Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 15-16 (6.4.1936)
- Date
- 1936-04-06
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 Nr. 15/16 — 6. Aprin936. aJm Iii DIE WAHRHEIT Leopeldfitädler Tempeivereta Aqdci Äwroöoffl g, PaanwiitoMfeitc fe.Tcl. K 4?-g 63 AnmeMmtgen t. Aufgeboten, Tranamsen tondi uni. freien iHmtnei) n. Bannlzwaus mmwtmtmmvmrMtr u Werktag«» »oe 2 bii Vi4 Übt nach- ' •ntttagt. »»' -Seuttcen' »o« tO bh 12 tibi vercaJttegs fröb 6.30 6.30 a. .8.301 0*bet«tand*o Htm 6696 Nissan 14. Erew Pesacb ., 15. l.Tag „ (Predigt) „ 16- 2t. » „ 17. Cbaul bimaued >. 18. „ abdt. 6.25 6.50 7.10 7.C0 6 35 6.30 u 8.30 „ 19. Scbabos Cbaul bimaued 7.25 6.30 „ 20. „ „ 6.40 / „ 21. Schewii scbel Pesacb 7.00 , 22. Acbaron „ ,, (Maskir) Predigt 7.25 , M.IsreCbag j7.w a30u.S.3O-! bringen es dem Leser so recht zum Bewußtsein, in welcher niedrigen und mittelalterlichen Gedankenwelt so viele Länder Europas noch dahinleben. Die Zusammenstellung und Veröffentlichung dieser Schrift wird in der weiten Welt der Ehre Italiens ebenso nützen wie die Ehre des Judentums. Michael Guttmann, Erez Israel im Lichte des' Midrasch und des Talmuds (hebräisch), 156 S., Breslau 1931. Dieses Werk aus der Feder des bedeutenden rabbinischen Meisters, des Verfassers von „Das Judentum und seine Umwelt", erschien eigentlich noch vor fünf Jailiren. Fand es in wissenschaftlichen Kreisen glänzende Beurteilung, dem breiten Leserkreis blieb es, entgegen seiner populären Zusammenstellung, fast unbekannt. Es würde wahrlich größere Beachtung verdienen. Das Buch bietet höchst wichtige Stoffe für die Erforschung der Religions- und Sittengeschichte des jüdischen Volkes. In sechs aus fast vierzig Artikeln bestehenden Abschnitten führt uns Guttmann das religiöse Leben Palästinas vor Augen. Durch ejn ausgiebiges vorbildlich geordnetes Quelleninaterial belegt, erscheinen uns höchst anziehende Zeitbilder und in verschiedenen Zitaten spiegeln sich Lebensbeziehuhgen, die ihre Verbindungsfäden bis zu unserer Gegenwart deutlich wahrnehmen lassen. Viele Hinweise auf das alte Schrifttum sind auch bei wissenschaftlicher Abwehr judenfeindäicher Angriffe verwendbar. B. Leopold Grünwald: 1. Geschichte der hohen Priester (hebräisch), 150 5., New York; 2. Erez Israel, Babylonien und die Länder der Galut nach dem talmudisch-rabbinischen Schrifttum (hebräisch), 80 S., New York, f936; 3. Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Erez Israel und Babylonien zur Zeit der Talmüdperiode (hebräisch), 86 S., New York, 1936. Leopold Grünwald widmete sich vor Ausbruch des Weltkrieges vornehmlich der Lebensbeschreibung rabbinischer Koryphäen Ungarns und trug durch seine in fast allen jüdischen Zeitschriften verstreuten Artikel vielfach zur Geschichte der Juden in Ungarn bei. Er machte den Weltkrieg mit und entdeckte, wie erinnerlich, die bis dahin verschollene Grabstätte des Pseudo¬ Messias Sabbatai Zewi. Im Jahre 1925 erhielt er die Berufung als Rabbiner nach Nordamerika. Der rastlose Gelehrte widmet sich auch dort so „nebenberuflich" wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungen, als deren Ertrag wir die obgenannten ausgezeichneten drei Schriften begrüßen. Die Bücher halten mehr, als die Titel besagen. So verschieden und vielfaltig die Gliederung der Stoffe ist, sie haben das Ziel, Land, Einwohner, kultische Einrichtungen auch außerhalb des Judentums in den talmudischen Jahrhunderten zu veranschaulichen. Grünwald führt uns auf Reisen durch ganz Palästina und den Umländern und läßt uns interessante Gespräche aus jener Zeit erlauschen. Jedes Zitat verrät eine Seelenäußerung der damaligen Juden. Seine Bücher sind besonders für die allgemeine jüdische. Volkskunde sehr wertvoll. B. BHanzaftscMflsse und Stcuerbehxnntnisse