Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 11 (13.3.1931)
- Date
- 1931-03-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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EDUARD UEUUMGERS Cafe Carltheater (Sitz des österr. Kantorenverbandes) Wien II.» E»rateBrstfra0e 29 Während der Pessachfeiertage Kaffee und erstklassige rtDS bv *TC?3 Getränke -Seicrii. Purimfeier in der israelitischen Versorgungsanstalt. "Wie alljährlich fand auch heuer in der israelitischen Versorgungsanstalt IX., Seegasse 9 eine schöne Purimfeier statt. Außer einem besonders guten Feiertagsessen, das die Anstalt beistellte, haben die israelitischen Frauenvereine Landstraße und Floridsd o r f an sämtliche Insassen Obst, Bonbons und Rauchwaren zur Verteilung gebracht. Am Nachmittag wurden unter gütiger Mitwirkung der Klaviervirtuosinnen Fräulein Toni Orünschlag und Frl. Sonja Großmann, des Herrn Robert Sinek sowie der Vortragskünstlerin Kitty Land, welche heitere Chansons zum Vortrag brachte, den Pfleglingen einige vergnügte Stunden bereitet. Purimfeier der Döblinger Bibelschule. Wie alljährlich fand auch he^er Purim, Dienstag, den 3. März 1931, die traditionelle Feier der Bibelschule in den Saallokalitäten des Cafe Döblingerhof statt. Das interessante, von Kindern dargestellte Programm enthielt acht Nummern. Die Schülerin Hertha Soyka sprach mit klarer, schöner Stimme den Prolog. Dann sangen die Kinder die von der Lehrerin Fräulein Haber wohl einstudierten ■Chorlieder, die allgemeinen Beifall fanden. Se. Ehrwürden Rabbiner Dr. Frankfurter hielt eine dem Verständnisse der Kinder angepaßte, geschichtlich fesselnde, warmherzige Ansprache, in der er betonte, daß wir Juden überall an diesen Purimtagen trotz der allgemeinen schweren Wirtschaftsnot von Frohsinn und Dankbarkeit für Gottes Schutz und Hilfe erfüllt sind. Dr. Frankfurter schilderte den lauschenden Kindern die Heldengestalten Mordechai und Esther als Ideale des Judentums und schloß mit herzlichen Dankesworten an den Vorstand des Tempelvereines und an das Damenkomitee. Die zwölfjährige Rosa Schey, die alle in die fröhlichste Stimmung versetzte, gab in ihrer Rolle als „Raritätensammler" schöne Proben ihrer Begabung. Ganz besonders aber gefiel sie in der späteren Rolle als „König Achaschwerosch". Trude Me nasse entzückte durch ihr vielversprechendes Talent, mit welchem sie künstlerische Solotänze ausführte. Sie erntete gleichfalls reichen Beifall. Das schönste war aber das Theaterstück „Am Hofe des Königs Ahaswer". Die Kinder bereiteten allen Anwesenden ein© große Freude und viel Vergnügen. Sie spielten mit Erfolg ihre Rollen. Der Frohsinn der Kinder, ihre Begeisterung für das jüdisch-geschichtliche Theaterstück übertrug sich sichtlich auch auf die Erwachsenen, die sich herzlich mitfreuten und stürmisch dankten. Fini Mautner sprach mit verständnisvoller Betonung den Epilog. Rauschender Beifall und eine gute Jause war der braven Kinder Lohn. Während der Jause erfreute Oberkantor BOhorn ilny Kinder und Erwachsene mit prachtvoll gesungenen Purimliedern. Ed. E. T. Purimfeier im Merores-Heim. Am vergangenen Sonntag fand im Merores-Heim die diesjährige Purimfeier statt, zu der sich wieder zahlreiche Freunde des Hauses einfanden. Man sah Herrn Präsidenten Dr. Ornstein, Herrn Obermedizinalrat Dr. H a a s e, Herrn Amtsvorstand Emil Engel, die erste Präsidentin des Heimes, Frau Adele von M i s e s, Herrn Kommerzialrat Low aus Angern, fast sämtliche Damen des Schutzdamenkomitees und viele andere Damen und Herren. Herr Präsident Telephon 319 SfrCII!§ flfDCll Telephon 319 "TED Pessach in Baden im Hotel - Restaurant SCHEY, Baden b. Wien, Annagasse Nr. 3 unter persönlicher Leitung des Besitzers David Schey Ganze Verplle^nnä: Frühstück: Kaffee, Mazzes Mittagmahl: Suppe. Braten (nach Wahl event. Geflügel), Beilage, Mehlspeise Jause: Kaffee, Mazzes Nachtmahl: Fleischspeise (nach Wahl), Beilage Per Tod S lO- Grooe Portionen. Anerkannt beste Hlldie Größtes jüdisches Etablissement Badens Sämtlich« Lokalitäten gSnzllch renoviert Schone Zimmer, einbettig von S 4.