Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 7 (15.2.1924)
- Date
- 1924-02-15
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 7 Sehe 1 Ein Lesesaal für jüdische Hocbschüler. Wie bereits gemeldet, fand Samstag, den 26. v. M. in dem historischen Räume im Hause Türkenstraße 9, den Herzls Genius adelte, die feierliche Neueröffnung der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler statt. Sie fiel mit dem sechzigsten Semester des Bestandes der Halle zusammen. Ein länglicher Raum mit langen Tischen. An den Wänden lehnen Stühle, der Fassungsraum ist so groß, daß auch Vorträge und Lehrkurse bequem abgehalten werden können. Der Saal ist einfach und ohne Schmuck, er atmet Studium und Bildungsdrang. Jüdische Zeitschriften aus aller Welt geben vorläufig ein Bild von, dem Zwecke des Saales. Eine reichhaltige jüdische Bibliothek soll oebst den Tagesjournalen den Studenten zur Verfügung gestellt werden. Die Begrüßung der Ehrengäste erfolgte durch Doktor J. K. Jellimek, Sohn des Herrn Oberkantors und Religioastehrers in Ober-Hollabrunn Siegimtnd Jeüinek. Dr. Jellinek, welcher im Sinne des verewigten Dr. Theodor Herz! den Verein nach zehnjährigem Dornröschenschlaf zu neuem Leben erweckte, hielt eine Ansprache, in welcher betont wurde, daß die Halle keine Opfer und Mühe gescheut, um das geistige Heim der jüdischen Studentenschaft getreu den Intentionen des Zionistenführers Dr. Theodor Herzl s. A. neu auszugestalten. Der Ehrenpräsident der Halle, Oberrabbiner Dr. H. P. Chajes, dessen Herz den Studenten besonders warm entaegenschlägt, nahm die Eröffnung durch eine Ansprache vor, in welcher er der Hoffnung Ausdruck gab, der Saal werde die jüdische Studentenschaft mit dem Qeiste jüdischer Kultur und Wissenschaft erfüllen und Generationen jüdischer Vorkämpfer heranziehen. Der Präsident der Kultusgemeinde, Professor Dr. A. P i c k, versicherte <3*e Halte <ler tatkräftigsten materiellen Unterstützung der Kultusgemeinde, desgleichen der Vertreter der Israelitischen Allianz. Vertreter der palästinensischen, russischen und sepharidischen Studenten überbrachten gleich den Sprechern der gesamten jüdischen Studenten Wiens die herzlichsten Grüße und Wünsche. Im Namen der Alten Herren der Lesehalle versprach Dr. Korn die größtmöglichste Pörd«>run?'- Der Verein der Freunde des Großen Leopoldstädter Tempels veranstaltet Donnerstag, den 20. März im Hotel Continental eine große Purim-Akademie mit anschließendem Tanz. Junge Damen und Herren, die dem Vergnügungskomitee beitreten wollen, werden gebeten, dies Herrn Wilhelm Herzka, H., Komödiengasse 3, schriftlich bekanntzugeben. Der Verein zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder des 16. und 17. Bezirkes. feierte am 2. und 3. Februar d. J. das Jubiläum des 25jährigen Bestandes. Samstag, den 2. Februar fand im festlich beleuchteten Kultus- Tempel ein Festgottesdienst statt, bei welchem Herr Rabbiner Dr. J. M. Bach die Festpredigt hielt und Herr Oberkantor Rudolf K o g a n mit verstärktem Chor die kantoralen Funktionen in meisterhafter Weise versah. Sonntag, den 3. Februar fand vormittags im Ausspeisunesheime, XVI., Wurlitzc-srasse 11. die Festversammlung statt. Den festlich geschmückten Saal füllten zahlreiche Gäste und Mitglieder. Die Begrüßungs- Festrede hielt der Präsident des Vereines. Herr Direktor Benno Kahane. hierauf folgte ein Festprolog, meisterhaft gesprochen von Fräulein Grete Bach. Es folgten nun Begrüßungsansprachen der Vertreter der erschienenen Korporationen und Vereine, und schließlich die Ausspeisung der Zöglinge. Abends fand im Ausspeisungsheim für die Mitglieder eine Abendunterhaltung mit Vorträgen und Tanz statt. Chewra Kadischa für den 16. und 17. Bezirk. Sonntag, den 17. Februar d. J., um 3 Uhr nachmittag«;, findet itn Sitzungssaale des Kultusbreirksamtes für rf*Mi!«S. und 17. Bezirk in Wien, XVI., Hubergasse 8 die XV. ordentliche Generalversammlung dieses Vereines statt. Prater Bethaus-Verein „Tefilath Jeschuroit". Sonntag, Jen 24. Februar 1924, präzise 9 Uhr vormittags findet in Erwin Kratzers Restauration „Zum eisernen Mann4', Prater Nr. 92 die IX. ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Genehmigung des Protokolls der letzten Jahresversammlung. 2. Tätigkeitsbericht. 3. Kassabericht. 4. Bericht der Revisoren. 5. Vorschlag zur Ernennung von Ehrenmitgliedern. 6. Beschlußfassung über die Höhe der Mitgliedsbeiträge und Einschreibgebühren. 7. Bericht und Beschlußfassung über den Tempelbau. 8. Neuwahl von 8 Ausschußmitgliedern und 2 Revisoren. 9. Anfälliges, Anträge und Interpellationen. (Dieselben sind der Vereinsleitung bis 18. Februar 1924 bekanntzugeben.) SonOer-Bngebot Ides ■ Warenhauses I Brüder Schiffmann ™- «7^ II., Taborstraße 48 Tel*4™7* Unerreicht billige Kaufgelegenrteit! 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