Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 10 (15.5.1923)
- Date
- 1923-05-15
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 Seile 21 Die W a h rhei t schränken werden. Die Dahingeschiedene hinterläßt außer ihrem' Gatten und ihrer Mutter drei Söhne und eine Tochter, die in glücklichster Ehe mit dem Fabrikanten Herrn Hermann Ornstein verheiratet ist. Trnava (Slovakei). Zu dem Nachrufe in unserem Blatte vom 27. April wäre noch nachzutragen, daß der im Trnava verstorbene Herr Adolf Bardach ein Enkel des berühmten Rabbiners ystt Ppn 'r&Kp Sin (Rabbi Koppel Charis sel. And.) war. 1 1 1 Prater Bethaus-Verein „Tefilath Jeschnrnn“. Sonntag, den 22. April fand die feierliche Grabsteinsetzung für das verblichene verdienstvolle Vorstandsmitglied und Obmannstellvertreter des Vereines, Herrn Sigmund Stark sel. And. statt. Außer der Familie des Verstorbenen war der Gesamt-Vorstand und je eine Abordnung des jüd. Hilfsvereines „Prater" und des jüd. Unterstützungsvereines „Esra" nebst vielen seiner Freunde und Verehrer erschienen. Schriftführer Altholz widmete dem Verewigten Worte des Gedenken, hob das edle Wesen und die hervorragenden Charaktereigenschaften des Dahingeschiedenen hervor. Oberkantor Ernst Gold st ein rezitierte in ergreifender Weise das „El mole rachamim". Herr Gabriel Fischer teilt uns mit, daß die in der Annonce „Casemeierei zur Sennerin" enthaltende Bemerkung, daß die Selchwaren aus seiner streng orthodoxen Fleischwarenhandlung stammen, auf einen Irrtum beruht. . > X Wiener Bank-Verein. Die 53. ordentliche Generalversammlung des Wiener Bank-Berein findet am 15. Mai 1923 um 11 Uhr vormittags im Anstaltsgebände statt. Gegenstände der Tagesordnung: Jahresbericht des Administrationsrates, Bericht der Zensoren, Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes, Beschlußfassung über Erhöhung des Aktienkapitales um K 3.250.200.000'—. Statutenänderungen und statutenmäßige Wahlen. Je 25 Aktie» geben das Recht auf eine Stimme. X Oesterreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. Die siebenundsechzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Oesterreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe findet Mittwoch, den 30. Mar 1923, um' halb 3 Uhr nachmittags, im großen Festsaale des Oesterreichischen Ingenieur- und Architekten- Vereines (I. Eschenbachgasse 9) statt. X Austritte aus dem Judentrrme. Ernestine Braunthal, geb. 26. August 1889, Wien,Private, 12., Schloß Hetzendorf. — Charlotte Bikel, geb. 21. Jänner 1898, Stanislau, Private 3., Ungargasse 24. — Therese Deutsch, geb. 18. Dezember 1888, Wien, Hilssarbeiterin, 16., Schellhammergasse 10. — Wilhelm Hadl, geb. 27. Mai 1887, Wien, Agent, 18., Mitterberggasse 32. — Ingenieur Hermann Heinrich, geb. 29. September 1895, Wien, Bankbeamter, 7., Hermangase 33. — Anna Klein, ge&: Lert, geb. 16.Juli 1891, Wien. Jngenieursgattin, 18., Gersthoferstraße 126. — Hans Gottfried Klein, geb. 17. Mai 1916, W-en, 18., Gersthoferstraße 126. — Elise Klein, geb. 22. März 1919, Wien, 18., Gersthoferstraße 126. — Elsa Karrach, geb. 31. Juli 18)2, Wien, Buchhalterin, 7., Karl Schweighofergasse 6. — Gertrud Löwenfeld, geb. 21. Jänner 1863, Prag, Malerin, 9., Boltzmanngasse 22. — Melitta Lüftschitz, geb. 14. April 1896, Prag, königl. Weinberge, Kontoristin, 19., Weinberggafie 18. — Friedrich Links, geb. 5. August 1854, Czernowitz, Bankdisponent, 4., Johann Straßgasse 49. — Kurt Libochowitz, geb. 8. Jänner 1906, Wien, Bankangestellter, 7., Zeismannbrunngasse 4. — Emil Ornstein, geb. 25. April 1860, Zuckermandeldorf, Kaufmann, 7., Zieglergape 1. — Oskar Pollak, geb. 3. Jänner 1900, Wien, Beamter, 19., Billrothstraße 20. — Helene Rosenbach, geb. 18. Dezember 1899, Stanislau, 21., Freitaggasse 3. — Hilda Rieger, geb. Zakowitz, geb. 21. April 1894, Wien, Private, 19., Himmelstraße 18. — Malwine Nager, geb. 27. März 1894, Laszy (Schlesien), Kontoristin, 3., Khungaffe 3. — Elisabeth Sebestyen, geb. Vetter, geb. 1. November 1379, Großwardein, 2., Gensaugasse 55. — Ludwig Schulhof, geb. 24. Oktober 1877, Inspektor d. österr. Landesbahnen, 