—, zweibettig von S 6.— per Tag aufwärts Anmeldungen werden bis 29« März entgegen- , genommen Dr. Jakob Ornstein leitete die Feier mit einer in launigen Worten gehaltenen Begrüßung der Festgäste ein, worauf die Kinder in ihren Kostümen feierlich in den Saal einzogen. Mit einer von der Verfasserin des aufgeführten Purimstückes, Frl. Herta Schwarzbart, gehaltenen Conference begann das Spiel, das die Purimgeschichte zum Inhalt hat. die in dramatisierter, parodistischer Art eine Spiegelung moderner Zeitverhältnisse gab. Die Handlung ist mit bekannten Melodien untermalt, was dem Ganzen ein besonders humorvolles Gepräge gibt. Herr Schulrat Professor Josef Herz, der sich um das Einstudieren des musikalischen Teils sehr verdient gemacht hatte, begleitete die Aufführung am Klavier. Die Darstellung wurde mit besonders großem Beifall aufgenommen. Nach einer sehr guten, festlichen Jause, die die Präsidentin des Hauses, Frau Baronin Ciarisse Rothschild den Kindern gespendet hatte, begannen Spiel und Tanz, daran auch die jungen Leute unter den Gästen bis spät abends teilnahmen. Das oben erwähnte Purimspiel wird voraussichtlich im Druck erscheinen, so daß es weiteren Kreisen für Aufführungszwecke zur Verfügung stehen wird. Yereinsjubüäum. Anläßlich seines 50jährigen Bestandes veranstaltet der Leopoldstädter Krankenunterstützungsverein „Nächstenliebe" (Wien IL, Große Stadtgutgasse 34) am Samstag, den 14. März d. J., präzise 7 Uhr abends, im Tempel, Wien II., Pazmanitengasse 6, einen Festgottesdienst. Festpredigt Sr. Ehr-. würden Rabbiner Dr. Z. Taubes. Am gleichen Tage veranstaltet der Verein im Cafe „Arkaden", Wien I., Universitätsstraße 3, um 8 Uhr abends, eine gemütliche Zusammenkunft, bei welcher Diplome an Mitglieder, die mindestens 25 Jahre dem Vereine angehören, zur Verteilung gelangen. Sonntag, den 15. März, vormittags 10.30 Uhr, findet im Festsaale des Magistratischen Amtshauses, Wien IL, Karmelitergasse, eine Festsitzung statt. Die Festrede hält Vorstandsmitglied Dr. Felix Tänzer. Der Israelitische Frauenwohltätigkeitsverein im 18. Bezirk. Schopenhauerstraße 39, veranstaltet zugunsten notleidender Familien am 14. März im Festsaale des Hotels Continental. IL, Taborstraße 6, eine Akademie mit Tanz unter Mitwirkung prominenter Kunstkräfte und einer bekannten Jazzkapelle. Eintrittskarten bei allen Vorstandsdamen zu S 2.50 oder an der Kassa zu S 3.—. Der Wohltätigkeitsverein „Oseh Chesed" (Humanitas), II., Schiffamtsgasse 5, veranstaltet Samstag, den 14. d. M., *A8 Uhr abends, im großen Saale des Kursalons eine Akademie mit Tanz. Das reichhaltige Programm, für welches namhafte Kunstkräfte gewonnen wurden, sowie die Mitwirkung einer Original- Jazzkapelle verbürgen beste Unterhaltung. 5-Uhr-Tee im Dr.-Krüger-Heim. Im Heime, II-, Malzgasse 7, findet Sonntag, den 15. d. M.. um 5 Uhr nachmittags, ein Tee mit erstklassigen Darbietungen statt. Hervorragende Kunstkräfte haben sich bereitwillig zur Verfügung gestellt. Vorführung einiger neuester Modelle aus dem Schneideratelier. Gäste herzlich willkommen. Der Jüdische Frauen-Wohltätigkeits-Verein für den XIX. Bezirk veranstaltet Sonntag, den 15. d. M., 4 Uhr nachmittags, im Kasino Zögernitz, XIX., Hauptstraße 76, einen Nachmittags-Tee mit künstlerischen Darbietungen. „Kurfürsorge", Hum. Verein zur Unterstützung armer Kurbedürftiger. Mittwoch, den 18. d. M., präzise IM Uhr, findet im Hotel Guth. II.. Hollandstraße 14, die außerordentliche Generalversammlung statt. Diese erhält dadurch einen feierlichen Charakter, daß der Verein sein 25jähriges Bestandjubiläum unter der Obmannschaft des Herrn Med.-Rat Dr. I. L. Braun feiert. An die Generalversammlung wird sich ein gemeinsames Festessen anschließen. Die Festrede wird das neu kooptierte Vorstandsmitglied Reg.