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Die Wahrheit · 1932-12-16 · Heft 51 (16.12.1932) · page 2

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 51 (16.12.1932)
Date
1932-12-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 DIE WAHRHEIT n »i n Vs il ii i i 'il es freizugeben. Die „freche" Forderung wurde entschieden abgelehnt Ein Wort gab das andere, die Erregung stieg auf beiden Seiten und das Ende war, daß der Hörer der tierärztlichen Hochschule Grotkowski tödlich verwundet wurde und am Wege ins Krankenhaus verschied. Von der jüdischen Gruppe wurden vier Leute verhaftet. Nun sollte man meinen, das wäre kein Politikum. Naive Denkart Wird etwa die wackere polnische Hochschuljugend diesen Bissen, den sie sehnsüchtig erwartete, sich entgehen lassen? Schon am nächsten Tage überfielen Hochschüler jüdische Passanten und bearbeiteten sie mit Stöcken. Zwei Kundgebungen bemühten sich, die Oeffentlichkeit zu beeinflußen: eine des Rektors der Veterinärakademie, wonach in das bedauernswerte Ereingis keinerlei politische Tendenz hineingetragen werden dürfe; die zweite erließ der Verband der Veterinärakademiker. Dort wurden „natürlich" die Juden als Urheber des Unglückes bezeichnet. Und es ist selbstverständlich, daß die Jugend siegte . . . Es setzte nun ein Höllentanz in den Straßen der so ort heimgesuchten Stadt ein. Der Ruf: „Haut die Juden!" zündete, die Studenten, von allerlei Pöbel gefolgt liefen in den Straßen herum, schlugen jüdische Passanten, überfielen wehrlose Greise und Frauen, und es entstand das so traurig bekannte Bild: flüchtende Juden — und die nachsetzende Blüte der polnischen Jugend, blutende Gesichter, zerfetzte Kleider — und der unter höhnischem Gelächter nachjagende Mob. Das Angstgeschrei der Verfolgten und das Wutgeheul der Verfolgenden. Ein Stück Mittelalter, ein Anschauungsunterricht über die Geschehnisse alter Zeiten, die wir modernen Menschen so gern als nie mehr wiederkehrend bezeichnen . . . Nur daß Studenten und Mob verschiedene Ziele hatten: die einen befriedigten ihren von den nationalen Belangen vorgeschriebenen Haß und die anderen fanden willkommene Gelegenheit eine Hetz' mitzumachen und sich wieder einmal auszuleben, den Instinkten freien Lauf zu geben. Daß aber jüdische Habe in ihre Hand fällt ist ja wohlverdienter Lohn. So kamen beide Teile auf ihre Rechnung. Das Bündnis war auf solider Basis aufgebaut . . . Ein Meer von Flugzetteln wurde herumgeworfen, deren Inhalt das Gift des Hasses verbreitete. Dies war die „geistige" Waffe. In der Hand aber hielt man allerhand: Stöcke, an deren Enden Rasierklingen befestigt waren, diese trafen Hüte und Köpfe, Pelze und Körper, schnitten tief ins Fleisch, das Blut troff und die Menge johlte . . . Auch andere Werkzeuge kamen in Anwendung: Gummiknüttel, Boxer, Eisenstücke, Messer, ja nicht einmal Stöcke und Ziegel wurden verschmäht. Es war ein heiliger Krieg . . . Oft blieb die Polizei gleichgültig, oft kam sie viel zu spät Mag sein, daß die Mannschaft dem gewaltigen Ansturm nicht standhalten konnte. Wie dem auch sei: die gehetzten Juden hatten das Gefühl der Ohnmacht und der Wehrlosigkeit. Niemand bot ihnen Schutz, aus allen Winkeln krochen, wie Gespenster, Verfolger, jüdische Geschäfte wurden demoliert Waren geplündert und die Stellen, au die mau sich um Hilfe wandte, versagten. Kein Wunder, daß sich das Gefühl der Verlassenheit und Wehrlosigkeit in einer entsetzlichen Flucht, in einer Panik äußerte. So laufen Menseben, die alles, alles, selbst den Glauben an eine Besserung verloren haben, so fliehen Wesen, denen keine Hoffnung mehr winkt die kein Gott mehr grüßt . . . Ein kleines Bild: In der Nacht des sechsten Tages betraten mehrere Studenten in Begleitung von Straßenpöbel ein jüdisches Restaurant, schlugen die Besitzerin und deren Bruder blutig, demolierten die gesamte Einrichtung und entfernten sich eilig unter Mitnahme von geraubtem Brennspiritus und mit dem Rufe: „Jetzt gehen wir mit der „Hasmonea" spielen." Tatsächlich brannte bald darauf der vor einigen Jahren mit großem Aufwand erbaute und eingerichtete Sportplatz „Hasmonea" ab. der der körperlichen Ertüchtigung der jüdischen