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Die Wahrheit · 1932-04-15 · Heft 16 (15.4.1932) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 16 (15.4.1932)
Date
1932-04-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 V. b. b. DHE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel 0«b«ta*iuid«n Blnan 5682 | April 1S32 [Mb ■ 7-I6 I8-30 17-15 1715 Nissan 9. abds. 6-50 10. / Miz»nro(III.B ■.) Scbibos hagodaul Hattorah l7.% Wearbco >y * anoscbtm Nactamittae. amllalijiu 11. bis 13. 6.50 14. Erew Pesacb Tanls Bacbauraus erew tawscbilin 6*45 Freitag, 15. Apiil 640 Samstag, 16. April 7*30 Sonntag. 17. bla Dienst., 19. April 650 Mittwoch, 20. April Etew Pessacb 6-45 Mincbagebet an Sabbaten tun 3 Uhr. Vexeinsmadkwidkten Allgemeiner Kranken- und Unterstützungsverein MonteBore. Zur Feier des 50jährigen Bestands- Jubiläums findet am Sonntag, den 17. d. M., abends um halb 6 Uhr, im LeopoldstäxJter Gemeindetempel, Wien 11., Tempelgasse 3, ein Festgottesdienst statt. Rabbiner Prof. Dr. Julius Bach hält die Festpredigt. Oberkantor Gerson Margulies versieht, begleitet vom Chorpersonal, die kantorale Funktion. Festbankett um 8 Uhr abends im Restaurant Barschak, Wien II-, Große Schiffgasse 3. Der Verein „Ferienheim" (Präsidentin Sofie G r ü nield) veranstaltet zugunsten seiner Vereinszwecke Sonntag, den 1-7.d.M., um J411 Uhr vormittags, im Uf a- Tonkino, IL, Taborstraße 8. eine Vorstellung „Emil und die Detektive" mit einem reichhaltigen Beiprogramm, zu welcher alle Freunde und Gönner des Vereins höflichst eingeladen werden. Karten im VereLnsbureau, IX., Türkenstraße 17 (Tel. A 11-1-63), und vor der Vorstellung im Kino. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, II., Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 18. d. M.. halb 8 Uhr abends, im Klubsaale der „Hakoah", 1., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof. eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Prof. Dr. Jakob Bronner: „Ein Familiantenprozeß aus dem Jahre 1780". Eintritt frei. Gäste willkommen. Jüdisch orth. Tempelverein „Ädass Jeschurnn" Wien DL, Piluggasse 5. Der Vorstand des Tempelvereines gibt bekannt, daß in seinem Tempel, IX., Pfuggasse 5, ein täglicher Gottesdienst, Morgengebet, 'A7 Uhr früh, an Samstagen V*7 Uhr früh und um %9 Uhr abgehalten wird und ladet besonders die im 9. Bezirk wohnhaften Glaubensgenossen zur regen Teilnahme ein. Als Beitrag zum Anzünden des Jahrzeitlichtes ist die kleine Gebühr von 50 Groschen zu entrichten. Für EI Mole Rachamin (Gebet für das Seelenheil der Verstorbenen am Jahrzeittage) ist eine Spende von 1 Schilling zu entrichten. Mitgliederaufnahme bei Vorstandsmitglied Herrn M. Gang, Wien IX., Bindergasse 4. Mindest-Vereinsbeitrag monatlich 50 Groschen. flmtficQe Verfautöarungen ber Jsraeßtiscßen Xuftusgemeinbe Wien Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen. Freitag, den 15. April 1932, wird bei dem um 6 Uhr 50 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in der Bezirkssynagoge III., Untere Viadukteasse Nr. 13, Herr Rabbiner Prof. Dr. K. Kupfer eine Predigt abhalten. Samstag, den 16. April 1932 (beim Vormittagsgottesdienst): Droschoh: 2. Bez., Pazmanitengasse 6 (Rabb. Dr. Z. Taubes); 18. Bez., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Iu Vertäute 1 aa von aa i Häusern» jj| Realitäten - Kanzlei JJj I RUDOLF SZELÄGYI, WIEN DL || - Roienlöwengasse s - TELEPHON A 10-5-69 Beste Referenzen im In» and Auslände Zeltangren vom Verleger versendet. Journal expediä par l'edltenr. Falls Adressat verzogen, nicht senden; m)t neuer Adresse zurüc tat Verlas »Die Wahrheit', Wien Iii, HnlneslraB« IS/12 ieopoidslfidfer Tempeiferein Acschel Awrohom II., Pannanlfengaste §, Tel. n 41-8-63 Anmeldungen ». aimiebolefl, Trauungen (aadiunf. freiem illminenii. Barmlzwaus Partalanvarhahr aa Wc.ktagen von 2 blt <M Uhi nachmittags, ao Sonntagen' vca 10 bis 12 Übt Tormittags ftfib 6-45 Gebete tnndea Nissen 5692 t Nissan 9. 