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Die Wahrheit · 1931-03-20 · Heft 12 (20.3.1931) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 12 (20.3.1931)
Date
1931-03-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Seu» I GROSSFLEISCHHAUEREI flEGM, KORNMEHL UnHHMMHMl^HMIMnHMBI WON OL, BBMOASM NR. 1» PlUAUi XVIII., WAWUNaUSTRASSS 9t Tdephon Nr. A 17-349 and A 18434 Umtmrmmt für HailMStalta« AbteilungenffirKoscherfleisch «ater JUrfsioht «m «hrw. RabbiaaftM «ar Im» Kultusgamaind* WI««. Sämtliche Pleischsorten von ausschließliefa Prima-Qualität zu den billigsten Marktpreisen «■■■■■■■■■■■■■■■■■»■■■■■■■■■■■■■■■w { Berühmte jüdische nanner s 1 nnd rranen in der Pins» s ■ ■ ■ u. A. Alfred Grünfeld, Bronislav Hubermann, Fritz ■ a Kreisler, Moszkovsky, Rubinstein, Jascha Heifez, ■ ■ Jehudo Menuhin, Mischa Elmann, Josef Rosenblatt, ■ S Sulzer, Duschkin, Erika Morini und das Rose- J 5 Quartett können Sie jederzeit in Ihrem Heim auf ■ ■ elektrisch aufgenommenen Schallplatten hören. ■ ■ Ausführliche Verzeichnisse auf Wunsch kostenlos im ■ 8 Musikhaus LEO TUBLIN S 5 CMuslk<Vnion} I 2 ■ ■ Wien L, JasomirgottstraBe 6. — Tel. U 26-9-84 ■ ■ _■ die einleitenden Ausführungen des Vorsitzenden anschloß und an der sich insbesondere die Geschwister Bondy, stud. jur. Max Mark, Fräulein Grete Schulz, Herr Leo F a s s und Doktor Lenk beteiligten, war ungemein lebhaft und fand starkes Interesse. Die nächste Zusammenkunft findet Dienstag, den 24. d. IVU 8 Uhr abends, im Klubsaal des Grand-Cafe Central, IL, Taborstraße 8, statt. Kein Konsumationszwang. Gesinnungsfreundliche Gäste herzlich willkommen! Veranstaltungskalender der »UNION" Sonntag, den 22. März, 10 Uhr vormittags, Führung des Herrn Kustos Professor Dr. J. ßronner durch das „Jüdische Museum". Treffpunkt im Vorraum des Museums, IL, Malzgasse 16, präzise ''V^O Uhr. Montag, den 23. März, V28 Uhr abends, Klubsaal des Cafe Lovrana, HL, Löwengasse 36, Mitgliederversammlung der Bezirksorganisation III/XL Dr. Ernst Feldsfcerg, Die Aufgaben der Kultusgemeinde. * * Dienstag, den 24. März, 8 Uhr abends, im Klubsaal des Grand Cafe Central, IL, Taborstraße 8,. „Union"-Jugendgruppe. Mittwoch, den 25. März, 728 Uhr abends, im Klubsaal des Grand Cafe Central, IL, Taborstraße 8, Mitgliederversammlung der Bezirksorganisation IL Reg.-Rat Dr. Max Lenk, Die Wiener Kultusgemeinde. Maurice Chevalier. Der Mann, der es durch den Sprung vom Brettl zum Film zur Weltberühmtheit und zum bestbezahlten Star gebracht hat. Maurice Chevalier, hat dieser Tage von einem Londoner Kabarett den Antra« erhalten, für eine wöchentliche Gage von 18.000 Dollar aufzutreten. Wien, das nicht das Geld hat, solche Gagen zu bezahlen, wird trotzdem bald Gelegenheit haben. Chevalier wieder zu sehen, und zwar in seinem nächsten Paramount-Tonfilm „Das kleine C a f e". WaSaheitcn vom Tage Palästinensische Justiz. Das gegen den Herausgeber der arabischen Tageszeitung „F e 1 e s t i n", I s s a e 1 I s s a, wegen Veröffentlichung einer Notiz, in der die B1 u t b eschuldigung gegen die Juden ausgesprochen wurde, eingeleitete Strafverfahren wurde eingestellt. Issa el Issa hatte sich damit verantwortet, daß er die Notiz vor ihrer Drucklegung nicht gelesen habe und daß die Veröffentlichung „o h n e b ö s e A b s i c h t" erfolgt sei. Die Richtigkeit seiner Angaben wurde durch Zeugen bestätigt. Die Bekanntgabe der. Einstellung des Verfahrens wurde von dem zahlreichen arabischen Auditorium mit Beifall aufgenommen. „Feiestin" bleibt bis auf weiteres verboten. Gefahr religiöser Unruhen in Palästina? Im englischen Unterhaus stellte der der Arbeiterpartei angehörende Abgeordnete von Acton, G. F. Shillakor, an die Regierung die Antrage, ob sie ihre Aufmerksamkeit der Gefahr religiöser Unruhen in Jerusalem zur Osterzeit zugewendet habe, und welche Schritte sie zu unternehmen gedenke, um Aufruhr und Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern. Unterstaatssekretär Dr. Drummond S h i e 1 s erwiderte, das Kolonialamt habe sich mit dieser Frage nie Ii t speziell befaßt, doch würden die lokalen Behörden alle erforderlichen Vorbeugungsmaßnahmen treffen. So sieht die Renaissance des Judentums aus! Der Jerusalemer Chiefrabbi Kook veröffentlicht im „D o a r H a y o m" eine Erklärung, in der er schärfstens gegen die „anmaßende M a 11 u n g", die einzelne Mitglieder der jüdischen Nationalversammlung im Verlauf der letzten Tagung der Assefath Haniwcharim gegenüber der jüdischen Religion