Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 19 (9.5.1924)
- Date
- 1924-05-09
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 19 DIE WAHRHEIT Seite 11 s o r:g e" aufgenommen. In der kurzen, Zeit ihres Bestandes hat die " „Jüdische Jugendfürsorge" 570 Fälle, darunter 240 neue Fürsorgefälle behandelt Zur Durchführung einer so ausgedehnten Fürsorgetätigkeit bedarf es nicht nur reicher Geldmittel, sondern auch der intensiven Mitarbeit freiwilliger Hilfskräfte und der Referent appellierte an die anwesenden Delegierten der Vereine und Korporationen, aus ihren Kreisen möglichst viele Damen und Herren, die Herz und Sinn für die Jugendfürsorge haben, zur Unterstützung der Arbeit der beruflichen Fürsorgerinnen und Fürsorger der „Jüdischen Jugendfürsorge" zur Verfügung zu stellen. In der an den Bericht anschließenden Debatte gaben insbesondere Herr Re- " gierungsrat Professor Singer und Herr Dr. KI a b e r wertvolle Anregungen. Bei der Vornahme der Wahlen in das Kuratorium wurden Frau Direktor Regine U11 m a n n, Frau Helene Stein und Frau Sophie Löwenherz, sowie die Herren Obermedizinalrat Dr. S. Krüger und Hans K o h n wiedergewählt. Jüdischer Elternbund im 2. Gemeindebezirk. Montag, den 28. April, veranstaltete der „Elternbund" im Sitzungssaale des magistratischen Bezirksamtes, Karmelitergasse, einen Elternabend, der trotz der ungünstigen Witterung einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Nach Begrüßung der Versammlung durch den Obmann Herrn Postamtsdirektor Kol min sprachen als Referenten die Herren Religionslehrer G. Antscherl und M. Pick über die Notwendigkeit der Errichtung einer vorbildlichen Religionsschule. Die vortrefflichen Ausführungen ernteten reichen Beifall. In der Diskussion betonte Herr Rabb. Dr. G r u n w a 1 d, daß durch Zusammenschluß der jüdischen Eltern alle von den Referenten geäußerten Wünsche für eine gedeihliche Entwicklung des Religionsschulwesens sich mit Leichtigkeit werden erfüllen lassen. Einer Aufforderung des Vorsitzenden, dem — gänzlich unpolitischen — Vereine beizutreten, folgten die Anwesenden, soweit sie noch nicht Mitglieder waren, ausnahmslos. Auch Spenden wurden gewidmet. Für den 22. Mai (Lagbeomer) wird, nachdem die Purimveranstaltungi glänzend verlaufen ist, abermals ein Kinderfest vorbereitet, das im Bayrischen Hof, nachmittags 5 Uhr, stattfinden soll. Sederabende In den Wojaküchen. Von einem Teilnehmer erhalten wir folgenden Bericht mit der Bitte um Veröffentlichung: Der gute Ruf der Sederabende der Wojaküchen, der ihnen vorausgeht, bestätigt sich immer wieder. Es war geradezu rührend, mit welcher Sorgfalt die Woja sich um das Gelingen der Veranstaltungen bemüht hat. Schon die festliche Ausschmückung der Räume, welche renoviert wurden, gab der Veranstaltung ein feierliches Gepräge. Alt und jung war da unter den 180 Teilnehmern vertreten, die einen, weil sie entweder keinen Haushalt führen oder infolge der zu hohen Preise nicht in der Lage waren, einen Sederabend nach alter, guter Sitte abzuhalten, die anderen, weil sie aus ihrem Elternkreise in die Großstadt gekommen sind, um zu lernen oder einem Beruf nachzugehen. Alle hatten den unbeugsamen Willen, an diesen zwei Abenden im Kreise Gleichcuipfindender zu verweilen. Auch der Allerärmsten hat sich die Woja angenommen und eine Anzahl armer Schüler, denen das Elternhaus die Freude des Seders nicht bereiten konnte, an beiden Abenden unentgeltlich ausgespeist. Ein besonderes Gepräge gaben heuer den Sederabenden der Woja die Chaluzim, die es sich nicht nehmen ließen, den Seder so zu gestalten, wie er in ihrer neuen und alten Heimat veranstaltet wird. Ueber Intervention des Präsidenten der Woja, Herrn- Rabb. Dr. Rosenmann, wurde eine Anzahl Kriegsblinder Von der A.R.A. mit ermäßigten Speisekarten beteüt. Die Woja hat auch ein geradezu opulentes Essen vorbereitet, welches der überwiegenden Mehrzahl 'der Teilnehmer zu einem besonders > ermäßigten Preise abgegeben wurde. Es ist auch Verständlich, warum der Andrang der Teilnehmer so groß war, daß die Säle nicht alle fassen konnte. Es kamen all diejenigen, denen die Sederabende der Woja vom vorigen Jahre in guter Erinnerung waren und viele, die nach solchem Lob es auch einmal versuchen wollten. Uni KU Uhr war die Feier zu Ende und wird all denjenigen, die ihr: beigewohnt haben, in angenehmer Erinnerung bleiben. ' E. B. Pessach in-der „Einheit". Wie wird in Wien vor gesorgt, daß unsere armen Glaubensbrüder in dieser schweren Zeit den Pessach halten können? Diese Frage zu beantworten, lenkte ich meine Schritte zur Volksspeisehalle „Einheit". Ich trete in einen großen Speisesaal. Derselbe ist glänzend beleuchtet, die Wände, die Tische, das Gedeck, das Geschirr, SonOersflngebot Ides | Warenhauses I Brüder Schiffntann za^ssa ||.V Taborstrafie 48 ™-47m Unerreicht billigt KatifgeiegtnlieiU Nachstehend einige Beispiele: Waschwaren .....per Meter K 90100 12.500 12.500 21.000 12.000 7.90O 35.000 Blaudruck .......... Cotton de Lene....... Wasch-Kreton........ Jackenfutter........ Etamine, 115 cm breit- Etamine, in allen Farben Selden-ClOlH,140cm br.,alleFarb. Damenwäsche Garnituren | Hemd und Hose......K 39.000 Garnituren, Handajour gest......• „ 75.000 Damenhemden . - 28.000,25.000, 19.800 Damengarnituren (Hemd, Hose u. 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