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Die Wahrheit · 1924-05-16 · Heft 20 (16.5.1924) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 20 (16.5.1924)
Date
1924-05-16
Page
– (sequence 10)
Language
German
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^*^*»y«a^ Seite 8 iM WAHRHEIT Nr. 20 JAC. MAYER Kleider-, Pelzeu. Gummimäntel-Fabrik Zentrale: Detailverkauf: Wien II.. Glockengasse 24 Wien II., Taborsiraße 44 Gerananifa-FeLndie". Zu den ältesten Quellen der Geschichte greifend, weist er nach, daß die innerliche Triebkraft zu aillen Verfolgungen des Deutschtums von Rom ausging. Rom aber war — man höre — schon zu den Zeiten Odoakers und Theuderichs so verjwdet, daß diese Fürsten unter dorn Einfluß jüdischer Ratgeber standen. Natürlich miußfce daran das ostgotische Reich in Trümmer gehen. Vermutlich, fließen sich die JuidenmimisteT weniger vom Interesse des Staates, als yon den „Protokollen der Weisen von Ziion" leiten. Seit damals, behauptet .dier siebenmal Gescheite, ist die Kontinuität der Beziehung zwischen Rom und Juda als Deutschfewide nicht unterbrochen worden; Beweis: das katholische Zentrum und die jüdischen Sozialdemokraten in Einheitsfront gegen d'cie wahrhaft deutschen Hakenkreuzler. Selbst das Germaneniidieal Karl der Große findet keine Gnade vor den Augen v. "Vvangenbeims. Er zitiert efine kaiserliche Verordnung .aus. dem Jahre 785 „Wer hinfort im Volke der Sachsen umgetauft sich verstecken will, und -zur Taufe zu kommen unterläßt, und Heide bleiben will, dier soll des Todes sterben!", was der Verfasser mit den Worten glossiert: „Daraus spricht j ü d n s c h e Geisteskniechtung". Man darf von einem sich gelehrt gebenden Junker nicht fordern, dlaß er neben dem römischen und griechischen . Schrifttum — vorausgesetzt, er hat es nicht aus zweiter Hand der Uebersetzung — auch in der jüdischen Lite ratur Bescheid wisse: sonst müßte ihm bekannt sein, daß es niemals eine jüdische Geistesknechtung, am wenigsten Proselyteiimiachern bei den Juden gegeben. Nach diesem Pröbchen Wangenheimscher Unbedenklichkeit erübrigt sich jede weitere Auseinandersetzung mit diesem. Hammerautor. * Die Hausherren des;,Tabarin". Das „Präger Tagblatt" läßt sich von seinem dL-ö. Berdichterstatter über folgendles Geschehen reportieren: „Viktor SMberer, eikemaliger Gem&iuderat der Stadt Wien, Apostel des Sports in Oesterreich, Renmstallbesitzer, Aeronaut, Jounalist, lebendiger Geist und Philanthrop, eibe dier populärsten Persönlichkeiten des Wien von Gestern starb und vermachte das ihm gehörige Haus in der Annagasse, den sogenannten Annaihof, dien Barmherzigen Brüdern.." •— Zu meiner Studienzeit in Wien war der Annahof ein gutbürgerliches Etablissement — im Range 'des Cafe „Habsburg", das zu Anfang der Neunziger jähre neu erstanden. Dort wie da konzertierte dier populäre Ziebner ein-, zweimal wöchentlich und das Publikum sang bei manchem Potpourri laut mit. Im Annahof gab es Doppel-Bock-Bier erster Güte als Spezialität. Ja, das schöne, alte und gemütliche Wien von .anno dazumal! Heute — heißt es im Berichte — ist dier Annahof ein „Tabarin" für „Ohapeau Rouge", wo das Laster haust. Dort spielen die Zigeuner oder eine Jazzband. Dort ist dier Ort, wo, wie man so schön sagt, die Champagnerpfropfen knallen, wo das großstädtische! Leben brandet und sich schwüle Erotik in vorhangverhüllten Logen über benebelte Besucher lagert. Und dieses Haus, gerade dieses Haus, haben dOe Barmherzigen Brüder geerbt. Sie wurden die Hausherren des „Tabarin"! — Bei dieser Gelegenheit singt der Reporter des „Prager Tagblatt" ein hdhies Lied zum Preise der Barmherzigen Brüder, die niemandem ihre Hills versagen: „Wessen Dienstmädchen hatte sich noch nicht bed ihnen die Zähne ziehen lassen? Und welcher Aijme, welcher Kranke hätte in ihrem Spital keine Aufnahme gefunden, für Tage, für Wochen, für Jahre?" — Gewiß, gewiß, auch der Schreiber dieser Zeilen rief als armer Student oft ihre barmherzige Hilfe in der Großen Mohrengasse im Krankheitsfälle an und fand liebreiche ärztliche Hilfe!.... Was für uns jedoch an diesem Berichte von Interesse ist, ist des