Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1934
- Issue
- Heft 24 (8.6.1934)
- Date
- 1934-06-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite- 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT jÜlilÜ.i. Kalender-« Sidra-, Perek-, ömer- und Haftorah-Tafel Siwan-Tamua S894 Juni 1984 Mb abds. 7-W Siwan 36. 7-fiO /Scbelacb lecfao ¥ (4. B. M.) Haitori 830 «■ -^asssSi 8-» Mewoicnim Hacbandeecb 13. Perek J f .27. bis ) . 29. JaumkipnrkotaunU.ro , 00i " 30.1. las lisul £ia*l.l abds. Freitag, 8. Juni 7*50 Sarnaus, 9. Juni 8 50 Sonntag, 10. bis i? m Donnerst., 14. Juni ( ' Hiezu wurden vom American Joint Distribution Committee S 14.402.—. von verschiedenen Vereinen S 20.420.— und als Verpfle«sbeiträBe von verschiedenen Parteien beigetragen S 6473.—, während aus den Mitteln der Kultusgemeinde S 189.476.— aufgewendet werden mußten. Die Aufwendungen verteilen sich wie folgt: für Heimbeiträge..........S 84.203.35 Kostgelder...........S 30.151.- Beiträge an Eltern........'S 17.204.— Kranken- und Erholungsfürsorge . . S 60.853.— einmalige Aushilfen.......S 28.018.— Sachaushilfen..........S 6.059.— Beiträge zur Berufsausbildung . . . S 982.— Subventionen an Heime ...... S 3.300.— Der Parteienverkehr im Jugendfürsorgeamt hat im Jahre 1933 17.421 Personen umfaßt; überdies wurden 2572 Hausbesuche vorgenommen. Interventionen erwiesen sich als notwendig in 1606 Jugendgerichtsfällen, 721 Vormundschaftssachen und in 29.334 allgemeinen Fällen. Im Genüsse von Geld- und Sachaushilfen standen im Jahre 1933 3409 Parteien. * Die KleJdersteile der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen Jeder Art, Wäsche, Schuhe usw. für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der israelitischen Kultusgemeinde Wien. L, Seitenstettengasse 2. Tel. U 25-5-85, welche die Abholung veranlaßt betreffend die Errichtung von Minjanim für die hohen Feiertage. 1. Der Vorstand beabsichtigt für den gegenwärtigen Bedarf an temporären Bethäusern durch eigene Maßnahmen vorzusorgen, beziehungsweise durch die Tempeävereine Vorsorgen zu lassen. Demgemäß wird die Kultusgemeinde nur in Fällen, in welchen ein tatsächlicher Bedarf vorbanden ist. die Genehmigung für ein temporäres Bethaus erteilen. 2. Im Sinne des §80 des Gemeinde-Statutes ist vor Miete eines Lokales und vor Einschreiten um die behördliche Genehmigung die Bewilligung des Kultusvorstandes einzuholen. 3. Die Gesuche um Bewilligung sind bis längsten» 20. Juni d. J. dm EnreÄchungs-Frotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu überreichen. Es wird ausdrücklich aufmerksam ge* macht, daß später einlangende Gesuche nicht angenommen werden. Auf nicht entsprechend belegte Gesuche wird kerne Rücksiebt genommen. 4. Privatpersonen, die um Bewilligung eines Minjans ansuchen, haben entsprechende Nachweise über Charakter, Moralität usw. bezüglich der zu verwendenden Vorbeter (Namen derselben sind im Gesuche anzugeben) und auch den Nachweis über deren BefähiKung zu erbrängen. 5. An weibliche Personen wird weder direkt noch indirekt eine Bewilligung erteilt. 6. Die als Betlokaie einzurichtenden Räume müssen sich für diesen Zweck vollkommen eignen und ist die schriftliche Zustimmung des Vermieters sowie des Hauseigentümers zur diesfälligen Verwendung beizubringen. 7. Wohnungen und andere Lokale dürfen nur dann zur Abhaltung des Gottesdienstes verwendet werden, wenn sie vollkommen ausgeräumt sind und an den Festtagen ausschließlich für den erwähnten Zweck benutzt werden. 