an den Tag gelegt haben, protestiert. Der Chiefrabbi fordert, daß der Waad Leumi durch eigene! Etestimminigen Vorsorge dafür treffe, daß derartige aggresive Entgleisungen ' in Zukunft vermieden werden. Die dringendste Aufgabe sei es, sich auf solche Maßnahmen zu konzentrieren, „durch deren Anwendung wir mit vereinten Kräften die Krise überwinden und eine geschlossene Front bilden können." Der Protest Chiefrabbi Kooks richtet sich gegen gewisse Aeußerungen der Vertreter der Arbeiterpartei Remez und Dr. Arlosorofi und deckt sich im wesentlichen mit einem noch während der Tagung der Assefath von den Vertretern des M i s r a c h i erhobenen Protest. Die von Oberrabbiner Kook beanstandeten Bemerkungen fielen in der Sitzung der Assefath Haniwcharim vom 9. Februar im Verlauf einer im Anschluß an ein Referat Rabbi Ostrowskis über die Organisation lokaler jüdischer Gemeinden in Palästina stattgefundenen Debatte. Der Delegierte Remez stellte damals namens des linken Flügels die Forderung auf, daß die Befriedigung der religiösen Bedürfnisse, aus dem allgemeinen Arbeitsprogramm der Kenesseth Israel ausgeschaltet werden solle. Die Vertreter des M i s r a c h i stellten sich auf den Standpunkt, daß der Waad Leumi Vorkehrungen gegen jede Verletzung des religiösen Empfindens treffen müsse. Dr. Arlosorofi und andere Arbeitervertreter entgegneten, manchen sei die Freiheit des Gewissens ebenso heilig, wie anderen die Religion. Allgemeine Entrüstung rief die Bemerkung des Vertreters der extremen linken Poale Zion E r e m: „Meine Religion besteht darin, die Religion zu bekämpfen; darum bewundere ich Moskau," hervor. Diese Aeußerung stieß auf den stürmischen Widerspruch der Versammlung, aus deren Mitte erregte Rufe, wie: „Dann gehen Sie nach Moskau!" laut wurden. (Vorderhand arbeitet der Mann aber „segensreich" im Heiligen Lande. D. Red.) Schächtverbot und Wirtschaft. Die nationalsozialistische Fraktion im Danziger Volkstag hat ihren vor kurzem eingebrachten Antrag auf Verbot der jüdischen rituellen Schichtung zurückgezogen, weil sich in den interessierten Wirtschaftskreisen Danzigs eine starke Strömung gegen die Schächtverbotsprop a g a n d a bemerkbar machte und ein Schächtverbot der Wirtschaft des Freistaates großen Schaden zugefügt hätte. Der Antrag der Nationalsozialisten hatte übrigens keinerlei Chancen, vom Volkstag angenommen zu werden. VonWodke xu Wodke Trauerfeier. Der Bethaus vor st and I/II veranstaltete zur Ehrung des Andenkens an den verewigten Rektor Hofrat Dr. Adolf Schwarz am 16. d. M. im Leopoldstädter Tempel eine überaus würdige Trauerfeier. Eine zahlreiche Trauergemeinde füllte das Gotteshaus, u. a. bemerkte man: den Vizepräsidenten der Kultusgemeinde Dr. J. O r n s t e i n. die Kultusvorsteher Börserat I. Glück, Edmund H o f m a n n, Dr. K1 aber, Professor M. Rath und Dr. .1. Tic ho, zahlreiche Mitglieder des Bethausvorstandes unter Führung des Präsidenten Dr. E. Münz, viele Rabbiner und Kantoren, die Lehrer und Schüler der Israelitisch - Theologischen Lehranstalt u. v. a. Die Trauerrede hielt Rabbiner Dr. D. F e u c h t w a n g, der in tiefbewegten Worten einen Umriß des edlen jüdischen Menschen- und Forscherlebens des Heimgegangenen entwarf. Er dankte dem Mann, der nun in die Unsterblichkeit eingegangen, für das Unsterbliche und Unvergängliche, das er dem jüdischen Glauben, dem jüdischen Volke und der jüdischen Wissenschaft gegeben, und sprach die Hoffnung aus, daß das von Rektor Schwarz geschaffene Werk nicht schwinden möge. Dr. Feuchtwang schloß seine gehaltvolle Rede mit den Worten: Solange es eine Forschung auf dem Gebiete des Talmuds geben wird, wird der Name des Dahingeschiedenen in erster Reihe genannt werden. Sein Andenken sei der Gemeinde und seiner Lehranstalt zum Segen. Die Trauergesänge rezitierte in erhebender Weise Oberkantor G. M a r g u I i e s. Berufsjubiläum. Samstag, den 28. d. M. (Schabbos Hagodaul) werden es fünfzig Jahre, daß Oberkantor I. L ö w i t bei der türkischsephardischen Gemeinde das Amt eines Chordirigenten angetreten hat. Wie wir vernehmen, veranstaltet der Vorstand aus diesem Anlaß einen F es t go 11 es dien s t, um seinen beliebten Funktionär gebührend zu ehren. Seif vielen Jahren das anerkannt beste Jahrzeitlicht «tt^-nöi« Ma achte auf die ges. gesch. Marke „Hyglen. Königslicht" und Name Schulz Fabrik und Büro: Wien XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon R 33-1-87

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