Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 16 (15.4.1932)
- Date
- 1932-04-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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DIE WAHRHEIT Seite 7 EDUARD HERUMGERS Cafe Carltheater (Sitz des österr. Kantorenverbandes) Wien PraieisiraOa 29 Wahrend der Pessachfeiertage Kaffee und erstklassige flDÖ bü TED Getränke Die Pessadihilfe der Wiener Kultusgemeinde. Abschluß der Winterhilisakticn. Die Winterhilfsaktion der israelitischen Kultusgemeinde Wien, in deren Rahmen tausende bedürftige Jaden in den schwersten Wintermonaten mit Ausspeisung, Lebensmitteln, Heizmaterial, Bekleidung usw. bedacht wunden, mußte mit 9. April 1. J. zum Abschluß gebracht werden. Ein ausführlicher Bericht über die einzelnen Leistungen wird gelegentlich der in der allernächsten Zeit stattfindenden Sitzung der Zentral-Kommission für soziale Fürsorge der israelitischen Kultusgemeinsite Wien der Oeffentlichkeit erstattet werden. Eine Fortsetzung findet die allgemeine Notstahdsaktion in der eben in Durchführung befindlichen Hilfsaktion aus Anlaß der Pessachfeiertage. Vor allem werden unbemittelte Familien, um ihnen die Einhaltung der Feiertage zu ermöglichen, ie nach Zahl der Angehörigen festgesetzte Quantitäten Lebensmittel wie Mazzoth, Mazzothgrieß, Fett, Zucker usw. erhalten. Die Auswahl der zu Beteilenden sowie die Ausgabe der Lebensmittelpakete erfolgt unter Mithilfe der Bezirksfürsorgekommissionen der Kultusgemeinde Wien in allen in Betracht kommenden Stadtteilen einige Tage vor Pessach. Bisher haben zirka 4000 Familien, die etwa 14.000 Personen umfassen. Ansuchen um Pessach-Aushilfen eingebracht. Eine Ausspeiseaktion an den Sederabendten und während der ganzen Dauer der Feiertage soll hauptsächlich den Bedürftigsten unter den Alleinstehenden über diese Zeit hinweghelfen. Die in der Brigittenau mit Hilfe eines ungenannt sein wollenden Wohltäters eröffnete Ausspeisüng kann dank einer weiteren namhaften Spende desselben Herrn während der Pessachfeiertage aufrechterhalten werden. Auch für Schulkinder, die zuhause keiner Sederfeier beiwohnen können, werden im Rahmen der Schülerfürsorge Sederabende veranstaltet. Um unentgeltliche Zuweisung von Mazzoth oder Verabfolgung von solchen zu ermäßigten Preisen haben — teils durch Vereine — etwa 18.000 Personen angesucht, die leid'er nicht zur Gänze Berücksichtigung finden konnten. Gemeinde ~ ttkronik Humanitärer Verein „Kurfürsorge" zur Unterstützung armer Kurbedürftiger (II., Große Stadtgutgasse 7). Am 9. d. M. fand im Restaurant Quth die diesjährige Generalversammlung des Vereines „Kurfürsorge" statt. Der Obmann des Vereines, Medizinalrat Dr. J. L. Braun, begrüßte zunächst die Erschienenen, insbesonders den Vertreter der Kultusgemeinde, Herrn Obermedizinalrat Dr. Heinrich Haase, den Vorstand des Fürsorgeinstitutes, Hugo Heller, Frau Helene Stein von der „Weiblichen Fürsorge", Frau Bundesstaatlichen Fürsorgerat Selma Klar von der Fürsorgezentrale, Frau Redakteur S. Hirschfeld und Frau Henriette Schwarz vom Frauenverein Leopoldstadt, Frau Julie Glaser und Herrn und Frau Dr. Gustav Schaffer von der „Bereitschaft"', sowie Herrn S. Sperling vom Verein „Rasche Hilfe'*. Er erwähnte dann mit dankbarer Anerkennung die uneigennützige und erfolgreiche Tätigkeit der Vizepräsidentin. Bundesstaatlicher Fürsorgerat Dr. Regine Kris, sowie die mühevolle und musterhafte Arbeit des Schriftführers, Herrn Fürsorgerates Leo Heller, der in seiner freien Zeit sich mit ganzem Herzen dem Vereine widmet Zum Schlüsse sprach er dem Gesamtvorstande im Namen der Schützlinge des Vereines den herzlichsten Dank aus. Frau Bundesstaatlicher Fürsorgerat Dr. Regine Kris erstattete hierauf den