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Die Wahrheit · 1926-10-29 · Heft 45 (29.10.1926) · page 16

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 45 (29.10.1926)
Date
1926-10-29
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite IV imwmRmvr Nr. 45 PHOTO-KUNir-SflLON WEITZH A N N, WIEN H. TABORSTRASSE 36':: T£L. 46658 Ii. PRATERSTRASSE 9 :: TEL. 46766 X* Keplerplaiz 13 Xffl., Hütfeldorferstr. 109 XXL, Schloßhoferstr. 20 WERKSTSTTE FOR MOJDERNE PHOTO¬ GRAPHIE. MALEREI, V ER GROS¬ SE RUN 6 EH, KLISCHEES USW. AUCH AN SONN- UND FEIERTAGEN DEN GANZEN TAG GEÖFFNET Streng 1»3 Restauration HOTE&.NEW 90RR' anter persönlicher Leitung des Her rn NAGEL und Aufg sichi der Adas Jisroel (Schiffschul) ■ Wien IL. Kleine Sperlgasse 5 S Hochzeiten werden in and außer m dem Hause bestens übernommen 8 Abends auch ■nllctalg^e Speisen fi Ausschank von vorzüglichen Weinen filHI Kantorenschule Eröffnung Ende Oktober 1926 Unteirichtsgegenstände: Modernes Kantorat, traditionelles Chasones, moderne Vortragsweise, Liturgie (Hebräisch, Krioh, Pajit, Dinim, Tnach) . Stimmbildung, allgemeine Musiklehre, Sprachkurse usw. Knrse für Vorgeschrittene Individuelle Unterrichtsmethode Reflektanten müssen sich einer Aufnahmsprüfung unterziehen, genügende Kenntnisse aus dem Hebräischen und ihre bisherige religiöse Lebensweise nachweisen Proponenten: Oberhantor j. L, MtHLER. Wien II.. Pozmanltentempel Oberkantor ö. MAROiLiES, Wien XVIII» Sdiopenhauerstraße 39 wohin alle Zuschriften zu richten sind ^■■■■■■■«■■■■■■■■■■■■■■■■■«■■■■■■■■■■i — Unser Abwehrtonds? — Die maßlosen Ausschreitungen eines wüsten Rassenantisemitismus, dessen Schauplatz derzeit unsere Republik und vor allem Wien ist, zwingen" die österreichische Judenschaft zur energischen Abwehr. Die unerhörten Beleidigungen, die nichtswürdigen Verleumdungen und haltlosen Beschuldigungen, die von berufsmäßigen und vielfach vom Auslande hierfür bezahlten Hetzern gegen uns und unseren Glauben unaufhörlich erhoben werden, machen uns die Verteidigung unserer Ehre und unserer Rechte zur heiligen Pflicht. Die entschiedene Zurückweisung der wütenden Hetze, die gerade in jüngster Zeit gegen jüdische Professoren, Aerzte, Rechtsanwälte und Geschäftsleute betrieben wird, liegt aber auch im persönlichen Interesse aller Angegriffenen. Das wirksamste Mittel im politischen Kampfe ist heute die Presse. Dies wissen natürlich auch unsere ^Gegner, welche deshalb die Angriffe gegen das Judentum vor allem in „ihren zahi^ reichen Blättern erheben und den Preßfonds auch des kleinsten Provinzhetzblättchens ausgiebigst unterstützen. Gegenüber der weitverzweigten antisemitischen Preßhefze steift die Erhaltung einer jüdischen Abwehrpresse eine unbedingte Notwendigkeit dar. „Die Wahrheit" sieht es als ihre oberste Pflicht an, die Interessen der gesamten österreichischen Judenschaft jederzeit und gegen jedermann zu schützen und führt daher einen schweren, aber erfolgreichen Kampf gegen alle offenen und versteckten Judenfeinde. Die Beschaffung der judenfeindlichen Literatur des In- und Auslandes verschlingt jedoch große Mittel, die Durchsicht, Ordnung, Evidenzhaltung und Bearbeitung derselben erfordert viel Zeit und Arbeit eines großen Stabes, welcher jedoch notwendig ist, wenn man jede neu auftauchende Verleumdung bereits im Keime ersticken soll. Schließlich muß „Die Wahrheit", soll ihr Abwehrkampf Erfolg haben, allen Behörden, großen Organisationerl usw. unli selbstverständlich auch allen antisemitischen Lügenfabriken eingesandt werden.- Der Preßfonds der „Wahrheit" soll ein Gegengewicht sein gegen die Hakenkreuzpresse. Eine Spende für den Preßfonds der „Wahrheit" ist ein wirksamer Schutz gegen das Hakenkreuzlertum! Ctgeätfitner. HeTadsgeber und Verleger: Ludwig Hir'sc Ilfeld, IL, Heinestraße 13. —' Vec««*wortiiclier ScWiflititer: Oskar Hirse Ilfeld, II.,-Piaterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne, Wien II.. Kobertgasse 2

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