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Die Wahrheit · 1925-12-11 · Heft 49 (11.12.1925) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1925
Issue
Heft 49 (11.12.1925)
Date
1925-12-11
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 4 DttLWAHRHEIT Kr. 49 Gegenseite der vollgültige Beweis erbracht ist, daß die Protokolle unecht sind." Dies ist eine in juristischer Beziehung vollkommen unrichtige Behauptung. Nach den Prozeßgesetzen der ganzen Welt hat der Ankläger die Richtigkeit seiner Anschuldigungen zu beweisen, niemals der Angegriffene das Gegenteil. Kann er dies nicht, so ist er ein Verleumder. 4. „Die Protokolle sind ein politisches Programm. Ein solches Programm hat, mag es nun echt oder unecht sein, für sich allein noch gar keine Bedeutung. Damit es Bedeutung erlange, muß noch ein zweites dazutreten: Der Machtfaktor, der das Programm zur Durchführung b r i n g t. So spitzt sich der ganze Streit um die Protokolle ietzlich zu der Frage zu: Ist das Judentum eine einheitlich geleitete, politische, internationale Macht, die nach dem in den Protokollen entwickelten Plan tatsächlich vorgeht? Das Vorhandensein einer einheitlichen politischen Leitung der Juden wird nun von vielen Nichtjuden bezweifelt____Es genügt, um eine einheitliche Leitung zu ermöglichen, daß die wichtigsten Posten des jüdischen Machtapparates (Banken, Presse, Sozialdemokratie) mit Eingeweihten besetzt sind." Darnach genügt zur politisch einheitlichen Leitung eines über die ganze Welt zerstreuten Volkes, das keine gemeinsame lebendige Sprache besitzt, schon der Umstand, daß in einzelnen Ländern Juden an der Spitze von Banken und Zeitungen stehen und Politiker sind! Daß im Weltkriege in allen Ländern die angeblich politisch einheitlich geleiteten Juden für ihr Vaterland gekämpft haben und für ihre Treue und Liebe zur Heimat den Tod erlitten haben (in Deutschland allein 12.000 Juden), ist den Wissenden gänzlich unbekannt 5. Selbstverständlich lassen es sich die Verfasser der in Rede stehenden Einführung nicht entgehen, aus dem Bestände des Zionismus, aus der Zusicherung der jüdischnationalen Heimstätte in Palästina, aus der völkerrechtlichen Anerkennung der Jewish Agency den Schluß zu ziehen, daß das Judentum eine einheitlich geleitete politische internationale Macht ist Geflissentlich wird dabei die Tatsache unbeachtet gelassen, daß die Mehrheit des Judentums (zum Beispiel in Nordamerika, in Deutschland, in Oesterreich, in Ungarn) den politischen Zionismus grundsätzlich ablehnt und in ihm nur ein wirtschaftliches Programm, den Wiederaufbau Palästinas, sieht; ganz abgesehen davon, daß eine politische Betätigung in Palästina nur mit Zustimmung und innerhalb der von England gezogenen Grenzen denkbar ist und England bekanntlich Rücksicht auf die Gefühle und Wünsche seiner mohamedanischen Untertanen und der mohammedanischen Welt (220 Millionen Menschen) Rücksicht nimmt. Kapitel IV. Die politische Bedeutung der Judenfrage im Lichte der Protokolle. Daraus entnehmen wir nur folgende Stellen: 1. „Vergegenwärtigt man sich, wie weit das von den Juden betriebene Zerstörungswerk bereits ge- . diehen ist, wie weit die Zersetzung und Auflösung der Volkskraft und der bodenständigen Einrichtungen schon um sich gegriffen hat, dann darf ohne Uebertreibung gesagt werden, daß der Abwehrkampf gegen die Judenherrschaft nicht eine unter vielen politischen Fragen* sondern die politische Frage schlechtweg ist, von deren Lösung die gedeihliche Lösung aller anderen politischen Fragen abhängt." Daß es viele wichtigere politische Fragen vor dem Weltkrieg gab und nach dem Weltkrieg gibt, Fragen, von denen der Bestand Europas abhängt, wie das Einvernehmen zwischen Deutschen und Franzosen, Tschechen und Polen, Polen und Russen, Bulgaren und Griechen, Italienern und Südslawen usw. wird absichtlich mit Stillschweigen übergangen. Die Wissenden, kennen nur eine politische Frage, die Judenfrage. Richtig und wahrheitsgemäß wäre es, wenn sie sagen würden, für uns gibt es nur eine Frage, das ist die Judenhetze, denn von ihr hängt unser Bestand ab. 2. „Nicht wenige hegen Zweifel, ob die Nichtjuden noch zur Revolution gegen das internationale jüdische System, das die Welt gepackt hält, imstande sein werden — vielleicht nicht. So sollen sie wenigstens wissen, wer ihre Unterjocher sind." Mit diesem Satze schließt die Einführung. Die ganze verwegene Albernheit des Märchens von der drohenden Weltherrschaft des Judentums läßt sich durch zwei Zahlen beweisen. Die Anzahl der Menschen auf der ganzen Erde wird mit 1500 Millionen geschätzt, die der Juden mit 13—15 Millionen, also 1 v. H., die der Bewohner Europas mit 400 Millionen, die der Juden Europas mit ungefähr 9 Millionen, das sind beiläufig 2 Prozent. Ist es nicht eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes derer, für die die Schrift berechnet ist, unter solchen Umständen von der Gefahr der Weltherrschaft der Juden zu sprechen? Eine auffallende Aehnlichkeit besteht zwischen den Urhebern der Schrift und den Wissenden. Ebenso wie erstere, so hüllen sich auch letztere in ein geheimnisvolles Dunkel. Beiden schwebt das bekannte Sprichwort vor: Calumniare audacter, Semper aliquid haeret „Nur wacker drauf loslügen, etwas wird man schon glauben." Trauernd verhüllt ob solchen Treibens der Genius der Menschheit sein. Haupt. Chanukkalichter. Wir sind nicht Kinder mehr, die heitern Sinns Von fernen Märchenwelten träumen, Doch dieser Lichter warmer Glanz Läßt uns im Alltags Hasten säumen. Und weckt in uns der Kindheit Land Und Fülle der Erinnerungen. Weckt längst Versunkenes. — Heimatluft Hält uns mit ganzer Kraft umschlungen. Chanukkalichter, ihr Verkünder Der stolzen Hasmonäerzeit, Laßt danken euch, ihr seid mir immer Die Brücke zur Vergangenheit. Beate Baumgarten. Ii 1 geltes IQOTGA5SE-1

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