Jugend geweiht war. Ein anderes Bild: Die Beerdigung des ermordeten Studenten Grotkowski gestaltete sich zu einer „großen Kundgebung des nationalen Lemberg". Fast alle Professoren und Rektoren der Hochschulen beteiligten sich daran. Um die Wirkung womöglich noch zu erhöhen, wurden die uralten Teilnelimer des polnischen Aufstandes von 1863, die beim Gehen von den Akademikern unterstützt werden mußten (manche wurden fast getragen), mitgenommen. Wer in Massenpsychologie Bescheid weiß, wird sagen: treffliche Inszenierung, bombensichere Wirkung . . . Die Rückkehr von der Bestattungsfeier sollte ein Abflauen bringen, eine Beruhigung der Gemüter. Aber die Regie hat für eine Fortsetzung des Spektakels gesorgt. Es kommt der 2. Akt Unter den vom Leichenzug rückkehrenden Hochschülern befand sich ein gewisser Zamorski. Dieser Zamorski nun hatte das Unglück — oder das Glück — von einer Petarde getroffen zu werden. Was liegt nun näher, STEININDUSTRIE CARL BENEDICT Zentrale: III.. Rennweg 112, Tel. U 15-0-52 GRABSTEINLAGER: Zentralfriedhof, 3. Tor, Tel. U10-4-53 ENORME AUSWAHL BILLIGSTE PREISE j& S »• ir 1> TEPPICHE VORHÄNGE MÖBELSTOITE, DECHEN NUR I..B/U1EBNMARKT12 14 als Juden dafür verantwortlich zu machen! Man verhaftete also fürs erste zwei Judenburschen, 18- und 16-jährig, als die Urheber und fahndete nach „Komplicen" der Bande". Und siehe da, diese kamen trotz ehrlichster Anstrengung der berufenen Organe gar nicht zum Vorschein, als wären sie vom Erdboden verschwunden! Da „half" man sich denn, indem man die beiden Burschen zu Kommunisten stempelte. Ein altbewährtes Mittel, da ja bekanntlich Juden und Kommunisten synonyme Begriffe sind. Also: man hatte alle Trümpfe in der Hand, das Attentat auf Zamorski war „durch einwandfreie Zeugen, die mit eigenen Augen alles gesehen haben, erwiesen", die Täter sind auch da, das Bild ist also lückenlos . . . Das bißchen Sympathie, das die Verwaltungsbehörden anfänglich den Juden entgegenbrachte, ging in Brüche und die wackeren Studenten setzten ihr der Rettung Polens geweihtes Werk, fort . . „Nichts ist so fein gesponnen, es kommt doch an die Sonnen". Am dritten Tage schon platzte die Bombe. Zamorski mußte gestehen, er habe selbst die Petarde getragen und sich an ihr infolge ungeschickter Hantierung verletzt Die zwei Burschen wurden nun enthaftet Allmählich kehrte Ruhe ein, die Gemüter erholten sich und das Leben, das bisher vor dem Tode geilohen war, wagte sich wieder vor . . . Der zweite Akt ist zu Ende. Wollt ihr unbedingt auch einen Epilog haben? Gut denn, ihr sollt ihm haben. Aber vorerst machen wir eine kurze Bilanz: die Ziffer der Geschlagenen beträgt 382, soweit sie dem jüdischen Komitee gemeldet wurden (viele haben die Meldung unterlassen), die Mehrzahl der Betroffenen weist Kopfwunden auf, teils geschlagen, teils geschnitten, teils gestochen, viele der Verletzungen sind schwer. Noch zu erwähnen ist der schwere Schaden, der an jüdischen Vermögen durch die rohe Zerstörungswut der entmentschten Menge angerichtet wurde. Die Wunden des Körpers werden bei guter Pflege heilen. Die wirtschaftlichen Schäden werden allmählich in Vergessenheit geraten, das volle, pulsierende Leben wird die Erinnerung daran wegschwemmen und denen, die vergessen wollen, weil sie vergessen müssen, nachhelfen . . . Aber wer wird die Wunden, die die Ereignisse der jüdischen Seele beigebracht haben, heilen, wer wird das zersetzende, wie Gift wirkende Gefühl der Unsicherheit beheben, die Atmosphäre der Ohnmacht und des wehrlosen Ausgeliefertseins an jeden, der wieder sein nationales Heldentum an jüdischen Köpfen und jüdischem Vermögen erproben will, wer wird die verängstigten Gemüter heilen? Das ist der traurige Epilog. In Lemberg ist Ruhe eingetreten. Wie lange sie dauern mag? Das wissen am besten die Drahtzieher, die immer hübsch im Hintergrunde zu bleiben verstehen, gleichviel, ob die ausgestreute Saat die erwartete Frucht gebracht hat oder nicht. Was verschlägt's, wenn's schief geht? Eine moralische Niederlage ficht sie nicht an... Immerhin: Juden werden gehaut, so oder so. Und das ist ja die Hauptsache . . . O. Preminger. e Interpellation des jüdischen Klubs im