Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1934
- Issue
- Heft 24 (8.6.1934)
- Date
- 1934-06-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m.,^,,,^M U^g^P^^g^pWBPi^ i) DIE WAHRHEIT Seite 7 Jüdisches Kinderheim an der Adrla, nächst Crikvenica. Leitung Fr. U. CDerall, Schuldirektorin. Bes. günstige Bedingungen. Ärztliche Aufsicht. Auskünfte u. Prospekte VIII., Alserstraße 23 A 29-2-87 von 9—12 und 5—7. _ Jubiläum seiner vor 25 Jahren erfolgten Etabherung. Aus diesem Anlasse fand im Bethause des Vereines zur Unterstützung jüdischer Kleingewerbetreibender «ine Feier statt, die ungemein zahlreich besucht war und den besten Beweis dafür erbrachte, welch großer Wertschätzung sich das Jubelpaar erfreut. Nachdem Herr Oreher zur Thora aufgerufen wurde, rezitierte der Oberkantor einen feierlichen Mischeberach, worauf Rabbiner Gerstl eine überaus fesselnde Ansprache hielt, in der er rühmend der Tätigkeit des Jubelpaares auf humanitärem Gebiete gedachte. In Vertretung des Jüdischen Witwen- und Waisen-Hilfsvereines", Wien IX wohnten dar Feier der Obmann desselben. Herr Josef Klein, der Kassier Herr Benno Fränkel und der Schriftführer Herr Samuel Wertheim bei, weiters war erschienen: der Obmann des Veraines zur Unterstützung jüdischer Kleingewerbetreibender, Herr Stappier, sowie Vertreter zahlreicher humanitärer Vereine, deren Vorstandsmitglied Herr Greher ist. Außer Herrn Rabbiner Gerstl hielten bei der Feier im Tempel die Herren Stappier und Wertheim herzliche Ansprachen an das lubelpaar. Nachmittag fand in der Wohnung des Jubelpaares eine gemütliche Jause statt, der gleichfalls Abordnungen verschiedener Vereine beiwohnten und bei weicher der Obmann des Jüdischen Witwen, und Waisenhilfsvereins, Wien IX.. Herr Josef Klein, ferner Herr Stappier für den Verein Mathilde zum Herzen sehende Worte an die Anwesenden richtete. Chewra Kadischa Klosterneuburg. Anläßlich des 60jährigen Bestandes des Friedhofes Klosterneuburg veranstaltet die Chewra Kadischa Klosterneuburg. Sonntag, den 17. Juni, präzise K5 Uhr nachmittags, einen Festgottesdienst mit Chor. Die Festrede hält Rabb. Dr. Frankfurter. Nach dem Gottesdienst gemeinsamer Gräberbesuch. Brünn. Auf Ersuchen der Bnai Brith-Loge in Brünn hat Herr Josef Heller, Oberkantor und Chordirektor i. R. der Brünner Kultusgemeinde, drei Präludien komponiert, welche feierliche Anlässe der Loge einleiten (Einführung von neuen Mitgliedern, Einführung von Logen-Beamten, Gedächtnisfeier für verstorbene Mitglieder). Herr Heller hat diese Kompositionen mit einer Widmung der Bnai Brith-Loge übersendet. Die Loge hat ihren Dankgefühlen tür den Kompositeur mit folgendem Schreiben Ausdruck gegeben: „Ihr überaus lieber Brief wurde in unserer Logensitzung verlesen und wir wurden beauftragt, Ihnen nicht nur für die Kompositionen, sondern auch für die vornehm liebenswürdige Art, mit der Sie uns ein wertvolles Geschenk machten, herzlichst zu danken. Die Kompositionen selbst sind im wahrsten Sinne des Wortes wie für uns geschaffen, sie drücken in wunderbarer Weise die Stimmungen aus, die wir erzielen wollen. Wir bewundern in Ihnen ehrlich und aufrichtig den Meister, der seine edlen Gefühle, sein reines Herz durch Musik anderen offenbaren kann. Sehr geehrter Herr Oberkantor, wir fühlen uns tief in Ihrer Schuld und begrüßen Sie mit