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Die Wahrheit · 1933-08-04 · Heft 31 (4.8.1933) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1933
Issue
Heft 31 (4.8.1933)
Date
1933-08-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sehe 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftor ah-Taffei Geb*tatundeii Aw £693 Anglist 1933 frflta abos. TÄ) Aw 12. 7-10 / Woeschanon l (5. B. M.) Schabos «m i* Nachami V 6V0 8.30 „ 13. HaBorah, Nacbmi Nachmi ami V 4. Perek ' 7.00 . 14. 7.00 im) m 15- Chamischo osor beaw 7.00 ^bis. 18. abds. Freitag, 4. August 7.10 Samstag, 5. August 8.20 Sonntag, 6. bis Donnerst.,10. Aug. 7.C0 Hermann lomner, Wien Ii. Ecke TaborstraOe SS. Lieferung jeder Art Bücher, auch antiquarisch. Billigste Preise. Zusendung überallhin. nenrensdineider Kerl Honn, Wien n. Tandelmarktgasse 11, Herren-Maßschneiderei und Reparaturanstalt. Sanstag geschlossen. Zeitungen vom Verlegrer versendet. Journal expedie par redltenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wien IL, HelnestraBe 13/12 von 6 bis 14 Jahren. Der zweite Turnus besinnt am 8. August 1933. Auskünfte und AnmeJdungen im Sekretariat, VI., Mollardgasse 85 (Fritz Kramer) von 9 bis 12 Uhr. Telephon B 29-1-65. * Bund Jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs. Kultusvorsteher Kamerad Dr. Ernst Feldsberg spricht Dienstag, den 8. d. M., präzise 20 Uhr, bei der Bezirksgruppe X des Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs, )C Gudrunstraße 125. Gasthaus Zaruba. über „Aktuelle Tagesfagen". * Für Beamten-Erholungsheime gelten die Grundsätze des Beamteneesetzes. Die „Steuer-Warte" 1933, veröffentäicht eine Bemerkung des stellvertretenden Reichskommissars für Beamtenorganisationen. Hermann Neef, für den Betrieb der dem Deutschen Beamten- W&rtschaftsbunde gehörigen Beamten-Erholungsheime. Darin heißt es: Untragbar ist jedoch der Besuch der Erholungsstätten der deutschen Beamten durch Juden. Ich untersage daher den dem Deutschen Beamten- Wirtschaftsbund gehörigen Beamten-Erholungsheimen mit sofortiger Wirkung die Aufnahme von Juden als Heimgäste. Beamte nichtarischer Abstammung können nach wie vor in die Heime aufgenommen werden, sofern sie die bekannten Voraussetzungen des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 (Beamte seit dem 1. August 1914. bzw. Frontkämpfer) erfüllen." * Der Standpunkt des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten zur Frage der Stellung der Juden im neuen Deutschland. Im „Schild", dem Organ des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, beantwortet dessen Bundesvorsitzender Dr. Löwenstein die Frage, wie die deutschen Juden unter Berücksichtigung der im neuen Deutschland maßgeblichen rassischen Anschauung zum angestammten deutschen Vaterlande und zum angestammten Judentum stehen, in einem „Selbstbesinnung" überschriebenen Leitartikel. In dem Artikel, der den Anspruch auf Gleichberechtigung der Juden m Deutschland und den Willen, die jüdische Stammeseigenart zu bewahren, nachdrücklich betont, wird u. a. ausgeführt: . . . Daß wir. die halbe Million deutscher Juden, an Zahl verschwindend gering sind, ändert nichts an diesem unserem Rechtstitel auf unser angestammtes deutsches Vaterland. An diesem Rechtstitel kann auch der Umstand nichts ändern, daß wir deutschen Juden m unserer rassischen Zusammensetzung verschieden sind von der rassischen Zusammensetzung der übrigen deutschen Bevölkerung . . . Praktisch gesehen, können wir zunächst einmal sagen, daß die Forderungen des Nationalsozialismus nach Ausschaltung jeglicher Vermischung von uns nicht behindert wird. Wir haben als abgeschlossene religiöse Gemeinschaft gar nicht den Wunsch zur Mischehe. Praktisch besteht also kein Gegensatz. Anders liegt die Situation jedoch, wenn nicht nur von Andersartheit der allgemeinen deutschen Rassenmischung gegenüber der Rassemischung der deutschen Juden gesprochen