Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 45 (29.10.1926)
- Date
- 1926-10-29
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 10 DIE WAHRHEIT Nr. 45 Oeffentliche Plenarversamnilung des Kultusvorstancles. Mittwoch, den 20. Oktober, fand die erste öffentliche Plenarsitzung des Kultusvorstandes nach den Sommerferien statt, die der Genehmigung der Verfügungen, welche das Präsidium in der Zwischenzeit getroffen hatte, gewidmet war. Nach Verlesung des Einlaufes ergriff Präsident Prof. Dr. Alois Pick das Wort, um zunächst zweier in den Sommermonaten verstorbenen Vorstandsmitglieder zu gedenken, denen er warme Worte des Nachrufes widmete: „Bevor wir in die Tagesordnung der heutigen Sitzung eingehen, obliegt es mir, eines Mannes zu gedenken, der sich um unsere Gemeinde und deren Institutionen hervorragende Verdienste erworben hat und am 7. August d. J. nach langem Leiden dahingeschieden ist: Dr. Felix Katzau. Durch zwei Jahrzehnte gehörte der Verblichene dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde, davon mehr als 15 Jahre dem Vertreter-Kollegium an. Seine Liebe zum Judentum und seine Anhänglichkeit an unsere Gemeinde machten ihn zu einem überaus eifrigen und gewissenhaften Mitarbeiter im Kultusvorstande und so wie hier, so hat er sich auch an der Spitze unserer „Armen-Anstalt", ferner als Vorsitzender der „Merores-Stiftung" und im Vorstande der „Israel. Allianz" unvergängliche Verdienste erworben. Sein Andenken wird ein gesegnetes bleiben. Unser ehemaliger Vorstandskollege Herr Moriz Schwarz ist vor wenigen Wochen dahingeschieden. Während der Funktionsperioden 1920 bis 1924 gehörte derselbe dem Kultusvorstande an und widmete sich mit großem Eifer den Angelegenheiten der Kultusgemeinde. Ganz besonders war es der XXL Bezirk, in welchem er auch schon lange vorher auf charitativem Gebiete tätig war, um dessen Interessen er im Kultusvorstande stets bemüht war. Auch ihm werden wir ein ehrendes Angedenken bewahren." Sodann sprach Präsident Prof. Pick dem Amtsdirektor Dr. Emil Adler zur Vollendung seines 35. Dienstjahres die herzlichsten Glückwünsche aus und gedachte der hervorragenden Verdienste des Jubilars für die Gemeinde. Amtsdirektor Guido Fuchsgelb erstattete sodann den Präsidalbericht, in welchem er u. a. folgendes ausführte: „Die letzte Plenarsitzung des Kultusvorstandes hat vor den Sommerferien, und zwar am 16. Juni 1926 stattgefunden. Wenngleich das umfangreiche Sitzungsprogramm damals zur Gänze erledigt wurde, so hat doch die Ausführung einer Reihe von Rahmenbeschlüssen, sowie eine Fülle dringender und wichtiger Angelegenheiten die Notwendigkeit ergeben, von eigentlichen Sitzungsferien abzusehen. Das Präsidium fand sich veranlaßt, in der Zwischenzeit nebst acht Sitzungen des Vertreterkollegiums und drei Sitzungen der Steuersenate, eine Reihe von Kommmissionssitzungen, besonders der „Bau-Kommission" und des „Komitees für den Neubau der Zeremonienh a 11 e" einzuberufen und jene Angelegenheiten zu behandeln, die im Zuge der Tagesordnung der heutigen Sitzung im Sinne der erteilten Vollmacht teils dem Plenum zur Kenntnisnahme, teils zur nachträglichen Genehmigung unterbreitet werden. Ganz besonders waren es zahlreiche Bau- und Adaptierungsarbeiten, welche beschleunigt erledigt werden mußten, um einerseits die Bauperiode entsprechend auszunützen, anderseits noch vor den hohen Feiertagen die notwendigen Herstellungen in den Gotteshäusern zu beendigen. Ein Teil der Anforderungen aus diesem Titel, so die Vollendung der Ausmalung des Leopoldstädter Tempels mußte zurückgestellt werden, weil teils die erforderlichen Mittel nicht verfügbar, teils die Zeit bis zu den Feiertagen zu kurz gewesen ist, um vor Verlegenheiten bewahrt zu werden. Immerhin konnte in diesem TempeLjiie Herstellung von Garderoben und die einer neuen Laubhütte, schließlich die Neueinrichtung des Zeremoniensaales mit praktischen Bänken erfolgen. Die letztere Herstellung steht in Verbindung mit der Instandsetzung des bisherigen kleinen Betsaales für Zwecke des „Beth Hamidrasch", während die bisherigen Räume des „Beth Harn idrasch" zu der seit langem angestrebten und nunmehr durchgeführten Erweiterung der Gemeindebibliöthek herangezogen wurden. In zahlreichen Konferenzen ist die Fertigstellung und der Abschluß der Verträge mit den Baufirmen vor sich gegangen, welchen der Bau der neuen Zeremonienhalle am Sonder sRngedot I Warenhauses I Brüder Schiffmann " II., TaborstraBe 48 Tel. 47-1-79 Unerreicht billige Kaufgelegenheit! Nachstehend einige Beispiele: Watohwapen S per Meter -■98 9' 1» 1-25 Wasoh-Kreton.......... n ff 1*25 Jaokenfutter ....... 9 ff 2*10 M » 1-20 Etamine, in allen Farben.....• J. ff —■79 Seiden-Chlot, 140 cm br., in allen Färb ■ » ff 3-50 Damenwäsche Garnituren, Hemd und Hose •.........3*90 Garnituren, Handajour gest...........7-80 Daj&anlLeanden..........S 2*80,2 50 1-98 Damengarnituren, (Hemd, Hose und Nachthemd) 9'80 Miederleibeken .............—-98 Seldenjuiaper ......... . S 12*50, 7*50 5-90 Sohafwo^Jaeken..............9-80 Leinenwaren Za Webe....... Xa Chiffon....... Hosenköper...... la Streifgradl..... X a D amastgradl. . . . Bettüoher 140 cm breit, Glasertüoher..... Handtttoher..... 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