besonderer Hochachtung: Präsident Pollak. prot. Sekretär Ing. B r a m m er." Der Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden in Wien teilt mit, daß seine Mandatare und Organe weder zu dem verhafteten A. M. Ehrlich, noch zum „Gremium der jüdischen Kaufmannschaft". dessen Obmann er war, irgendwelche Beziehungen unterhalten haben. Der Verband legt vielmehr Wert darauf, festzustellen, daß bereits vor einigen Jahren mehrere Vorstandsmitglieder im Wege der Tagespresse konkrete Beschuldigungen wegen unkorrekter Gebarung gegen A. M. Ehrlich erhoben haben. Seither wurde ununterbrochen vor dem „Gremium der jüdischen Kaufmannschaft" gewarnt und der Verband war bemüht, die in Frage kommende Oefientlichkeit in entsprechender Weise aufzuklären. Der Gesamtverband jüdischer Hochschüler Oesterreichs, „Judäa", führt in den Sommerferien Reisen nach Novi (Dalmatien) und Varna (Bulgarien) durch. Ferner werden Ausflüge nach Venedigt und Konstantinopel veranstaltet. Die Reise nach Novi kostet für zwei Wochen S 125.—, für drei Wochen S 154.—. für vier Wochen S 183.—. Die Reise nach Varna kostet S 175.— (15. Juli bis 13. August). In den.Preisen inbegriffen sind: Fahrt (Bahn-Schiff), Unterkunft (ein- und zweibettige Zimmer), reichliche Verpflegung, Kurtaxen, Bädersebühren, Trinkgelder usw. Anmeldungen und Auskünfte Montag bis Freitag von 12 bis 1 Uhr und Montag bis Bonnerstag von 6 bis 8 Uhr abends im Sekretariat der ..Judäa", Wien IX.. Alserstraße 26. Niederösterreichische Escompte - Gesellschaft. Die am 5. Juni unter dem Vorsitz des Herrn Präsidenten Ludwig Urban stattgefundene 81. ordentliche Generalversammlung hat den Rechnungsabschluß pro 1933 genehmigt. Bei Erstellung der Bilanz ergab sich ein außerordentliches Abschreibungserfordernis von 5 38,463.675.58. Die Heranziehung des Aktienkapitals zu Abschreibungszwecken bedingt eine Zusammenlegung von je 295 Aktien ä Nominal S 100.— in eine Inhaberaktie zum gleichen Nennwert Das herabgesetzte Aktien-- kapital erfährt durch Ausgabe von 99.000 Stück nicht begünstigten Inhaberaktien ä Nominale S 100.— eine Erhöhung auf S 10,000.000.—. Die Neuemission wurde von der Oesterreichischen Nationälbank übernommen. Die Generalversammlung genehmigte ferner die im Zuge aer Neuordnung im österreichischen Bankwesen mit der [ »esterreichischen Credit-Anstalt für Handel und Ge- . . Ingenieur ohne Posten bittet um jede Art von Beschäftigung. Zuschriften unter „UroBe Notlage" an die Redaktion erbeten. werbe getrofienen Vereinbarungen über die Abtretung von bankgeschäftlichen Aktiven und Passiven bis zum Höchstbetrage von 70 Millionen Schilling. Die Statuten der Gesellschaft erhalten den besonderen künftigen Aufgaben des Institutes entsprechende Abänderungen; namentlich wird der Firmawortlaut in „Oesterreichische Industriekredit-Aktiengesellschait" geändert und das Statut durch die Aufnahme von Bestimmungen über die Ausgabe von Industriekredit-Obligationen erweitert. Herrn Präsidenten Urban und Herrn Direktor Dr. Mosing, sowie der gesamten Verwaltung und Leitung wurde von dem anwesenden Vertreter des Großaktionärs der wärmste Dank für die im verflossenen Jahre geleistete aufopfernde Tätigkeit ausgesprochen. Die in der Generalversammlung und der sich daran anschließenden konstituierenden Verwaltungsratssitzung