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Die Wahrheit · 1931-03-13 · Heft 11 (13.3.1931) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 11 (13.3.1931)
Date
1931-03-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE WAHRrTEH Verein zur Versorgung israelitischer Waisen in Wien. Das Jahr 1930 hat in der Geschichte des Waisenvereincs eine besondere Bedeutung, es war sein siebzigstes. 70 Jahre Waisenverein bedeuten viele schwere, segensreiche Arbeit, um viele . Tausende armer, jüdischer Waisen im Geiste des Judentums zu wackeren Menschen zu erziehen und sie das Leid, das sie in frühester Kindheit betroffen, nach Möglichkeit vergessen zu lassen. Das Jahr 1861 war das erste Vereinsjaür, der edle Josef Ritter von W e r t h e i m e r, damals Präsident der Kultusgemeinde, der Anreger der Gründung des Vereines, der erste Präsident. Ihm folgten in der Präsidentschaft Wilhelm und David Ritter von G u t m a n n, Dr. Artur K u r a n d a und der jetzige Präsident Richard Petschek. Seit dem Jahre 1866, in welchem Wilhelm v. Qutmann in den Verband eintrat, ist das Geschick des Waisenvereines mit dem des Hauses Gutmann eng verknüpft; es war der Erbauer des Mädchenwaisenhauses und hat bis zum heutigen Tage, an dem Herr Hans v. Gutmann Vizepräsident des Vereines ist, und Frau Baronin Irma v. Ketschendorf als Präsidentin dem Schutzdamenkomitee vorsteht, zu jeder Zeit die Bestrebungen des Vereines in großzügiger Weise unterstützt. Die Kriegs- und noch mehr die ersten Jahre der Nachkriegszeit brachten den Verein an den Rand des Abgrundes, es fehlte am Nötigsten; da übernahm die Loge Wien des Humanitätsvercines Bnai Brith die Patronanz und Richard Petschek die Präsidentschaft des Waisenvereines. Dem Feuereifer des neuen Vorstandes gelang es, den Verein auf seine alte Höhe zu bringen; 70 Knaben und 70 Mädchen füllten die Waisenhäuser, ja selbst die Unterstützung Externer konnte in die Wege geleitet werden. Leider machen sich die bösen Tage, die wir durchleben, auch im Waisenvereine fühlbar, die Einnahmen sinken, und trotz aller Sparsamkeit schließen die beiden letzten Jahre mit einem Defizit ab, das S 8756.—, bzw. S 7667.— beträgt, einem Eingang von S 123.428.— stehen S 131.095.— als Ausgaben gegenüber. Das Knabenwaisenhaus zählt jetzt 59, das Mädchenwaisenhaus beherbergt 56 Zöglinge, außerdem werden ca. 50 Kinder, die sich aus irgendeinem Grunde als nicht aufnahmefähig erwiesen, mit monatlichen Geldbeträgen unterstützt Die Erfolge der beiden Häuser sind nach jeder Richtung hin ausgezeichnete, die Entwicklung der Kinder eine zufriedenstellende. Allen Freunden und Gönnern des Vereines, die zur Erreichung dieses Zieles beigetragen haben, sei bester Dank gesagt Der Vorstand tritt in das 71. Vereinsjahr mit der Hoffnung, daß es gelingen werde, das große Werk mit geringeren Sorgen weiterzuführen und auszubauen zum Heile der Aermsten der Armen, der hilflosen Waisen. Er hofft, daß die Wiener jüdische Bevölkerung es nicht verabsäumen werde, das Jubeljahr zu benützen und durch reiche Spenden ein Werk zu unterstützen, das dem gesamten Judentume zur Zierde gereicht. 