Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 18 (2.5.1930)
- Date
- 1930-05-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite t DIE WAHRHEIT Beschlagnahmte Balfour-Bilder in Safed. 30 Tage nach Balfours Tod (Schloschim) veranstaltete die Jüdische Gemeinde in Safed eine Gedenkfeier, wobei in den Straßen Bilder von Balfour zugunsten des Jüdischen Nationalfonds verkauft wurden. Die Polizei aber beschlagnahmte die Balfour-Bilder. Auf Protest der jüdischen Gemeinde wurde die Beschlagnahme aufgehoben. Die palästinensischen Todesurteile. Die Jerusalemer revisionistische hebräische Tageszeitung „Doar Hayom" fordert die Vollstreckung der Todesurteile gegen arabische Mörder mit der folgenden „geistreichen" Begründung: Die arabische Exekutive fordert die Aufhebung der Todesurteile nicht im Interesse der Verurteilten, sondern im Interesse des eigenen Prestiges. Die Morde waren ein Ergebnis der Hetze der arabischen Exekutive, die Mörder glaubten ihrer Versicherung, daß sie •straflos ausgehen werden. Wenn man nun heute diese Menschen hängt so wird das ganze Prestige der arabischen Führer zusammenbrechen. Wir Palastana- Juden, fährt „Doar Hayom" fort, sehen in der Vollstreckung der gerechten Urteile eine Garantie für die Sicherheit in der Zukunft Die Vollstreckung der Urteile wird den Arabern beweisen, daß man nicht unser Blut ungestraft vergießen darf. Wie die Palästina-Regierung „entschädigt". Nachdem die Palästina-Regierung vor einigen Tagen mit der Zahlung von Entschädigungen an Araber in Safed für während der Unruhen im August erlittene Sachschäden begonnen hatte, wurden soeben auch Verfügungen über die Zahlung von Entschädigungen an jüdische Opfer der Unruhen getroffen. Die Art wie diese Entschädigungsaktion geführt wird, und die lächerlich geringe Höhe der Entschädigung haben unter den jüdischen Interessenten schwere Enttäuschung hervorgerufen, die sich in Aeußerungen der Erbitterung Luft macht In der Regel werden etwa 8 Prozent des erlittenen Schadens ersetzt in vielen Fällen aber ist die Höhe der Entschädigung noch weit geringer als dieses Ausmaß. So z. B. erhielt die Familie von Rabbi Hassoun in Hebron, deren Haus vollkommen zerstört und ausgeplündert wurde, wobei der Schaden, gering geschätzt, die Höhe von 3000-Pfund erreicht im ganzen 11 Pfund 8 Shillinge als Entschädigung ausbezahlt Die jüdische Gemeinde von Hebron, die durch die Zerstörung ihrer Synagoge, ihres Greisen- und Waisenasyls, sowie anderer Wohlfahrtsinstitutäonen einen Schadenersatz von 2000 Pfund beanspruchte, erhielt 54 Pfund. Der Hebron-Jude Ascher Karlinsky. der durch die Ausplünderung seines Hauses einen Schaden von 103 Pfund erlitten hat erhielt 14 Shillinge ausbezahlt Die gleiche Empörung wie unter den Juden Hebrons herrscht über die Entschädigungspraxis der Regierung auch unter den Juden von S a f e d. Am 21. April abends fand in Safed eine jüdische Versammlung statt in der sich die Entrüstung gegen die Regierungspraxis sehr stürmisch äußerte. Es wurde eine Resolutem angenommen, in der gegen die .schmachvolle und beleidigende Haltung der Regierung gegenüber den Opfern der Unruhen" protestiert wird. Es wurden Daten zur Sprache gebracht aus denen hervorgeht daß die Regierung, obwohl sie die Schäden sehr niedrig einschätzt dennoch nur ein Drittel der Höhe ihrer