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Die Wahrheit · 1926-07-09 · Heft 29 (9.7.1926) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 29 (9.7.1926)
Date
1926-07-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 29 Dl£ WAHRHEIT Seite 11 Theater, Kunst u. Literatur A.-R. de Lens. Practique des harems njarocains (Paris 1925, Paul Geuthner, 20 Frcs.). Eine Frau stellt hier auf Grund eigener Beobachtung und zuverlässigen Berichten volksmedizinische Rezepte zusammen, die ihren vollen Wert erst erhalten, wenn man sie mit ähnlichen, ja oft wörtlich übereinstimmenden Daten aus anderen Kulturkreisen zusammenstellt. Der Volksglaube ist zum großen Teil international, mehr als jede andere Aeußerung geistigen Lebens, und insbesondere gilt dies von der Völksmedizin, die oft auf sehr alte, gemeinsame Quellen zurückgeht. Wie in der jüdischen Volksmedizin und sonst spielen hier die Zahl 7, das Schweigen bei der Zauberhandlung, das Messen des Kranken u. a. eine Rolle. Auch Juden werden erwähnt. So wird, um einen Mann von der ühlen Gewohnheit, sein Weib zu schlagen, zu heilen, der Stock, mit dem der Talmudlehrer im Judenviertel die Schüler schlägt, sowie der Stock eines jüdischen Blinden verwendet. ' G. G. v. Urbanitzky. Mirjams Sohn. (Stuttgart 1926, J. Engelhorn.) Das Leben der Juden in dem Amsterdam Rembrandts ist wiederholt dichterisch behandelt worden. Etwas Besseres als diesen Roman erinnern wir uns nicht in dieser Literatur gefunden zu haben. Der Aufstand, dem die Brüder de Witt zum Opfer gefallen sind und über den Spinoza so bittere Worte spricht, wird hier mit wahrhaft künstlerischer Gestaltungskraft geschildert. Das Buch zeugt von tief eindringendem Studium, das aber in keiner Weise aufdringlich oder als Ballast hervortritt. Es gibt hier Aussprüche über das Judentum, die zu dem Schönsten gehören, was wir darüber je gelesen haben. G. Murawski Fr., Die Juden bei den Kirchenvätern und Scholastikern, (Berlin 1925, C. A. Schwetschke & Sohn, M. 2.40). In dieser, mit bischöflicher Approbation erschienenen Zusammenstellung sucht ein katholischer Theologe den Nachweis zu erbringen, daß der Kirche Antisemitismus fern gelegen und was sie gegen die Juden unternommen, nur aus dem Einfluß der Zeit zu erklären ist. Das Heft ist schon der Einstellung wegen höchst beachtenswert. — In demselben Verlag erschien eine dankenswerte gekürzte Handausgabe der vom Verbände der deutschen Juden herausgegebenen „Lehren des Judentums". G. Hickls Illustrierter jüdischer Volkskalender für das Jahr 5687 1926/27. 26. Jahrgang. Soeben ist der 26. Jahrgang dieses bestbekannten und beliebten Jahrbuches erschienen. Dieses Jahrbuch ist auch im heurigen Jahre wieder von dem Chefredakteur der Brünner Jüdischen Volksstimme, Hugo Gold, redigiert und besonders reichhaltig ausgestattet. Der Kalender enthält u. a. folgende Beiträge: Nahum Sokolow, London: Der letzte „Kol-nidre". — Dr. Berthold Feiwel, London: Erinnerungen ... — Dr. Hugo Bergmann, Jerusalem: Die National- und Universitätsbibliothek im letzten Jahre. — Dr. Oskar Donath, Brünn: Philipp Lang von Langenfels. — Dr. Heinrich Flesch, Kanitz: Pohrlitzer Familienverzeichnis. — Dr. Max Grünfeld, Brünn: Verteidiger des Judentums. — Dr. Theodor Haas, Brünn: Aus dem mährischslawakischen Grenzgebiete. — Dr. Berthold H u 11 e r, Nikolsburg: Der Erew (eine kaballistische Sage aus dem Nikolsburger Ghetto). — Dr. Hermann Kadisch, Vöslau: Die Juden und die Nationalitätenfrage. — Dr. Felix Kanter, Zwittau: Wie ein Ritualmordmärchen entsteht. — Abraham Kohane, Przemysl: In der Klaus. — Dr. Berthold König, Brünn: Der Ball bei der Fürstin. — Eisig König, Portsmouth: Der Grünhorn. — Dr. Ludwig Levy, Brünn: Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen. — Albert Low, Wien: Simon Kaften. — Dr. Emil Margulies, Leitmeritz: Rechtsquellen des Palästinamandats. — Dr. Max S c h a y, Bratislava: Die Entstehung der Judengemeinde am Schloßgrunde bei Preßburg. — Josef Schön, Tachau: Die Geschichte eines Hauses. — Dr. Max Steif, Brünn: Wie die Eselin des Bielam zur Bücherfeindin wurde. — Siegmund Urabin, Gablonz: Das Ost Judentum als Kulturfaktor. — Armin Wilkowitsch, Eger: Hakkodausch. — Dr. Egon M. Zweig, Jerusalem: Landsmannschaften in Erez Israel. Preis inklusive Porto und Verpackung S 3.—. Bestellungen direkt an den jüdischen Buch- und Kunstverlag, Brünn, Adlergasse 9. Werbet und verbreitet die „Wahrheit"! «Angebot I Warenhauses | BrQder Schiffmann waata n, Taftsrstrafta 48 ***** MrarckM bBttg» Kattfgslegeiib«»! Nachstehend eisige Beispiele: Gotton Wi ____ 4^0&De)s4ktft€e)9F Btamfne, 115 cm breit Staads«, in attea Faxben B«ldan-Ohlot, 140cm brM In alten Färb. per Meter —"98 1-25 1- 26 2- 10 1-20 —"79 3- 90 Hemd und Hose •........3*90 Haadajoor gest..........7*30 Deoneahemden..........S 2-80,2-90 1-98 Itemengajmitaxea, (HemdH, ose und Nachthemd) 9-89 M^iwfeihoheTi...............—-98 Mde*foa»ear..........s 1250, T90 3-90 B6htüwoTS3*d**m...............9-80 I * Webe laGhfflba per Meter S110 per Meter S V20, x» X» Damastgradl Bettfloher 140 cm breit, CHJUertdoher..... ^^i^miftlmr..... Fro tHor-TTan dtfloher Tisoht&oher..... Kaifeegarnita? Xalnlet....... X* Woltno...... 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