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Die Wahrheit · 1931-04-24 · Heft 17 (24.4.1931) · page 2

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 17 (24.4.1931)
Date
1931-04-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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s§&1 DIE WAflRHBn konnten. Diese Opferwilligkeit der Gemeinde hat aber eine Grenze in der Leistungsfähigkeit derselben, und wir alle müssen dazu beitragen, daß diese Leistungsfähigkeit nicht überschritten werde. Das interessante Referat des Obmannes der Spitalskommission, Herrn Baurates Rempler, wurde allseits mit großem Beifall aufgenommen. Hierauf erstattete der Obmann der Versorgungsfeauskommission, Herr Dr. Körner, sein Referat, indem er eine Aeuderung des Namens „Versorgungs- und Siechenhaus" in „A11 e r s h e i m". vorschlug, und die Zentralisierung des Einkaufes für alle in Betracht kommenden Anstalten der Gemeinde anregte. Der Referent rühmte das gedeihliche Zusammenarbeiten mit allen Aemtern der Kultusgemeinde, hob die besonders großen Bemühungen und Verdienste der Herren Ober-Medizinalrat Dr. Haase, Börserat Glück und Komm.-Rat Buchwald um die Versorgungsanstalt hervor und dankte dem Verwalter dieser Anstalt, Herrn Josef Popper, mit Worten lebhaftester Anerkennung für seine nimmermüde Tätigkeit und seine grenzenlose Hingabe bei der Führung des Versorgungshauses. (Lebhafter Beifall.) Dr. Desider Friedmann, der Sprecher der zionistischen Fraktion, erklärte, das Defizit sei darauf zurückzuführen, daß unser jüdisches Spital keine Anziehungskraft habe. Vor allem fehlt es dem Spital an ärztlichen Kapazitäten, die diese Anziehungskraft ausüben könnten. Beschlüsse, die hier im Kultusvorstande getaßt werden, werden vom Spital nicht durchgeführt Unter den jüdischen Aerzten besteht nicht etwa eine feindselige Stimmung gegen das Spital, sondern dafür sind materielle Gründe maßgebend. Redner tritt gleichfalls für die freie Aerztewahl ein. Um das Defizit zu beseitigen, wird eine fachmännische, also auch ärztliche Ueberprüfung der gesamten Gebarung, nicht nur der inneren Gebarung unbedingt notwendig sein. Eine Reform an Haupt und Gliedern sei erforderlich. Kultusvorsteher Pappenheira wendet sich gegen die zionistischen Ausführungen und erklärt neuerdings, er habe niemals eine vorzugsweise Behandlung der orthodoxen Einrichtungen, sondern nur eine gerechte objektive Beurteilung verlangt Es kommt zu einer lebhaften Auseinandersetzung zwischen ihm und einzelnen zionistischen Kultusvorstehern über das separatistische Verhalten der Schiffschul. Kultusvorsteher Pappenheim ruft von andauernden Zwischenrufen unterbrochen: „Die Schiifschul- Juden und die mit ihnen gehen werden niemals von einer religiösen Einrichtung in der Kultusgemeinde Gebrauch machen." Gegenüber Dr. Körner, der eine Verminderung der noch immer bestehenden zwei fleischlosen Tage im Versorgungsheim gewünscht hat stellt Vizepräsident Doktor Ornstein fest daß dies bereits eine Forderung des verstorbenen Kultusvorstehers und Obmannes Dohan war, und ein diesbezüglicher Antrag wurde bereits damals gestellt Die Kosten dieser Fleischtage hätten sich auf S 7000.