6-45 u. 9 - 6«5 6'45 10. 11 NUauro (III. B. M.) Scbabos bagodaul Haftorab, Wearp^o anosebim Nachmittag, awodim bojino bis 13." 14. Etew Resaeb Tanls Bachanraus Etew tawsibllin abds. 650 .7-30 6-50 6-45 Exegetische Vorträge: 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); 21. Bez., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann), Beim Nacrunittagsgottesdienst: 13. Bez., EJtelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); 19. Bez., Dollinergasse 3 (Prediger Dr. A. Frankfurter). Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 16. April 1932, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. * Kundmachungen. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien teilt mit, daß die Einschreibungen für den letzten Barmizwah-Kurs für die Kinder mittelloser Eltern im Schuljahre 1931/32 Freitag, den 15. April 1932, von 2 bis 4 Uhr nachmittags, im Lehrzimmer der israelitischen Kultusgemende, Wien I., Seitenstettengasse 4. IV. Stock, stattfinden. Der Unterricht findet jeden Freitag von 2 bis 4 Uhr nachmittags im genannten Schullokale statt. * Gemäß den Bestimmungen des behördlich genehmigten Tax- und Gebührentarifes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ist diese berechtigt, für die Beaufsichtigung der Erzeugung, sowie des Verschleißes von Mazzoch eine Kultusgebühr von höchstens S 10.50 für 100 Kilogramm zur Einhebung zu bringen. Gemäß § 22 des Gesetzes vom 21. März 1890, R. G. Bl. Nr. 57, ist zur Einhebung der statutenmäßig auferlegten Leistungen die politische Exekution gewährt. Der Kultusvorstand sieht sich veranlaßt, auf die Verpflichtung zur Entrichtung der Gebühr aufmerksam zu machen und aufzufordern, etwaige Ansuchen um Ermäßigung der Gebühr unter Angabe des in Betracht kommenden Quantums von Mazzoth unverzüglich einzu- Bollinger-Eiskasten •End seil 1870 dl« besten Fabrik; Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 iniUUimiHNIIUUBHIIIIIIIHI bringen. Angesichts der Finanzlage der Gemeinde und des Umstandes, daß die Erträgnisse dieser Kultusgebühr für Armenzwecke verwendet werden, wird in diesem Jahre eine nachträgliche Ermäßigung oder ein Nachlaß der Gebühren nicht zu gewärtigen sein. Die Organe der Israelitischen Kultusgemeinde sind vielmehr angewiesen, mit aller Umsicht die Erhebungen über die Erzeugungs¬ und Verkaufsstätten von Mazzoth zu pflegen und die Grundlagen für die Gebülirenvorschreibung zu schaffen. (Beeidigungen. 5. April 1932: Simon Mieser. 55 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Käthe Gerber, 52 Jahre, 21. Bez. (IV. Tor). — Moses Pinkensohn, 42 Jahre, Balti (Rum.), (IV. Tor). — Jet« Zucker, 72 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 6. April: Karoline Stökl, 71 Jahre, 15. Bez. (I. Tor). — Hans Klein, 41 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Emma Grünberg, 75 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Bertha Adler, 47 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Berko Michelewitsch, 79 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ignatz Grab, 64 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Ottilie Redlich. 73 Jahre, 8. Bez. Döblinger Friedhof. 7. April: Ing. Sigmund Bauer, 68 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Elisabeth Groß. 79 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Israel Gelmann. 