polnischen Selm. 382 jüdische Verletzte in Lemberg. In der letzten Sitzung des polnischen Sejm brachte der jüdische Parlamentsklub eine Interpellation betreffend die antijüdischen Ausschreitungen in Lemberg ein, in der festgestellt wird, daß die Ausschreitungen vom 26. November bis zum 2. Dezember, also eine volle Woche, gedauert haben und daß in dieser ganzen Woche die nationaldemokratische akademische Jugend, vereint mit der Lemberger Unterwelt, Orgien des Hasses und der Verfolgung in den Straßen von Lemberg gefeiert hat. Nicht weniger als 382 jüdische Männer und Frauen Lembergs wurden verletzt und mußten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, allein die „Schnelle Hilfe" (Rettungsgesellschaft) hat 250 verletzte Juden und Jüdinnen verbunden. Die Wunden rührten meist von Schlägen mit Eisenstäben über den Kopf und von Messerstichen her. In der Interpellation werden die ffeiriffeton In diesen Tagen der 5. Wiederkehr des Todestages des Wiener Oberrabbiners Prof. Dr. H. P. C h a j e s erscheint von Studienrat Prof. Dr. Moritz Rosenfeld herausgegeben, ein umfangreiches Werk, das in seinem ersten Bande die Reden des Verewigten, wiedergegeben nach Originalaufzeichnungen, und in seinem zweiten Bande eine eingehende Würdigung des Lebens und Werkes des allzufrüh Heimgegangenen sowie Rekonstruktionen von Reden desselben nach Gedächtnisaufzeichnungen enthält. Wir behalten uns eine Rezension des sicherlich interessanten Werkes vor und bringen im nachstehenden mit Erlaubnis des Herausgebers — zugleich zum Gedenken au den vor 5 Jahren Verblichenen — eine am 6. Februar 1915 in Triest wo er als Oberrabbiner wirkte, gehaltene Rede über das Thema Ist der Dekalog tatsächlich die Grundlage der europäischen Zivilisation? Wir sind gewohnt zu glauben und zu sagen, daß der Dekalog die Grundlage nicht nur des Judentums bildet, dessen erhabenstes Produkt er darstellt sondern auch die aller Religionssysteme, welche alle mehr oder weniger von der jüdischen Lehre abgeleitet sind, und folglich auch der gesamten europäischen Zivilisation. Bei näherer Prüfung dieses Problemes ist es jedoch nicht schwer wahrzunehmen, daß eine solche Behauptung tatsächlich nur für den mittleren Teil des Dekalogs, oder um noch genauer zu sein, nur für sieben von zehn Geboten zutrifft In der Tat bedrohen alle Gesetzbücher der zivilisierten Welt den Meineid mit strengen Strafen; in allen — oder fast allen — europäischen Ländern stellt die Gesetzgebung die Verpflichtung des wöchentlichen Ruhetages auf; wohin immer unsere Zivilisation gelangt ist wird für die geheiligten Personen der Eltern die höchste Achtung gefordert; in allen Gesetzbüchern wird der Mord als grausamstes Verbrechen erkannt; alle bestrafen den, der die Ehre der Familie bedroht; alle bezeichnen schließlich den Diebstahl und die falsche Zeugenschaft als entehrende Verbrechen. Anders sieht die Sache jedoch aus. wenn wir die anderen drei Gebote betrachten. Wir können hier auch das erste Gebot nicht in Betracht ziehen, welches weniger ein Gebot als vielmehr eine geschichtliche Erinnerung ist die sich an das aus der ägyptischen Sklaverei befreite Israel wendet und die anderen Völker nicht betrifft. Beginnen wir also mit dem zweiten Gebot, das ganz augenscheinlich die Grundlage des ganzen Dekalogs ist denn es erklärt die Hauptlehre des Judentums: den Glauben an einen einzigen Gott. Es besteht aus zwei Teilen: Der erste, der das Verbot der Vielgötterei bildet, wurde mehr oder weniger ohne Reserve von den verschiedenen Konfessionen übernommen, die ihren Ursprung in unserer Religion haben; verschieden ist die Art der energischen Empfehlung, keine Bilder oder Statuen zum Zwecke des Kultes an Orten einzuführen, die der geistigen Erhebung dienen sollen. Ich brauche euch nicht zu sagen, daß ein gut Teil der Menschheit glaubt, diesem Verbot ungestraft untreu werden zu können, das doch von tiefster Weisheit und aus genauester Kenntnis der menschlichen Seele diktiert wurde. Wir zögern nicht zu erklären, daß die Vernachlässigung dieser sehr ernsten Warnung eine der Hauptursachen für den Stillstand im religiösen Fortschritt so vieler Völker und in so vielen Ländern