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Die Wahrheit · 1925-12-04 · Heft 48 (4.12.1925) · page 5

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1925
Issue
Heft 48 (4.12.1925)
Date
1925-12-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Seite 3 neuerlich zu erbringen. Der Grund, warum wir uns mit dieser Schrift befassen, ist folgender: Vor kurzem brachte das Wiener humoristische Volksblatt „Kikeriki" in Beilagen Abdrücke dieses Buches. Daß es sich hier um eine Geschäftssache handelt, geht aus der gleichzeitig erschienenen Ankündigung dieser Schrift im „Kikeriki" durch die Verlagsbuchhandlung (Erste Wiener Vereinsbuchdruckerei G. m. b. H.) hervor. So enthält die Folge 44 vom 1. November 1925 des „Kikeriki" und die darauffolgenden Nummern Abdrücke der Einleitung zu diesem Buche aus dem Kreise der Wissenden. In dieser Einleitung geben sich die sogenannten Wissenden derartige Blößen und zeigen solche Schwächen ihrer Beweise und Behauptungen, daß es zweckmäßig erscheint, dies öffentlich festzustellen. Die Einführung in die Protokolle der Weisen von Zion zerfällt in 4 Teile: I. Die Herkunft der Protokolle, II. Der Inhalt der Protokolle, III. Einwände gegen die Wahrheit und Echtheit der Protokolle und IV. Die politische Bedeutung der Judenfrage im Lichte der Protokolle. Aus dem ersten Teile führen wir folgende Stellen an: „Die Geschichte der Entstehung und der Entdeckung der Protokolle ist in tiefes Dunkel gehüllt. Die Protokolle stellen sich dar als Aufzeichnung einer Reihe von Vorträgen oder Vorlesungen, die vor einem größeren Zuhörerkreis stattfanden. Wann, wo, von wem und vor wem sie abgehalten wurden, wer sie aufgezeichnet hat und wer ihnen den Namen gegeben hat, unter dem sie nunmehr allgemeine Verbreitung gefunden haben, ist unbekannt und nicht zu ergründen, weshalb es auch ziemlich müßig ist, den Legenden und Gerüchten nachzugehen, die auf diese unbeantwortbaren Fragen eine Antwort zu geben .versuchen. Am weitesten verbreitet ist die Vermutu"^, daß das Pr~~ramm, welches die Protokolle enthalten, auf dem ersten Zionistenkongreß in Basel im August 1897 zum Vortrag gelangte und von einem lieh die Stätte ist. wo ihr Staub ruht, Forscher wollen, es bestreiten, Ueberlieferung will es behaupten, niemand kann es entscheiden. Die Steine sind stumm, aber der Name „Rachel" tönt zu Herzen, „Rachel" ist ein Wort, bedeutet aber das Unendliche. Unfaßbare — die Mutter, die stirbt, um dem Kinde das Leben zu geben. Der Gott der einst zu dem ersten Weibe gesprochen: „Mit Schmerzen wirst du Kinder gebären!" wird barmherzig und mild, wenn eine Mutter an ihre Schmerzen und ihr Leiden um des Kindes willen erinnert. Kein vom Weibe Geborener kann ohne tiefe Rührung an diesem Grabe vorübereehen, ohne erschüttert von der Tragik menschlichen Frauenschicksals Mitlext zu emnfinden. Das ist es. was alle Menschen eint, was den Streit der Konfessionen zürn Schwöen bringt, wo nur mehr Menschentum solchen kann: die Mutter, die mit ihrem Leben das Lehen des Kindes erkauft hat! In neuerer Zelt hat der Forscher C. Schick in Jerusalem etwa fünf Kilometer nordwestlich von Quba (Zuph) und 2XA Kilometer fast nördlich von d<em Dorfe Kastal. an welchem d?e Jerusalemerstraße vorbeiführt ein altes Geahmt! gefunden, das von alten Männern noch Kubbet Rani.!, Rachels Denkmal, genannt wird. Ob das richtig ist. kann nicht bestimmt gesagt werden.. Aber vielleicht sind wirklich s>?it Jahrhunderten und Jahrtausenden die Menschen zu dem falschen Grabe Rachels gescaneen? Das wäre die Erklärung dafür, daß die Menschheit so lange gegen die Kinder Rachels so hart und grausam