8. Für Lokale, in weichen während des Jahres Veranstaltungen stattfinden, deren Tendenz unvereinbar ist mit einer Stätte, an welcher ein Gottesdienst abgehalten werden soll, wird eine BewMignng nicht erteilt 9. Die Errichtung eines temporären Betlokales in der Nähe von ständigen Bethäusern wird grundsätzlich nicht bewilligt I MODERNE LEIHBIBLIOTHEK N. RATH Wien, 2. Bez., Taborsfamße 30A Telephon R 43-1-SS Reichhaltige Auswahl. - ALLE NEU¬ ERSCHEINUNGEN. Judaicau-Hebralca. Täglicher Umtausch. MoBata$«bfib.r nur S 5.10 keine Band^ebfilir. in unserer BucHhendluno: Relchai* Auswahl. Balge Bücher. Ziltucia vmm TerleMr ▼•»•adat. IN "" Fallt Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlas „Die Wahrheit". Wien IL, HelnestraBa 1»/1Ä Leopoiasf&dter Tempciferein Aescael AvrnAoB n., PMMMifciiiiMtr c, Tel. n 4?-a-«3 AUMMHiigeii v. ABütebotarTranBitfien (HHfflraLlräealUniiiieljD. DarmlxmMis Part*l»av«rk*hr an Werktagen tob 2 bis Vi* Uhr nachmittags, an Sonstigen von 10 blt 12 Uhi vsnaKtag* Oabttatunden bah SIwan.Tanauai bb»4 abda. GBO Siwan 25. 730 {Schelach Ueno <*. B. M.) Haitora, WajiaeMach jebansebua Meworcbim Hacbandeecb 3. Perek ( . 27. bis 29. Jaum kipur kotaun > 6.30{ . 30. 1. Tag Rausch Cbandescb J.7-15 l Tamm 1.2. » .... . J js« 10. Die Bewilligung gilt n u r für die einschreitende Partei und ist somit nicht übertragbar. - Im Uebertretungsfalle wird die erteilte Bewilligung sofort zurückgezogen und die Behörden werden gleichzeitig hievon verständigt. 11. En Ankauf von Betsitzen seitens der Kultusgemeinde ist nicht zu gewärtigen. 12. Die Bewilligung wird dien Betlokal-Inbaberii nur unter der Bedingung erteSt, daß dieselben der Kultusgemeinde für unbemittelte Personen (Männer und Frauen) zusammen den zehnten Teil der von der Behörde genehmigten numerierten Sitzplätze unentgeltlich bis längstens 27. d. AL zur Verfügung stellen und als Kultusgebühr 10 Prozent des Brutto-Erlöses aus dem Verkaufe der Betsitze an die Hauptkassa der israelitischen Kultusgemeinde Wien abführen. 13. Unmittelbar nach den hohen Feiertagen ist an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien ein Verzeichnis der beim Aufrufen zur Thora erfolgten Spenden mit Namen und Adresse des Spenders sowie genauer Bezeichnung des Zweckes einzusenden. 14. Zur Sicherstellung der.Önhaltung dieser Verpflichtung, sowie aller" für die ^Erteilung der Bewilligung. zur Errichtung etaes. lemjK^en' jMhauses. gestellten Bwtengungen, ist eine fCantfon; zu erlegen, welche bei Nichteinhaltung auch nur einer. dieser Verpflichtungen für wohltätige Zwecke der Kultusgemeinde verfällt Die zu leistende Kantion. welche) in Bargeld zu erlegen ist. wird mit S 20.— bis S 200.— bemessen. 15. Der Text einer etwa beabsfichtigten Annoncierung oder Plakatierung ist dem Gesuche zur Genehmigung anzuschließen. Eine Ankündigung, welche der Würde einer Betveranstaltung widerspricht, ist unstatthaft und hat zur Folge, daß die erteilte Bewilligung rückgängig gemacht wird. Es ist Pflicht einer jeden Partei, für eine entsprechende Polizeiaufsicht auf eigene Kosten zu sorgen. Als „Hausandachten" werden nur jene gottesdienstliche Uebungen anerkannt, welche ohne jegliches Entgelt und lediglich Familienangehörigen zugänglich sind. Wien, im Mai 1934. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Matura im Dritten Reich. Die soeben abgehaltenen Reifeprüfungen an redchsdeutschen Mittelschulen bestanden unter anderem darin, daß nicht nur, wie schon längst, die Lehrer mit „Heil Hitler!" eintraten, sondern auch die Abiturienten, einschließlich der Juden, mit diesem Ruf vortreten mußten. Aufsatzthemen waren in einem speziellen Fall: „Wer ist unser Führer?" und „Das Fest der Deutschen". Als drittes Thema war den Juden freigestellt, über Statuten usw. zu schreiben. E. A. Duponts „Atlantic" kommt wieder! Einer der größten