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Die Wahrheit · 1924-06-20 · Heft 25 (20.6.1924) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 25 (20.6.1924)
Date
1924-06-20
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 25 DIE WAHRHEIT Seite i i ein reiches Feld zur Betätigung von Bikur Cholim und Gemilas Chasodim für die neugegründete Chewra Kadischa, der wir Blühen und Gedeihen wünschen. Josef Saborsky & Söhne. (1849—1924.) Vor wenigen Ta- 'gen feierte das Haus Saborsky den 75. Jahrestag des Bestandes und es war ganz selbstverständlich, daß man in rach- und zahllosen Bekanntenkreisen in der ehemaligen Monarchie diesen Anlaß freudigst begrüßte, um auch gegenüber den jetzigen Chefs die Anhänglichkeit und Verehrung zu dokumentieren. Der Begründer dieses Hauses war Josef Saborsky, dessen Bild noch heute bei dem größten Teile der Besucher von St. Marx in lebhaftester Erinnerung ist. Wer kannte nicht die hagere Gestalt mit den ausdrucksvollen Zügen, den lebhaften Augen, welche, scheinbar strenge, doch das gutmütige Herz erkennen ließen. Interessant waren auch "die Erzählungen aus seinem arbeitsreichen Leben. Stets fanden sich viele Zuhörer, wenn er seine Witze zum besten gab. Josef Saborsky war der Typus des alten streng redlichen jüdischen Kaufmannes, noch als strammer Neunziger ließ er sich es nicht nehmen, an strengen Markttagen mitzuarbeiten, besondere Freude machte es ihm, seinem Lieblingsenkel Robert' (dem jetzigen Chef) geschäftliche Winke zu erteilen. In seinem Sohne Leopold fand er den würdigen Nachfolger, v/elcher gemeinsam mit seinen Brüdern Eduard und Albert das Haus zu einer der größten Kommissionsnrmen gestaltete. Kommerzialrat Leopold Saborsky stand als Vizepräsident an der Spitze des Sanierungskomitees zur Unter- Stützung der israelitischen Wohlfahrtsanstalten Wiens. Dieser Institution als auch dem später gegründeten Vereine „Wohlfahrt" gehörte er seit der Gründung an und erfreute sich in diesem Kreise wegen seines biederen Charakters und bescheidenen Wesens großer Beliebtheit. Siegmund Kornmehl. * * Der Herausgeber der Wiener Approvisionierungszeitung Sachs schreibt anläßlich des Jubiläums folgende Zeilen: 'Josef Saborsky, der Begründer des Hauses, das sich rasch eine dominierende Stellung im Viehhandel der alten Monarchie erobert hat und auch heute noch behauptet, hat im Jahre 1849 die von ihm in Radwanitz bei Mähr.-Ostrau betriebene Fleischhauerei aufgegeben und sich in Leipnik niedergelassen, wo er den Viehhahdel betrieb. Dort wurden ihm die .Kinder Albert, Leopold und Eduard geboren, mit denen er 1863 nach Wien kam und am 15. September 1874 .die Firma Josef Saborsky & Söhne handelsgerichtlich eintragen ließ. Albert Saborsky ging bald nach Paris, Eduard nach Budapest, nur Leopold blieb mit dem Vater in Wien. J^ach der Rückkehr Albert Saborskys war dieser bis zu seinem (1913) im Geschäfte tätig, während Eduard sich in Budapest etablierte und später (1907) seine Firma auch hier protokollieren ließ. Durch mehr als 30 Jahre repräsentierte Kommerzialrat Leopold Saborsky die Gesellschaftsfirma, in welche er noch vor dem Tode seines Vaters (1912) seinen ältesten Sohn Robert und später auch den jüngeren Dr. Paul aufnahm, die nun seit Dezember 1920 alleinige -öffentliche Gesellschafter der jubilierenden Firma sind. Was Josef und Leopold Saborsky als Viehhändler waren und wie sie aus der kleinen Firma das Welthaus Josef Saborsky &. Söhne schufen, das im In- und Auslande uneingeschränktes Vertrauen genießt, haben wir wiederholt gewürdigt. In ihre Fußstapfen ist als Führer Herr Robert Saborsky getreten, dem sein Bruder Paul als Mitarbeiter ireu zur Seite steht; Robert Saborsky ist auch nach Charakter, kaufmännischer Begabung, Großzügigkeit und unverrückbarer Korrektheit im Geschäftsbetrieb ein würdiger Nachfolger seiner Vorfahren, deren Angedenken als Pioniere unseres Vieh- und Fleischhandels in der gesamten Branche allezeit hoch in Ehreu gehaltenwerden. Barmizwahieier, Samstag, den 14. d. M. fand im Stadttempel die Barmizwahieier des Studenten Leopold Kraus, <3es jüngsten Sohnes des Amtsleiters der israelitischen Kultusgemeinde Rudolf Kraus und seiner Gattin Helene gebor. U1mann, statt. Der Konfirmand trug, die Parascha und die Hafthora mit innigem Verständnis vor, das auf die zahlreichen Anwesenden tiefen Eindruck machte. Herr Oberrabbiner Dr. C h a j e s hielt an ihn eine inhaltsreiche Ansprache. Oberkantor Kaufmann rezitierte einen feierlichen Micheberach. Dienstjubiläum. Hermann Neumann. Geschäftsführer der bekannten Steinmetzfirma Friedländer & Deutsch beging vor kurzem sein 25jähriges Jubiläum bei dieser Firma. 75. Geburtstag. Am 29. d. M. feiert der in weiten Kreisen bekannte Schulrat Dr. Adolf Weiß in vollster geistiger Reg- Sonder-Hngebot Ides | Warenhauses I Brüder Schiffmann Tei-47 t™ ll.w TaborslraBe 48 i«1-WT» Unerreicht billig« Kauf$elegenfcelt! 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