eigenen Schätzungen als Entschädigung zahlt Im Verlauf der Versammlung wurden auch Klagen gegen die Verwaltung des jüdischen Nothilfsfonds (Emergency Fund) erhoben. Es wurde erklärt, daß der Fonds seine Versprechungen, den Juden von Safed beim Wiederaufbau ihres zerstörten Wohn- und Geschäftsviertels zu helfen, nicht in der wünschenswerten Weise erfüllt Die sephardische Gemeinde in Hebron, die für die Zerstörung ihrer drei Synagogen und mehrerer Gemeinde-' Institutionen einen Schadenersatz von 6423 Pfund beanspruchte, erhielt im ganzen 176 Pfund ausbezahlt. Nissim Castel, der 250 Pfund Schadenersatz bean* spruebte, erhielt 8 Pfund. EJcbanan Roch, dem in den Augustragen eine Hand abgeschlagen und dessen Hans vorkommen ausgeplündert wurde, beanspruchte einen Schadenersatz von 1537 Pftind, erhielt aber nur 84 Pfund. Dem in Mekor Ohajim lebenden Juden Schnurman, der 550 Pfund als Schadenersatz für die Auspföndening und Niederbreiwiung seines Hauses verlangte, wurden 32 Pfund bewilligt Der Safeder. Jude Klinger, der einen erlittenen Schaden von 11.000 Pfund nachweisen konnte, erhielt 140 Pfund ausbezahlt Das Safeder jüdische Waisenhaus, das 300 Pfund als Schadenersatz beanspruchte, erhielt 144 Pfund. Ein Jenusalemer Jude erhielt 17 Pfund statt der beanspruchten 640 Pfund. Die Familie des in Hdbron ermordeten Jeschiwah-Stadeuten Krasner, deren Haus vollkommen ausgepiiündert wurde, erfiielt statt der beanspruchten 5000 Pftind nur 114 Pfund ausbezahlt Von denjenigen, die nur Verletzungen erhielten, haben die meisten überhaupt keine Entschädigung erharten. Die Schwester von Rabbi Dvoret der eine Hand abgehauen und deren Haus in Hebron geplündert wurde, erhielt insgesamt 2 Pfund und 10 Schilling Schadenersatz. Eine andere jüdische Frau aus Hebron, deren Schaden offiziell auf 560 Pfund geschätzt wurde, erhielt 5 Pfund ausbezahlt Die Empörung wird verstärkt durch das Bekanntwerden der Tatsache, daß der Jerusalemer arabische Anwalt Hassan AI Budeiri, dem in den Unruhetagen. als seine Wohnung in Brand geriet eänlKe Gegenstände aus derselben entwendet wurden, 340 Pfund Schadenersatz erhielt Wie erinnerlich, wurden die Mitglieder der Untersuchungskommission in das Hans dieses Anwaltes geführt, um Urnen zu beweisen, daß auch Juden, wähnend der Unruhen arabisches Eigentum zerstört haben. In dauernder Unruhe. Dem Oberkommissär Sir John Chancellor ging abermals ein Memorandum aus arabischen Kreisen zu, das die Forderung enthält alle gegen Araber im Zusammenhang mit den Unruhen im August 1929 ausgesprochenen Todesurteile zu annullieren und die Verurteilten aus der Haft zu entlassen. Der Unterstaatssekretär für die Kolonien Dr. Drummond Shiels hat in der letzten Sitzung des britischen Unterhauses erklärt daß die Vollstreckung oder NichtVollstreckung von Todesstrafen in den Händen des High Commissioner liegt — Der Palästina-Sonderkorrespondent der antizionistischen „Mo.rning Post", der vor wenigen Wochen nach London zurückgekehrt ist, führt in seinem Blatte aus, unter Engländern, Juden und Arabern in Palästina herrscht Uebereinstimmung darr über, daß man mit weiteren Unruhen in Palästina als mit einer Tatsache zu rechnen habe. Unruhen wurden für die Osterzeit, die mit dem Nebi Musa-Fest zusammenfällt, erwartet. (Das Fest ist aber glücklicherweise ruhig