Tätigkeitsbericht. Ihre geistreichen, formvollendeten und sachlichen Ausführungen wurden von der Versammlung mit Interesse und Aufmerksamkeit angehört. Besonders die Schilderung der schweren Lungenfälle, die vom Verein „Kurfürsorge" die Mittel zur Bestreitung der Verpflegskosten in den Heilstätten erhielten, machte auf die Anwesenden großen Eindruck. Hierauf erstattete Herr S. Wechsler den Kassabericht und Herr Adolf Deutsch in Vertretung des Herrn Dr. Max Nasch den Revisionsbericht. Herr Kultusvorsteher Obermedizinalrat Doktor Heinrich Haase sprach dem Vorstand seine Anerkennung und Zufriedenheit über dessen schöne Leistungen im Interesse der armen Kranken aus. Frau Bundesstaatlicher Fürsorgerat Selma Klar überbrachte die Grüße der Fürsorgezentrale und Frau Helene Stein "die der „Weiblichen Fürsorge". Hierauf erstattete Herr Honig, Himbeersaft, Gurken, nos bv Manneiaaen,Sdiweiz.Kondensmlldi, Hase and SdMkoiaden, Plener, Ingwer (braun;, zimt. alle Gewürze feinst gemahlen, ESSlg sämtliche Weine, paiasflnonelne, Süßweine, SllhowMz, llhör, Weinbrand. Sämtliche Spezer eiwaren DAVID STEINflOf, A, naMg. 5 PIDS3 bv Tel. A 48-3-49 Emil S c h e p s den Wahlvorschlag, der einstimmig zur Annahme gelangte. In den Vorstand wurden gewählt: Herr und-Frau Medizinalrat Dr. J. L. Braun, Herr und Frau Dr. Leo Deutsch, Adolf Deutsch. Herr und Frau Dr. Fischl, Fürsorgerat Leo Heller, Vorstand Hugo Heller, Herr Kamerling, Bundesstaatlicher Fürsorgerat Dr. Regine Kris, 5. Krochmel, Herr und Frau Regierungsrat Dr. Lenk, Herr und Frau Dr. Max Nasch, Apotheker Raditz, Herr und Frau Dr. Reicbenfeld, Herr und Frau Rudolf Reiß, Herr Professor Salzmanii, S. Sperling. •B. Stangür. Herr und Frau J. Schönherz, Herr und Frau Emil Scheps und Herr und Frau S. Wechsler. Günstige Mietgelegenheit. In einem eleganten Hause (Litt) sind bei anständiger jüdischer Familie 2 große Zimmer mit Bad und Küchenbenützung auch an Ehepaar zu vermieten. Eigene Möbel können mitgebracht werden. Mäßige Ansprüche. Adresse: XVHL, Weimarerstraße 7, III. Stock, Schmied!. Der Leopoldstädter Tempelverein „Aeschel Awrohom" hat dieser Tage eine Ehrung der um den Pazmamtentempel ungemein verdienten Familie Schramek vorgenommen, die sicherlich in jenen weiten Kreisen, die die hervorragenden Qualitäten dieser Familie kennen, starken Beifall finden wird. Der Vorstand des Tempelvereines hat nämlich beschlossen, seinen Armenfonds von nun ab „R e g i n e Schramek-Fonds" zu nennen, um auf diese Weise die Witwe des verblichenen Begründers und ersten Obmannes des Tempelvereines Adolf Schramek s. A. und Mutter des derzeitigen Obmannes Oskar Schramek auszuzeichnen. Am Samstag, den 9. d. M., erschien in ihrer Wohnung eine Deputation des Vereines, geführt von den beiden Qbmannstellvertretern Isidor Schönherz und Architekt Ignaz Reiser und dem Rabbiner Dr. Z. Taubes. Mit einer herzlichen Ansprache überreichte Architekt Ignaz Reiser der Gefeierten das Diplom, in dem die Umbenennung des Fonds bekanntgegeben wird. Frau Regine Schramek dankte in bewegten Worten für die Ehrung ihrer Person und damit ihrer beliebten Familie. Hietzinger Tempelverein. Bei der Aufzählung der Namen der in den Vorstand des Hietzinger Tempelvereines wiedergewählten Herren wurde aus Versehen der Name des höchst verdienstvollen langjährigen Präsidenten dieses Vereines ausgelassen. Herr Hermann K u n e r war vom Wahlkomitee p r i m o 1 o c o vorgeschlagen und auch mit sämtlichen abgegebenen Stimmen bei der Generalversammlung gewählt worden. Er hat jedoch infolge Ueberlastung diese Wiederwahl leider abgelehnt. Oster-Geschfrre am besten und billigsten nur. bei Gottfried, Taborstr. 