervirtuosin Frl. Grünberg, die mit ihrem briltoten Spiel des Hexentanzes die Zuhörer entzückte, Frl. Lisi Melon, Schülerin der Gesangsschule Prot Max Klein, feierte ihr Debüt und wurde zu ihrem Erfolge beglückwünscht, Frau Prof. Steffi Klein-Mekler brillierte durch ihren künstlerischen Gesang, Opernsänger Ivo G u t cm a n n entzückte das Publikum mit seiner schönen Tenorstimme. Frau Olga Bartos-Trau ergötzte die Anwesenden durch ihre Chansons und Tänze. Frau Du Hz ka ja erntete mit ihren jüdischen Liedern und Vorträgen reichsten Beifall und zum Schlüsse Karl Farkas, der mit seinem humorvollen Vortrag die Zuhörer zu ununterbrochenem Lachen brachte. Nach der gelungenen Akademie beganni die Jazzkapelle Max Geiger zum Tanz aufzuspielen und wurde derselbe unter den Klängen dieser Musik vom Tanzmeister Birkenfeld mit einer Polonaise der Vorstandsherren und Damen eröffnet Das Erträgnis, wozu auch das von den Vereinsdamen geleitete Büfett viel beigetragen hat. war ein zufriedenstellendes und in animiertester fröhlicher Stimmung verließen die zahlreich anwesenden Gäste m später Stunde den Festsaal. MÖBEL Moderne KOchen- Vorzknmer- Wohnzlmmar- F. KOHN, Wien II, TABORSTRASSE Nr. 22 Telephon R 40-7-14 Samstag geschlossen. Trauung. Sonntag, den 29. v. M. fand unter starker Beteiligung im Seitenstettentempel die Trauung des Fräuleins Gretl Krall, Tochter des in wertesten Kreisen überaus beliebten Ehepaares Adolf Krall, mit Herrn Stefan KÜnger, Sohn der Frau Johanna K1 inger, statt. Brauteltern und Brautpaar, an das Rabbiner Dr. M. G. M e h r e r eine innige, die besonderen Qualitäten der Eltern rühmende Ansprache hielt, waren Gegenstand herzlichster Gratulationen, denen auch wir uns anschließen. Am diesjährigen Passahleste werden in nachbenannten Vereins-Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: Dienstag, den 7. April, i. Tau Pessach, Vormittagsgottesdienst: 2. Bez., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes) 3. Bez., Unt V'eaduktg. 13 (Rabbiner Dr. K. Kupfer! 5. Bez., Siebenbrunneng. la (Rabb. Dr. M. G-Mebrer) 6. Bez., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky) 8. Bez., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer) 10. Bez., Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner) 13. Bez., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Leute) 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein) Montag, den 8. April. 2. Tag Pessach. VormittagsgotteSdienst: 9. Bez., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz) Sonntag, den 12. April. Vorabend des 7. Festtages. Beginn: 6 Uhr 30 abends: 9. Bez., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dt. A. Z. Schwarz) Montag, den 13. April. 7. Festtag. Vormlttagsgottesdlenst: 2tt Bez., Kluckygasse ""11 (Rabb. Dr. B. Murmelstein) Dienstag, den 14. April 8. Festtag. VormittagSgottesdienst: 2. Bez., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes) 3. Bez- Unt Viaduktgasse 13 (Rabb. Dr. K. Kupfer) 5. Bez., Siebenbrunneng. la (Rabb. Dr. M. G. Mehrer) 6. Bez., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky) 8. Bez., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer) 10. Bez., Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Werner) Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. L Kohlmessergasse 4. TeL U 27-0-65. sucht dringendst Stellen für: a) Kontoristen, Buchhalter, Handelshilfsarbeiter, Geschäftsdiener, Packer, Inkassanten, Verkäufer. Auslagenarrangeure, Kellner. Krankenpflegerinnen. Masseure. Bademeister, NachWlfelehrer und -lehrerinnen für Mittelschulfächer,' Musiker für Konzert-, Jazz- und Stimmungskapellen. b) Arbeit für gewerbliche Kräfte aller Art darunter auch Chemiker, Elektrotechniker (Heizungstechniker), Installateure, Bau- und Maschineningenieure, Chauffeure, sowie ungelernte Arbeiter. c) Handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. Im selben Verein sind derzeit offene Stellen für: Fußpfleger, Kinderfräulein mit und ohne Sprachkenntnisse für In- und Ausland. Erzieherinnen mit Mittelschulnachhilfe und Fremdsprachen, gut eingearbeitete Konfektionsnäherinnen (Werkstätten- und Heimarbeit), geschultes Hauspersonal jeder Art. diverse Auslandsstellen für deutsche Emigranten. (Theater und Jiunst. Dr. Josef Glücksmann, von seiner Regietätigkeit im Raimundtheater rühmlichst bekannt, wurde von Dir. He 11 mer als Regisseur an das Theater an der Wien engagiert Das Pessach-Programm der „Jüdischen Künstlerspiele". „Scha, scha, der Reebe fuhrt" — aber auf Rollschuhen. Denn es handelt sich um den erst dreizehnjährigen