verlaufen. D. Red.) Auch die Zeit der Veröffentlichung des Shaw- Berichtes war als eine kritische angesehen worden. Am meisten aber ist die Ansicht verbreitet, daß mit dem Juni 1930 eine Zeit der Unruhe beginnen wird. Die Orangen-Saison wird dann vor ihrem Ende stehen. Ende Mai werden die Ernten an Weizen und Gerste eingebracht sein, die in klimatischer Hinsicht kritischeste Zeit des Jahres, der „fünfzigtägige Wind", wird vorübergegangen sein. Die Geister werden dazu frei werden, sich politischen Betrachtungen hinzugeben. Allgemein herrscht in Palästina die Ansicht daß nur die Anwesenheit der britischen Garnison im Lande die Ordnung seit den Unruhen im August 1929 aufrecht erhielt Der „Morning-Post'-Korrespondent berichtet ferner, daß der Waffenschmuggel aus Transjordanien nach Palästina andauert und daß Viehraub längs der Grenze an der Tagesordnung ist. Die lange Grenzlinie und die Tatsache, daß der Jordan leicht zu überschreiten ist machen die Aufgabe der transjordanischen Grenzwacht zu einer wenig beneidenswerten und es gibt heute wenige Juden, besonders im Landinnern, die nicht ihre Pistole zur Sicherung bei sich haben, und nur wenige Araber, die nicht ein brauchbares Gewehr aufbewahren für den Fall, daß „der Tag wiederkommt" — Mehrere jüdischen Einwohner Jerusalems, die nach Amman, der Hauptstadt Transjordaniens, gekommen waren und die sich zum Vadi Musa begeben wollten, wurden durch die Behörde von diesem Besuche zurückgehalten mit der Begründung, daß man für die Sicherheit der jüdischen Besucher nicht garantieren könne. Eine pbantasievolle Akademie der „Wissenschaften". Die jüdische Abteilung der Akademie der Wissenschaften in Minsk, der Hauptstadt Weißrußlands, veröffentlicht eine Proklamation gegen jüdische Religion und jüdische religiöse Führer, in der versucht wird, den Beweis zu erbringen, daß die Rabbiner von jeher Interessen des Finanzkapitals dienstbar waren. Es wird erklärt, daß, obwohl eine eigentliche jüdische Inquisition nicht existiert, dennoch in den Räumen der jüdischen Gemeinden Sünder allerlei physischen Peinigungen ausgesetzt waren. Man pflegte solche Sünder kahl zu rasieren, sie Folterungen zu unterziehen; angeblich ausgelassenen Mädchen wurden die Zöpfe abgeschnitten; Kohanim, die geschiedene Frauen heirateten, wurden die Finger der Hände abgehackt; Dieben wurden die Ohren vom Schädel abgetrennt; der religiöse Bann war schon die geringste Strafe. In der Proklamation wird erklärt daß die Rabbiner im elften Jahrhundert ihren Einfluß auf König Alfons .VI. dahin ausgeübt haben, daß er die Karaiten vertrieben hat Im 13. Jahrhundert verfolgten die Rabbiner den Maimonides, später trieben sie Uriel Acosta in den Tod; im 17. Jahrhundert belegten sie den großen Philosophen Baruch Spinoza mit dem Bann, später führten sie einen Kreuzzug gegen Moses Mendelssohn und gegen den PhilolophenNachman Krochmal; in den letzten Jahren bekämpften die Rabbiner die Dichter Mendel! Morcher Sforin und Perez; 1925 haben orthodoxe Juden in Warschau die Gedenksteine der Schriftsteller Perez, Anski und Dinesohn beschmiert Die Minsker jiddische1 Zeitung „Oktiabr", die diese Proklamation der jüdischen Abteilung der Akademie abgedruckt hat publiziert angebliche Dokumente, die ihr von dieser Abteilung zur Verfügung gestellt wurden, aus denen erwiesen werden