Filmerfolge seit Bestehen der Kinematographie war bekanntlich der Film „Atlantic", der von E. A. Dupont in Anlehnung an die „Titanic"-Katastrophe geschaffen wurde. Ein erlesenes Ensemble spielte die Hauptrollen: Willy Forst. Fritz Kortner, Franz Lederer. Lucie Mannheim, Julie Serda, Hermann Valentin, Heinrich Schrott u. a. Um die künstlerische Wertbeständigkeit der großen Meisterwerke der Tonfilmkunst unter Beweis zu stellen, lassen Kärntner-. Busch-, Haydn- und Kolosseum-Kino den Fdlm „Atlantic" demnächst wieder erscheinen. Beerdigungen. 29. Mai 1934: Amalia Lemmel, 82 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Gertrude Salamon, 31 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Rosa Pomeranz, 69 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosalia Lippa, 74 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Lisbetb Spritzer, 4% Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Adolf Meiler, 61 Jahre. 5. Bez. (IV. Tor). — Edith Paszto, 23 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Rasa Gabriel, 69 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Michael Engel. 76 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). Josef Schmerler, 76 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Israel Umlauf, 56 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 30. Mai 1934: Leopold Wasservogel, 72 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Fanny Kuscbnitzky, 77 Jahre, 18. Bez. (Döblinger Friedhöf). 31. Mai 1934: Ludwig Schick, 70 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Saiomon Herzog, 90 Jahre. 10. Bez. (IV. Tor). - Esther Katz. 82 Jahre. 2. Bez. IV. Tor).— Rosa Konräd, 45 Jahre, Milwaukee (I, Tor). — Heinrich Fischer, 50 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). ). Juni 1934: Bertha Hörchenröthen, 59 Jabre, 12. Bez. (IV. Tor). — Adele Dröhlicb, 54 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moriz Spitz, 75 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Sala Ellgutter, 46 Jahre. Guatemala (IV. Tor). — Dr. Saiomon Wallach, 29 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Paula Blumenzweig, 51 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Frieda Lang, 36 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). 3. Juni 1934: Siegmund Wimmer, 62 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Selma Bardach, 68 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Gisela Scheuer, 43 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). Helene Morgenstern, 85 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Anna Maier, 80 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Arnold Fischer, 52 Jahr*, 20. Bez. (IV. Tor). — Tobias Aschenield, 62 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosalie Zweig, 82 Jahre. 6. Bez. (IV. Tor). — Ernestine Schneider, 58 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 4. Juni 1934: Friedrich Pollak, 59 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Elisabeth Bruckmann, 77 Jahre. 5. Bez. (I. Tor). — Hilda Poscher, 17 Jahre. 16. Bez. (IV. Tor). — Ethel Auerbach, 80 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). BEATRIXBAD III.) Unke BatkBBBMB 9* nächst Stadtpark NICHilElERBAD XVIII., Mlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Größter Komfort Ausschneiden! ErmllßlSlinfl Auf bewahren! Gegen diese Anweisung sablen Sie bis Ende Juni im Beatrixbad nnr S 1.30 (statt S 2.20) iür ein originales £2uroiMfkea $tmtnat*kw*4t*baM inkl. Wische. — Intlich empfohlen gegen Rheuma, (Hebt, Ischias, als Vorbeagnngimittel gegen BikUtungen, vorseitiges Altern usw. 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