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Die Wahrheit · 1924-09-19 · Heft 38 (19.9.1924) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 38 (19.9.1924)
Date
1924-09-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 DIE WAHRHEIT Nr. 38 führung und der schöne Festgottesdienst zu einem Ereignis wurde, das allen^ die ihm beiwohnten, unvergeßlich bleiben wird. Nun möchten wir selbst an dieses Ereignis die Betrachtung knüpfen, daß, nach dem glänzenden Rufe zu schließen, der Oberkantor Fischer vorausging und den er durch seine Begabung auch in Wien rechtfertigen wird, er der geeignete Mann für die auf ihn gefallene Wahl ist und daß der Kultusyorstand im wahrsten Sinne des Wortes hier das Richtige getroffen hat. Wir zweifeln auch nicht daran, daß Oberkantor Heinrich Fischer in kurzer. Zeit das in ihn gesetzte Vertrauen Testlos rechtfertigen wird und daß somit schon heute die Kultusgemeinde aufrichtig zu beglückwünschen ist. Wir schließen nun unsere Betrachtung mit dem Wunsche, daß die Gemeinde, die Tempelbesucher und der neugewählte Oberkantor einer Aera der Zufriedenheit und des Wohlgefallens entgegengehen mögen. * Auch beim Samstag-Morgengottesdienst war der Große Leopoldstädter Tempel sehr stark besucht und versah Oberkantor Fischer unter Assistenz des ebenfalls neugewählten Floridsdorfer Kantors David Groß die Funktionen in meisterhafter Weise. Nachdem Oberkantor Fischer zur Thora gerufen wurde, stimmte der erste Kantor Groß einen von Oberkantor Müller aus diesem Anlasse verfaßten feierlichen Mischeberach in vollendeter Weise an. Oesterreichischer Kantorenverein. Aus Anlaß des Amtsantrittes des Oberkantors Heinrich Fischer veranstaltete der österreichische Kantorenverein im Restaurant Barschak am 13. d .M. einen Begrüßungsabend, an dem sämtliche Wiener Kantoren mit ihren Damen teilnahmen. Der Präsident des Kantorenvereines Herr I. L ö w i t begrüßte in überaus herzlicher Weise Oberkantor Heinrich Fischer und betonte, daß dieser in jeder Weise geeignet und würdig sei, in seinem neuen, bedeutenden Wirkungskreise zu erscheinen und beglückwünschte auch den Kantorenverein, daß er ein so hervorragendes Mitglied in seiner Mitte habe. Des weiteren begrüßte der Präsident die Kantoren David Groß, der für den Floridsdorfer Gemeindetempel, und M. Haren dorf, der für den Ottakringer Gemeindetempel berufen wurde, und wünschte beiden Kollegen zu ihrer Amtstätigkeit Glück und Gedeihen. Er begrüßte des weiteren die mit ihren Damen Anwesenden, Ersten Sekretär Guido F ü c h s g e 1 b und Redakteur Ludwig Hirschfeld, als erprobte Freunde des Kantoren Standes, die Tempelverwalter Rudolf Kraus und Max Schwager, schließlich Herrn G o 111 i e b, den neuen Chordirigenten der Schiff-Schul, dessen Kompositionen Perlen der jüdischen Lithurgie sind. Der Präsident benützte den gegebenen Anlaß, auch mündlich Herrn und Frau Fuchsgelb zu ihrer kürzlich gefeierten silbernen Hochzeit zu beglückwünschen. Sekretär Fuchsgelb dankte in einer geistvollen, formvollendeten Rede, wobei die humoristische Note hervorragend war. Die Lacher auf seiner Seite hatte wie gewöhnlich Professor Nasche. Er ließ die Vorredner Revue passieren und erweckte damit stürmische Heiterkeit. Oberkantor Fischer dankte dem Kantorenverband und den einzelnen Rednern. Die animierte Feier verlief in bester Stimmung bis in die späten Nachtstunden. Der Verein Kurfürsorge veranstaltete anläßlich des 70. Geburtstages seines Gründers Herrn Professor M. R. S a 1 z m a n n Samstag, den 13. d. M., einen Festabend. Unter den zahlreich erschienenen Gästen hatten sich eingefunden: In Vertretung des Wohltätigkeitsamtes der israelitischen Kultusgemeinde Herr Amtsleiter Rudolf Kraus, für den Zentralvorstand der „Bereitschaft" Herr Max Kohn, der Präsident des Vereines „Nächstenliebe" Herr Adolf Reich mit Gemahlin, für den Brigittenauer Frauenverein Frau Dr. Emilie Weiß und Frau Mara W e r t h a m m e r, die Verterinnen der weiblichen Fürsorge Frau Dr. Helene Stein und Frau Dornreich, der Präsident des Vereines „Ferienheim" Herr Dr. Max Jacobsohn. Herr und Frau Redakteur Ludwig Hirschfeld, Herr Professor Nasche und die Vorstandsdamen des Frauenvereines für den 20. Bezirk Frau Mödlinger und Frau Brett. Der Obmann der „Kurfürsorge" Herr