Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 6 (8.2.1935)
- Date
- 1935-02-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3062972-3064555-3064561--20087-3085294- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 Nr. 6 — 8. Februar 1935 DIE WAHRHEIT Inöoberln won 2 Gespanen samlGe werbe- SdlCtD, (Spirituosen- und Gemischrwarenhandel) suchl Pachter. Anfragen bei der Administration dieses Blattes unter Chiffre „Solide Interessenten". heit hatte, der wird uns in der Behauptung beipflichten, daß diese große Künstlerin Vergleiche mit der berühmten Tragödin Till Durieux und der unvergeßlichen Orska aushält Die Art und Weise, wie sie, deren eigentliches Räch Lustspielfiguren sind, in dem genannten Stücke «ine Kokainistin tragisch darstellt ist unbeschreiblich. Es ist leider nicht zu umgehen, daß ihre große Szene mit einem Lied abgeschlossen werden muß. Wie aber Frau Pastor dieses Oed („Wirst du Vater und Mutter ehren . . .") zum Vortrage bringt und, vom begeisterten Publikum zu Wiederholungejn. veranlaßt ihre Rolle immer wieder von neuem erlebt, das muß man gesehen haben. Das jüdische Publikum weiß bereits, welche große Künstlerin in den Jüdischen Künstlerspielen auftritt, das beweist der Besuch. Daß aber fast täglich Theaterdirektoren und Regisseure im der kleinen Bühne zu sehen sind, läßt darauf schließen, daß das ganze Wiener Theaterpublikum bald einen neuen Liebling haben wird: d i e Pastor. _ E. H. Gerson Stern, „Weg ohne Ende", Ein jüdischer Roman. Erich R e i s s Verlag, Berlin, 1934. Preis 5,50 M. Ein figurenreicher Roman, der viele geschichtliche Persönlichkeiten und Ereignisse aus dem Leben der Juden in der Zeit des Absolutismus zur Darstellung bringt Die Handlung spielt in Nord- und Mitteldeutschland und in Prag. Der Höhepunkt: Die Schilderung der Austreibung der jüdischen Bevölkerung aus Prag unter der Kaiserin Maria Theresia. Mit Recht sagt der Verfasser im Vorwort zu dem Leser: „Es ist ein Roman, wenn du willst Es ist eine Geschichte, wenn du sie herausschälst. Es ist ein Aufruf, wenn du ihn erhörst." Eine Welt in Flammen. Aus den Geheimarchiven aller in den Weltkrieg verwickelten Großstaaten hat die Fox bisher verbotene Aufnahmen zu einem Großfilm zusammengestellt der die Vorgeschichte des großen Krieges, das Leben an den europäischen Höfen und den Weltkrieg selbst in einzigartigen Originalaufnähmen wiedergibt die bisher noch niemals zu sehen waren. Das Schicksal der Habsburger, das Ende der Romanows, die Kriegserklärung, der Kampf im Trommelfeuer, auf hoher See und hoch in den Lüften wird in packenden, erschütternden Originalaufnahmen zu seilen sein. Die Uraufführung dieses gewaltigen Weltpanoramas findet demnächst im Schweden-Kino statt. * Qemeinde€fktonik. Erhaltung der jüdischen Gemeinden Deutschlands. Im Leitartikel der Februar-Nummer des Gemeindeblattes für die jüdischen Gemeinden Preußens wird gegenüber den vielfach in das Zentrum jüdischer Tätigkeit gerückten Bemühungen um wirtschaftliche Stütze und Existenzsicherung der einzelnen Juden die Notwendigkeit der Erhaltung der geistigen Güter des Judentums, die in der jüdischen Gemeinde ihre Pflegestätte finden, betont Es sei neben der wirtschaftlichen Rettung der Einzelexistenzen die Aufrechterhaltung der Gemeinden eine ebenso wichtige Aufgabe der deutschen Juden in.dieser Zeit. Nach einem Hinweis darauf, daß der Landesverband mit seinen etwa 700 Gemeinden von insgesamt 345.000 Seelen 95 Prozent aller Juden Preußens umfaßt, wird in dem Artikel ausgeführt: „Erfährt man, daß sein Etat mit der Gesamtsumme von 744.500 Reichsmark (für das Rechnungsjahr 1934/35) nur von ganz wenigen Großgemeinden und nur von den allergrößten jüdischen Gesamtorganisationen übertroffen wird; hört man, daß durch die Beihilfen des Landesverbandes, die zum Teil an die Gemeinden, zum Teil direkt an die Beamten (Rabbiner, Lehrer, Kantoren) gezahlt werden, ferner durch die Schaffung der Bezirksrabbinate