50jähriges Jubiläum des israelitischen Frauenvereines Graz. Auf 5 Jahrzehnte jüdisch-sozialer Tätigkeit 5 Jahrzehnte segensreicher Wirksamkeit im Dienste der jüdischen Gemeinschaft konnte dieser Tage der israelitische Frauenverein Graz zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand Sonntag, den 15. Februar im festlich geschmückten Sitzungssaal der Kultusgemeinde eine würdige Gedenkfeier statt. Die Präsidentin des jubilierenden Vereines, Frau Lina Adler, begrüßte aufs herzlichste die in reicher Anzahl erschienenen Festgäste und entwarf alsdann in ihrer gehaltvollen Festrede ein Bild des segensreichen Wirkens des Frauenvereines, der es sich stets angelegen sein ließ, die hohen Ideale opferbereiter Hilfe, wohltätiger Nächstenliebe in die verwirklichende Tat umzusetzen. Aus der Erkenntnis heraus, daß durch planmäßige Jugendfürsorge, durch richtige Berufsberatung und Berufsvorbereitung viele sittliche und wirtschaftliche Not verhindert werden kann, hat sich der Verein seit einiger Zeit auch diesem wichtigen Zweige sozialer Betätigung zugewandt Die behördliche Anerkennung dieser Tätigkeit des Vereines war die Ernennung des verdienstvollen Vorstandsmitgliedes Frau Herma Feuerstein zur Jugendfürsorgerin für jüdische Mädchen durch das städtische Jugendamt Ein Werk allerdings konnte der Verein leider durch die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse noch nicht zur Verwirklichung bringen, die Schaffung eines Altersheimes, doch, so führte Rednerin aus, hoffen wir, daß es vielleicht unserer Kultusgemeinde im Vereine mit den karitativen Organisationen unserer Gemeinde möglich sein wird, dieses Werk zu schaffen. Unser Ziel, dem wir zustreben, und das jedem Einzelnen von uns seine Aufgaben zuweist, es wird am besten charakterisiert durch Schillers schönes Wort „Immer strebe zum Ganzen, und kannst du selbst kein Ganzes bilden, als dienendes Glied schließe an ein Ganzes dich an." In diesem Sinne richtete die verehrte Präsidentin den Appell an alle Frauen zur tatkräftigen Mitarbeit und schloß ihre mit großem Beifall aufgenommene Rede *nit dem Dank an alle Mitarbeiter für ihre ersprießliche Tätigkeit Herr Landeshauptmann Dr. Rintelen übermittelte durch Herrn Oberregierungsrat Dr. Wolf dem Vereine seine Glückwünsche. Alsdann sprach Herr Dr. Robert Sonnenwald als Präsident der Kultusgemeinde. Er gedachte in warmen Worten der Gründer des Vereines und seiner segensreichen Präsidentinnen, Frau Dr. Marianne Mühsam, Frau Ehrenpräsidentin Seldrararenfabrlh streng Eiscn&nöniasbcr.Wien IL, Daldgassc 5 Selchwaren und Restauration Vorzüglicher Mittag- und Abendtisch zu bürgerlichen Preisen II.. Pratersfraüe 33 (Neben dem Carltheater) Charlotte Stern und besonders der jetzigen verdienstvollen Präsidentin Frau Lina Adler, die nun auch schon ein Jahrzehnt lang mit höchstem Eiter und größter Aufopferung den Verein führe. Besonderer Dank gebühre auch der Vizepräsidentin des Vereines Frau Flora Neu mann, die seit 33 Jahren in unermüdlicher Arbeit für den Verein wirke. Die jüdische Frau sei stets Mittelpunkt des jüdischen Lebens gewesen und in all ihren Handlungen vorbildlich für die Gesamtheit Die Frauen der Gemeinde Graz beschritten schon gleich nach der Gründung der jüdischen Kultusgemeinde den Weg uralter Tradition in der Arbeit für die Gesamtheit. Wohltätigkeit und Nächstenliebe wurden ihnen zur Richtschnur ihres Handelns. 