— jährlich belaufen, also auf einen verhältnismäßig geringen Betrag. Die Aerzte des Versorgungshauses aber haben sich aus Gesundheitsgründen dagegen ausgesprochen. Dr. Körner stellte sein Verlangen dahin richtig, daß er für die Pfleglinge nicht Fleisch, sondern nur Fleischsuppe wünsche. Kuitusvorsteher Buchwald erörtert eingehend die Ersparungsmöglichkeiten im Spital, wie auch in den anderen Institutionen der Gemeinde. Kuitusvorsteher Moritz, dem die jüngsten Bemerkungen der „Wahrheit" über seine Verbeugungen nach allen Seiten, insbesondere nach der nationalen, in die Nase gestiegen zu sein scheinen, verzichtete darauf, seine Wandlungsfähigkeit näher zu begründen, sondern begnügte sich mit einer ihm mehr gelegenen Art der persönlichen Anrempelung unseres Schriftleiters und mit einer Polemik gegen die Hoffnungsfreudigkeit der Jugend. Er scheint durch unsere ihm unliebsamen Feststellungen so nervös geworden zu sein, daß ihn sein sonst so erfreulicher Humor im Stiche läßt und er sich mit der stereotypen „Brandmarkung der Jugend" behilft Zur Sache selbst meint er, daß das große Defizit der Kultusgemeinde nicht durch Anwendung kleiner Ersparungsmittel gedeckt werden könnte, und forderte die stärkere Heranziehung der großen Kultussteucrträger, wobei er sich wieder nicht enthalten konnte, abwesende Personen in die Debatte zu ziehen, was ihm eine rügende Zensur des Vorsitzenden eintrug. Wir übermittein diese Großtat des Herrn Kultusvorstehers hiemit der Öffentlichkeit weil wir wissen, daß ihm dieser „Mut vor Königsthronen" bei seinen führenden Parteigenossen Lob eintragen wird. Kuitusvorsteher Börserat Glück plädiert für die absolute Objektivität und Unparteilichkeit auf dem Gebiete des Fürsorgewesens und erklärt daß diese Objektivität stets auch gegenüber den orthodoxen Wünschen betätigt wurde. Er polemisiert gegen die intolerante Einstellung der Herren vom Schifftempel sowie gegen die Ausführungen des Kultusvorstehers Moritz. Was das jüdische Spital betrifft, sagt Redner, daß die Gemeinde auf dieses Spital nur stolz sein könne. Das Defizit sei einzig darauf zurückzuführen, daß die Gemeinde Wien uns nicht einen Teil der Lasten vergütet Es sei nicht am Platze, von einem Defizit des Spitals zu sprechen, denn dieses Defizit sei nichts anderes als ein Teil unserer großen Aufwendungen für Fürsorgezwecke. Würden denn, sagt Redner, unsere Juden die Kultussteuer bezahlen, wenn wir nicht unser Fürsorgewesen, wenn wir nicht das Spital, das Versorgungshaus usw. hätten? Angesichts der großen wirtschaftlichen Notlage muß die Kultusgemeinde gegenüber den Armen und Bedrängten ihre Pflicht erfüllen, das Geld dazu muß gefunden werden. Er gibt eine Statistik der im letzten Jahr im Spital verpflegten Gratis-Patienten. Von 407 Gratis-Patienten waren 39 Prozent aus Wien, 36 Prozent aus Galizien, 7 Prozent aus Tschechien, 6 Prozent aus Rumänien, 3 Prozent aus Palästina, 3 Prozent aus Ungarn und 1 Prozent aus Deutschland. Obmann Baurat Kempler begrüßt in seinem Schlußwort die Anregung der Zentralisierung des Einkaufes und tritt entschiedenst der Behauptung Dr. Friedmanns entgegen, daß das Spital keine Anziehungskraft auf jüdische Kreise hätte und daü es uns im Spital an ärztlichen Kapazitäten iehle. Es zeigt sich auch in dieser Beziehung diese eigentümliche jüdisch-kritische Einstellung: Weil diese Aerzte, unter denen es hervorragende Persönlichkeiten gibt, die weit über Oesterreich hinaus einen ausgezeichneten Ruf besitzen, unsere Leute sind, eriahren sie nicht die gebührende hohe Einschätzung. Er verweist was die freie Aerztewahl betrifft, darauf, daß gerade die Verfechter dieser Idee sich in der Kommission im entscheidenden Momente zurückgezogen haben. Wir haben auch schon fachmännische Autoritäten für das