Sohn des verstorbenen Rabbiners eines polnischen Städtchens, den der Gabbe, um die Macht in der Kehile an sich zu reißen, zum Rebben machen will. Die sich daraus ergebenden urkomischen Situationen sind in der Pessach-Novität der Jüdischen Künstlerspiele („Scha. scha. der Rebbe fuhrt") voll ausgenützt um so mehr als dieser junge Rebbe von Sevilla Pastor dargestellt wird. Die lustige Komödie, die Freitag, den 3. April zum ersten Male aufgeführt wird und von da ab ständig am Spielplan bleibt, ist mit original jüdischen Volksweisen reich ausgestattet, auch die Tänze tragen rein chassidischen Charakter. Sondervorstellung in den .Jüdischen Künstler, spielen". Donnerstag, den 9. April findet zu Ehren des Herrn Dir. Siegler die einmalige Aufführung des berühmten Volksstückes von Lateiner „Sedernachf* mit Sevilla Pastor und dem kompletten Ensemble statt. Für diese Vorstellung zeigt sich besonderes Interesse, weshalb es sich empfiehlt, Karten im Vorverkauf reebt- ' zeitig zu sichern. S. Spinner. Herkunft Entstehung und antike Umwelt des hebräischen Volkes. Wien 1933. Jon. N. Vernay. Das Werk verblüfft geradezu durch Gelehrsamkeit und Kombinatioasgabe. Die ältesten Urkunden des Hebräervolkes werden nicht nur in ihrem geschichtlichen Rahmen an der Hand der neuesten Ausgrabungen neu beleuchtet Vielmehr wird auch die jüdische Tradition, soweit sie in den Talmuden und Midraschim festgehalten ist, überraschend zu Rate gezogen. Das Ergebnis ist eine Zurückweisung der modernen Bibelkritik und eine neue Bestätigung der biblischen Daten. Die Erklärung der geographischen und ethnographischen Namen im einzelnen zu überprüfen, reicht das vorhandene Material nicht aus. So viel kann aber von den Aufstellungen des Verfassers als annehmbar bezeichnet werden, daß schon darum seiner Leistung wissenschaftlicher Wert zuzusprechen ist Der Gedanke, daß Juden und Griechen in der Taurus-Gegend ihre gemeinsame Heimat haben, wird wohl in absehbarer Zeit durch eine dem Referenten im Manuskript vorgelegte Studie eines hoffnungsvollen Czernowitzer Forschers über Tarschisch. die Genealogie der Genesis im Lichte der griechischem Mythologie u. a. eine weitere Stütze eriahren. Zur Kennzeichnung der geistvollen Aufspürung bisher unbeachteter Zusammenhänge einige Proben: Koheleth 7, 19 spielt auf die — vielleicht auf orientalische Herkunft zurückführende — Einrichtung der zehn Strategen in Athenan, und 9. 10 — 16 auf Miläades, „Es ist eine kleine Stadt ('Marathon). Sie belagert ein großer König (Titel des Perskönigs). Ein armer weiser Mann (Miltiades) rettet sie (Herodot VI, 102 fg.). Doch gedachte seiner niemand in seiner Not" — Mischle 24, 27 (erst ein Haus, dann ein Weib) und das Folgende entspricht fast wörtlich den Versen 405 fg. bei Hesiod. Zur Bezeichnung Ded (das zweite „d" wie „s" gesprochen) für Zeus an Ded für Dominus bei Blondheim, Parlers erinnert.) — Ueber das Pentagramm der Pytegoraeer und der Enostiker zieht Spinner Nasir 8 b (gegen Schluß) heran. — Ganz besondere Beachtung verdient Note 12 über das Verhältnis der mosaiischen zur hethitischen Gesetzgebung, in der auffallende Uebereinstimmungen zwischen diesen und Abweichungen beider vom Kodex Hamurapi hingewiesen wird. — So könnte man seitenlang über dieses Buch berichten. Mit Genugtuung stellen wir fest daß es wie u. a das vorletzte Heft der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft zeigt, in Fachkreisen die gebührende Aufmerksamkeit gefunden hat Wir hoffen, daß dies in immer weiterem Maße geschehen wird. fj. Die Juden In Italien. „The Jews in Italy", „Die Juden in Italien" heißt die neueste Schrift von Sozius (Eli Rubin), dem bekannten Schriftsteller, die dieser als Nr. 2 seiner Serie „Die Juden in der Welt" soeben veröffentlichte. (Nr. 1 „Die Juden in Oesterreich'?). Dieses Buch ist aktueller denn je, denn die Daten, Statistiken und Namen, die es bringt, beweisen nicht nur die hohe Stellung, die das Judentum in Italien einnimmt und die außerordentliche, beispielgebende Toleranz des italienischen Faschismus, sondern erbringen auch den Nichtjuden den Beweis, wie sehr ein altes und gereiftes Kulturvolk, wie das italienische, die Mitarbeit der Juden auf allen Gebieten des menschlichen Lebens der Nation als selbstverständlich empfindet. Die Liste der vierzehn jüdischen Senatoren und der mehr als 250 jüdischen Universitätsprofessoren und Lektoren im faschistischen Italien, die Namen der jüdischen Generäle und Staatsmänner dieses Landes, das keine Judenfrage kennt,

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