Berichtes Pointe: „Sie sinid die vollkommenen Vertreter einer stillen und berzerfreuenden Wohltätigkeit.... Sie leben der Reinheit ihres Herzens. Sie wollten ivcht Nutzen ziehen, dauernden Nutzen, laufend nach Pachtzaihluinigen, die aus diem Betriebe zweier lärmender Nachtlokale flössen. Sie wollten keine geistige Nachbarschaft. Der Lärm Jiätte ihre Kranken gestört. Und so haben sie dieser Tage den Annahof verkauft. Entspringt nicht dlilese Moral dem, Quell jüdaschbib&chen Denkens, eine Mateniie, wie sie Sclialom Asch in seinem berühmt gewordenen Bühnenwerk: „Sünden dier Väter" verarbeitete, in dem dier domiiniierendie Gedanken ist, dlaß ein Reichtum, der diurch Umzüchtigkeiilt zustande kommt, unbrauchbar für ade Zwecke Stet?... Ist es nicht der Bibelspruch: „Du sollst nicht den Preis eines Hundes und die Gabe einer Buhlin in disd Haus bringen?" — Laßt sie nur lästern vom zersetzenden Geist des Judentum es! Sie wissen nicht, was säe sprechen! Armin Wilkowitsch (Eger). Jüdische Medizin. Im berüchtigten „Hammer" — wo dienn sonst? — bemüht sich Möd'izinalrat Dr. Bachmann um den Beweis, dlaß •efo kranker ■ Organismus durch dias naturiheilverfahiren Luft, Sonne, Wasser und richtige Ernährung (vegetaricbe?) genesen könne. -Die moderne Medizin hingegen sei nichts als jüdischer Schwindel, darauf angelegt, diurch Serum- Therapie die Menschheit zu vernichten. Medfeiirtalrat Bachmamn braucht nur noch einen kleinen Schritt und er kommt zuder miiltitelalterlichen Beschuldigung «der Brunnenvergiftung durch die Juden. Renovierung der Karlsbader Synagoge. Aus Karlsbad wird uns geschrieben: Eine Ueberraschung bietet die vollkommene Renovierung der Synagoge. Im maurischen Stil gehalten, ist die Karlsbader Sjmagoge seit ihrem' 47jährigen Bestände von zahlreichen Besuchern und Fachmännern der Baukunst auch im Ausland als ein interessantes Bauwerk geschätzt Die im Herbst aufgetretene Notwendigkeit, einige Ausbesserungen und Sicherungsarbeiten vorzunehmen, war der Anlaß zu einer gänzlichen Renovierung, die* vom Karlsbader Architekten Karl Meiler ausgeführt wurde. Dabei wurde auch das neueste System einer Heißluftheizung eingebaut, die hoffentlich in den kommenden Monaten nicht in* Funktion zu treten haben wird. Die Kosten der Wiederherstellung belaufen sich auf etwa 250JD0Ü tsch. Kronen, die in Karlsbad selbst aufgebracht wurden. Die umfassende, mit namhaften Kosten verbundene Renovierung der Karlsbader Synagoge stellt der Großzügigkeit der dortigen Judenschaft ein rühmliches Zeugnis aus. Bei dem erheblichen Kontingent, das die Glaubensgenossen aus aller Herren Länder zu dem Karlsbäder Kurpublikum stellen, ist hier eine Neuerung geboten, die lebhaft und dankbar zu begrüßen ist. Ein russischer Fürst tritt zum Judentum über. Dieser Tage fand in Warschau eine seltsame Zeremonie statt. Man feierte das Beschneidungsfest eines Russen, der. zum Judentum übergetreten ist Der Russe soll der Sohn eines, russischen Fürsten sein, der eine große Rolle am Petersburger Zarenhof gespielt hatte. §eine Mutter stammte aber von jüdischen Eltern ab. Er selber stand bei Ausbruch der Revolution als höherer Offizier" im Felde und war.dann, gezwungen, die' Front nach Oesterreich zu überschreiten. Später diente er als Major in der österreichischen Armee. Schon lange hegte er den Wunsch, zum Judentum überzutreten. Da er nun ein jüdisches Mädchen heiraten wolle, das früher getauft und nun wieder zum Judentum zurückgekehrt war, hat er sich entschlossen, seinen Wunsch in die Tat umzusetzen und Jude zu werden. An leser! unsere Werbet für unsere Zeitung! Eine erfreuliche Erhöhung der Abonnentenzahl ist zu ver~ zeichnen! Jeder Bezieher muß es sich zur Pflicht machen, einen neuen Abonnenten zu gewinnen, damit wir schon in KUrze das Blatt weiter ausbauenkönnen Gpchtcs Lager in feinst. EGdisen, Etoles u. Capes Reiche Auswahl neuester Pelzmodelle in sämtl. Pelzarten ~ Par iser u. Wiener fieschmack vereint ~ erzeugt nur in eigenen Werkstätten, unter pers. Leitung des bestrenommierten Inhabers der Firma «Praterstr. 9-11 .Gr.Mobreng.2-G

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