Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 18 (2.5.1924)
- Date
- 1924-05-02
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3062972-3064071-3064088--12772-3080240- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
, „ v-j-^KV^v-teYi"^^^ •^^a^Seä&S^JtäS^^ Seite 12 DIE WAHRHEIT Nr. 18 Präsidiums den uneigennützigen Mitarbeitern für ihre Leistungen. Herr Kultusvorsteher Dir. Karl Ehrenzweig brachte für die Tätigkeit des Vereines den Dank des Kultusvorstandes zum Ausdruck. Nach einer Debatte, an der sich seitens der Mitglieder hauptsächlich Herr Heinz Kohn beteiligte, wurde auf Antrag des Herrn Revisors Dr. S. Morgenstern dem Vorstand das Absolutorium erteilt, tyach Annahme des Antrages betreffend die Mitgliedsbeiträge für das Jahr 1924 per K 120.000.— wurden Neuwahlen vorgenommen, die folgendes Resultat ergaben: Für drei Jahre die Herren Friedrich A11 i n a, Franz Engel, Julius Fr an kl, Moritz Gerstl, Ludwig H i r s c h f ej d, Albert Körner, Ing. Dr. Samuel Morgenstern und Isidor Schönherz; für zwei Jahre Herr Bernhard Niwes, und als Revisoren für ein Jahr die Herren Wilhelm Drill, Emanuel Steiner und Sigmund Wachsmann. — Bei «der aati 23. Apri unter Vorsitz des Obmannes Herrn Oskar Schramek stattgefundenen Vorstandssitzung wurden die Herren S. Adler, I. Schön herz und I. Reise r zu Obmannstellvertreterini D. Di amamt und; Dr.S. Morgenstern zu Schi#tfiüire!rn, S. Wiechsler zum Kassier und S. Leenmann, M. Gerstl, J. Frank 1, I. Singer und A. Knopf «u Tempelvorsteher» gewählt Probevortrajs. Am Schabbes hagodaul sang Herr Oberkantor Emanuel Navay aus Orlova im Grazer Gemeindete'mpel Probe und machte auf die zahlreichen Zuhörer vor allem durch seine vorzügliche musikalische Schulung großen Eindruck. - Arien- und Liederabend. Am 10. v. M. haben die beiden auch in Wien durch ihre Probevorträge bestens bekannten beiden Budapester Oberkantoren Emanuel Abrahamsohn und Heinrich Fischer in Debreczin auf Einladung der dortigen Kultusgemeinde zugunsten verschiedener jüdischer Wohlfahrtsaktionen ein Konzert abgehalten, das dem zahlreich erschienenen Publikum noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Das reichhaltige, künstlerisch ausgezeichnet zusammengestellte Programm wies an Duetten der beiden Herren die folgenden auf: Mendelsohn: „Herbstlied" und „Maiglöckchen", Gottlieb: „Lobet den Herrn". Herr Oberkantor Abrahamsohn brachte überaus wirkungsvoll zum Vortrage: den Prolog aus „Bajazzo", „Piff-paff-puff" aus den Hugenotten, die Abendsternarie aus Tannhäuser, sowie eine eigene Haschkiwenu-Phantasie. Herr Oberkantor Fischer entzückte die Zuhörer durch: Grieg: „Ich liebe Dich", Valentins Gebet aus „Faust", Mischeberach von Stark-Erkel und R'zeh von Gottschall. Die Klavierbegleitung besorgte Herr Alexander Erkel von der Budäpester Hofoper. * Barmizwah-Feier. Samstag, am 12. v. M., fand im Bethaus des Tempelvereines „Tefilath Jeschurun" im Prater die Barmizwah-Feier des Hans, Sohn des Ehepaares Karl und Jeanette Haus er, statt Der Konfirmand trug die Haftära mit lautem, innigem Verständnis vor. Seine Ehrw. Rabbiner Dr. M. Grunwaid hielt sodann eine inhaltsreiche Ansprache an denselben. Der Konfirmand dankte in einer schönen Ansprache allen Gästen und den Eltern. An der schönen Feier beteiligten sich der Gesamrvorstand unter Führung des Obmannes Heinrich Edelstein. Verlobung. Vor kurzem verlobte sich Fräulein Erika Feuchtwang, Tochter Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. David Feuchtwang, mit Herrn Bernhard Davids aus Amsterdam. Den zahlreichen Gratulanten schließt sich auch die Redaktion dieses Blattes aus vollem Herzen an. Todesfall. Am 4. v. M. verschied in Budapest im 58. Lebensjahre Herr Privatier Lajos Just. Bescheiden und liebenswürdig als Mensch, treu und hilfsbereit als Freund, hat er sich die Liebe weiter Kreise,- die Hochachtung und Verehrung aller, die ihm im Leben nahe gestanden sind, erworben. Diese Beliebtheit kam auch bei seinem Leichenbegängnisse zum Ausdrucke. Eine ungemein große Gemeinde von Freunden und Verehrern scharten sich um den schlichten Sarg und Herr Oberrabb. Dr. F i s c h e r schilderte in beredten Worten die Verdienste des bescheidenen, edlen Mannes, der keinem Menschen je Unrecht oder nur die geringste Kränkung zugefügt, deshalb auch keinen Feind und nur lauter Freunde zurückgelassen, musterhaft in seinem Familienleben, das ganz