61 Die Organisation der jüdischen Angestellten ia öffentlichen Diensten Oesterreichs feierte am 4. April d. J. in einer Festsitzung die Verleihung des Goldenes Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Oesterreich an eines ihrer bewährtesten Mitglieder, Herrn Hofrat Oskar Max, wodurch dieser bei Uebertritt in den dauernden Ruhestand ausgezeichnet wurde. Die Organisation rechnet es sich zur hohen Ehre an und ist stolz darauf, den Gefeierten seit ihrer Gründung zu ihren rührigsten Mitgliedern zählen zu dürfen, und es klangen die ihm allseits dargebrachten Huldigungen in den herzlichen Glückwunsch aus, daß seine geschätzte Mitwirkung zu Nutz und Frommen der Organisation auch weiterhin unvermindert erhalten bleiben möge. — Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß die diesjährige Hauptversammlung der Organisation der jüdischen Angestellten in öffentlichen Diensten Oesterreichs am 3. Mai d. J., um 7 Uhr abends im Cafe H e i n e h o f, II.. Heinestraße Nr. 15, stattfindet. Trauung. Sonntag, den 10. April, fand im Seitenstettentempel die Trauung des Fräulein Ciili Eibenschütz, Tochter des allseits geschätzten und beliebten Floridsdorfer Bezirksamtsleiters Jonas Eibenschiitz, mit Herrn Oskar S o f e r. Kaufmann aus Korneuburg, statt. Unter anderen waren erschienen: Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Prof. Dr. Alois Pick, Amtsdirektor und Erster Sekretär, Regierungsrat Guido Fuchsgelb, Regierungsrat Dr. Adler, die Sekretäre Meissner und H o 1 z e r, sowie die Amtsleiter Freistadt, Ferster, Max Popper und viele Beamte und Beamtinnen der Israelitischen Kultusgemeinde, ferner der gesamte Betliausvorstand des 21. Bezirkes unter Führung des Obmannes Herrn G. Dukes, weiters der Polizei- Oberinspektor des Kommissariates Floridsdorf Herr Andreas König und Frau, fn Vertretung des österreichischen Kantorenverbandes Obmann Oberkantor .1. Müller, sowie Vertreter der Re- Ügionslehrerverbände u. a. m. Herr Rabbiner Prof. Dr. J. M. Bach vollzog die Trauung mit einer besonders herzlichen und gehaltvollen Ansprache an das Brautpaar. Die kantorale Funktion versah Herr Oberkantor Heinrich Fischer unter Assistenz des Gesamtchores des Stadttempels in echt traditioneller, meisterhafter Weise. In letzter Stunde. Man weiß, N. Brodetzkys wirklich mustergültige Mazzothfabrik in Floridsdorf ist nach den Grundsätzen der überaus anspruchsvollen modernen Hygiene und auf Grund der neuesten technischen Errungenschaften eingerichtet, ebenso halten die im Betrieb stehenden Maschinen jeden Vergleich mit den sonst nur in Amerika befindlichen aus. Die Fabrik, die unter Aufsicht des Rabbiners B a b a d steht, erzeugt außer den berühmten Schmidl-Mazzoth die rasch populär gewordenen N.B-Marken (Mazzoth, Grieß, Farfel) nach amerikanischem System (garantiert frische Waren in /4-Kilogrammpaketen) und halten auch diese Marken in¬ Preis und Qualität jede Konkurrenz mit den amerikanischen Erzeugnissen aus. Bestellungen werden von der Zentrale N. Brodetzky, Wien IL Leopoldsgasse 43, Telephon A 60-2-63. A 46-1-90, A 41-9-32, entgegengenommen. RICHON-LE-ZION noa bo -ra» („DIE ERSTE IN ZIOM"> SO NANNTEN DIE ERSTEN JÜDISCHEN ANSIEDLER PALÄSTINAS. DIE VOR 50 JAHREN INS LAND KAMEN. IHRE KOLONIE, AUS DER SIE IM LAUFE DER JAHRE DIE BEDEUTENDSTE WEINPRODUK¬ TIONSSTÄTTE DES LANDES SCHUFEN. SO BELIEBT UND GESCHÄTZT WAREN DIE WEINE ALSBALD IN ALLER WELT, DASS IMMER WIEDER VERSUCHT WURDE. IHRE CHARAKTERISTISCHE ETIKETTIERUNG NACHZUAHMEN. VERLANGEN SIE DAHER BEIM EINKAUF AUS¬ DRÜCKLICH KARMEL-WEINE AUS RICHON-LE- ZION. AUS DEN GROSSEN KELLEREIEN BARON EDMONDE DE ROTHSCHILDS. DIE BIS AUF EINEN VERSCHWINDEND KLEINEN BRUCHTEIL DIE GE¬ SAMTE LANDESPRODUKTION BEHERRSCHEN. GROSSVERTRIEB: GUSTAV WILDER IV., RAINERGASSE 31 TEL. U 42=4=84 TELEGRAMME: KARMEL WIEN