Spitalwesen herangezogen, aber das Ergebnis ihrer Untersuchungen war gleich Null. Redner stellt gegenüber Bemerkungen von der Gegenseite fest daß es in bezug auf wichtige Fragen der Spitalsverwaltung keine Diktatur gebe, daß es aber in manchen Fällen wohl notwendig ist rasch est selbständig vorzugehen. Er schließt mit der Bitte, dem Spital, das sich alle Mühe gibt, seinen Aufgaben gerecht zu werden, das Budget zu bewilligen. Dr. Klaber spricht in seinem Schlußworte den Beamten der Fürsorgezentrale, die viel mehr, als ihre Pflicht erfordert getan haben und tun, den herzlichsten Dank aus. (Lebhafter Beifall.) Obmann der Finanzkommission Reg.-Rat Doktor Oppenheim sieht die Hauptursache des Spitalsdefizits in dem Mißverhältnis zwischen der Zahl der Angestellten und der der Patienten. Im Jahre 1929 gab es im Spital 64.000 Verpflegstage für Kranke und rund 40.000 Verpflegstage für das Personal, also ungefähr zwei Drittel Personalverpflegstage und ein Drittel Krankenverpilegstage. Im Jahre 1930 waren 58.437 Verpflegstage für Kranke und 42.749 für das Personal, das ist also mehr als drei Viertel Verpflegstage für das Personal. An Personalkosten kann nicht viel erspart werden. Es ist vielmehr notwendig, das richtige Verhältnis durch Erhöhung der Belagziffer herbeizuführen. Der Finanzreferent erörtert eingehend die Ziffern des Fürsorgekapitels und schließt: „Ich bin absolut der Meinung, daß eine wesentliche Einnahmeerhöhung unter den heutigen Verhältnissen in der Kultusgemeinde nicht zu erzielen ist Wir sehen aber anderseits, daß die Ausgaben so angewachsen sind, daß das neue Defizit S 500.000.— betragen würde. Dieses Defizit können wir nicht tragen, da wir aber die Einnahmen nicht steigern können, so müssen wir die Ausgaben vermindern. Ich nehme die Einführung der Ersparungskommission außerordentlich ernst und betrachte ihr Wirken als- -die einzige Möglichkeit das Gleichgewicht im Haushalte der Kultusgemeinde herzustelle n." (Lebhafter Beifall.) Damit war die überaus eingehend und interessant geführte Debatte über das Fürsorgekapitel beendet und der Vorsitzende Präsident Prot Dr. Pick konstatierte die Annahme des Voranschlages. Er dankte allen Referenten für ihre außerordentlichen Bemühungen und betonte, hiebei, daß einzelne Aeußerungen, die über das Spital gemacht worden seien, leicht zu Mißverständnissen Anlaß geben können. Unser Spital, sagte der Präsident ist eine ganz vorzügliche Einrichtung und unsere Aerzte sind von hervorragenden Qualitäten. Sie genießen deshalb unter der Kollegenschaft auch das allergrößte Ansehen. W i r wissen gar nicht genug hoch zu schätzen, was wir an unserem Spital haben. Was die hohen Ausgaben betrifft so kann man bezüglich aller Spitäler das gleiche Lied hören. Unser Spital aber ist eine Musteranstalt der jeder Kranke beruhigt seine Behandlung und Heilung anvertrauen kann. * Die am Donnerstag, den 16. d. M., abgeführte Speziaidebatte über das Friedhofswesen bewegte sich um Fragen, in denen eine endgültige Entscheidung durch das Plenum nicht möglich war, da diesbezüglich Gutachten des Rabbinates eingeholt wurden. Es handelte sich in der Hauptsache um die Frage des Pendelverkehres vom vierten zum ersten Tor und um die Frage der Zulässigkeit religiöser Funktionäre bei der Leichenverbrennung. Das wegen Abwesenheit des Obmannes der Friedhofskommission von Herrn Kommerzialrat B. Buchwald erstattete Referat behandelte insbesondere die ersterwähnte Frage. Da nach Ansicht des Redners