Neuanlagen, Reflslonen, Dndinaditr&ge sowie Sfenererledlgnngeii teder Art Obernimmt!rt5iittt«ft DIR. GÜSTAU K0LHII1 Büro (Gr Buchhaltung, BHanz und Steuerberatung Wien ML. ToborstraOe HVt Telephon R 45-3-30 Zeitm&ff*B vom Verleger ▼eraondet. JosrnsJ ezpeAU par l'eUevur. Falls Adressat «erzogen, nicht nachsenden;, mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wltn Iii, HalnestraBe 13/12 Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer* und Haftorah-Taffel OebeUiruiüUn Nlpsan 6696 April 1936 frttb abds. 7.15 Niasau 14. Erew Pesacb 6.25 o on/ „ 15. l.Tag „ 6.50 S W\ „ 16. 2. „ „ 7.20 7 nn.l 17. Cfaaul hamaued 7.20 1W\ ., 18. „ ,. 6.35 8.30 „ 19. Scbabos Cbaul hamaneä 7.2s 7.00 „ 20. „ „ 6.20 f „ 21. Schewii Bebel Peiach 7.10 830 < 22.Acharon „ 1 (Maskir) 7.25 7.0o| » ff- Isre Cbag |7 J0 abds. Montag, 6, April Erew Fesach 6.25 Dienstag, 7. April 1. Tag Pesacb 6.50 Mittwoch, 8 April 2. Tag Pesacb 7.20 Donnerstag, 9. April Chaul Hamaued 7.20 Freitag, 10. April Cbaul Hamaued 6.35 Samstag. 11. April Cbaul Hamaued 7.25 Sonntag, 12. April Cbaul Hamaued- 6.30 Montag, 13. April 7. Pesacb 7 10 Dienstag, 14. April 8. Tag Pesacb (Maskir) 7.25 Mittwoch, 15. bis Donnerst., 16. April 7.10 Gerschon Bader, Unsere geistigen Riesen, zweiter Teil: Entstehung des palästinensischen Talmuds (jiddisch), 256 S., New York, 1936. Der erste Teil dieses prachtvollen Werkes behandelte die Periode des babylonischen Talmuds. Nun liegt der zweite Teil vor. Besonders packend ist die Schilderung über die Agrarpolitik der römischen Invasionsmacht in Palästina; die Stadtbevölkerung wird unterdrückt, das Bauerntum gefördert. Wir lernen die herrlichen Früchte des Landes kennnen, werden mit der gesunden Vieh- und Fischzucht, die die Juden damals kannten, vertraut. Das sagenhafte, in unseren Tagen zu neuem Leben erschlossene Tote Meer — Salz-Meer — war, was nicht jeder wissen mag, schon vor fast zweitausend Jahren eine' Quelle reicher Schätze. Daß Erez Israel ein Land ausgiebiger Eisenbergwerke war, wissen wir wohl schon aus der Heiligen Schrift. Bader stellt uns aber an die Arbeitsstätte. Wir bewundern die Kunstfertigkeit jüdischer Frauen, die Liebe unserer Ahnen zur Arbeit und finden die ausgedehnten Handelsbeziehungen der damaligen Juden erstaunlich. Soziale Zustände, Verhältnisse zwischen dem reichen und armen Bauerntum wären auch für unsere Zeit in vielen Hinsichten vorbildlich. Im Gegensatz zu den nichtjüdischen Urvölkern war um jene Zeit im jüdischen Lande die Sklaverei praktisch abgeschafft; die bezüglichen Erörterungen im Talmud harten nur akademischen Charakter. Wir finden da reichhaltige geschichtliche Stoffe über die großen Juden, Erbauer, Erneuerer, Erhaltender, aus der Zeit, da Palästina unter fremde Botmäßigkeit geriet und die staatliche Selbständigkeit der Juden verschwunden war. Dazu kommen die tiefgründigen Analysen über die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse jener längst verrauschten Jahrhunderte im Leben des jüdischen Volkes. Wir erfreuen uns an der Ursprünglichkeit jüdischen Lebens und geistigen Schaffens. B. „Haivri", die beste hebräische Wochenzeitung zur Erlernung und Vertiefung der Kenntnisse des Hebräischen. Vokabular in vier Sprachen. Erscheinungsort Tel-Aviv. Zu beziehen durch Prof. Dr. KI a r m a n n, Wien XIX., Gebhardtgasse 1. Bezugspreis S 8.50 pro Halbjahr. „Ksur". Was bedeutet Ksur? Ksur ist der Titel eines Filmwerkes, das soeben fertiggestellt wurde und die Gestalt des berühmtesten Abenteurers dieses Jahrhunderts in den Mittelpunkt der phantastischen, aber historisch möglichen Handlung stellt. Wo spielt Ksur? Iii den Machtzentren Europas und auf einem exotischen Schauplatz, der wiederholt im Brennpunkt des Weltinteresses stand. Wer spielt in Ksur? Käthe von Nagy in einer ganz neuartigen Charakterrolle. Wann erscheint Ksur? Die Tobis-Sascha bringt diesen Spitzenfilm ihres Programms zu Ostern heraus. Beerdigungen. 