Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 21 (17.10.1923)
- Date
- 1923-10-17
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 10 DIE WAHRHEIT Nr. 21 reich werden, indem er den Umsatz vermehrt und die Preise herabsetzt. Die moderne Welt staunt über Ford, der dieses „allerneueste" Prinzip in seinen Fabriken eingeführt hat. Das „Allerneueste" ist auch in diesem Falle das Allerälteste, denn inj unserem Talmud ist's befohlen. Ein bei uns als Milliardär bekannter Konservenfabrikant frugeinen Talmudgelehrten, wie ihm seine Spitalsgründungen gefallen? Der Gelehrte antwortete mit der Frage: „Sind Deine Konserven bei Deiner hundertsten Million billiger geworden? Bei Deiner zweihundertsten hätten sie wieder billiger werden sollen u. s.w., damit sich das Volk auf Dem weiteres Reichwerden freue. Spitäler — kann es sich selber bauen." Von Zeit zu Zeit ist es nötig, Juden wie Christen an dS'e Ethik des Talmudischen Handelsrechtes zu erinnern, wie sie noch im heutigen Bethhamidrasch gelehrt wird. Im 12. Jahrhundert galt R a b b i I s a a c H a- 1 e v i als Autorität im Zivilrecht.30) Im Jahre 1475 wirkte Elia de Medigo als Lehrer der Rechtsphilosophie an der Universität Padua. Er war auch Lehrer des Prinzen P i c d e M i r a n d o 1 a. Im Jähre 1530 erinnert Rabbi Rosselmann in Roßheim die Juden an unser Handelsrecht, dessen populäre Ausgabe er veranlaßt. Alle jüdischen Kaufleute im Elsaß nahmen es an. Kaiser Maximilian und Kaiser Karl V. zollten hierfür diesem Gelehrten solche Bewunderung, daß sie ihn zum „Gouverneur aller Juden im Reiche" ernannten. Um Elsaß herum tobte damals! aus irgendeinem politischen Grunde der Judenhaß, im Elsaß prallte er ab am edlen Bethamidraschgeist, den Rabbi Jossehnann über das Land verbreitete, zum Schutze der Juden, wie auch zur moralischen Gesundung der anderen Landesbewohner. Das war die Ethik des jüdischen Handelsrechtes. Mit dieser segneten sich die „Völker" längs der alten Karawanenstraßen, wie sie der jüdische Postmeister Ibn Khordabeh im 19. Jahrhundert beschreibt.31) Palästina war damals der Brückenkopf Jür den asiatischen Handel nach Europa und Afrika. Karawanenstraßen brachten asiatische Kostbarkeiten nach den Gestaden des Meeres. Eine ging aus von Aethiopien bis zur Aegyptischen Mauer bei K o Ig u m (Suez), von da über Palästina nach P a Im y r a. Hier gabelten sich die Straßen. Eine ging über Damaskus nach der syrischen Hafenstadt L u d o v i c e ä, von hier Schiffahrt nach Zypern mit dem jüdischen Handelszentrum Salamis und weiter bis Marokko und Spanien. Eine zweite ging von Pa 1 my r a über Tapsakus nach Babel, von hier nach der unteren Euphratbrücke bei G e r r h a mit dem jüdischen Handelszentrum H i e r a p o 1 i s. Eine dritte ging aus von Palmyra über A1 e p p o und P e r s i e n, von da nach Indien und China. Dort befand sich eine jüdische Kolonie seit Vespasians Zeiten. Nachdem dieser im Jahre 69 den Tempel zu Jerusalem einäscherte, gingen die Juden bis China, wo sie die Kolonie Kaifung-Fo gründeten, die bis auf den heutigen Tag besteht. 30) Dr. David Rosin: „Ethik des Maimonides". 31) Dr. Herzfeld, Handelsgeschichte der Juden des Altertums. — Jewish Encyclopedia. — Dr. Max Grunwald, Juden als Seefahrer. Von Babel zweigten die Straßen, eine an die untere Euphratbrücke bei Gerrha und eine an die obere bei A r t h e m i s i a s ab. Auch ging eine Karawanenstraße von Z eugm a am Euphra t über N i n ive nach Seleuca am Tigris (eine Monatsreise lang) mit den jüdischen Handelszentren N e s i b i s und Carrha; am Tigris lag auch das von den P a r t e n - K ö n i g e n erbaute Handelszentrum K t e s i p h on. An der Tigrismünduiig*beiand sich der von Alexander d. Gr. erbaute*- Fluß- und Seehafen C h o r a x. Oberhalb dieser Hafenstadt mündete die von China über Susa (Persien) kommende Karawanenstraße bei Forat an den Tigris. (Schluß folgt. tit^mmimmütswt FOpRiBdsFenpichtungl in | hoc FGp dienationaleEinfieit der Monarchie! ■■■■■1—■ des deutschen Volkes! Für deutsche Sitten! 1 068 1Für deutsches Kesen! Herausgegeben von Paul .Weyl'and. Die Titelblattzeichnung der „Deutschvölkischen Monatshete" zeigt das wahre Gesicht der Kreise, die kundgeben, an der republikanischen Verfassung nicht rütteln zu wollen. Hier wird offen „für Wiedererrichtung der Monarchie" gefaselt. Das Titelbild trägt die Unterschrift: Der Herr der Welt! Ich brauche wohl nicht die Rasseiizugehörigkeit des Polypen, der die am Boden liegende Germania begrinst, besonders kennzeichnen. Wir kennen ja alle zur Genüge den Kehrreim: wer an allem Unglück in Deutschland Schuld trägt. Wir geben diesem sauberen Herrn Paul Weyland, Berlin N 113, Stavangerstraße 1, den Rat, sich selbst auf den verwaisten Thron zu setzen, damit er seinem Rassenhaß ein Bollwerk errichten kann. Sein Blatt wird sicherlich nicht die beabsichtigte Hetze auslösen, denn dazu ist bei den lammfrommen Deutschen stärkerer Pfeffer nötig; („Der Pionier".)