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Die Wahrheit · 1926-04-16 · Heft 17 (16.4.1926) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 17 (16.4.1926)
Date
1926-04-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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periments und wünschen Ihnen zu dem bereits erreichten Erfolg (Bück. Berechtigt ist Ihr Wunsch, daß die französischen Juden, die in Frankreich ihr Jerusalem gefunden haben und mit ihnen die übrigen Franzosen, jene Kinder Israels, denen dieses Schicksal nicht zuteil geworden ist, in ihrem Bestreben unterstützen, in das alte Jerusalem zurückzukehren. Mögen diese schwerbetroffenen Pilger — geleitet von ihrem neuen Ideal, sich — sobald sie für ihre irrenden Seelen bei ihrer Arbeit im gelobten Lande Frieden gefunden haben — Frankreichs erinnern, das — allen Nationen voran — ihre Vorfabien als Menschen und Bürger behandelt hat." Alis dem nationaldeutschen Judenlager. Herr Robert Peiper hat uns auf Grund der beiden unter diesem Titel in den letzten Nummern erschienenen Notizen ein Schreiben zukommen lassen, von dem wir wohl nicht auf Qrund des Beriihtigungsparagraphen, sondern nur aus Gründen der Loyalität, an die der Einsender appelliert, unseren Lesern im folgenden auszugsweise Kenntnis geben. Es heißt dort u. a.: „Die Darstellung im Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden, Berlin, über meinen Austritt aus dem Wiener Schwesterverband ist unrichtig. Schon nach der gesprengten Versammlung der Wiener Ortsgruppe erschienen Angriffe in der „Wiener Morgenzeitung" gegen mich. Das war im Oktober 1925. (!) Damals habe ich an den Verbandsvorsitzenden Dr. Max Naumann sofort den wahren Sachverhalt mitgeteilt, nämlich, daß es richtig ist, daß ich auf Grund einer Anzeige der „Wiener Morgenzeitung", bei der ich als Inseratenaquisiteur und Filmreferent tätig war, im März 1923 beim Strafbezirksgericht L zu fünf Tagen Arrest, bedingt mit zweijähriger Bewährungsfrist, unter Zubilligung der Notlage, verurteilt wurde. Diese Frist ist am 6. März 1925 abgelaufen gewesen. Nach meinen Palästinaaufsätzen im „Neuen 8 Uhr Blatt", die durch teüweise Kürzung von Seiten der Redaktion meine Stimmungsberichte oft in nur ungünstigem Licht erscheinen ließen, hat die „Wiener Morgenzeitung" mich beschuldigt, „erlogene Berichte zum Zwecke der Erpressung" zu schreiben. Wegen dieses Angriffes stellte ich Strafantrag gegen den verantwortlichen Redakteur. Die Verhandlung darüber sollte im Vormonat vor dem Strafbezirksgericht I stattfinden. Nach einer persönlichen Rücksprache mit einer mir maßgebenden Persönlichkeit habe ich den Strafantrag aus eigenem Antrieb zurückgezogen. Der Verband nationaldeutscher Juden aber hat auf ein Schreiben der zionistischen Organisation Berlin, das mir in die Hände gelangt ist, so getan, als würde er erst jetzt von den vor fünf Monaten erschienenen Angriffen der „Wiener Morgenzeitung" Kenntnis erhalten. Mir hat vielmehr Herr Dr. Naumann persönlich gesagt, daß er seinerzeit schon über mich Erkundigungen einzog und diese zu meinem Gunsten ausfielen. Maßgebend für mich, aus dem Verband nationaldeutscher Juden auzutreten, waren aber vor allem die Richtlinien, die mir Dr. Naumann in Gegenwart des Herrn. Dr. Blochert in Berlin gab, daß wir uns in Wien für keine Staatsform entscheiden dürfen, ferner die antipazifistische Einstellung eines Vorstandsmitgliedes. Der „Vorwärts" vom 26. März berichtet z. B. über eine gesprengte Berliner Versammlung und schreibt wörtlich: „Als ein Reichsbannermann den Vorsitzenden fragte, wie sich der Verband zur Republik stelle, erhob sich bei den Vorstandsmitgliedern höhnisches Gelächter." Icn habe jedenfalls ein anderes Lebensziel, als wegen mancher persönlicher, nicht sehr günstiger Eindrücke in Palästina gegen dessen Wiederaufbau an der Seit hohenzolterntreuer Juden zu kämpfen. Kritik kann dem Palästina werk nur nützen, Gesinnungen aber lassen sich nicht vorschreiben. Die bessere Erkenntnis hat bei mir Platz gegriffen." Aus dem Schreiben ist ersichtlich, daß die Anschuldigungen gegen Herrn Robert Peiper wohl zum Teil zu Recht bestehen, nicht aber post festum dem Verband nationaldeutscher, dem nach Peipers Darstellung der wahre Sachverhalt längst bekannt war, Veranlassung gaben, in derartiger Weise gegen ihn vorzugehen. Wir nehmen dies zur Kenntnis; für uns ist besonders das interessant, was der nach seiner bisherigen Tätigkeit im Verbände doch informierte Einsender über dessen politische Gesinnung zu sagen weiß. Kein Pessachwein für Amerika. Die New Yorker Prohibitionskommission hat alle Gesuche von Firmen und Einzelpersonen um die Erlaubnis zur Einfuhr von Palästinawein nach den Vereinigten Staaten aus Anlaß der Passah-Tage ablehnend beschieden. Es wird in dem Ablehnungsbescheid gesagt, der von den Familien selbst zubereitete Wein genüge den rituellen Bedürfnissen. Sonder » Angebot | Warenhauses I Brüder Schiffmann T«I. 47-1 -79 II., Taborstraße 48 Tai. 47-S-79 Unerreicht billige Kaufgelegenheit! * Nachstehend einige Beispiele: Waschnfaren Staudruck........... Cotton de I*ene....... Wasoh-Kreton •........ Jaokenfatter •........... Etamine, 115 cm breit •..... Etamlne, in allen Farben....... 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