wird, sondern, wie dies leider manchmal geschieht auch von einer Anderswertigkeit Es ist eine schwere und durch nichts gerechtfertigte Ungerechtigkeit, wenn auch behauptet wird, daß die deutschen Juden rassisch nicht den gleichen, sondern minderen Wert hätten als die übrige deutsche Bevölkerung. Man kann daher durchaus der Ansicht sein, daß auch eine Gesetzgebung auf Grundlage einer rassischen Entwicklung und Erziehung des deutschen Volkes im Sinne des Nationalsozialismus ohne Entrechtung der deutschen Juden durchgeführt werden kann. Diese rassischen Anschauungen lassen es auch zu, daß in einem gemeinsamen deutschen Vaterlande wir deutschen Juden gleichberechtigt und gleichgeachtet mit der nichtjüdischen Bevölkerung zusammenleben nicht als Fremdlinge oder Fremdenrechtlinge. Ohne entwurzelnde Assimilation, unter Wahrung unserer jüdischen Traditionen und unserer jüdischen Stammeseigenart wäre also ein voller und starker Einsatz der in uns steckenden Kräfte für unser deutsches Vaterland möglich. . . . Wir wollen uns nicht irre machen lassen in dem Glauben, daß wir deutschen Juden entsprechend unserer geringen Zahl uns wohl dem Willen des gesamten deutschen Volkes zu fügen haben, daß aber auch wir deutschen Juden, im Bewußtsein unseres ange- KLEINER ANZEIGER Leopoidstadter Tempelverein Aescttel Awrohom iL, PazmaBltcngassc 6, Tel. R 41-8-63 Anmeidunges f. AoiöeDoien, Iraaonaen (aadinnf. freiem Gimmel) a. Darmlzwaus Partelenvericehr an Werktagen vou 2 bis »/•* tlbr nacb. mittags, an Sonntagen von 10-bis 12 Uhr vormittags Gebetatunden Mb Aw 5693 6-30 Aw 12. (Woeschanon (5. B. M.) «•in « o-na n ) Schabos Nachann o du u. snw . id. < Ha,tora( Nacnn,i Nacbmi ami 14. Perek 630 1 .14. \ Zw. Jbis . 18. Cbamischo osor beaw abds. 730 J8-10 J7-15 Gemeinde - ffironife Danksagung* Allen, die mich durch Glückwünsche geehrt und! erfreut haben, spreche ich herzlichsten Dank aus. Dr. David Feucbhvang, Oberrabbiner der Isr. Kultusgemeinde Wien* borenen Rechtes an unserem angestammten Vaterlande, zu einem harmonischen und friedlichen Verhältnis innerhalb desselben kommen können und kommen müssen. * Wiener Bank-Verein. In der am 19. Juli 1933 stattgefundenen 63. ordentlichen Generalversammlung wurden der vorgelegte Rechnungsabschluß und die Herabsetzung und Wiedererhöhung des Aktienkapitals sowie die Ermächtigung zu einer weiteren Aktienausgabe bis zu einem Nominalbetrag von S 45,000.000.— zum Beschlüsse erhoben. In den Administrationsrat wurden der ausscheidende Vizepräsident, Herr Auguste CaHens, wieder- und die Herren Rudolf Abensperg und Traun und Karl Klinger neugewählt. Büchbesprediang. .Ja die Spuk- und Zaubersphäre" internationalen Volksglaubens führt ein A^atz des bekannten Gelehrten Dr. Max Grunwald, dos vorzüglichen Kenners der allgemeinen Volkskunde, im letzten Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums". Er weist an der Hand neuerer Forschungen und einer unveröffentlichten Handschrift nach, wie jüdischer Zauberglaube zunächst auf den Islam, dann, zum Teil durch dessen Vermittlung, auf das christliche Mittelalter wirkte. Die tief dringende Studie, der erste Teil einer größeren Arbeit, führte zu folgenden Ergebnissen: Die Namen der sieben großen Gottheiten Aegyptens sind durch den Hellenismus in jüdische Schriften eingedrungen und haben sich als „die sieben Siegel des Rabbi Mose ben Nachman" darin bis heute erhalten. Aus ihnen entstand die vielumstrittene Sator- Formel sowie die Namen der „heiligen drei Könige", Ator usw. Anderseits entsprechen den Hieroglyphen für diese sieben Hauptgottheiten die Hauptbuchstaben des hebräischen Alphabets, des ältesten bisher bekannten. Statt seines Erfinders Mose setzte man als Urheber der „sieben Siegel" Mose ben Nachman. Sie werden auch „Schlüssel Salomos" genannt Das Alphabet ist ja der Schlüssel zum Verständis der heiligen Schriften. Im gleichen Heft setzt Samuel Klein, Professor an der Jerusalemer Universität, seine vielbeachteten Untersuchungen zur jüdischen Altertumskunde fort. Bernhard Hel- 1 e r bespricht die bizzare Spiegelung des Lebens Jesu in einer volkstümlich jüdischen Schrift. Eisenstein widmet der ältesten Geschichte der Juden in Polen eine besonders gediegene Untersuchung. So wird denn auch dies Heft durch seine Reichhaltigkeit Gelehrte wie Laien stark anziehen. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 10.— an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet STELLENVERMITTLUNG DES VERBANDES DER SABBATHFREUNDE „SCHOMMRE SCHABBOS" WIEN IL Leonoldsgasse 16. Telephon A 48-4-15. OFFENE STELLEN: Gesucht wird Praktikantin mit Stenographie- und Maschinschreibkenntnissen. Praktikanten im Alter von 14 bis 16 Jahren. STELLENGESUCHE: Tüchtiges, geschultes, verläßliches kaufmännisches und gewerbliches Personal. fäeewdi&imgem. 25. Juli: Otto Fischer. 46 Jahre. 16. Bez. (I. Tor). — Sofie Pollak. 82 Jahre. 16. Bez. (IV. Tor). — Friedrich Lothar Radimesser. 37 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor) — Emil Gruber. 81 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — KaroIJa Bloch-Nimhin. 72 Jahre. 8. Bez. (IV. Tor). — EmanueF Heller. 64 Jahre. 5. Bez. Döblinger Friedhof. 26. Juli: Sally Herlinger. 69 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Leuntine Butschowitz. 71 Jahre. 11. Bez. (1. Tor)- -— Charlotte Auspitz. 72 Jahre. 16. Bez. (I. Tor). — Julie- FrösckeJ. 64 Jahre. 6. Bez. (I. Tor). -- Josef Hartenstein. 72 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Johanna Grün. 82 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Elias Regner. 60 Jahre» 2. Bez. (IV. Tor). — Abraham Goldring. 36 Jahre. Lublin, (IV. Tor). 27. Juli: Bermann Mineies. 37 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Rosa Schiller. 48 Jahre. 12. Bez. (IV. Tor). — Jenny Heuer. 69 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Erwin Liebling. 42 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Kiraly. 73 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Sara Tandler. 32 Jahre. 16. Bez. (IV. Tot). — Alexander Betthauer. 59 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Hildegard Hacker. 26 Jahre. 16. Bez. (IV. Tor). 28. Juli: Ludwig Fritsch. 74 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Ludwig Wolf. 63 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Hedwig Frankfurther. 81 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — Melanie Fritz. 68 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Anna Spitzer. 81 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 30. Juli: Gisela Ehrlich. 34 Jahre. 18. Bez. (I.Tor). — Jacques Brichta, 76 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Beja Raphael Ventura. 47 Jahre. 2. Bez. (i. Tor). — Bela Singer. 85 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). — Erna Eißler.. 39 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Auguste Wantoch, 37 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Safomon Lederer. 68 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Sarah Weinberg* 76 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). 31. Juli: Reise] Bruche Reichberg-Göbel. 48 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Bertha Fein. 66 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Sonnenschein. 62 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). Talare und Baretf tfe van S ®©.— am in den mannigfaltigsten Stilarten vorrätig und nach Maß in der altbekannten Unifformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstern Wien iL, TaborstraOe 54 &1!£™Zm%"l — Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Peine Hcnrentfarderobe nodi WaO Qualitätsware — Elegante Ausführung — Billige Preise! EteentOmer. Herausgeber. Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld Wien I!.. 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