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Die Wahrheit · 1924-07-04 · Heft 27 (4.7.1924) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 27 (4.7.1924)
Date
1924-07-04
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 27 DIE WAHRHEIT Seite 1t Eine Abordnung der Juden Siebenbürgens an den König.. Die „Dimincata" berichtet, daß die Juden in Transsylvanien und im Banat eine Abordnung an den König gesandt haben, um bei ihm Klage darüber zu führen, daß das Gerichtswesen, wie es gegen die Juden geübt wird, dem Prinzip des Rechtsschutzes ins Gesicht schlägt. Die Juden, erklärte die Abordnung, haben nicht das Bewußtsein, gleichberechtigte Bürger zu sein, weil sie ganz und gar nicht unter dem Schutz des Gesetzes und der Behörden stünden. Sie appellieren an das Gerechtigkeitsgefühl des Königs und bitten ihn, diesen unerträglichen Zustand ein Ende zu machen. Erfreuliches aus dem „Montefiore Bethause". (Wien, 2., Taborstraße 38.) Ein erfreuliches Zeichen des wiedererwachenden religiösen Lebens ist das Vorgehen von etwa 50 Mitgliedern des „Montefiore Bethauses". Letztere richteten im Verlauf der vorigen Woche ein Gesuch an den Vorstand des Bethauses, in dem sie eine sofortige Generalversammlung verlangten. Der Zweck dieser Generalversammlung ist die Abstellung verschiedener gegen die religiösen Vorschriften verstoßenden Einrichtungen, wie z. B. die Zulassung zu religiösen Funktionen im Bethause am Jörn Kipur in Lederschulen. In demselben Sinne sprach auch Sr. Ehrwürden Herr Rabb. Perez am vergangenen Schabbos unter großem Beifall vor einem zahlreichen Publikum, wobei er mit eindringlichen Worten auf die Notwendigkeit streng religiöser Führung des Bethauses hinwies, die allein eine friedliche und gedeihliche Fortentwicklung des Bethauses garantierte. Gedenket der jüdischen Hauslehrer. Wir erhalten folgende Zuschrift: Die Ferienzeit ist da. Alles freut sich in der süßen Hoffnung, bald neue Kräfte zu holen und sich in den Kurorten Vergnügen zu verschaffen. Nur der arme jüdische Privatlehrer sieht dieser schönen Zeit mit Schrecken entgegen. Ihn erwartet nicht Luft, nicht Freude, seiner wartet vielmehr Mangel und Not. Die Eltern der Schüler verlassen die Stadt und gehen zur Erholung aufs Land. Die Kinder müssen ruhen, und der Lehrer — darben. Somit ist es den jüdischen Eltern ans Herz zu legen, den armen Hauslehrern, die ohnehin knapp bezahlt werden, in Wohlwollen zu gedenken und ihnen für die Ferienzeit gleichgültig, ob sie den Unterricht erteilen oder nicht, den Lohn auszuzahlen, da sie sonst mit ihren Familien hungern müßten. Umsomehr ist die Angelegeniheit zu berücksichtigen, da jetzt keine Lektionen als Ersatz zu finden sind. Gebet den Lehrer nicht dem Hunger preis! K. R. Israelitisches Taubstummeninstitut. Montag den 16. Juni fand im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde eine Versammlung von Notabein statt, welche von dem Vorstande des israelitischen Taubstummeninstitutes einberufen war, um über die Sanierung dieses Institutes zu beraten. Herr Präsident Dr. Weiss verwies auf die ruhmreiche Geschichte dieses Institutes, das seit 80 Jahren zahlloses Elend behoben hat und durch seine mustergültigen Einrichtungen, speziell durch den ausgezeichneten Unterricht unter den gleichartigen Instituten des Kontinents den ersten Rang einnimmt und eine Zierde der Wiener Judenschaft bildet. Seit Kriegsbeginn befindet sich das Institut in finanziellen Nöten, die jetzt den Kulminationspunkt erreichten. Wenn nicht prompt ausgiebige Hilfe kommt, muß das Institut geschlossen werden und 63 der unglücklichsten Kinder, ein großer Teil von ganz unbemittelten Eltern oder Waisen müssen auf die Straße gesetzt werden. Herr Professor Dr. Alexander, Direktor Dr. S. Krenberger bekräftigten die Ausführungen des Präsidenten. Die Kultuspräsident Professor Dr. Pick, Universitäts-Professor Dr. Ehr mann, Präsident der Chewra Kadischa Dr. W. Pappenheim, sprachen zur Sache, Kultusrat Baurat Kempler macht eine Reihe von Vorschlägen. Nachdem noch Frau Direktor U11 m a n n das Wort ergriffen, wurde beschlossen, da die ganze Versammlung die hohe Wichtigkeit der Erhaltung und Sanierung dieser glorreichen Schöpfung erkannte, ein großes Sanierungskomitee zu bestellen, das in intensivster Weise sich bemühe, die nötigen, sehr bedeutenden Summen; aufzubringen. Hoffentlich werden auch die Leser dieses Blattes den hehren Zweck würdigen und aus allen. Kräften.zwr Erhaltung des. Institutes beitragen. Traüungeri. Sonntag, den 22.; Juni 1924 fand im großen Leopoldstädter Tempel die Trauung des Herrn Arthur Thaler mit Fräulein Edith Löwy, Tochter des bekannten Buchdrtickereibesitzers Herrn Heinrich Löwy, statt. Ein zahlreich distinguiertes Publikum füllte den Tempel. Se. Ehrwürden Herr Sonderangebot I Warenhauses | Brüder Schiffmann Tal- «"ts II., Taborstraße 48 ™-47 ™» Unerreicht billige Kauttelegenltett! Nachstehend einige Beispiele: Waschwaren per Meter K 9.800 12.500 12.500 21.000 12.000 7.900 33.00O Blaudruck ...... 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