vorgenommenen Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Präsident: Herr Baurat h. c. Ing. Richard I. K n a u r, Generaldirektor der Feiten. & Guilleaume, Fabrik elektrischer Kabel, Stahl- und Kupferwerke Aktiengesellschaft, Rat der Stadt Wien; Vizepräsident: Herr Dr. Viktor Brauneis. Generaldirektor der Oesterreichischen Nationalbank: Mitglieder des Verwaltungsrates: die Herren Dr. Franz Bartsch, Generaldirektorstellvertreter der Oesterreichischen Nationalbankv Rudolf Eisenstuck, Direktor und Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Franz Josef Mayer- Gunthof, Großindustrieller, und Dr. Hans Rizzl, Ministerialrat im Bundesministerium tür Finanzen. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde das Mitglied des Verwaltungsrates Herr Direktor Rudolf Eisen stuck Zimmermaler Kohn empfiehlt sich zur Ausführung von Malerarbeiten jeder Art II., Rolenkreuzgasne 3 Tel. A4S-S-37 bestellt: weiters gehören dem Vorstande an die Herren.- Baurat h. c. Ing. Ernst Esse r. Arthur Kubie und Hofrat Max M a r q u e t. Tlmtftdje VerfauWarungen der JsraefitiscQen Xuftusgemeinbe Wien Israelitische J ugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-. Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 9. Juni, um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im II. und IX. Bezirke. Samstag, den 9. Juni, V\5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, und in der Vereins-Synagoge, IX.. Müllnergasse 21. * Statistische und finanzielle Ergebnisse des Verwaltungsjahres 1933. Fürsorgewesen. Das S p i t a i der israelitischen Kultusgemeinde verfügt über 232 Betten, wovon 186 auf die III. Klasse, 46 auf den Zahlstock I. und II. Klasse entfallen. Im Jahre 1933 waren im Spitale 20 Aerzte, 52 Pilegepersonen, 52 Personen Hauspersonal und 5 Beamte beschäftigt. Der Patientenstand hat am 1. Jänner 1933 193, gegen 188 am 31. Dezember 1933 betragen. Die Zahl der Neuaufnahmen von Patienten im Betriebsjahre hat 2410 betragen. Von den am 1. Jänner 1933 im Krankenstande befindlichen Patienten wurden 40 unentgeltlich verpflegt, 139 befanden sich auf III. Klasse, zum Teil gegen volle, zum Teil gegen ermäßigte Verpflegsgebühren. Die Verpflegskosten der III. Klasse betragen S 10.—. während sich _die durchschnittlichen Eigenkosten eines Kranken pro Tag auf S 12.84 belaufen. Die Gesamtzahl der Verpilegstage der Kranken hat im Jahre 1933 in der III. Verpflegskiasse 44.611. am Zahlstock der üQglcnlsdies Könifislicm Seit vielen Jahren das anerkannt beste wfrnatw Man achte auf die gm. Bosch. Harte „Hyglm. MalnllcM" Br GROSSFLEISCHHAUEREI flEGM. KORNMEHl ^■■^■^■■■■■■■■MBMMiMMHMaaaaHai^Maai WUN IX* BEROOASSH NR. 1» FILIALE i XVIII., WAHRINCHlRSTRASSm VT Telephon Nr. A 17-3.39und A 18-9-34 Lieferant fOr Heilanstalt«* AbteilungenfflrKoscherftelscti Mater AMWiteM das «hrw. Sämtliche Fleischioctra von «utachltcfilteb PriM-Qaalittt ia den billigsten Marktpreis» Fabrik und Büro: ■ftasXlV., TtlepUa R 33-1-87 I. und II. Klasse 6071 betragen, während auf unentgeltlich Verpflegte 16.827 Verpflegstage entfallen. Für die unentgeltlich verpflegten Patienten mußte an das Spital zu Lasten des Fürsorgekapitels der Betrag von S 213.653.— retundiert werden, überdies war ein Zuschuß von S 28.940.— aus Gemeindemitteln erforderlich, weil den Gesamteinnahmen von S 842.855.