63 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Bertha Neumann, 68 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). 8. April: Karoline Deutsch, 77 Jahre, 14. Bez. (1. Tor). — Moriz Weinreb, 76 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Franz Fischhof, 48 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Marie Schafranik, 79 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Susanna Sachter, 73 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 10. April: Therese Gläser, 73 Jahre, 12. Bez. (I. Tor). — Emma Beer, 62 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Essig Machauf, 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Beck, 34 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Sara Rausch. 73 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). 11. April: Anton Reichardt, 68 Jahre, 13. Bez. (lV.JTor).______ Mau lernt nie aus! In letzter Zeit beschäftigt sich — wohl eine Auswirkung der wirtschaftlichen Not, die eine ökonomische Lebensführung erfordert — die Allgemeinheit weitaus mehr als irüher mit Ernährungs- Problemen. Trotzdem sind gerade die wertvollsten Erfahrungssätze und grundlegenden Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft noch viel zu wenig in die breite Masse des Publikums gedrungen. Um nur von dem wichtigsten Nahrungsmittel der Menschheit zu sprechen, vom Brot — wein ist es bekannt, daß schon vor fünfzig Jahren der weltberühmte Chemiker Justus v. Liebig die These: „Kein Nahrungsmittel wird so entwertet wie das Brotgetreide durch das moderne Mahlveriahren" aufgestellt und bewiesen hat? Im üblichen Mahlverfahren gehen nämlich gerad© die für den Aufbau des menschlichen Organismus erforderlichen Nährsalze und Vitamine fast zun Gänze verloren. Und erst zwanzig Jahre später gelang es dem weit über die Grenzen seines Vaterlandes bekannten Mühlen-Ingenieur Stefan Steinmetz, ein neues Mahlverfahren zu ersinnen, das eine förmliche Revolutionierung in der Broterzeusung bedeutet. Bei seinem Vierfahren — und nur bei seinem — wird das Getreide auf nassem Wege vom anhaftenden Schmutz und den Bakterien befreit und, was von ganz, besonderer Bedeutung ist, die Umhülle des Kornes, die unverdauliche! spießige Holzfaser, die sonst in den Verdauungsorganen als störender Rückstand zurückbleibt, gänzlich entfernt. Hingegen wird die innere wertvolle Fruchtschicht und der Keimling, der vor allem die Vitamine enthält, erhalten. Das aus solchen Mehlen hergestellte Brot ist somit, wie aus einem Gutachten des Riaiclisministeiums für Ernährung und Landwirtschaft ausdrücklich festgestellt wird, das einzige Brot, das allen gesurtdhcitJchen Anforderungen gerecht wird. Steinmetzbrot erfreut sich somit mit vollem Recht vornehmlich in den westlichen Kulturstaaten einer großen Verbreitung. Es scheint, daß in jüngster Zeit auch Oesterreich nachfolgen wird. Die stetig wachsende Bedachtnahme der Hausfrau, sich und den Ihren gesundheitsfördernde und gesundhertserhaltende Kost zuzuführen, wird dem Steinmetzbrot zum Siege verhelfen. Die schönsten und billigsten Synagogen-Ornate und Barette von S 50— bezw. S 8.— aufw. auch für Chor- und DlenevbeMelduntf in den mannigfaltigsten Formen wie auch nach Maß.'vorrätig in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei nudoli Goldstern Wien II., Taborstraße Hr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Eigentümer, Herautgeber, Vrrlecer und verantwortlich« Scbriflleitei: Oskar Hirschteld. Wien II., Praterstraße 29 — Drask: Inu SoUi & Sflhne. Wie» II. «Jobertr«*« 2.

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