50 Jahre selbstloser Hingabe und Opferbereitschaft haben manche Not in unseren Reihen zu lindern vermocht. Dafür zolle die Kultusgemeinde dem Vereine und seinen tatkräftigen Führerinnen tiefsten Dank. Herr Kommerzialrat Simon Rendi übermittelte die Grüße der „Bnai Brith Loge" und Frau Bruder, Linz, beglückwünschte den Verein namens des Linzer israelitischen Frauenvereines. Der Ehrenpräsidentin Frau Charlotte Stern wurde für ihr verdienstvolles Wirken eine Ehrenurkunde überreicht Nach Verlesung einiger Glückwunschschreiben schloß die Präsidentin die erhebende Feier. Im Anschlüsse daran fand ein feierlicher Festgottesdienst im Tempel statt Nach einem einleitenden Gesangsvortrage des Jüdischen Gesangsvereines und einem von Herrn Willi Rosner meisterhaft gespielten Violinsolo hielt Herr Landesrabbiner Univ.-Prof. Dr. David Herzog die Festpredigt in der er die hohe soziale Stellung, die der Frau im Judentum zu allen Zeiten eingeräumt wurde, besonders hervorhob. Und heute könne er mit Stolz feststellen, daß die Grazer jüdischen Frauen sich stets ihrer Pflichten der Gesamtheit gegenüber bewußt waren, ihre Leistungen sind eingeschrieben in den Herzen vieler Menschen. Mit dem Wunsche, daß es dem Vereine vergönnt sein möge, in edler Arbeitsfreudigkeit alle Aufgaben, die er sich gestellt habe, zu erfüllen, schloß der Herr Rabbiner mit einem eindrucksvollen Gebete -seine feierliche Rede. Der durch den jüdischen Gesangverein würdig vorgetragene 150. Psalm bildete den weihevollen Abschluß des Festgottesdienstes. Rabbinerverband in Wien. In der Samstag, den 7. d. M. unter Vorsitz des Obmannes Rabbiner Dr. D. Feuchtwang stattgehabten Sitzung des Rabbinerverbandes fand eine Trauerkundgebung für den verstorbenen Herrn Hofrat Rektor Prof. Dr. Adolf Schwarz s. A. statt, bei welcher der Obmann einen die Persönlichkeit und wissenschaftliche Bedeutung des Dahingeschiedenen würdigenden Nachruf hielt. „Einheit", Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehallen. Sonntag, den 8. d. M. fand in der Mittelstandspeisehalle des genannten Vereines, IL, Malzgasse 12 eine Festversammlung anläßlich des 25jährigen Bestandsjubiläums der „Einheit" statt Die Feier, an die sich die 17. ordentliche Generalversammlung anschloß, nahm einen überaus schönen und würdigen Verlauf. Wir werden in der nächsten Nummer über beide Veranstaltungen ausführlich berichten. Israelitischer Tempel- und Schulverein für den X. Gemeindebezirk. Die am 5. März 1931 stattgehabte Konstituierung des Israelitischen Tempel- und Schulvereines für den X. Bezirk ergab folgendes Resultat: Max Berger, Obmann: Benjamin Scher, I. Obmann-Stellvertreter; Simon Steiner, II. Obmann-Stellvertreter; Adolf S p i r a. Schriftführer; Gustav Fuchs, Schriftführer-Stellvertreter: Leopold Drill, Kassaverwahrer; Alfred Schweiger. Kassaverwahrer-Stellvertreter, und die Herren Sigmund Eisenstedter, Alfred Fessler, Leopold Grünspan, Michael Halpern, Johann Kafowi, Adolf Plaschkes, Jakob Schwarz und Mor Weisz zu Schul- und Bethausverwaltern. Der Israelitische Humanitätsverein für den X. Bezirk hielt Sonntag, den 8. März, vormittags seine 53. ordentliche Generalversammlung unter dem Vorsitze seines Obmannes, Herrn Komm.-Rat Carl Weis, ab. Der Vorsitzende begrüßte die zahlreichen Erschienenen, insbesondere den Obmann des Tempelvereines, Herrn Max B e r g e r, den Ehrenpräsidenten, Herrn Jakob S. Strassberg und den Vertreter der „Union deutschösterreichischer Juden", Reg.