25. März 1936: Ginendl Bardach, 77 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Abraham Leib Morks, 68 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Therese Teltsch, 85 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 26. März 1936: Etelka Lauterstein, 54 Jahre, 6, Bez. (I. Tor). — Pinkas Schattner, 81 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Olga Skutetzky, 52 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moriz Fischer, 66 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Theresia Klamper, 37 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 27. März 1936: Alois Augenfeld, 71 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Bernhard Jonas, 72 Jahre, Stanislau, Polen (I. Tor). — Nina Ehrenthal, 91 Jahre, Budapest (I. Tor). — Dr. Simon Hecht, 66 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Netti Goldberg, 41 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Johanna Deutsch, 76 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Nathan Löwbeer, 78 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Karl Pick, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Klara Gräbel, 40 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Mechel Diwer, 72 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). 29. März 1936: Bertha Weinberger, 79 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Charlotte Grünhut, 82 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Rudolf Münk, 3y. Jahre, 17. Bez. (I. Tor). x — Otto Brunner, 45 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Julianne Skutezky, 89 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Regine Löbl, 79 Jahre, 18. Bez. (1. Tor). — Moriz Koch, 67 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Ida Langer, 11 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Amalie Weißmann, 61 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Samuel Dubsky, 78 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Anton Löwy, 66 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Jakob Kohn, 70 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). 30. März 1936: Philippine Reitlinger, 76 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Alexander Steiner, 85 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Rosa Weißler, 82 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Sali Pesach, 70 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Josef Freund, 72 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Karoline Friedländer, 68 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Thomas Neumann, 14 Jahre, 6. Bez. ( IV. Tor). — Bertha Werner, 75 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 31. März 1936: Jakob Rosenberg, 75 Jahre, 16. Bez. (I. Tor). — Jakob Kligler, 63 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Josef Strauß, 84 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Rosa Daches, 63 Jahre, Nieder-Absdorf (IV. Tor). — Bernhard Reiter, 83 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Arnold Enis, 61 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). HEAIRIIB AD I MICH A El ERB AD III., Linke Bahngasse 9, nächst Stadtpark I XVIII., Mlcfcaelerstr. 12, nächst Volksoper Dampf-, Wannen-, §diwimm< und Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. Weiland Oberkantor Josef Goldstein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf eoldsfcln Wien II-, Taborstratte 54 (£a»Äm"o - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Ehrentflmer. Heransieber. Verlwer und verantwortlicher Schriftleiter: Oskv HlraebieldT Wie» PraterstraBe 29. - Druck: Isnaz Spitz «f Söhne. Wien II.. Robertras« 2