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Die Wahrheit · 1930-03-14 · Heft 11 (14.3.1930) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1930
Issue
Heft 11 (14.3.1930)
Date
1930-03-14
Page
– (sequence 9)
Language
German
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na Einzig In nittelearopa sind die Vortrefflich-Mazzoth der bestrenommierten I. Wr. orthodoxen Mazzothfabrik, welche unter streng orthodoxer Aufsicht des ehrw. Rabbinates der isr. Kultusgemeinde Wien erzeugt werden. Atteste der größten D'llXJ, Durch die modernsten technischen und hygienischen Einrichtungen bin ich in der Lage, sämtliche nivp und feinsten lichten Grieß, wie auch die dünnsten Mazzoth aus dem garantiert feinsten N ti Herrn e h l fi03 b\& "1873 streng orthodox zu erzeugen. Separate Abteilung unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. H. Schenk (Talmud-Thora). Bäckereien nD3 bvf >n großer Auswahl und bester Qualität zu den billigsten Preisen ISRAEL VORTREFFLICH II 0«n«ali»er«rel«r Fabrik: Wien II., Obere AugartenstraBe 52 AIDERT KÖRNER, II., IfOyaFBgaSSB 7 Telephon Nr. R 46-3-90 und A 47-8-42 || DelallTerHaillSSielI«B tfau WICB an« OSlCITeM QmTlicli« tJarlauToarungan der israelitischen Kultusqemeinde UJien Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 14. März 1930 werden bei dem um 6 Uhr beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: I., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Doktor D. Feuchtwang). Samstag, den 15. März 1930 findet beim Morgengottesdienste (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) im Gemeindetempel, XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. R o s e n m a n n) ein exegetischer Vortrag statt. Aus der Plenarsitzung des Kultusvorstandes vom 27. Februar 1930: In der unter dem Vorsitze des Präsidenten Generaloberstabsarzt Univ.-Prof. Dr. Alois P i c k am 27. Februar 1930 abgehaltenen Plenarsitzung des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde vom Vizepräsidenten Dr. L ö w e n h e r z über den Antrag der „Finanzkommission" berichtet, die „C r e d i t k a s s a für jüdische Kleingewerbetreibende" durch die Zeichnung von Anteilscheinen in die Lage zu versetzen, ihre so überaus verdienstvolle und segensreiche Wirksamkeit nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern auch erweitern zu können. Der Referent wies darauf hin, daß diese Kreditkassa seinerzeit über Anregung und durch die Bemühungen des seligen Oberrabbiners Dr. C h a j e s und der Mitglieder des Kultusvorstandes, Direktor Epler s. A., und Börsenrat Glück, aus den Mitteln des „American Joint Distribution Comtnittee" begründet wurde. Seit dem Ableben des seligen Oberrabbiners steht Herr Börserat Glück an der Spitze dieser Institution, die vorzüglich verwaltet, mit sehr geringen Regien arbeitet und im abgelaufenen Jahre allein zirka «0.000 S an 750 Parteien Kreditbewilligungen vorgenommen hat. Finanzreferent, Regierungsrat Dr. Oppenheim, berichtete, daß er seitens des von ihm zur Prüfung der Gebarung entsendeten Vertrauensmannes überaus zufriedenstellende Berichte erhalten habe. Mit dem Ausdruck des Dankes für die um die „Creditkassa" bemühten Funktionäre und Organe wurde beschlossen, Anteilscheine im Betrage von 20.000 S zu zeichnen, wodurch in Anbetracht der noch seitens des ..American Joint Distribution Committee" zu gewärtigenden weiteren Förderung die Leistungsfähigkeit der „Creditkassa" wesentlich gehoben wird. Gleichzeitig wurde beschlossen, aus der Mitte des Kultusvorstandes zwei Mitglieder in den Vorstand und zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat der •.Creditkassa" zu entsenden. Zahl 1286 ex 1930. Stipendien für Krankenschwestern-Elevinnen. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien hat beschlossen, an jüdische, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzende Frequentantinnen der Krankenpflegeschüle der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz zwei Stipendien im Betrage von je 1200 S während das ersten Lehrjahres und von je 600 S während des zweiten und dritten Lehrjahres, und drei Stipendien im Betrage von je 600 S während des ersten Lehrjahres und von je 300 S während des zweiten und dritten Lehrjahres zur Verleihung zu bringen. Die Frequentantinnen erhalten während der ganzen Ausbildungszeit freie Station in der Krankenpflegeschule. Der Bezug des Stipendiums durch die ganze Ausbildungszeit wird von den durch die vorschriftsmäßigen Prüfungen nachzuweisenden guten Lernerfolgen abhängig gemacht. Die mit einem Stipendium Bedachten haben sich zu verpflichten, als Pflegeschwestern im Spitale oder in der Versorgungsanstalt der israelitischen Kultusgemeinde durch mindestens drei Jahre tätig zu sein. Die israelitische Kultusgemeinde wird sich unter noch näher bekanntzugebenden Bedingungen verpflichten, den mit einem Stipendium Bedachten die den Gesamtbezug des ihnen verliehenen Stipendiums übersteigenden Ausbildungskosten in der Krankenpflegeschule der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze in dem Falle rückzuersetzen. daß die Stipendistinnen tatsächlich eine dreijährige Dienstzeit als Pflegeschwestern im Spitale oder in der Versorgungsanstalt der Israelitischen Kultusgemeinde zurücklegen. Bewerberinnen wollen ihre mit den Personaldokumenten und der Bestätigung, daß sie um die Aufnahme in die Krankenpflegeschule der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze angesucht haben, versehenen Gesuche bis spätestens 15. April 1930 in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, einbringen. Daselbst sind die Aufnahmsbedingungen der oberwähnten Krankenpflegeschule unentgeltlich erhältlich. Wien. 10. März 1930. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien. J ugendgottesdienst. Am Sanistag, den 15. März 1930, um 3 Uhr nachm.. findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Auflegung des Rechnungsabschlusses pro 1929. Zahl 17S7 ex 1930. Seitens des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird die Auflegung des Rechnungsabschlusses über die Einnahmen und Ausgaben der israelitischen Kultusgemeinde sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehenden Fonds und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1929, gemäß § 92 des Kultusgemeindestatutes, hiemit verlautbart. Einsichtnahme und Vorbringung von Erinnerungen durch Gemeindemitglieder binnen 14 Tagen vom Tage dieser Kundmachung an gerechnet, in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien I., Seitenstettengasse 4, III. Stock. Wien, 14. März 1930. Montag, den 17. und Mittwoch den 19. d. M., finden um Yt% Uhr abends öffentliche Plenarversammlungen des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde statt. Tagesordnung: Beratung des Kostenvoranschlages für das Jahr 1930. Zahl 1791 ex 1930. Wien, 10. März 1930. Den Produzenten und Konsumenten von Pessach-Koschermilch wird zur Kenntnis gebracht, daß für die rituelle Verläßlichkeit nur solcher Koschermilch Gewähr geleistet werden kann, welche in Flaschen verabreicht wird, die mit einem Siegel des ehrwürdigen Rabbinats der israelitischen Kultusgemeinde Wien versehen sind. Nähere Auskünfte werden erteilt im Kultusgemeinde Wien I., Seitenstettengasse 4. Der Vorstand. VonWo&e zu Woche Kontmerzialrat Ludwig Fraenkei, Präsident der Ebreichsdorfer Hutfabriks-A. G., der am 3. März eines plötzlichen Todes starb, war ein Urenkel von Hirsch Kol lisch, dem Gründer des bestandenen allgemeinen österreichischen israelitischen Taubstummeninstituts in Wien. Sein Vater Siegmund Fraenkei, der Mann einer Enkelin von Hirsch Kollisch und Mitgründer der genannten Hutiabrik, gehörte in den Jahren 1865—1873 dem Vorstande des erwähnten Humanitätsinstituts an. Auch Herr Kommerzialrat Ludwig Fraenkei war vom Juli 1916 bis zum 