Dr. I. L. Braun richtete eine Ansprache an Herrn Professor Salz mann, der mit seiner Tochter Frau Bürgerschuldirektor Dr. Friede Salz mann erschienen war. In herzlichen Worten schilderte er die Tätigkeit des Jubilars in der „Kurfürsorge" sowie im allgemeinen Fürsorgewesen und überreichte ihm ein künstlerisch ausgestattetes Ehrendiplom. Es sprachen weiters Herr S. Sperling, Obmann des Vereines „Rasche Hilfe", Frau Dr. Kriss im Namen des Damenvorstandes, Herr Max Kohn im Namen der „Bereitschaft", Frau Dr. Stein und Herr Professor Nasche, der in bekannt geistreicher Weise den Jubilar apostrophierte. Herr Professor Salzmann dankte tief gerührt für die herzliche Kundgebung. Auf den offiziellen Teil folgte ein gemütlicher, zu dessen animiertem Verlauf Kunstkräfte bei-" trugen. Um das Gelingen des schönen Festes hatten sich besonders verdient gemacht die Vorstandsmitglieder Herr und Frau S. WerthammeT, Frau Dr. Braun, Frau Gisela G r ü n w a 1 d, Frau S. Rechtschaffen, sowie die Herren. Tempel Verwalter Max Schwager und Fürsorgerat Leo Heller. Herbert Samuel, der Oberkommissär Palästinas, dessen- Amtsdauer im nächsten Jahre abgelaufen wäre, hat während seines Londoner Aufenthaltes eine Berufung auf weitere fünf Jahre erhalten, so daß er noch insgesamt sechs Jähre in Palästina seines Amtes walten wird. Barmizwahfeier. Samstag, den 13. d. M., fand im großen Leopoldstädter Tempel die Barmizwahfeier des Studenten Josef Kaiman, Sohn des Herrn Ferdinand Kaiman und seiner Gattin Rosa geb. Brichta, statt. Der schönen Feier wohnten) zahlreiche Freunde und Bekannte der Familie bei, die von dem trefflichen Vortrage des Konfirmanden sehr befriedigt waren. Oberkantor Fischer rezitiert einen feierlichen Mischeberach. Hochzeitsfeier. Sonntag, den 7. d. M., fand im großen. Leopoldstädter Tempel die Trauung des Herrn Artur König mit Fräulein Irma Hahn, Tochter des Herrn Julius Hahn,: und Schwester des Prokuristen Hahn der Firma Alfred Landesberg er, statt. Im Tempel fand sich ein zahlreiches Hochzeitspublikum ein, das für die Wertschätzung des Brautpaares und dessen Familien beredtes Zeugnis gab. Herr Rabbiner Dr. Max Grunwald hielt an das Brautpaar eine, herzliche Ansprache. Herr Oberkantor Fischer trug die. Hochzeitsgesänge in weihevoller Weise vor. Spendenausweis der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Wien II., Obere Donaustraße 69. Alfred Neumann 15.000, Mor. Fischer 10.000, R. Brunner 10.000, W. Gergely 20.000, V. Schwadron 10.000, E. Neumann 10.000, Dir. Brodheim 10.000, J. Frankl 10.000, Fr. Nagler IOlOOO, Schüller & Co., A.-G. 300.000, Herrn. Richelles 30.000, Otto Bauer 50.000, Jos. Rubner 50J)00, Jos. Gruber 10.000, A. Pisko & Co. 10.000, S. Natovics 30.000, S. Schlesinger 10.000, Prof. Dr. Hch. Neumann 20.000, S. Rosenzweig 10.000, R. Polaczek 10.000, J. Reismann 10.000, H. Fischer 20.000, Anonym 500.000* Dr. Fritz Schüller 10.000, Sam. Salzer 10.000, O. Frankl 10.000, Karl Neurath 50.000, Br. Reich 10.000, J. Brichta 10.000, M. Rosenthal 10.000, S. Stieglitz 10.000, Dr. M. Pinsel 10.000, S. Wassermann 10.000, M. & J. Schiff 50.000, B. Weißberg 10.000, Dir. J. Turnauer 100.000, S. Sperling 20.000, AI. Kalben 10.000, Rob. Winter 100.000, Ph. Weiß 50.000, Leo Lazar 10.000, D. Walkowics 30.000, A. Stern & Sohn 50.000, W. Karpeles 10.000, Julius Zuckerbäcker 10.000, M. Lichtenstern 10.000, Hch, Weiß 10.000, Jos. Eckstein 10.000, Nath. Löffler 20.000, Norb. Silber 20.000, Mich. Karten 10.000, Cilli u. Martin Wien 50.000. Druckfehlerberichtigung. In dem Artikel „Das jüdische Tannenberg" von Ernst Seifert in Nr. 37 unseres Blattes ist im vorletzten Absatz ein sehr unangenehmer Druckfehler unterlaufen. In der vorletzten Zeile dieses Absatzes soll es statt gemein, wie natürlich nicht anders aus dem Zusammenhang zu erkennen, gemeint heißen. BlBBBBBBBBBBBBBBBBBBflBBBBBflBBBBflBBBflBBBBS [ Internat u. FpauengeweFbeschulB des i : Elisabeth-Heim j ■für HeiBnäben und KleiderinaclienS ■ Wien II., Malzgasse Nr. 7 ■ J Einschreibungen täglich - -- J 3 s Elisabeth-Heim { ■ H- ■ für Kriegerwaisen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen ■ ■ ■ SBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBflBBBBBB'g

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