und durch Bildung von Lehrerbezirken mehr -als 500 Gemeinden mit Gottesdienst, Religionsunterricht, mit allen Trägern des jüdischgeistigen Lebens und der jüdisch-wirtschaftlichen Hilfstätigkeit aufrecht erhalten worden sind, so erkennt man leicht: hier, in der Arbeit des Landesverbandes für die Erhaltung unseres geistigen Bestandes liegen die Quellen unserer Kraft... Durch diese Arbeit ist ein b e t r ä c h tliche.r Teil aller jüdischen Gemeinden vor dem Untergang bewahrt worden." Herr M. B. Morgenstern bittet uns um die Veröffentlichung der Mitteilung, daß er sein Mandat im Vorstande der Wiener Agudah-Ortsgruppe vor längerer Zeit zurückgelegt hat. Güdemann-Ehrungen. Wie wir nachträglich zu unserer Genugtuung erfahren, ist der jüdischen Schuljugend, die an den letzten beiden Sabbaten die Jugendgottesdienste im Stadt-, bzw. Großen Leopoldstädter Tempel, also in jenen Gotteshäusern, in denen der verewigte Oberrabbiner Dr. M. Güdemann so segensreich wirkte, besuchte, das Andenken an diesen großen geistlichen Führer unserer Gemeinde durch Ansprachen des Herrn Inspektor I. Ö e h 1 e r entsprechend näher gebracht worden. 80. Geburtstag. Der Mann, über dessen 80. Geburtstag hier berichtet wird, verdiente wahrlich die besonderen Ehrungen, die ihm aus diesem schönen Anlasse zuteil wurden. Steht doch Komm.-Rat Samuel Bernhardt, der Obmann des Bethausvorständes der Kultusgemeinde für den 12. und 15. Beziirk, seit vielen Dezennien im Mittelpunkt des Gemeindelebens dieser Bezirke, genießt er doch als Kaufmann, Mensch und Jude hervorragende Wertschätzung und Beliebtheit, die jedermann im entgegenbringen muß, der sein Wirken und Wesen kennt Und so war denn auch die schöne Feier, die vergangenen Samstag vormittags im Turnertempel stattfand, von einer überaus zahlreichen Gemeinde besucht die von allen Bezirken Wiens hier zusammengekommen war, um den in erfreulicher geistiger und körperliche»/ Frische noch immer zum Wohle der jüdischen Gemeinschaft wirkenden Jubilar zu ehren. Es waren u. a. erschienen: Für den Kultusvorstand Dr. J. Ornstein, für den Bethausvorstand I/II Prof. Dr. H. Stern, für den Bethausvorstand XVIII/XIX MedL-Rat Dr. 1. Winter, für die „Union österreichischer Juden" Chefredakteur O. Hirschfeld, zahlreiche, Vertreter von Tempel- und Humanitätsvereinen, eine große Abordnung der Bezirksgruppe des Frontbundes unter Führung von Dr. K. J e 11 i n e k, Präs. M. Oesterreicher für den Verein „Wohlfahrt", Amtsleiter W. Förster u. v. a. Der Jubilar wurde von seinen Kollegen im Bethausvorstand, der ebenso vollzählig erschienen war. wie die Vorstände der übrigen jüdischen Bezirksinstitutionen — insbesondere war die Ghewra Kadischa XII/XV stark vertreten — auf seinen Ehrenplatz geleitet über dem ein schönes Emblem, das: groß die Zahl 80 aufwies, prangte. Die kantorale; Funktion versah Oberkantor Heinrich Fischer in gediegener Weise, insbesondere machte sein Mischeberach 3ür den Jubilar großen Eindruck. Eine besondere Ehrung für denselben stellte die persönliche Anwesenheit des Herrn Oberrabbiners Dr. I. Tag Ii cht dar, der'es sich nicht hatte nebmen lassen, seinem Freunde Samuel Bernhardt, mit dem er so lange Jahre zusammengearbeitet hatte, selbst in einer gehaltvollen Festrede den Dank der Fürifhauser Gemeinde für sein ersprießliches Wirken zum Wöhle des schönen Gotteshauses: auszusprechen.; Oberrabbiher Dr.t&tT&liürt entwarf-incseiner-Rede ein schönes Bild; von'des Jubilars- Art: uaefc ArbeTtsünff loble^ seihe - vielen''1 menschlichen und'luHis"clfen"V6rztigerün'd seinei"nimmer' erlahmende Arbeitsfreudigkeit im Interesse der Gemeinde. Nun kamen die Vertreter der großen und engeren jüdischen Gemeinschaft zum Wort, die Herrn Komm.-Rat Samuel Bernhardt mit ihrem herzlichsten Dank für seine jahrzehntelange Tätigkeit auch die innigsten Glückwünsche überbrachten. Es sprachen u. a. Dr. J. Ornstein für. den Kultusvorstand. Dr. L. Schafranek für den Bethausvorstand XII/XV, Prof. Dr. H. Stern für den Bethausvorstand I/II — er überbrachte zugleich die herzlichsten Glückwünsche des Herrn Oberrabbiners Dr. D. Feuchtwang —, Med.