1. Mai 1921 im Vorstand und hat sich als solcher die Liebe der Zöglinge und die allgemeine Verehrung der Angestellten erworben. Baden bei Wien. Zu Ehren des verstorbenen Obc-rrabbiners W. Reich veranstaltete die Kultusgemeinde Bad Lii iiii Verein mit der C'.iewni Lamde Tora eine Gedenkfeier, die am Sonntag, den 25. Schwat. im großen Festsaale des Badener Restaurant Schey stattfand!, bei der der Sijum der Schischey Sidrei Mischna zur feierlichen Verlesung kam. Bei der Feier, die repräsentatives Gepräge trug, besorgte die zeremonielle Verlesung des Hadrati Seine Ehrwürden, der Allstädter Raw. Hierauf ergriff der Präsident des Waisenhauses. Herr J. J. Thumim das Wort zu einer eingehenden Würdigung der Persönlichkeit des Vexstorbenen. mit dem ihn 40jährige Freundschaft verbunden hatte. Für die vom Verblichenen begründeten Institutionen sprach Herr Rabbiner S. Friedman n, Baden, und er schloß mit dem Appell, im Sinne des Verstorbenen weiterzuarbeiten. Hierauf sprach der Badener Religionsprofessor Herr Dr. Salomon R o s 1 e r über die Tätigkeit des verblichenen Oberrabbiners als Lehrer der Jugend und Führer der Gemeinde. Schöne Worte über den Verstorbenen fanden noch Herr Rabbiner Ahron Jeruchem, Wien, und Herr Rabbiner Rosen, Wien. Im Namen, des Knltusvorstandes sprach Herr Kuttusvorsteher S. Rappaport. Der starke Besuch der Feier aus allen Kreisen der Bevölkerung bewies, wie lebendig das Andenken des verstorbenen Seelsorgers in der Gemeinde ist. Predigt Freitag, den 14. März 1930 wird bei dem um 6 Uhr beginnenden Abendgottesdienst im Tempel, XIX., Dollinergasse, Rabbiner Doktor A. Frankfurter eine Predigt halten. Purim-Festgottesdienst: Sonntag, den 16. März 1930. um 6 Uhr abens. findet im Tempel. Wien XL, Braunh ubergasse 7, ein Purim-Festgottesdienst statt. Mitwirkende: Oberkantor Max Schidlo (XI), Oberkantor Simon Weiß (X). Oberkantor Jechlel Rosenberg (XX). Chor des Tempelvereines Wien XX. unter Leitung des Chordirigenten David Reise nmann. Festrede: Rabbiner Dr. Max Grunwald. Der Verein der'Preßburger in Wien veranstaltet Samstag, den 15. März, %9 Uhr abends, im Goldsaale des Cafe Silier. Wien L, Scbwedenplatz, einen Geselligkeits- Abend (heitere Vorträge erster Kunstkräfte und Tanz). Diese Geselligkeitsabende erfreuen sich stets wachsender Beliebtheit und sind Vereinsmitglieder, deren Familien sowie Gäste auch diesmal recht herzlich willkommen. Der Mädchen- und Frauenverein ..Krankenbesuch" (Bikur Chaulim) veranstaltet am Sonntag, den 16. d. M., 4 Uhr nachm., Hotel Continental, eine Wohltätigkeitsiause mit Vorträgen. Ihre Mitwirkung haben in liebenswürdigster Weise zugesagt: Professor Josef Zimbler (Violine). Victor Sternau, Hertha Weinmann. Dr. Rottwin, begleitet von Professor Frühling, Ilse Fluß, Frau Adler etc. Conference: Emmy Wallner. Entree: S 2.60. Telephon A 19-7-54. Jüdisch-orthodoxer Scnulvereln „Prater Talmud Thora". Wien, IL. Wohlmuthstraße Nr. 21. Wie allgemein bekannt, besteht bereits seit langem im Prater eine vorzügliche „Talmud-Thoraschule". die an 150 Kinder Unterricht der heiligen Thora erteilt. Es sind an diesem Institute vier Lehrer und ein Schuldiener angestellt. Da die meisten der Kinder minderbemittelt sind, ist das Institut außerstande, den Lehrern, die mit «roßer Aufopferung täglich sechs Stunden unterrichten, die ohnehin kargen Gehälter auszuzahlen. Es droht die Gefahr der Schließung der Schule. Der heilige Zweck, den die Schule anstrebt, würde in Brüche gehen, wenn nicht schleunigste Hilfe von außen kommt. Daher sind wir gezwungen, an das Herz und an die Güte der jüdischen Oeffentlichkeit zu appellieren. Jeder möge nach Tunlichkeit beisteuern, um die wirklich wertvolle Lehrstätte der jüdischen Jugend zu erhalten. Spenden werden entgegengenommen unter Postscheckkonto R-44-4-S5 r-iler;>n die Redaktion der „Wahrheit".

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