dieser Pendelverkehr eine Pietätlosigkeit darstellt, plädiert er in eindringlicher Weise für eine Neuadaptierung des Leichengebäudes am ersten Tor, die seinen Informationen gemäß ungefähr 25.000 Schilling kosten würde. Diese Ausgabe wäre schon aus dem Grunde notwendig, weil infolge der kürzlich erflossenen Bewilligung v4on neuen Gräbern auf dem ersten Tor durch die Gemeinde Wien eine stärkere Inanspruchnahme dieser Grabstätten erfolgen werde. Kommerzialrat Buchwald, besprach noch einzelne Mißstände, die er aus persönlicher Erfahrung beobachten konnte und deren Abstellung er dringendst forderte. Börserat Waltuch verlangte ebenfalls die Abstellung des Pendelverkehres, und zwar auch aus religiösen Gründen. Ferner bezeichnete er die Ausgestaltung der Sicherheitsverhältnisse auf den Friedhöfen als überaus notwendig. Vizepräsident Dr. J. Löwenherz trat den Ausführungen der beiden Vorredner in bezug auf den Pendel-* verkehr und die Verbrennung entgegen und warnte vor einer Uebereilung in diesen Fragen. Es wurden nämlich in beiden Fragen Gutachten des Rabbinates erbeten und i , seitens des Rosch Beth Din liegen diese Gutachten noch nicht vor. Solange diese Antworten nicht: erteilt wurden, könne der Kultusvorstand in diesen Fragen keine Beschlüsse fassen. Der Redner ist aber schon jetzt der Ansicht daß manche der Vorwürfe/ die gegen den Pendelverkehr erhoben werden, unrichtig seien, so vor allem der Vorwurf der Pietätlosigkeit Es hat ja schon früher ein Pendelverkehr, und zwar vom ersten zum dritten Tor, also in umgekehrter Richtung wie jetzt stattgefunden, ohne daß daran Anstoß genommen wurde. Den Kostenpunkt der Neuadaptierung der Leichenhalle auf dem ersten Tor bezifferte der Redner mit ungefähr 60.000 bis 70.000 Schilling. Dr..Löwenherz wies nach, daß in den letzten Jahren keine Differenz bei den Leichenbegängnissen der einzelnen Klassen entstanden ist und daß die Beerdigungsgebühren der Kultusgemeinde die niedrigsten überhaupt sind. Dabei lasse man sich selbstverständlich bei der Bemessung immer nur von Gefühlen der Menschlichkeit leiten und sehe absolut nicht nur auf den Vorteil der Kültusgemeinde. Kultusvorsteher Moritz trat für eine liberalere Auffassung in der Frage der Zulässigkeit religiöser Funktionäre bei der Verbrennung und für eine Ermäßigung der Taxen ein. Börserat I. Glück wandte sich dagegen, daß man in dieser Zeit des horrenden Defizits der Wiener Kultusgemeinde an Neuausgaben denke, deren Bezifferung — wie im Falle der Neuadaptierung der Leichenhalle auf dem ersten Tor — schwer möglich sei. Im übrigen könne nach Ansicht des Redners der Pendelverkehr nicht den religiösen Vorschritten widersprechen, denn sonst-wäre die von unseren Rabbinern bisher auf dem ersten Tor ausgeübte Funktion unzulässig gewesen. Der Redner bemängelte, daß für Grabreservierungen die doppelten^Taxen eingehoben werden. Regierungsrat Dr. H. Oppenhelm lenkte die Debatte, die sich bereits allzu sehr allgemeinen Fragen zugewandt hatte, in einem sehr instruktiven Referat wieder dem eigentlichen finanziellen Thema zu. Er vertrat den Standpunkt daß es Aufgabe der Gemeinde sei, ihren Toten ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen. Dieser Auigabe sei die Gemeinde auch im abgelaufenen Jahre voll und ganz nachgekommen, dabei habe sie sich bei Armen natürlich von Gefühlen der Menschlichkeit leiten lassen. Von den 2657 Leichenbegängnissen dieses Jahres sei beinahe die Hälfte entweder ermäßigt oder gratis