-Rat Dr. Max Lenk. Er gedachte sodann der im letzten Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder und hielt den verblichenen Kultusvorstehern Dohan und Markus ehrende Nachrufe. Der langjährige Schriftführer Hermann Frankl schilderte die großen Leistungen des Dezennien alten Vereines, dankte den zahlreichen Spendern und Gönnern und gab der sicheren" Erwartung Ausdruck, daß die Kultusgemeinde, für die die Tätigkeit des Vereines eine große Entlastung auf humanitärem Gebiete bedeute, den zum ersten Male geäußerten- Subventionswünschen des Vereines entsprechen werde. Aus dem vorgelegten Berichte geht hervor, daß der Verein, rund S 6000.— im abgelaufenen Jahre zu Unterstützungszwecken aufgewendet hat Auf Grund der vorgenommenen Wahlen wird der Vorstand im nächsten Jahre die gleiche Zusammensetzung zeigen. Unter großem Beifall erklärte sich Komm.-Rat Weis bereit, auch weiterhin die Geschäfte zu führen. An der Debatte beteiligte sich eine größere Zahl von Herren. Herr Ehrenpräsident Strassberg wünscht Heranziehung der Jugend zur Vereinsarbeit und stärkere Betätigung auf dem Wir- . kungsgebiete der Chewra Kadischa, insbesondere auch Sorge um die Kranken der ärmeren Schichten. Der Obmann des Tempelvereines, Herr Berger, unterstützt die vom Vorredner vorgebrachten Wünsche und regt die Bildung einer Sektion für die Agenden der Chewra Kadischa an. Herr Alired T o n e 11 e s bespricht ausführlich die Verpflichtungen des Vereines auf dem Gebiete der Chewra Kadischa. Herr B. Steiner fordert lebhaftere Betätigung auf dem Gebiete des Krankenbesuches und Herr R. Knie beleuchtet in eingehender Weise die Tätigkeit des Vereines und regt die Erweiterung des Ausschusses durch Kooptierungen an. (Angenommen.) Reg.-Rat Dr. Lenk, von der Versammlung lebhaft begrüßt, verspricht die Uebermittlung der hier geäußerten Wünsche an den Kultusvorstand. Er erörtert die Möglichkeiten für den Ausbau des Vereines durch Heranziehung jüngerer Kräfte und wendet sich entschieden dagegen, daß die jüdischen Humanitätsvereine zu einem Propagandamittel im innerjüdischen Kampfe herabgewürdigt werden. (Lebhafter Beifall.) Nach einer weiteren Debatte, an der sich die Herren Dr. Emil E 1- 1 i n g e r, Adolf S p i r a, Adolf Plaschkes, Schmeyer und Langer beteiligten, wurde die Generalversammlung geschlossen. Um 6 Uhr nachmittags fand im Tempel X., Humboldtgasse 27, der vom Vorstand des Israelitischen Humanitätsvereines veranstaltete diesjährige feierliche Trauergottesdienst statt. Goldene Hochzeit Am Samstag, den 7. d M., feierten Herr Emanuel und Frau Emilie Reiner, IX.. Porzellangasse 56, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Beim Gottesdienste im Müllnertempel wurde das Jubelpaar zuerst vom Obmann des Tempelvereines, Herrn Kultusrat Börserat Ignatz Glück, auf das herzlichste begrüßt. Nachdem Herr Emanuel Reiner in feierlicher Weise zur Thora gerufen und der Thoraabschnitt verlesen worden war, hielt Herr Rabbiner Dr. Schwarz an das Jubelpaar eine herzliche Ansprache, die in dem Wunsch ausklang, es möge dem Jubelpaare gegönnt sein, noch viele Jahre in Liebe und Treue glücklich zu: leben. Herr Ministerialrat Dr. Weiuer beglückwünschte das Jubelpaar im Namen der Israelitischen