gewesen ist daß den Menschen das Leben der Söhne Jakobs so billig und wertlos war. daß sie sie hinscblachteten m Verfol<ninsren und Poeromen, Die Menschen sollen zum Gra^e Rachels gehen, damit sie wissen, wie schwer ein Menschenleben erworben wird und sollen fürderlifn danken, daß jeder Mensch Sohn e'ner Mutter Ist, den sie unter Schmerzen in der Stunde der Gefahr geboren hat und den sie liebt in ewiger Mutterliebe! K. der Kongreßteilnehmer in französischer Sprache aufgezeichnet wurde. Diese Aufzeichnung sei sodann auf irgend einem Wege in die Hände der russischen Regierung gefallen, die sie dem russischen Gelehrten Sergei Nilus zur Veröffentlichung übergab. Dies alles ist jedoch, wie gesagt, nur Vermutung." Aus den vielen, vielen Worten geht nur eines hervor: Wir Judenfeinde sind nicht imstande, auch nur den geringsten Nachweis über die Echtheit der Protokolle, über die Zeit der Entstehung, über die Personen, denen die Aussprüche in den Mund gelegt werden, zu geben. Die Wissenden sind sich wohl des kläglichen Eindruckes, den ihre Entstehungsgeschichte der Protokolle machen muß, bewußt. Denn im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen heißt es: „Gerade die Tatsache der unaufklärbaren Herkunft spricht viel mehr f ü r a 1 s g e g e n die Echtheit der Protokolle. Denn jedem Denkenden muß doch klar sein, daß ein Dokument, welches ein so gefährliches und so sorgfältig gehütetes Geheimnis enthüllt, nur auf dunklen Wegen, wie Bestechung, Verrat, Spionage in die Hände des Gegners gekommen sein kann. Derartige Vorgänge spielen sich aber nicht vor Zeugen ab und werden nicht an die große Glocke gehängt, schon deshalb nicht, weil sonst der Enthüller des Geheimnisses der Rachsucht der Entlarvten preisgegeben wäre." Es ist schon öfters vorgekommen, daß Dokumente in die Hände von Gegnern gekommen sind. Aber so oft dies der Fall war, haben die Gegner einmal im Besitze der Dokumente, jede Rücksicht beiseite gesetzt und mitgeteilt, wie sie in den Besitz derselben gekommen sind. Denn nur dadurch bewiesen sie ihre Echtheit. Bloß bei den Protokollen der Weisen von Zion sind die ersten Besitzer dieser sogenannten Urkunden bis auf den heutigen Tag nicht in der Lage, die Urschrift des Protokolls vorzuweisen oder anzugeben, wie sie in ihren Besitz gekommen sind. Und gerade sie hätten doch das meiste Interesse, dies der staunenden Welt mitzuteilen. Die Wissenden haben sich aber unbewußt selbst verraten. Sie sprechen von dunklen Wegen, nuf denen die Gegner der Juden in den Besitz der Protokolle gelangt sind. Es gibt nur einen, den sie nicht nennen können und wollen, das ist den der Fälschung. Zu dem Kapitel II der Einleitung: Inhalt der Protokolle, nehmen wir keine Stellung, da dies, wie bereits erwähnt, berufene Personen getan und den Beweis ihrer Fälschung erbracht haben. Nichtsdestoweniger führen wir aus den Protokollen einige Stellen an, die teils ein Bild der geistigen und sittlichen Höhe der Fälscher geben, teils auch zur Erheiterung der Leser beitragen dürften. Protokoll VII/6. „Um unseren Plan der Einschüchterung der Regierungen Europas in wenige Worte zusammenzufassen: Eines der Völker Europas wird unsere Macht durch Mord und Totschlag, d. i. durch eine Herrschaft des Terrors zu fühlen bekommen. Sollte dieses Volk es wagen, gegen uns zu rebellieren, dann werden wir ihm mit chinesischen oder japanischen Geschützen antworten." Danach stehen die dreihundert Millionen Chinesen und die 50 Millionen Jananer unter der Herrschaft der über die ganze Welt zerstreuten 15 Millionen Juden! (Fortsetzung folgt.)

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