ist. Im benachbarten Königreich hat sich kürzlich eine Gruppe der „Freien Gläubigen" gebildet, die sich das edle Ziel gesetzt hat, die Ursache des niedrigen geistigen Niveaus in Italien zu studieren und Mittel zu dessen Hebung vorzuschlagen. An alle Faktoren des geistigen Lebens in Italien wird ein Fragebogen geschickt in dem die folgenden Anfragen gestellt werden: „Viele glauben, daß die Italiener ein sehr wenig religiöses Volk seien; da die Religion nur Aberglaube für die Masse ist, sei ihre Erhaltung von politischem, sozialem oder sonst einem außerreligiösen Interesse; bei vielen Angehörigen der kultivierten Klasse, und gerade bei den besten von ihnen, ist sie eine vage Religiosität mit dem speziellen Charakter der Abwehr gegen jede Form des gesellschaftlichen Zusammenschlusses oder deutlicher der Kooperation. Schließen Sie sich dieser Meinung an? Wenn ja, welches sind Ihrer Ansicht nach die Gründe dieses Niederganges? Welches sind ihre sichtbaren Rückwirkungen auf das öffentliche Gewissen und auf das nationale Leben? Was, glauben Sie, müßte man auf dem Gebiete des religiösen Lebens für die moralische und geistige Zukunft des Landes wünschen?" Auch ich erhielt diesen Fragebogen und ich würde auf die Hauptfragen folgendes zu antworten haben: Ich glaube nicht daß man von einem religiösen Niedergange in Italien im wahren Sinne des Wortes sprechen kann. Niedergang setzt die Existenz einer vorhergegangenen Blütenperiode voraus; wenn man aber in Wirklichkeit die religiösen Verhältnisse der Vergangenheit studiert. muß man daraus schließen, daß in den vergangenen Jahrhunderten alle ernsten Versuche geistiger Erhebung oder religiöser Reformen — in allen ihren Formen von Savonarola bis Gioberti und Marzini — elend Schiffbruch gelitten haben. Die Grundursache ist unserer Meinung nach die folgende: Italien war eines der beiden Heimatländer des klassischen Heidentums und wenn man die religiöse Denkart der Nation radikal ändern wollte, war es notwendig, alle Brücken, die zum Heidentum führten, rücksichtslos abzubrechen. Das war es auch, was die zähe und glückliche Propaganda der Juden in Rom in den ersten Jahrhunderten der gewöhnlichen Zeitrechnung versuchte; und es unterliegt keinem Zweifel, daß das Judentum das Ziel erreicht hätte, — wenn nicht das Heidenchristentum dazwischen gekommen wäre, das sich, um einen Sieg zu beschleunigen, bereit erklärte, den alten Formen des religiösen Kults Konzessionen zu machen, welch letztere das Ueberleben der alten Glaubensmeinungen in der Volksseele bestimmten. Die Statuen, Bilder usw. konnte man ja theoretisch als Symbole betrachten, und so verstanden sie übrigens auch die höchsten Geister des heidnischen Altertums, aber in der Denkart des Volkes verblieb unter anderen Formen der alte Glaube, den man zerstören wollte. Da nun die geistige Arbeit des Judentums in Italien, die vor achtzehn Jahrhunderten erfolgte, durch den billigen Triumph des Heidenchristentums zerstört wurde, erscheint die Absicht, ein so tief eingewurzeltes Uebel entwurzeln zu wollen, sicherlich als ein sehr beschwerliches Unternehmen. Die einzige Möglichkeit einer Heilung liegt in der mit aller Strenge und in allen Stücken durchgeführten Anwendung beider Teile des zweiten Gebotes des Dekalogs. Und jetzt prüfen wir das zehnte und letzte Gebot, jenes, das Gut des Nächsten nicht zu begehren. Man muß sich erinnern, daß für das jüdische Volk die Bibel nicht nur eine Schrift religiösen Inhalts in der strengen Bedeutung des Wortes ist, sondern daß sie auch die Verfassung des christlichen Staates bildete. Und wir behaupten, daß die Ausprägung unseres Volkscharakters nicht in letzter Linie von der Tatsache abhing, daß als eine der Grundlagen nationaler Erziehung das Verbot festgelegt wurde, zu begehren, was anderen gehört. Daher rührt die in höchstem Grade friedliche Gemütsart Israels, eine Wesensart, die nichts wissen will von brutalen Eroberungen und Unterjochungen. Nachdem sich unser Stamm in Palästina als Volk ansäßig gemacht hatte, lehrten es seine Propheten, sich mit seinem Lande zu begnügen und die eigenen Energien derart zu ent-

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