soll, daß verschiedene Rabbiner in der Zarenzeit jüdische Arbeiter der Polizei ausgeliefert haben. In diesem Zusammenhang werden der Raw von Skwir, Jampolski, der Raw von Orio, Katzenelson und der Raw von Ladzi, Meisel, genannt. „Oktiabr" veröffentlicht empörte Briefe aus Kreisen religiöser Juden, in denen dagegen protestiert wird, daß die Rabbiner durch solche Veröffentlichungen dem Hasse der Bevölkerung ausgesetzt werden. In einem der Briefe wird bemerkt, daß der berüchtigte Antisemit Kruschewan in seinem Hetzblatt „Bessarabez" in der gleichen Weise die Juden denunziert hat Die Zeitung „Oktiabr" druckt diese Briefe als Beweis dafür ab. daß die religiösen Elemente „kampflustig" sind wie je. Antisemitische Studentenumtrfebe. Während der Osterferien machten sich in Rumänien Umtriebe antisemitischer Studenten bemerkbar. Wie die Zeitungen melden, hat sich das Innenministerium mit den Führern der Studenten in Verbindung gesetzt und diese auf die ernsten Folgen etwaiger Unruhen aufmerksam gemacht Auch wurden Anweisungen gegeben, die Bewegungen der Studenten genau zu beobachten und im Bedarfsfalle rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Vor einigen Tagen wurden im Bukarester Volksgarten der Generalsekretär der sozialdemokratischen Partei Rumäniens Ilie Moscovici, ein Jude, und der sozialdemokratische Deputierte Radaceanu von antisemitischen Studenten überfallen und sehr schwer mißhandelt Moscovici erhielt nicht unbedenkliche Verletzungen und wird längere Zeit das Bett hüten müssen In Galatz drang eine Gruppe von etwa 30 Gymnasiasten, Mitglieder der vom Antisemiten und Präfektenmörder Codreanu geführten „Eisernen Garde" in die hauptsächlich von Juden bewohnte Movilastraße ein, und zerstörte den Laden des Kaufmannes Hellmann. Wie die Zeitungen melden, hat der Patriarch von Rumänien, Miron, an eine bei ihm erschienene Abordnung der Studenten der Theologie eine mahnende Ansprache gehalten und u. a. gesagt: Sehr viele Studenten jagen, statt zu lernen, Abenteuern in den Straßen nach. Es herrschen keine guten Traditionen im Studentenleben. Die einzig richtige Lösung wäre, die ganze. Studentenschaft einer strengen Säuberung zu unterziehen und eine Elitetruppe von Tüchtigen zu schaffen. So wird es keinen Anlaß mehr zu ständiger Unsicherheit und zu Unruhe geben. Der Patriarch verurteilte die letzten Skandale auf das schärfste und bedauerte es, daß eine arge Klasse von- Politikern die Studenten zu Kundgebungen ausnutzt. Die Rede des Patriarchen schloß mit einer Mahnung zu ernster Arbeit Das Kreisgericht zu Posen verhandelte gegen 18 Studenten, die im Juni 1929 bei einer Sympathiekundgebung für die Lemberger antisemitische Studentenschaft in zahlreichen jüdischen Geschäften die Schaufensterscheiben eingeworfen und Kioske von Juden in der Posener Landesausstellung beschädigt haben. Das Gericht sprach 16 der Angeklagten frei (!) und verurteilte die beiden Rädelsführer zu je 6 Monaten Gefängnis bei Strafaussetzung für drei Jahre. Schächifrage in Südafrika. Die letzte Sitzung des südafrikanischen Jewish Board of Deputies befaßte sich mit der Frage des Schächtschutzes. Der Board wählte eine Abordnung, die im Namen der Juden. Südafrikas mit dem parlamentarischen Komitee für Ausarbeitung eines humanen Schlachthausgesetzes in Verbindung treten und es über die jüdische Schächtung informieren soll. Es wurde auch ein Memorandum über das Schächten ausgearbeitet. Die Abordnung setzt steh aus dem Oberrabbinan der Förderation der Synagogen des Witwaterrand Professor Dr. J. L. Landau, Rev. A. P. Bender. Rabb. M. Ch. Mirwish und dem Vorsitzenden des Kapstadt-Komitees dies Jewäsh Board of Deputies King's Counciel Morris Alexander zusammen. 