Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 14 (15.7.1923)
- Date
- 1923-07-15
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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Nr. 14 DIE WAHRHEIT Seite 17 bei den Herren Überlehrer Oesterreicher und Lehrer Schweig im abgelaufenen Schuljahre einen regelmäßigen -Unterricht genossen hatten. Zum Schluß der überaus gelungenen Schulfeier hielt Rabbiner Dr. S. Tunk eine von den Kleinen mit großem Jubel aufgenommene Rede, in der er die Wichtigkeit des hier Gelernten fürs ganze Leben betonte; hierauf segnete er die junge Schar. „Woja." Am 13. v. M. fand im Cafe de France, I., Schottenring, unter de mVorsitz der beiden Präsidenten Rabb. Dr. M. Rosenmann und Leop. S i t z m a n n eine Besprechung der Vertrauensmänner des unentgeltlichen Arbeitsnachweises statt. Es nahmen u. a. teil: Hof rat Ing. Herzka, Direktor Qoldf a r b, W e i n e r, Oberrevident Blume, Sobel und Dr. S c h a p i r o. Nach einem ausführlichen Berichte der Herren Dr. Rosenmann und Sitzmann über die bisherige Tätigkeit der Institution sowie über die finanziellen Grundlagen derselben entspann sich eine lebhafte Debatte der Versammelten, wobei alle der Ueberzeugung waren, daß der unentgeltliche Arbeitsnachweis eine lebenswichtige Notwendigkeit für jüdische Stellensuchende sei, und daß finanzielle Mittel geschaffen werden müssen, um denselben erhalten zu können. Ueber Antrag des Herrn Blume wurde die einhellige Resolution gefaßt, das Kuratorium in seinen Bestrebungen nach Möglichkeit zu unterstützen und auch die jüdische Oeffentlichkeit dazu aufzufordern. Ein psycho-physiologisches Institut im israelitischen Taubstummeninstitut in Wien. Auf Anregung und durch die Bemühungen des Herrn Universitätsprofessors Dr. Gustav Alexander und mit Unterstützung der „Chewra Kadischa" und des Herrn Bernhard Goldstein entstand in den seit 1844 bestehenden israelitische Taubstummeninstitut 3. Bezirk, Juchgasse 22, ein psycho-physiologisches Institut, das zugleich Schulklinik sein wird. Eine solche Schöpfung besteht bisher in keinem Taubstummeninstitut und bedeutet die vertiefte ärztliche Beobachtung, Untersuchung und Behandlung der unglücklichen gehörlosen Kinder. Die Zusammenarbeit der Aerzte und Lehrer zum Wohle und zur Hilfe der geschädigten Jugend tritt hiermit in Erscheinung und tragt sicher zum Ruhme der Kulturstadt Wien bei. Spendeneinlauf. Wir erhielten eine im Bethause „Ohel Abraham", Wien IX., eingegangene Spende von K 10.000 für die Numerus clausus-Stu'denten in Ungarn, des weiteren erhielt unser Chefredakteur Ludwig Hirschfeld von Herrn Ferdinand Nettl, Arnau, Kc. 25.—, die er dem Verein „Kurfürsorge'' übergab. Trauung. Freitag, den 29. v. M., fand unter ungewöhnlich großer Beteiligung der besten Kreise im herrlich geschmückten Stadttempel die Trauung des Fräulein Olga Böhm, Tochter des durch seine Wohltätigkeit bekannten Direktors Bela Böhm, mit Herrn Willy Rosenbaum statt. Oberkantor Matyas mit großer Assistenz versah die kantorale Funktion in erhebender Weise. Den Trauungsakt vollzog Herr Dr. Moriz .Baue r, ein langjähriger Freund der Brauteltern und gewesener Lehrer des Bräutigams. In überaus herzlicher Weise verdolmetschte er die Gefühle der zahlreich Versammelten für das Glück und Wohlergehen des Brautpaares und ermahnte dasselbe, stets eingedenk zu bleiben der grenzenlosen Liebe und Treue, welche die Eltern der Erziehung der Kinder haben angedeihen lassen, um auf dem festen Grunde dieser echt jüdischen Tugenden das neue Haus aufzurichten. Eine tiefe Rührung ging durch die Versammlung, als der Prediger den Bräutigam an die Tugenden seines in Gott ruhenden Vaters erinnerte und der Braut den Geist ihres hochseligen Großvaters vor die Seele zauberte, des um die sittlich religiöse Erziehung der Wiener Jugend hochverdienten Religionsprofessors J e 11 i n e k. Besonders legte er dem jungen Paare ans Herz die Pflege jenes Gott und Menschen gefälligen Sinnes, der seine Verkörperung im Brautvater gefunden, in Herrn Direktor Bela Böhm, der durch sein hingebungsvolles, selbstloses Wirken in unserer Gemeinde so vielfache Anerkennung seitens verehrender und bewundernder Freunde sich erworben hat. Im Namen all dieser Freunde und Verehrer flehte er schließlich den Segen des Allmächtigen auf dieses wahre Herzens- und Seelenbündnis herab, damit es den Neuvermählten vergönnt bleibe, bis in ihr spätestes Alter hinein in diesem Bunde ihres Lebens Glück und Daseins Freude zu finden. Todesfall. Mittwoch, den 4. d. M., ist in Baden der 70jährige hochverdiente erste Beirat, ehemaliger Präsident der Kultusgemeinde und Chewra Kadiscliah Baden, Herr Anton Schneider gestorben. Er wurde Freitag, den 6. &, am Sonder-Hngebot ■des | Warenhauses I Brüder Schiffmann Tel. 47-179 IL, Taborsfraße 48 ™-47t79 Unerreicht billige Kaufgelegenheif! Nachstehend einige Beispiele: Waschwaren ......per Meter K 9.800 12.500 12.500 21.000 12.000 7.900 35.000 Blaudruck .......... Cotton de Lene....... Wasch-Kreton........ Jackenfutter......... Etamine, 115 cm breit..... Etamine, in allen Farben ■ Selden-€IOth,140cmbr.,alleFarb. Damenwäsche Garnituren, Hemd und Hose......K 39.000 Garnituren, Handajour gest.......„ 75.000 Damenhemden ...... 28.000, 25 000 „ 19.800 Damengarnituren (Hemd, Hose u. 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