— (einschließlich der Refundierung der Fürsorge) an Ausgaben S 871.795.— gegenüberstanden. Der Verbrauch an den wichtigsten Lebensmitteln stellt sich pro 1933 wie folgt dar: Rindfleisch...... 5.676,07 kg Kalbfleisch ...... 7.425,84 kg Butter........ 2.191,71 kg Pflanzenfett...... 2.303,65 kg Schmalz....... 623,80 kg Milch........ 57.749 Liter Mehl ........ 6.704,80 kg Grieß ........ 656,35 kg Reis......... 1.336,25 kg Zucker........ 7.650,85 kg Bohnenkaffee ..... 529,25 kg Eier.........155.199 Stück Marmelade...... 1.189,30 kg Kartoffeln....... 35.795 kg Wein........ 812 Liter In den Ambulatorien des Spitals sind im Jahre 1933 21.285 Patienten behandelt worden. Hievon enttallen auf die einzelnen Ambulatorien: Augenambulatorium.......1535 chirurgisches Ambulatorium .... 3647 gynäkol. Ambulatorium......1373 urolog. Ambulatorium......861 ottolog. u. laryngol. Ambulatorium . 2898 dermatol. Ambulatorium..... 3272 internes Ambulatorium...... 3500 neurol. Ambulatorium......713 Orthopäd. Ambulatorium.....244 Röntgen-Ambulatorium...... 3242 Die Versorgungsanstalt der israelitischen Kultusgemeinde Wien verfügte am 31. Dezember 1933 über die Unterbringungsmöglichkeit für 402 Insassen, von welchen 379 in der Anstalt selbst und 23 in einem vom Spitale der israelitischen Kultusgemeinde zur Verfügung gestellten Krankensaale untergebracht waren. Die Zahl der Verpflegstage der Insassen hat 145.680 betragen. In der Anstalt waren 3 Aerzte, 3 Beamte und 55 Personen Haus- und Pflegepersonal beschäftigt. Von den 402 Insassen haben 29 die vollen Verpflegskosten (S 5.— pro Tag) entrichtet, iür 22 Insassen sind einmalige Beiträge der Versorgungsanstalt zugewendet worden, für 206 Pfleglinge wurde ein Teil der Eigenkosten, und zwar teils von der Gemeinde Wien, teils von den Angehörigen vergütet, während 145 Pfleglinge vollkommen unentgeltlich untergebracht waren. Den Einnahmen von S 313.136.— standen an Ausgaben S 479.524.— gegenüber, so daß der Zuschuß aus Gemeindemitteln S 166.388.— betragen hat. Von den Insassen waren 129 Männer und 273 Frauen. Der Verbrauch in den wichtigsten Lebensmitteln stellte sich im Jahre 1933 wie folgt: Rindfleisch...... 8.899,01 kg Kalbfleisch ...... 3.832.16 kg Wurstzeug...... 973.80 kg Butter........ 1.026,88 kg Pflanzenfett...... 3.659,55 kg Schmalz....... 674,45 kg Milch........ 55.789 Liter Mehl ........ 10.893^)0 kg Kartoifeln....... 29.800 kg Grieß ........ 400,50 kg Reis......... 1.722 kg Zucker........ 7.552,10 kg Bohnenkaffee ..... 1.021,47 kg Eier......... 75.580 Stück Marmelade. Pflaumen . . 772,45 kg Wein........ 1.444 Liter Obst......... 2.207,50 kg Im Kinderambulatorium im Augarten wurden im Jahre 1933 an 2354 Patienten 7860 Ordinationen erteilt. Dem Kinderambulatorium angeschlossen war das Sonnentagesheim, in welchem während der Sommermonate mehr als 300 tuberkulös gefärdete Kinder verpflegt und beaufsichtigt wurden. - Die Ausgaben für das Kinderambulatorium haben S 29.689.— betragen. Jugendfürsorge. Für Zwecke der Jugendfürsorge sind im Jähre 1933 S 230.773;— (gegen S 201.206.— im Vorjahre) verausgabt worden._ Posten erbeten! Perfekte französische und englische Korrespondentin, italienisch und spanisch nach Diktat, etwas ungarisch und russisch. Stenographie und Schreibmaschine. Zuschriften unter „Alle Büroarbeiten" an die Adm. d. BI. L l m ■HT^" ■