1929 hat der Magistrat Kapstadt eine Vorschrift für humane Schlachtung erlassen und nach Besprechung mit dem von der Jüdischen Gemeinde gebildeten Schächtsebutzkomitee verfügt, daß die Schäühhuig durch Juden- und MoslemMen der Vorschrift nicht unterliegen. [ Graf Adalbert Sternberg | Mit Adalbert Sternberg verschwindet ein Wiener Original, das in seinem unbändigen Drangnach Rechtlichkeit auch den Juden Gerechtigkeit zuteil werden ließ. „Adalbert, aus dem uradeligen Geschlecht der Sternbefg" hat seinerzeit als einziger, außer Masaryk, dem gegenwärtigen Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik, den Mut gefunden, im ehemaligen österreichischen; Reichsrate f-ür Hilsner einzutreten: 1911 hielt er in den Sophiensälen in Wien einen Vortrag gegen den Antisemitismus, bei dem u. a. der Minister des- Aeußeren, Graf Berchtold, und der Militärkanzleichef Kaiser Franz Josefs, General Baron Bolfras, sowie zahlreiche Mitglieder des Hochadels anwesend waren. Für die österreichischen Juden Grund genug, seiner zu gedenken. In einer seiner letzten Schriften. „Päpste, Kaiser, Könige und Juden" wiederholte er seine sehr oft manifestierten Bemühungen um Herstellung des religiösen Friedens. Abgesehen von Schreib- und Druckfehlern und obwohl manches in seiner Schrift aus nicht verläßlichen Quellen geschöpft und darum historisch anfechtbar äst, die edle Grundtendenz wird durch solche Entgleisungen, die einem Laien auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte nicht zu verargen sind, keineswegs b e e i n t r ä c h t i g t. Graf Sternberg war eben aufrichtig bestrebt, zwischen Katho 1 iken und Juden einen Weg der Verständigung in dem Sinne anzubahnen, daß sie beide, den eigenen Lehren getreu und gemäß, gemeinsam den .bürgerlichen Frieden fördern sollen. In seiner Verteidigung der Juden ging Graf Sternberg — und das sei ihm unvergessen — sogar, so weit, daß er gerade als gläubiger Katholik sich, mit Stolz daran erinnerte, daß unter seinen Ahnen auch jene Petrileone war, aus deren Familie die Großmutter Rudolf v. Habsburgs stammte und deren Ahne als Jude Lewy am jüdischen Friedhof von Rom begraben ist. „Als ich einmal", sagt Sternberg in seinem oberwähnten Buche, „im Parlament, um den Stolz der Habsburger etwas abzukühlen, ausrief, ich hätte nur einen Tropfen Judenblut in meinen Adern, und zwar durch eine Habsburgerin in meinem Stammbaum, erhob sich bei Hof allgemeine Entrüstung, und man forschte darüber nach. Ich ging auch ins Hofarchiv und fand diese Stellen, die darüber Auskunft hätten geben können, verklebt. Aber zum Glück für mich fand ich einen Brief des Sohnes Rudolfs v. Habsburg, Albrecht, an die Römer, einen Aufruf vor seiner Kaiserwahl, wo er sich auf seine Urgroßmutter, eine Römerin, Petrileone, beruft," Wien hat mit Adalbert Sternberg eines seiner interessantesten Originale verloren, dem auch die Juden für sein Eintreten für ihre Sache Dank schulden.