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Die Wahrheit · 1924-05-02 · Heft 18 (2.5.1924) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 18 (2.5.1924)
Date
1924-05-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 10 DIE WAHRHEIT Nr. 18 Jene erlernten ein ehrliches Gewerbe, urri. die Mittel für das Studium des Talmud zu besitzen. Sie verschmähten nicht den harten Beruf der Holzhauer, Wasserträger, Schuhmacher usw. Christen von der Art Theodor Fritsch aber schieben ihr ehrliches Handwerk beiseite, um sich der lohnenderen Beschäftigung der Schriftauslegung zu widmen, obgleich sie in diesem Wirkungskreise nur als elende Stümper und Pfuscher bezeichnet werden können. Der Hammer-Verleger hat sich die Erforschung des Talmud zum Spezialfach erkoren. Man frage nicht wie? Er schöpft aus den Fälschungen der Eisenmenger, Rohling und anderer mit einer Unverfrorenheit, die alles bisher Geleistete übersteigt. Immer wieder versucht dieser Mensch, der nicht eine Zeile, nicht ein Wort des Hebräischen Schrifttums zu lesen vermag, den Beweis zu erbringen, welche Gefahr die Judenbibel und die Talmudautoren für die arische Menschheit in sich bergen. In seiner Zeitschrift vom1 1. Ostermond setzt er sich mit der Gesellschaft der „ernsten Bibelforscher" auseinander, weil diese in allem unbedingt an dem Gottesbegriff der Heiligen Schrift festhält. Fritsch will diesen gutmeinenden, aber nach seiner Ansicht, irrenden Leuten zeigen, daß er selbst ein weit besserer Bibelforscher ist und daran muß sogar der selige Dr. Martin Luther glauben, -dessen willkürliche (sie!) Uebersetzungen der „Gottesnamen des Urtextes" unrichtig seien. Bei Luther gebe es nur einen Gott, der Herr oder allmächtige Gott. Theodor Fritsch, der die hebräische Wissenschaft mit dem großen Löffel gefressen hat, weiß das anders. Er unterrichtet seine voraussetzungslosen Leser über den Dualismus der Judengottheit El Schaddai als Prinzip der Verneinung und Finsternis im Gegensatz zu El Eljon, dem Gott der Wahrheit und des Lichtes. Der ernste Bibelforscher Theodor Fritsch beruft sich auf den ^ebenso ernsten Bibelforscher Adolf 'Wahrmund, der lucus a non lucendo, der ärgste Lügenmund war, eine Tatsache, die im Prozeß Bloch-Rohling festgestellt wurde. Jetzt weiß die äufklärungsdurstige deutsche Menschheit, woran sie ist. Vielleicht aber noch nicht genügend und weil Herr Fritsch ein sehr gewissenhafter gründlicher Mensch ist, empfiehlt er zu dem in Rede stehenden Thema die Schriften „Der falsche Gott", „Luther und Marcion", „Die Zionistischen Protokolle", „Der neue Glaube"; sämtlich durch den Hammer-Verlag beziehbar und für Goldmark 6.50 erhältlich, was des Pudels eigentlicher Kern sein dürfte. Denn Geschäft bleibt Geschäft auch dem Teutschesten der Teutschen. D. Es stinkt in der Fechtschu!'. Das Wettrennen der deutschnationalen und völkischen Parteiführer nach politischem Einfluß und materiellen Vorteilen gibt den auf richtigen Freiinden der Nation Anlaß zu-ernsten Mahnungen und Wahrnungen. Indes, liegt - der Gedanke nahe, daß die eifrigen Prediger nicht ganz frei von der Absicht sind, bei solchen Wettrennen selbst güte Erste zu werden. Man hat Beispiele. Immerhin ist es bezeichnend, daß sich Dr. Adalbert Volk im „Reichs wart" folgendermaßen eindringlich vernehmen ließ: „Deutschland ist zum großen Teil am Lehnsknechtstum zugrunde gegangen; wer wahrhaft deutschvölkisch ist. muß alles ablehnen, was ähnliche Bezeichnungen und Abhängigkeiten erzeugen könnte. Deutschvölkische Zuverlässigkeit darf nicht von der absoluten -Anhänglichkeit an bestimmte Personen abhängig gemacht werden, wie' das in letzter Zeit wiederholt geschehen ist. Wer im Innersten deutschvölkisch empfindet, nach dieser Volks- und Weltanschauung zu wirken sucht, w(rd solche- Gebundenheit ablehnen, und derjenige Führer, der sie verlangt, bewiese unvollkommene deutschvölkische Einstellung. Wie in der Politik Gefolgschaft durch dick und dünn nicht gefordert, nicht geleistet werden kann, so erst recht nicht innerhalb e?ner seelisch .geistigen Bewegung, die erst im Werden ist. Wird versucht, ein solches Sich-empor-ringen mit bestimmten Personen zu verknüpfen, so droht die Bewegung aus dem tief Volkstümlichen in das