Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 39 (17.9.1926)
- Date
- 1926-09-17
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 39 Die WArtktim Von Woche zu Woche ■ Israelitischer Synagogenverein „Beth Israel". Dienstag, den 7. September K«7 Uhr abends fand die feierliche Einweihung des umgebauten und vollständig renovierten Gotteshauses II., Leopoldsgasse 29. sowie der modernst eingerichteten Bibelschule statt. Diese Feier gestaltete sich zu einem erhebenden Vo-to für den Gesamtvorstand und die Mitglieder des rührigen Tempelvereines. Das vor 35 Jahren erbaute Gotteshaus inaclit in seinem neuen Gewände einen imposanten Eindruck, welcher durch die herrliche Malerei und die wundervolle Beleuchtung noch erhöht wird. Die Notausgänge, die gemäß der polizeilichen Vorschriften neu geschaffen werden mußten, entsprechen den modernsten Anforderungen in bezug auf die Sicherheit der Tempelbesucher, besonders jener der Damengalerie. Die Renovierung des Tempels ist in erster Linie dem rührigen Baukomitee zu verdanken, an dessen Spitze der Vizepräsident des Vereines Herr Dr. Leo Landau steht und dem die Vorstandsmitglieder Aron Barschak, Wilhelm F 1 i e g e 1, Friedrich Wechsler und Ignaz Wort sm a n n angehören. Dieses Komitee sorgte auch für die Einrichtung der Bibelschule, die in einem eigens zu diesem Zwecke erbauten Gebäude untergebracht ist. Alle diese Arbeiten waren aber nur durch tatkräftige finanzielle Unterstützung der Kultusgemeinde möglich. Das von Festgästen bis aufs letzte Plätzchen gefüllte Gotteshaus machte einen erhebenden Eindruck und umfaßte die Spitzen der Wiener jüdischen Gemeinde. Unter anderen waren erschienen: Von der israelitischen Kultusgemeinde Präsident Prof. Dr. A. Pick, die Vizepräsidenten Dr. J. 0 r n s t e i n und Dr. J. Löwenherz, Oberrabbiner Professor Dr. C h a j e s, Rabbiner Dr. M. G r u n w a 1 d, Professor Dr. S. Kraus, Dr. A. Frankfurter, die Kultus- . Vorsteher Kommerzialrat B. Buchwald, Dr. D. Friedmann, Bezirksrat E. Hoimann, Kommerzialrat M. Markus, I. März, Gemeinderat Dr. P1 a s c h k e s, die -Bethausvorsteher Vizepräsident Dr. E. Münz, Rat Dr. A. Ascher, S. Ernst, G. Planer und E. Vogel, der Polizeibezirksleiter Regierungsrat Dr. Weywoia, für die Vereinigung der Wiener Tempelvereine Präsident Börserat J. Glück, für den Tempelverein ,.Aesc he 1 Awrohom" Obmannstellvertreter J. Schönherz, sowie die Vorstandsmitglieder Gerstl, Leenmann und S. Wechsler, für den Tempelverein Wien IV/V Dr. Adolf P e t ö und Desider Wr o 11 n e r, für die Bezirkskommission Leopoldstadt Obmann Medizinalrat Dr. Heinrich H a a s e, für den Verein Kurfürsorge Medizinalrat Dr. J. Brau n. Die Beamtenschaft der Kultusgemeinde war durch die Amtsdirektoren Dr. E. Adler und G. F u c h s g e 1 b, die Amtsleiter W. Freistadt und R. Kraus, Ing. L i n d n e r, Rechnungsdirektor Peterselka und Verwalter Popper vertreten, der österreichische Kantorenverband durch Präsidenten, Oberkantor J. Löwit und die Oberkantoren Margulies, P o s t o 1 o v/ und Stift. Nachdem Oberkantor E. F r ä n k e 1 das „Mah-Tauwu" in vorzüglicher Weise zum Vortrage gebracht, wurden die Thorarollen in feierlichem Zuge eingeholt. Nach dem Einheben hielt Rabbiner Mayersohn eine inhaltsvolle Ansprache, in welcher er eine große Anzahl Perlen aus dem Talmud und M i d r a s c h zitierte und auf die Wichtigkeit der Synagoge sowie des Beth-Hamidrasch für das Judentum hinwies. Hierauf entzündete Oberrabbiner Dr. C h a j e s mit einem hebräischen Segensspruche das „ewige Liebe". Das nun folgende Maariw-Gebet gab Herrn Oberkantor Frankel abermals Gelegenheit, sein großes Können zu zeigen. Um das schöne Arrangement machte sich der Tempelverwalter der Kultusgemeinde Max Schwager verdient. An das Fest schloß sich eine zwanglose Zusammenkunft der Festteilnehmer in den Räumen des Restaurants Barschak, bei welcher Gelegenheit Rabbiner Mayersohn, Börserat J. Glück, Prof. Nasche und Prof. Rath gehaltvolle Reden hielten. Der Obmann des Tempelvereines, E. Pomeranz, sprach dem Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde den innigsten Dank für die tatkräftige Unterstützung aus, sein Stellvertreter Dr. Leo Landau dankte Herrn Kultusvorsteher E. H o f f m a n n, dem Präsidenten der Vereinigung der Tempelvereine, Börserat J. Glück und allen übrigen Förderern und Mitarbeitern •des Baues für ihre freundliche Unterstützung. Sonder» flngcöof Ides ■ Warenhauses I Brüder Schiffffmann II., Taborstraße 48 i£-s±s T*l. 47-1-79 Unerreicht billige Kaufgelegenheit! 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