-Rat Dr. I. Winter für den Bethausvorstand XVIII/XIX sowie Vertreter der Bezirkskommission, der Chewra Kadischa und des benachbarten Storchentempels. Tief gerührt dankte der Jubilar für diese vielfachen Ehrungen, unter denen besonders erwähnt die Widmung eines neuen schönen Fensters sei. das der Bethausvorstand XII/XV zu Ehren seines beliebten Obmannes hatte anfertigen lassen. Diese Körperschaft hat bekanntlich aus Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Komm.-Rat Samuel Bernhardt einen großen Betrag aufgebracht, der zur Anlage eines eigenen „Bernhardt- Zimmers" in dem kürzlich errichteten Zubau zum Versorgungshaus verwendet" wurde. Die neuerliche Widmung bezeugt die großen Sympathien, die sich der Jubilar in seinem Bethausvorstand erworben hat, Sympathien, die er auch sonst allseits genießt, wie die schöne Feier, die ihm zü Ehren abgehalten wurde, bewiesen hat. Zürich. Der im Alter von 59 Jahren verstorbene hervorragende Publizist Dr. Ludwig Bauer, langjähriger außenpolitischer Mitarbeiter und Leitartikler der „Basler Nationalzeitung" war Jude. Ludwig Bauer, der in Wien geboren war, wurde von Theodor Herzl entdeckt und für die „Neue Freie Presse" gewonnen. Unbeschadet seiner engen Freundschaft zu Herzl hielt sich Bauer der zionistischen Bewegung fern, ja stand ihr zum Teil sogar ablehnend gegenüber. In seinen Büchern und Schriften berührte er oft das jüdische Problem Das meiste Aufsehen erregten seine Bücher „Morgen wieder Krieg" und „Die Welt im Umsturz". Todesfall. Am 1. d. M. verschied Herr Armin Neumann im 68. Lebensjahre nach kurzer, schwerer Krankheit. Die Beerdigung fand am 3. d. M. unter großer Beteiligung am neuen israelitischen Friedhofe statt; unter anderen waren erschienen: Herr Amtsleiter Freistadt, Herr Prokurist Karl Biß, Herr Jacques Kunstadt Herr Rabbiner Dr. Mehrer hielt einen ergreifenden Nachruf und hob hervor, welch biederer, rechtschaffener Mensch und mustergültiger Gatte. Vater und Großvater der Verstorbene gewesen. Die kantoralen Funktionen versah Kantor Ehrenthal. Herr Tempelverwalter David Neu m a n n beklagt den Verlust seines geliebten Bruders. Die; Firma Friedländer & Deutsch verliert ihren-bewährten, treuen Mitarbeiter nach 36jähriger Tätigkeit Allen, die ihn kannten, wird er unvergeßlich bleiben.- ........• „JUGEND-UNION" Juflendgruppe der Union österreichischer Juden Wien IX., Bereu*t»e * Telephon A 18-2-77 Unterhaltung;-Abend [ mit Akademie und Tanx ) Erstklassige Mitwirkende — The Winaple-Band? Samstag, den 16. Februar 1935, punkt i : 81/, Uhr abends, im Festsaale des Cafe \ „Altes Rathaus", I., Wipplingerstr. 24/26; ' Karten im Vorverkauf zu S 1.50 im Sekretariat \ der „Union" erhältlich. j ■HllHHHBBBBHMMHiBMHBHiMBHi An den Wiener Volkshochschulen (II., Zirkusgasse 48, III., Kundmanngasse 22, V., Stöbergasse 13/15, IX., Währingerstraße 43, X., Jagdgasse 40. XI.. Gottschalkgasse 21, XVI., Ludo-Hartmann-Platz 7, XX., Stromstraße 78) nebst den kleineren Zweigstellen: VI, Loquaiplatz 6, X., Hasengasse 38, XIII., Penzingerstraße 12, und XVIII., Schopenhauerstraße 49 und 79,. begann am 11. Februar das Sommerhalbjahr mit 700 neuen Kursen. Die Arbeitspläne umfassen zunächst Abendkurse aus allen Gebieten der Wissenschaften und weisen außerdem zahlreiche Sprach-, Elementar- und Kaufmännische Kurse auf. Die Praktische Kunst pflege-ist durch photographische, durch Zeichen- und Malkurse - sowie durch Gesang-, Chor-, Mandolinen- und Gitarreübungen vertreten. Die Leibesübungen werden in-Gymnastik- und Turnkursen gepflegt. Die Abendkurse werden zwischen 6, bzw. 7 und 9 Uhr abends gehalten. Alle Veranstaltungen der Volkshochschulen sind allgemein zugänglich. Ganz geringe Beiträge ermöglichen jedermann die Teilnahme. Arbeitslose und Lehrlinge genießen weitestgehende Begünstigungen. Einschreibungen werden von halb 7 bis 9 Uhr abends an allen Kurstagen in den Kanzleien entgegengenommen, wo auch ausführliche Unterrichtsprogramme erhältlich sind. Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur (Vorstand Prof. Dr. S. Krauß) hielt am 4. d. M. Professor Dr. Singer einen Vortrag über „Judaisierende Erscheinungen in Böhmen zur Zeit Josef IL". Der Vortragende legte aus von ihm eingesehenen Akten dar, daß im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts Bauern in der Neubydschower Gegend eines Tages den Willen bekundeten, den jüdischen Glauben annehmen zu wollen. Alle maßgebenden Kreise bis hinauf zum Kaiser waren ■ darob ganz perplex. Die von diesem sofort angeordneten behutsamen, aber doch gründlichen Uhtersuchun-' gen über die ursächlichen Zusammenhänge förderten ab- .; söfiit •keines^Wejfühnthrgetwa -Murch Jüdtsft-- zusTage,! sönjrfeni '■ .njtr * das Faktum;' daß! diese;L'eute ganz aus Enrenem 1s\6W %if dieser rieüetf-Snsich't' bekehrten .und7 daß sie davon nicht abzubringen waren, obschon ihnen die härtesten Strafen angedroht wurden. Schließlich wurden zahlreiche von ihnen nach Siebenbürgen zu den Unitariern und nach Galizien abgeschoben, wo sie von außerordentlich geduldigen und gütigen katholischen. Priestern wieder zum christlichen Glauben zurückgeführt wurden. Diese Sache ging zum Glück besser aus, als eine ähnliche zwei Generationen später in Rußland unter Nikolaus I., wo wegen der „Sabbatiner" die völlig unschuldigen jüdischen Dorfbewohner verantwortlich gemacht wurden und deswegen die fürchterlichsten Drangsalierungen erdulden mußten. — Es ist ein wahres Glück, daß die jüdische Religion strenglstens verbietet. Proseiyten zu machen. Das fehlte uns noch, auch noch deswegen Verfolgungen ausgesetzt zu sein! — Der sehr interessante Vortrag fand lebhaften Beifall. Leider vermißte man im Auditorium dieser Ausbildungsstätte unsere sehr geehrten Herren Rabbiner, die die sich an den Vortrag anschließende Diskussion durch ihr reiches Wissen sehr beleben und vertiefen könnten. Ebenso vermißt man bei diesen Vorträgen mit großem Bedauern stets die Delegierten der Wiener B.-B.-Logen und der Schwester-Logen, zu deren vornehmsten. Aufgaben bekanntlich auch die Kulturförderung gehört und endlich vermißte man die jüdischen „Kulturspitzen", die sonst immer „u. a." bemerkt werden. Anwesend war ein wissenshungriges Publikum, zumeist Jugend, die die Gelegenheit gerne ergreift, um ihre Kenntnisse um und im Zusammenhang mit dem Judentum zu bereichern. t. e. Der Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger israelitischer Waisen in Wien hielt am 3. d. M. seine diesjährige Generalversammlung ab. Aus dem Jahresberichte ist zu entnehmen, daß das abgelaufene 74. Vereinsjahr trotz aller Mühe des Vorstandes mit einem Gebarungsabgange von S 33.761,43 abschloß; den Einnahmen von S 78.041,83 standen Ausgaben von S Ül.803,26 gegenüber, trotz der höheren Kinderzahl um mehr als S 6000,— weniger als im Vorjahre. Im abgelaufenen Jahre wurde ein alter Wunsch unserer Kultusgemeinde erfüllt, es wurden die beiden Mädchenwaisenhäuser (das Meroreswaisenhaus und das des Waisenvereines) vereint, um durch Regieersparnisse den Entfall von Spenden einigermaßen wettzumachen. Am 3. Mai 193-5 übersiedelten 47 Zöglinge des Waisenhauses. XIX.. Ruthgasse, in die Bauernfeldgasse 40, wo damals 34 Schützlinge weilten. Die Verwaltung des Mädchenwaisenhauses wird von einem gemeinsamen Verwaltungsausschuß besorgt, während, 4is speziellen Angelegenheiten von den weiter getrennt bestehenden Kuratorien besorgt werden. An der Spitze des Verwaltungsausschusses, steht der verdiente frühere Vizepräsident der Kultusgemeinde- Herr Dr. O r n s t e i n. Im Knabenwaisenhausebefinden sich derzeit-65, im Mädchenwaisenhause 80 Kinder, die Schulerfolge derselben sind recht günstige, der Gesundheitszustand kann als sehr-gut bezeichnet werden, die Gewichtszunahmen sind "recht