Menschliche hinüberzugleiten, und ^da alle „Führenden" Menschen sind, mit ihnen eigenen Anlagen, mit, durch ihr Leben dem Wandel unterworfenen Ansichten und Handlungen, so muß jeder mystische Personenkult die Sache schädigen. Wir denken viel zu hoch von den bekannt gewordenen Führern, um nicht überzeugt zu sein, daß sie sich nicht zu Heroen der Wiedergeburtunseres Volkes aufweisen wollen. Auch sie bleiben Nehmende am ringenden Volksgeist. — All das. hat mit dem tiefen Dank an alle diejenigen, die sich in die vorderste Linie stellten, nichts zu tun; sie sollen zusammenfassen, leiten, vielleicht einmal in ganz bestimmten Fällen befehlend führen, jetzt und fürderhin aber sich ihres Dienens bewußt sein, dann wird unser Volk ihnen folgen. Dienen und Leiten wird aber nur möglich, wenn die in die Erscheinung tretenden Führenden sich nicht nur nicht öffentlich befehden, sondern mindestens nach außen zusammenstehen. Was sie menschlich trennt, will unsere Bewegung gar nicht wissen. Wer den Hader nicht lassen kann, soll in der Versenkung verschwinden. Unser Volk hat immer am Dualismus> gekrankt: Papsttum—Kaisertum, Protestantismus—Katholizismus, Oesterreich—Preußen, Preußen—Deutschland; soll Gegensatz Alldeutscher Verband—Deutschvölkische Freiheitspartei das Elend fortsetzen? — Wir geben die Hoffnung nicht auf, daß die Männer, deren Leben seit Jahren Ringen und Kampf war, sich ihrer Pflicht bewußt, Frieden untereinander halten werden.'' Alles sehr schön gesagt. Aber so lange es unter diesen Führern auch solche geben wird, die vom Feind Geld nehmen, wie in der Verhandlung des Münchner Schöffengerichts Hitler—Benneke aufgedeckt wurde, ist alles Moralpauken vergebens. Ein feiner Parlamentarier. Am 8. März hielt Dr. Dinter, der Verfasser der „Sünde wider das Blut" im Thüringer Landtag seine Jungfernrede, wobei er sich einer argen Sünde wider den Anstand und Geschmack schuldig, machte. Er sagte unter anderem. „Wir Völkischen sind nicht eine Partei, wir si.id weder eine Rechtsnoch eine Linkspartei, sondern wir sind eine über allen Parteien stehende Organisation, welche die Oesamtinteressen des ganzen Volkes vertritt. Deshalb sitzen wir hier weder rechts, von den Ordnungsparteien noch links von den Kommunisten, sondern wir sitzen -hier in der Mitte auf der letzten Bank des Hauses. Wir hauen nach rechts, wir hauen nach links, wir spuckenden vor u n s S i t z e nden aufs Dach, wie und wo immer die völkischen Belange, d. h. die Belange des Volksganzen es erfordern." Es gibt wohl bei den Deutschen ein Sprichwort: „Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke", daß man aber allem mit Spucke völkischen Belangens zum Durchbruch verhelfen kann, darauf sollte Dr. Dinter ein Patent nehmen.. Angriffe gegen Henry Ford. Das amerikanische Kongreßmitglied Ferroli L a G u a r d i a hielt in einer der letzten Sitzungen des Kongresses eine scharfe Anklagerede gegen Henry Ford, dem er vorwarf, den Antisemitismus in Europa zu verbreiten; La Guardia führte aus: „Henry Ford läßt sich deshalb von dem Haß regieren, weil'er in Geschichte, Literatur und Religion vollkommen unwissend ist. Henry Ford hat mehr als irgend jemand anderer Anteil an der Schaffung von Haß und bösem Willen unter den Rassen Amerikas. Der Reichtum Henry Fords, gepaart mit seiner Unwissenheit, haben es möglich gemacht, daß böswillige Menschen einen niederträchtigen Kampf gegen die Juden fuhren können. Dies nicht nur in Amerika, sondern auch in der ganzen Welt. Diese unmenschliche, unchristliche und boshafte Kampagne hat das jenseitige Ufer des Ozeans erreicht, und jhre Resultate sehen wir in den Pogromen auf unschuldige, hilflose Juden in verschiedenen Teilen Europas. Leugnet das, wenn ihr könnt!"! Von der Bundesregierung bewilligte w_m mMS m pausten öes WM [ 5 B?££ *%M *4 **<m»mM Ä -___g- Ei ISADKIH-Ilf IW : W mmam£WA^mm B fllirr I BT för Kriegswaisen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen ■ j Ul€Hl€IlllfHOK * Gesamttreffer 600 Millionen Kronen : Haupttreffer ISO, 60, 35, 30 und lO Milliontem Kronen j un«l tfaraasentf «umtriteare Treffer : Dflp" Lose in allen Banken und Trafiken erhältlich! — Wiederverkäufer gesucht 5 :

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