-Rat. Dr. Max Lenk halten. Kreditkasse für Kleingewerbe und Kleinhandel. Mittwoch, den 18. März 1. J., um halb 7 Uhr abends, findet in den eigenen Büroräumen (II.. Praterstraße 9) die 8. ordentliche Generalversammlung der Kreditkassa statt Der Israelitische Humanitätsverein X veranstaltet Mittwoch, den 18. d. M., 8 Uhr abends, in Hof manns Rosensälen, X., Favoritenstraße 89, einen Bunten Abend mit verschiedenen Einlagen. Bedienet euch der kostenlosen Stellenvermittlung des „Schomre Schabbos". Unter der herrschenden Wirtschaftskrise leiden vor allem die Jüdischen Angestellten und Arbeiter, leiden vor allem jene gesetzestreuen Angestellten, die die strengste Sabbatbrube beobachten. Der „Schomre Schabbos" appelliert daher an das Solidaritätsgefüfal sämtlicher jüdischer Kaufleute und Gewerbetreibenden bei Einstellung irgend einer Arbeitskraft, sich der kostenlosen Stellenvermittlung des „Schomre Schabbos" zu bedienen. Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung bezüglich des Kaschrus, und es ist Sache der Leser, sich zu informieren. Tlmtiidje Verfautöarungen der Jsraefitisdjen Ttuftusgemeinöe Wien Israelitischer Jugendgottesdienst Am Samstag, den 14. März 1931, findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezrrks-Synagogen statt. * Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen. Freitag, den 13. März 1931, werden bei dem um 5 Uhr 50 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks- Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: H., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. D r obinsky); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Doktor A. Z. Schwarz); X., Humboldtgassc 27 (Rabbiner Dr. Albert Wein er); XIII., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. L e w i n); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Tag licht); XVI., Hubergasse & (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XVIII., Schopenhauerstralte 39 (Rabbiner Dr. D. Feucht wang); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frau kf u r t e r). Samstag, den 14. März 1931, X10 U h r vormittags: Exegetischer Vortrag. XXL, Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M Rosenmann). K-4 Uhr nachmittags, IL, Pazmanitengasse 6. Religiös-populärer Vortragszyklus: „Die Lehrer und Lehren der Mischnah und der Gemarah" (Rabbiner Dr. Z. Taubes). 4 Bethausvorstand für den Stadt- und Leopoldstädter Tempel. Der Bethausvorstand veranstaltet zur Ehrung des Andenkens an den verewigten Herrn Hofrat Dr. Adolf Schwarz, Rektor der israel.-theol. Lehranstalt, Montag, den 16. März 1931, um 'i7 Uhr abends, im Leopoldstädter Tempel, II. Tempelgasse 5,» eine Trauerfeier, zu der hiermit die Einladung ergeht. Der Bethausvorstand. * Stellenausschreibung. Bei der Israel. Kultusgemeinde Wien werden Bewerber um Stellen als Aufsichtsorgane im Koscherfleischwesen in Vormerkung genommen. Dieselben sollen im Nikkur ausgebildet sein, die volle körperliche Eignung besitzen und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Bevorzugt werden solche Bewerber, welche gleichzeitig die Befähigung zur Vornahme von Gefliigelschlachtungen haben. Bewerber, welche die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen, wollen ihre Gesuche nebst Befähigungszeugnissen von mindestens drei orthodoxen Rabbinern unter Nachweis ihrer streng religiösen Lebensführung, der bisherigen Verwendung und Angabe ihres Lebenslaufes ehestens an den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock (Amtsdirektion), gelangen lassen, woselbst die näheren Bedingungen zu erfragen sind. « Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde (Rosch Bern Din Josef Babad) wurden gestellt: 1. Mazzothfabriken: Nathan Brodetzky, XXL, Mengergasse 19, Hermann Strum, IL, Rotensterngasse 11, Israel Vortrefflich, IL, Obere Augartenstraße 22. 2. Selchwarenfabrik: Meier Brückner & Co., IL, Im Werd II. 3. Weinkellerei: Nathan Spindel, Markus Bartfeld, IL, Schrotzberggasse 1. ERIKA nos b& SdioKoiadai an* Cacro hob b& iv in Bester Qualität I. BRONAUER&CO. Wien XVIII., Währingergürtel 19 Telephon A iS-0-54 erzeugt unter strenger Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner HENK (Talmud-Thora