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Die Wahrheit · 1926-10-29 · Heft 45 (29.10.1926) · page 15

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 45 (29.10.1926)
Date
1926-10-29
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 45 DIE WAHRHEIT Seite III Predigten in den israelitischen Gemeindetempeln. Freitag, den 29. Oktober 1926. finden bei dem um 4 Uhr 45 Min. beginnenden Abendgottesdienste in den nachbenannten Gemeindetempeln Predigten statt, und zwar: II., Tempelgasse 3 (Rabbiner Dr. M. Grunwald), XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 30. Oktober d. J., um 3 Uhr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen des I., II., IX. und XX. Bezirkes statt Briefkasten. Philatelist. Sie fragen, warum unter die Abbildungen der besten Söhne des deutschen Reiches, die die neuen deutschen Briefmarken schmücken, nicht auch die des deutschen Dichters Heinrich Heine autgenommen wurde. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten; oder vielmehr, ich weiß schon .... B. L. Warum die „Arbeiter-Zeitung" aus dem Berichte der Polizeidirektion über den in den Bauernbankskandal verwickelten Jesaias Aberbach gerade die mosaische Religion dieses übrigens in Würzburg in Bayern geborenen Herrn durch Sperrdruck hervorhebt, wollen Sie wissen? Sie nennen das „roten Antisemitismus, der sich in nichts von dem weißen unterscheidet." Aber wenn die Sozialdemokraten unsozial und undemokratisch handeln, ja (Dr.) Bauer, das ist doch was anders! „Hängen". Sie haben ganz recht, vor kurzem meinte die „Morgenzeitung" selbst, daß „jüdische Lozelachs bei den nichtjüdischen Zuhörern eine Mißachtung des jüdischen Wesens erwecken", und nun bringt sie am 6. Oktober unter dem Titel „Jüdischer Humor" fünf Witze, die bei ihren jüdischen Lesern Abscheu, bei Andersgläubigen aber noch stärkere Gefühle erwecken können. Diese Witze sind wahrlich nicht zum Lachen, sondern sehr traurig. E. Fischer, VII. Wir haben in Nr. 40/41 eine Zuschrift in der betreffenden Rubrik veröffentlicht, die sich mit der Ihrigen vollinhaltlich deckt. Unser Nachwort war daher auch an Ihre geschätzte Adresse gerichtet. Eine abermalige Behandlung des traurigen Gegenstandes halten wir nicht für opportun, die Rubrik selbst erscheint auch weiterhin, jedoch immer nur bei Einlauf von dafür bestimmten Zuschriften. Eine Anfrage haben wir nie von Ihnen erhalten, wir bitten Sie, dieselbe zu wiederholen. „Gemeinde". Wir müßten Anlaß zu einer Ehrenbeleidigungsklage geben, wenn wir solche Anwürfe beim richtigen Namen nennen wollten. „Ein Jude". Sie verdienen diesen Ehrennamen nicht, wenn Sie es wagen (wobei das Wagnis angesichts Ihrer feigen Anonymität nicht so groß ist), mit derlei Frechheiten uns zu belästigen. Aber Sie haben recht: „Es ist ja eine alte Erfahrung, je mehr einer mit vornehmer Gesinnung protzt, desto gemeiner ist dieser Kerl!" Und darum in den Papierkorb mit seinem perfiden Wisch! „Arbeiter-Presse". Die Nachricht dieses Hakenkreuzblattes über die angebliche Verwandtschaft Stresemanns mit Poincare ist nach unseren Informationen von der Pressestelle des Berliner Auswärtigen Amtes als Lüge dementiert worden. iiiiiniiilliintiii......iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniimimAMAAMMiAaAMA Schwager, Jüdischer Almanach. Demnächst erscheint der vom Wiener Tempelverwalter Max Schwager herausgegebene „Wiener jüdische Almanach", welcher nebst einem Kalendarium und literarischen Beiträgen ein Verzeichnis aller jüdischen Kultusgemeinden, deren Vorsteher, Funktionäre und Beamte, ferner auch alle jüdischen Wohltätigkeitsvereine und Humanitätsanstalten, Bethäuser usw. und deren Funktionäre enthalten wird. Um das sicherlich sehr wichtige Nachschlagewerk möglichst vollkommen zu gestalten, wendet sich Herr Max Schwager mit einem Rundschreiben an sämtliche Kultusgemeinden und jüdischen Körperschaften mit dem Ersuchen, ihm die erforderlichen Daten nach dem heutigen Stand zur Verfügung zu stellen. Es liegt im Interesse aller Amtsstellen, dem Ersuchen des Herausgebers so rasch als möglich zu entsprechen, Zuschriften wolle man an den Herausgeber Max Schwager, Wien IL. Zirkusgasse 50, richten. . > . ■. . — iMWHWMWiwiiimim _ w XL SihattS Sohn Wien IL, 0tatevs*rajte Jfflr. 3W Tel.43-4-10 Elegante Herrengarderoben Feinste Herrenwäsche kw Tlöolf SacQsef, Wien *fiuterzeuger Spezialist für Tlüsdjffüte IL, ZaOorstraße 39 Telephon 4S-0-65 XIV., SedJsQauserstraße 39 XVII., Xaioarienderggasse yt ■■■■■■■■■■^■■■■■■■■■■■■■■■■■i Die Wahrheit wird viermal hintereinander kostenlos zur Probe an die Adressen geschickt, die uns Freunde des Blattes aufgeben. Mit Tinte aasfallen Aussdtnetden and auf einer Postkarte an den Verlag der Wanrnett (Wien IL, Heinestraße 13) senden I Nr.j Name Adresse ■ 1 2 3 4 5 6 7 (Ort and Datum) (Name and Adresse)

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