Kultusgemeinde. Viele Freunde und Bekannte füllten das schöne Gotteshaus, in dem Herr Oberkantor Postolow in der allbekannt schönen und traditionellen Form den Gottesdienst versah. Am Samstag nachmittag erschien in Vertretung des Herrn Bürgermeisters Stadtrat Linder und beglückwünschte das Jubelpaar im Namen der Stadt Wien. Herr Emanuel Reiner ist ein eifriges Mitglied der Bezirksorganisation IX. der „Union deutschösterreichischer Juden". Die ...Union" hat dieses eifrige Mitglied und dessen Frau auf das herzlichste beglückwünscht. Zahlreiche Mitglieder der Bezirksorganisation nahmen an dem feierlichen Gottesdienste teil. Möge es diesem wackeren Jubelpaare noch recht lange gegönnt sein, zur Ehre des Judentums viele Jahre ungetrübten Glückes zu genießen. „Tbeologia". Verein iüd. Hochschüler an der isr.- theoL Lehranstalt. In der am 27. v. M. stattgefundenen Generalversammlung wurden folgende Kollegen gewählt: Präses: Josef Babad; Vizepräses: M. Hirsch und D. Ochs; I. Schriftführer: J. Z. Konner; II. Schriftführer: Josua Horowitz; Kassier: B. Groß; Hochschulausschußreferent: M. Lewin. Jüdischer Lesezirkel. Die Direktion des Cafe Residenz am Franz Josefskai (vis-ä-vis Dianabad) hat sich, einer Anregung einiger Herren entsprechend, bereit erklärt, alle wichtigen jüdischen Zeitungen und Zeitschriften des In- und Auslandes aufzulegen, vorausgesetzt daß sich zumindest zirka 25 Interessenten finden, welche sich ohne jede bindende Verpflichtung prinzipiell bereit erklären, zumindest einmal wöchentlich das genannte Cafe aufzusuchen. Interessenten werden daher höflichst gebeten, sich am Sonntag, den 15. März, um 8 Uhr abends, im Cafe Residenz (Klubzimmer) zu einer zwangslosen diesbezüglichen Aussprache einzufinden. Verein „Ferienheim". (Präsidentin Sofie Grünfeld.) Der Verein „Ferienheim" entsendet Ende Mai in sein eigenes Heim Mühldorf in Bad Vöslau erholungsbedürftige, israel. vorschulpflichtige Kinder von 4 bis 7 Jahren. Die Kolonie steht, bei Verabreichung von fünf Mahlzeiten, unter ärztlicher Aufsicht und wird von Pflegerinnen und Kindergärtnerinnen betreut. Nach Schulschluß werden Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren unter pädagogischer Aufsicht, bei Verabreichung von fünf Mahlzeiten, gegen abgestufte Beitragsleistung der Eltern in das obige Heim entsendet. Anmeldungen von 10 bis 12 Uhr vormittags im Vereinsbüro, IX., Türkenstraße 17, Telephon A 11-1-63. Kauft Schmidl-Mazzoth! Die von Herrn N. Brode tzky mit großen Opfern neu eingerichtete, wirklich mustergültige Mazzothfabrik in Floridsdorf wurde nach den Grundsätzen der überaus anspruchsvollen modernen Hygiene und auf Grund der neuesten technischen Errungenschaften neu eingerichtet und so. ist es kein Wunder, wenn die altrenommierten Schmidl-Mazzoth heuer besonders gut geraten sind. Es erübrigt sich hervorzuheben, daß selbstverständlich alle Kaschruthvorschriften unter ständiger Kontrolle verläßlicher Maschgichim genau eingehalten werden. Aber auch die Person des Herrn N. Brodetz k y ist Gewähr dafür, daß allen rituellen Anforderungen Genüge geleistet wird. Herr N. Brodetzky führt bereits seit 30 Jahren in der Leopoldsgasse 43 ein Lebensmittelgeschäft das er an Samstagen und Feiertagen geschlossen hält.

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