9., Bindergasse 11. Fernsprecher. An nnsere Leser! Die heutige Schabuot-Nummer ist 24 Seiten stark, die nächste Nummer erscheint am 30. d. M. I. Sch. In Erwiderung der Anfrage, ob wir Ihnen eine verläßliche Lehrkraft zur Vorbereitung Ihres Sohnes für die Barmizwah empfehlen können mögen Sie sich getrost an Herrn Nathan Deitelbaum, Wien, II., Springergasse 13, wenden. Der Genannte ist in hebräischen und deutschen Unterrichlsgegenständen bewandert, pädagogisch gebildet und kann speziell für den in Betracht kommenden Fall mit vielen befriedigenden Referenzen dienen. Kantor Fr. „Die Wahrheit" wird am Donnerstag nachmittags expediert, müßte also unbedingt spätestens Freitag nachmittags in Ihrem Besitze sein. Etwaige Beschwerden müßten Sie an bie Post richten. Reinemacher. Die Herren glauben Wunder was sie getan haben, wenn sie statt Adresse — Anschrist, statt Protokoll — Niederschrift, statt Resolution — Entschließung in den deutschen Sprachschatz einführen, ohne die Entwelschung im Militärischen zu wagen. Da erfreut sich der Premierleutnant, der Sergeant, Füselier usw. noch immer seiner fridericanischen Herrlichkeit. Noch belrübsamer ist es, daß die Deutschesten des ostelbischen Adels sich ihrer slawischen Namen Bülow, Lutzow, Reverttlov u. a. nicht entäußern können. P. M. Wien, 5. Da nur Wiederholung von bereits Gesagten. für uns nicht geeignet. Wenn zurückgewünscht, Rückporto einsenden! Herrn Jerzabek. Sie haben im Finanzausschuß des Wiener Nationalrates erklärt, daß die sogenannte Technische Nothilfe an der Wiener Technik keine Streikbrecherorganisation sei, sondern nur den Zweck habe, dort einzugreifen, wo Streiks deshalb ausbrechen, „weil man irgendwo Juden verfolgt habe". Für diese Technische Notaushilse hat aber der Jndustriellenverband Millionenbetrüge hergegeben und mit ihm zahlreiche jüdische Industrielle, die aus diese Weise mit ihren nicht unbeträchtlichen Mitteln dazu beitragen, daß der Antisemitismus in Wien blühe, wachse und gedeihe. Ist es christlich und ist es sozial, vom Inden Geld zu nehmen und es gegen ihn zu benützen 'i Herrn Rabbiner S. Der Beifall und die Anerkennung, deren Sie uns würdigen, erfüllt uns mit einer Befriedigung, die nur ein Ansporn sein wird, auch in der Folge solchen Lobes würdig zu sein. R. H. in L. Sie huldigen einer unrichtigen Auffassung. Wir kennen keinen numerus clausus im Kreise der Mitarbeiterschaft uud heißen Beittäge auch aus der Laienwelt willkommen, soserne die Arbeiten in den Rahmen unseres Blattes passen. Senden Sie gefl. immerhin ein, was sie für geeignet halten. St. Die Wahrheit und „Die Wahrheit" ist auch auf dem Wege nach Horthy-Ilngarn, wenn es sich die Erwachenden am wenigsten träumen lassen. Ihre freundlichen Wünsche erwidern wir in derselben Weise. Bisenz. Kurze Mitteilungen über Vorkommnisse im dortigen Gemeindeleben wären stets willkommen und finden gerne Ausnahme. Werbenummern unseres Blattes stehen zur Verfügung. G. B. Für uns leider nicht zn verwetten. Wir werden mit Ihrer Einwilligung das Manuskript einer Wiener orthodoxen Zeitschrift übergeben. Briefliche Antworten können nur in dringenden Ausnahmsfällen erteilt werden. Zuschriften ohne Rückporto bleiben unerledigt. Sch. S. Es ist nett von Ihnen, daß Sie an unserem Blatte Mitarbeiten wollen, doch müssen wir Ihnen auf Grund der uns eingesandten „Erzählung" den wohlgemeinten Rat geben, sich vorerst aufs Lesen zu beschränken. Vielleicht später. Auf alle Fälle, besten Dank für den guten Willen. Zz. Ihr Beittag ist nicht unintereffant, wenn wir auch manche Stellen aus politischen Gründen nicht veröffentlichen können. Vielleicht sprechen Sie gelegentlich beim Schriftleiter unseres Blattes vor. Auf jeden Fall bitten wir um Zeichnung des vollen Namens. Die mit X bezeichneten Notizen und Arttkeln sind entgeltliche Ankündigungen (§ 26 des Preßgesetzes). \m\ Briefe an die Schristleitung. |$j Brief aus Suczawa. Gelegentlich seiner letzten Anwesenheit in Suczawa erklärte der Herr Minister Du. Ni stör, daß die Regierung die antisemitische Bewegung perhorresciere und nicht dulden werde. Denn sonst hätte