gewesen. Regierungsrat Dr. Oppenheim trat auch der Auffassung entgegen, als ob eine Erleichterung in der Frage der Verbrennung für die Gemeinde finanzielle Vorteile bringen würde. Er wies an den Ziifern des Krematoriums seit dem Jahre 1924 nach, daß dieses auf Juden sozusagen „keine Zugkraft" ausübe, denn seit diesem Jahre ist der Prozentsatz jüdischer Leichenverbrennungen nicht gestiegen, er bewegt sich ständig auf ungefähr 10 Prozent. Im übrigen sei in dieser strittigen Frage wie auch in der Frage des Pendelverkehres das Gutachten des Rosch Beth Din abzuwarten. Der Frage der Sicherheit auf den Friedhöfen sei jetzt tatsächlich besonderes Augenmerk zuzuwenden. Besondere Heiterkeit und Zustimmung löste die Polemik des Finanzreferenten gegen Börserat Waltuch aus, der in seiner Rede in bezug auf die triste finanzielle Situation der Gemeinde einen unglaublichen Optimismus an den Tag gelegt und unter anderem, gestützt auf ein Wort der Megillah, erklärt hatte, daß sich schon irgend ein Ausweg finden werde. „Mit dieser Auffassung", erklärte Regierungsrat Dr. Oppenheim unter lauter Heiterkeit „können Sie weder Schabbes noch ein Budget machen". Am Schlüsse seiner interessanten Rede wandte sich der Finanzreferent gegen die rigorose Haltung des Magistrats, der von der Kultusgemeinde für die Friedhoferweiterung jährlich über 100.000 Schilling einhebe und trotz der Unmöglichkeit, den jüdischen Teil des Zentralfriedhofes zu vergrößern, von seinem starren Standpunkte nicht abzubringen sei. Wie man sieht, war die Speziaidebatte über das Friedhoiswesen recht interessant Es standen sich wohl in einzelnen Fragen verschiedene Ansichten gegenüber, aber wir sind überzeugt daß nach Einlangen der erbetenen Gutachten - des Rosch Beth Din eine alle zufriedenstellende Klärung dieser Probleme erfolgen wird. Einmütig war die Ansicht aller Redner eigentlich nur in einem Punkte, in der wiederholt betonten Anerkennung der Tätigkeit des Friedhofsamtes. Von den Sprechern der Mehrheit wie der Opposition wurde einhellig zum Ausdrucke gebracht, mit welchem Taktgefühl und Menschlichkeitsempfinden insbesondere der Leiter des Friedhofsamtes, Herr Freistadt sein schweres Amt versieht und von allen Seiten wurde ihm der herzlichste Dank für seine verständnisvoll versehene Arbeit ausgesprochen. Nach der Beratung dieses Kapitels gelangte ein Antrag zur Abstimmung, die übrigen Spezialkapitel en bloc zu erledigen, was auch geschah. Präsident Prof. Dr. A. Pick dankte hierauf in warmen Worten dem Finanzreferenten Regierungsrat Dr. H. O p p e n h e i m für seine aufopferungsvolle Arbeit und allen Rednern, die sich bemüht haben, die Budgetdebatte auf ein so hohes Niveau zu stellen, für ihre Mitwirkung. Er sprach femer den Beamten, die an der Fertigstellung des Budgets eifrig mitgearbeitet hatten, den herzlichsten Dank im Namen des Kultusvorstandes aus, insbesondere den Herren Amtsdirektor Regierungsrat Fuchsgelb, Amtsleiter Peterselka und Oberbuchhalter Schäfer. * Präsident Pick hatte mit Recht anerkannt, daß die bisherige Budgetdebatte auf einem recht hohen Niveau gestanden hatte. Abgesehen von den Entgleisungen einzelner Redner, die sich bei ihren Ausführungen allzu sehr von ihrem parteipolitischen Standpunkte hatten beeinflussen lassen, war die Feststellung des Präsidenten durchaus richtig. Was aber unmittelbar auf diese Feststellung folgte, widersprach derselben so sehr, daß wir der Ansicht

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