Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 49 (11.12.1925)
- Date
- 1925-12-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Seite 3 Die Protokolle der Weisen Ton Zion.*) Von Dr. Emil Weinberg. (Schluß.) Protokoll XXI/7. „Wir werden den vollen Nominalwert als Kurs gesetzlich festlegen und Kursrückgänge ebensowenig dulden wie Kurssteigerungen. Kurssteigerungen liefern die Handhabe, Kursstürze herbeizuführen, womit wir bei den Staatspapieren dier Nichtjuden bereits begonnen haben." Demnach hätte ein Kurssturz auf Wertpapiere, die sich in Händen der Juden befinden, überhaupt keinen Einfluß! Protokoll 111/13 u. 14. „Nachdem wir schließlich mit gewissen geheimen Mitteln und mit Hilfe des Goldes, das sich ganz in unseren Händen befindet, eine allgemeine Krise vorbereitet haben werden, werden wir gleichzeitig in allen Ländern Europas ganze Scharen von Arbeitern auf die Straße werfen. Diese Massen werden mit Begeisterung das Blut derjenigen vergießen, die sie in ihrer Einfalt und Unwissenheit von Jugend auf beneidet haben und deren Besitz sie dann plündern können. Unseren Leuten weiden sie aber nichts anhaben können, weil uns der Augenblick des Ueberfalles bekannt sein wird und wir daher Maßnahmen zum Schutze der Unsrigen treffen können. Bekanntlich haben bisher nach allen geschichtlichen Erfahrungen Plünderungen bei Juden angefangen und bei Christen aufgehört, zuletzt in Oesterreich nach dem Umsturz in Holleschau. Nach den -Protokollen würden Plünderungen bei Christen beginnen und Juden verschonen! In den Protokollen ist ständig von Juden und Nichtjuden die Rede, so wie wenn letztere ein einheitliches Volk von gleichartigen Eigenschaften wären. Zum Beispiel: Protokoll XVI/8. „Durch Er- *) Das Welteroberungsprogramm der Juden, textlich richtiggestellt und mit einer Einführung versehen von einem Kreis Wissender. 1924. der klingende Nutzen hat entschieden: 20 Silberlinge Gewinn! — Josef ist einer, die Brüder sind zehn. So stehen sich auch im Leben gegenüber dieidealen Naturen, die Menschheitsträumer und die Praktischen, die alles und jedes vom Gesichtspunkte ihres Vorteils und Gewinns erledigen 1:10! — Eine verschwindende Minderheit, die bestimmt ist das Opfer einer zehnfachen Uebermacht zu werden! Die Tragik der Josefsgeschichte ist die Tragik des Idealisten. Immer 1:10! Der bunte Rock Josefs heißt „Ketonet passim." Eine alte Erklärung besagt, daß er deshalb „passim" hieß, weil er so fein und leicht war, daß man ihn in der hohlen Hand („paß") verbergen konnte, er aber aufgerollt bis zu den Fußknöcheln reichte. Er war der Gegenstand der Feindschaft und die Illustration für die Klagen, Anschuldigungen und Beschwerden, die die Gewiinnmenschen gegen die idealen Träumer allenthalben vorbringen. Ausgebreitet, schön auseinandergelegt, sind sie groß und fallen in die Augen, umhüllen den ganzen Menschen vom Scheitel bis zu den Knöcheln der Füße; wenn man aber will, kann man alles getrost mit einer Hand zudecken und verhüllen. So geht es seit den Tagen Josefs all denen, die wagten, schöne Träume zu träumen oder denen ein Vater aus Liebe einen bunten Rock geschenkt hat. Sie stehen allein den Neidern gegenüber, die ihnen an Zahl zehnfach überlegen sind, die Anklagen schmieden, die den armen Träumer schuldig erscheinen lassen vom Scheitel bis zur Sohle. Gilts ihnen aber für alle schöne Träume, für allen Idealismus 20 Silberlinge zu verdienen, dann ist dein Schicksal besiegelt, weltfremder Träumer, denn du bist und bleibst gegenüber den andern; 1:10. K: Ziehungsmethoden, die sich natürlich von den heute angewendeten unterscheiden werden, wird es uns gelingen, die letzten Reste eines selbständigen Denkens bei den Nichtjuden zu beseitigen und damit ihre Beherrschung durch uns zu einer vollständigen zu machen, nachdem wir schon lange ihr Denken in die von uns gewünschte Richtung gelenkt haben." Und Protokoll IV/11. „Um den Nicht juden keine Zeit zum Denken und Beobachten zu lassen, muß ihr Interesse auf das Gebiet des Erwerbslebens abgelenkt werden." Sind mit den Nichtjuden die Engländer oder die Hottentotten, die Nordamerikaner oder die Eskimos, die Italiener oder die Slowenen, die Franzosen oder die Albanesen gemeint? Kapitel III: Einwände gegen die Wahrheit und Echtheit der Prokotolle. Um eine Vorstellung davon zu geben, in wie wenig sachlicher Weise die von berufener jüdischer und christlicher Seite erhobenen Einwände von den Wissenden widerlegt werden, greifen wir einige Stellen und Behauptungen heraus. 1. „Es wurde die Entdeckung gemacht und von der jüdischen Presse eifrig weiter verbreitet, daß die Protokolle ein Plagiat eines längst vergessenen Buches (Dialogues aux enfers entre Macchiavelli et Montesquieu) von Maurice Joly seien, eine Entdeckung, von der es aber rasch wieder still wurde, als es sich herausstellte, daß dieser Mann früher Moses Joel geheißen hat und einer der Führer der Pariser Kommune im Jahre 1871 gewesen ist." Tatsächlich hat vor kurzer Zeit die „Neue Freie Presse" in Wien eine genaue Gegenüberstellung der Protokolle der Weisen von Zion und der mißbrauchten Quellen hinsichtlich einer großen Anzahl von Stellen und Sätzen der Protokolle gebracht. Ueberdies wird nur behauptet, daß Maurice Joly ein Jude gewesen sei, aber gar nicht geleugnet, daß die Protokolle der Weisen von Zion aus einem Buche schöpfen, das die Anschauungen eines Mannes wie Macchiavelli zum Ausdrucke brachte. 2. „Am 6. Mai 1923 brachte die „Neue Freie Presse" einen Aufsatz „Gegen Nationalismus und Antisemitismus" des bekannten jüdischen Mitgliedes des deutschen Reichstages Dr. Georg G o t h e i n, welcher folgende Sätze enthielt: Welche Blüten des Wahnsinnes treibt diese Idee (der Antisemitismus) in den leeren, kleinen Gehirnen ihrer Anhänger, die die offenkundigen Lügen und nachgewiesenen Fälschungen eines wüsten Geschreibsels wie „Die Weisen von Zion" als Wahrheit nehmen!" Georg Gothein ist einer der bedeutendsten Politiker und volkswirtschaftlicher Schriftsteller Deutschlands, Christ und hat mit dem Judentum nichts zu tun. Er hat aber den Mut, das Treiben der Judengegner aufs schärfste zu mißbilligen. Um seine Aeußerungen als unglaubwürdig hinzustellen wird er von den Wissenden als Jude bezeichnet. 3. „Man muß zu der Erkenntnis kommen, daß von nichtjüdischer Seite ein vollgültiger unanfechtbarer Beweis für die Echtheit eines solchen Dokumentes seiner Natur nach überhaupt nicht zu erbringen ist. Daher haben wir Nichtjuden nur die innere Beweiskraft der Protokolle zu prüfen. Diese muß für uns maßgebend sein, so lange nicht von der