in der rnmnHiniNiiiHiHuiuuiminiiiiintiiiiuiuninuwuHmnuK Liebe zu seinen Söhnen aufging, tadellos im Handel und Wandel war. Die Trauergesänge rezitierte Herr Oberkantor Prof. Lazarus unter Assistenz des großen Chores in tiefergreifender Weise. In dem Dahingeschiedenen betrauert Herr Theodor Just, Disponent des Wiener Weingroßhandlungshäuses Pollak, seinen Bruder. Todesfall. Montag, den 24. März 1924, verblich Frau Elsa Friedmann-Enge], Witwe nach dem Stiftungssekretär weiland Herrn Remy Friedmann, der Israelitischen Kultus- Gemeinde. Die Verblichene hatte sich mit seltener Tatkraft "und Treue der Erziehung ihrer beiden Kinder gewidmet, welchen sich nunmehr das allgemeine Mitgefühl zuwendet. Bei der am 27. v. M. stattgefundenen Beerdigung hielt Ehrw. Dr. Grunwaid eine tiefergreifende Trauerrede, welche von dem Schluchzen des zahlreichen Trauergefolges hegleitet war. R.-E.-F. Chaim Bloch. Dieser Tage erhielten wir in unserer Redaktionsstube ejjgen iunerwairteten, dafür aber um. so ang>eneihmeren Besuch.^XJnser Mitarbeiter Chaim Bloch, der bekannte chassidische Schriftsteller, ist nach längerem Aufenthalt in Amerika wieder nach Wien heimgekehrt. Chaim Bloch wurde in den literarischen Kreisen . Amerikas mit großen Ehren aufgenommen. Die großen jüdischen Zeitungen brachten eingehende Würdigung seiner literarischen Tätigkeit und seine Werke haben bereits einen Uebersetzer fürs Englische gefunden. Leider ist Herr Bloch längere Zeit infolge Ueberanstrengung bei einem Vortrage krank gewesen. Wir haben Chaim Bloch, der gewiß in Amerika neue Impulse für seine weitere literarische Tätigkeit empfangen hat, herzlich willkommen geheißen und wollen hoffen, daß auch unsere Leser bald-Gelegenheit haben werden, ihn mit seinen trefflichen Arbeiten wieder in den Spalten unserer Zeitschrift begrüßen zu können. Berichtigung. In der letzten Nummer sind im Gedicht „Zu Pessach" der Frau Beate Baumgarten einige sinnstörende Druckfehler unterlaufen. In der 3. Zeile der 1. Strophe soll es statt Träger Trägen, in der ersten Zeile der 2. Strophe statt rastet raset heißen. Verein Ferienheim. Die Vereine „Ferienheim" und „Oesterr. Seehospiz" entsenden auch dieses Jahr Schulkinder des Wiener jüdischen Mittelstandes im Alter von 8. bis 14 Jahren in ihre Kolonien Vöslau und Grado. Formulare zur Anmeldung abzuholen täglich, außer Samstag, von 11 bis 12 Uhr vormittags im Zentralbüro IX., Türkenstraße 17, im Hof, Tür 20. Wiener Herbstmesse 1924. Die Leitung der Wiener Messe hat den Termin der VII. Wiener Internationalen Messe (Herbstmesse) für die Zeit vom 7. bis 14. September 1924 angesetzt. Die Herbstmesse wird um einen Tag. (Sonntag) länger dauern als die letzte Frühjahrsmesse, womit zahlreichen Wünschen der Aussteller entsprochen wird. Der Termin wurde, wie bei der Frühjahrsmesse 1924, unmittelbar im Anschluß an den der Leipziger Messe festgesetzt. Mit der Versendung der Anmeldebogen für Aussteller wurde bereits begonnen. Niederösterreichische Eskompte-Gesellschait. Zufolge Beschlusses der einundsiebzigsten ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der Niederösterreichischen Eskomptre- Gesellschaft wird der A k t i e n - K u p o n Nr. 23 pro 1923 mit K 15.000 vom 28. April 1. J. an, bei der Liquidatur der Gesellschaft eingelöst. (Entgeltlich.) Kunerol, das reimte Speisiefett aus Kokosnüssen, ist leicht verdaulich, ausgiebig und waihrhaft, wird vom Anbeginn des Pressens der Nüsse bis zur Fertigstellung ujid Verpackung unterstrenger Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners S. M. Dhrenfeld. Mattersd'orf, erzeugt und daher im jeder strensggläubiigen, jüdischen Familie mit Vorliebe verwendet Israelitische Kultusgemeinde Wien. Um Irrtümern vorzubeugen, wird vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien hiermit bekanntgegeben, daß die Fleischbank des Herrn Samuel Lauf er, XVI-., Grundsteingasse 14, nicht unter Aufsicht der ehrwürdigen Rabbinatsder israelitischen Kultusge- .meinde steht, daher die Kultusgemeinde für die von diesem 'Fleischhauer unter der Bezeichnung „Koscher" feilgebotenen Waren die Verantwortung nicht übernehmen kann. Seidenhaus HUHSTflDT Wien I., Fleisdimarki Nr. 20 BrBBtes Spezialfalls aller Qualitäten Seidenstoffe für Kleider und Futter. Herrliche Brokate, Crepe de Chine, Crepe Maroquine etc., zu staunend billigen Preisen - Telephon Nr. 79.201 und 79.202 -i— ■BManaiiuiaiMMiaMMan