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Die Wahrheit · 1922-06-23 · Heft 13 (23.6.1922) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 13 (23.6.1922)
Date
1922-06-23
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 1s ‘r;,' -4 i' •i \ Die Wahrheit Seite 165 und 166: „Den Ritus vereinfachen wollen, bchufs Anlehnung an unsere westliche Kultur, die Gebräuche kürzen, das wäre, sich zu entj nd e«n, zu verlassen die schützende Hülle, den schützenden Zaun des Talmuds, sich zu entäußern all' dessen, welches -dem Judentum die Dauerhaftigkeit verlieh." Seite 168: „Die rituellen Gebräuche, die häuslichen' Sitten, nähmen einen so breiten Raum ein im Leben oer Juden, mit chver W ü r d e, ihrer lebhaften Vorliebe für das patriarchalische Lebe n." Seite 173: „Die jüdische Rasse ist ein Produkt deS ra'bbinischen Kodex und mittetMeriicher Verfolgungs- Metze." <zene i/b: „Koul-e btajje hat me Wwerjtunüsjä-Yigkeu der ^uueu. ^)enn oer ^no-e asr o,as Prooult eurer '^üuujcuj- Lißen öutymüiji, der snrcyterircyjten, üerDsbavesen je aus- - ge,>e^i .uorven >uM. B>enn es i-rMWMsen des Leides gror, ,o hui ^zjraer den Bortritt vor aben i-catWnen. Alles was scywacy war an Bew ooer Ssele, t]t enkfallen, durch Too ober brause. Daher eure F-ähi-gkert, Leiden zu ertragen«, wie itMu anuscite m oer Oeseyicyre." vs-eue iöi—iOi. ,,'Aiie jiuiLjU|ai längere ^oveusoaner öer ljr. uce oruge ztLz«Ujrhi.eroetl, ars oen uciu u nt 111 e 4i j t u u, oer inusopserung der vioicin fui iijhc Ädtriver, oer Ltsüscyyetr des ^yeütut», utu ^ut.jcyLijxen. ovs m-rmares, o«er muctj i.uji e a oe» iijc dune» j ur ßie G e ] u nd h e r r sei rre r rd''r au. L» gror weniger irarurucye öcnroer der den Juden, ars der arrderen, obwohl üre 'Jnoen meistens ui touiiDien woynen. Lies i«]i ein Pinuei, m weichem die Jniden und die juo>jLherl LeoensjULen oen mlvt-Sjtrttu-nen Vorrang haben." Leue —ibo: „Die bwstattstt'schen Vorzüge der. Juden vermindern sich von Ost gen' West, im Mage ars jny westwärts vre Juden nur den Sitten der Umgebung ujsrmttreren. AlS Grund ihrer b i o st a t i s ch e n V o rz uge gegenüber ihen ööacyvarn finden wir immer-die Lh o rar Seite 183: „Die Loöensvorteile, die den Juden jrLrijttjih zugute kommen, sind ihrer Reugion, ihrem Ätitus zuzusLyreloeri, wäre 'nur Israel immer der Thora treu gewesen, so wäre seine Ueoertegenheit über die „Schweinesieijchejser'" eme noch größere geworden-" Seite 184: „Das Gesetz hat für das Judentum-prophylaktischen Wert. Der Judaismus hat den Glauben i n d e n D i e n st d e r G e s u n ü h e i 1 gestellt. Die Thora will aus Den Juden ein gesundes und heiliges Volk machen: sxanuset sanctus; sie ist ein Gesetz für bas individuelle und das soziale Leben, für das physische und das moralische. So hat es der Gesetzgeber M o s e s für sein Volk geivollt." / _ Seite 188: „Will man sich Rechenschaft ab legen, über alle sanitären Vorteile der Inden, so muß man den vabbinischen Kodex studieren, über die körperliche Reinheit des Mannes und der Frau, und auch über die Beschneidung, welche «möglicherweise den Trieb der Sinne dämpft." Seite 193: „Seine Langlebigkeit,, seine Widerstandskraft — Israel verdankt sie feinem Gesetze, feinen Gebräuchen, «seiner Mäßigung. Die Schwache, die Mängel seiner Leibesbesch affe n heit, die verdankt Israel unseren Gesetzen, unserem System der Cmpserchung, dem Ghetto. Sein Gutes kommt von ihm; sein Schlechtes von nnS." (Schluß folgt.) IM Wahrheiten vom Tage jAA Seelenfängerei. Hallelujah! Oesterreich hat, weil ihm sonst gar Nichts fehlt, wieDar einmal eine neue Partei, iriiD zwar wiebsr sine, di» durch Spaltung enter früher einheitlich vorgehenden Gruppe entstand. Wir haben in ytr. 10 unseres Blattes beruhtet, baß Oberst Wolfs, «der Besitzer der „Staatswehr", an die Gründung einer leg.ttiimiftijch-demokmtiifchen Partei geschritten ist, für du: geireu dem oemotratiscyen Grundsatz der llnterjcyvödslosigröit von Elation und Konfession auch die Herren Juden gewonnen werden sollten. Daß dieser Waaeve es mit dem bemotratischen Prinzip nicht sehr ernst nimmt, hat er tn deirMben viummer seines Blättchens, das Ee Ziele der neuen Parket dartegen sollte, bewiesen, beweist er in weiterer Folge in jeder Rümmer der rn Schimpfereien gegen die Jnoen, ore selbsiverftändttch allein den Kaiser vervaten haben, hervorragenden „Skcvatswehr". illun gibt es aber unter oen Leg.ittmiisten . einen unseren Poiizeivrganen infolge'von Hausdürchfuchungen wohb bekannten Rkann, den Oberleutnant Kuno Hoyniigg, der nicht gelvillt ist, mit Den „Staatswötsen" zu heulen. Was der Herr Oberst kann, wird auch ein simpler Oberleuitnant zustande bringen, und hast es nicht gesehen, entstand dank seiner Gntscylvssenheit sme neue Partei, die „Oesterreichifche Staatspartei". Wir wollen unsere Leser nicht in Der Ginbildung leben lassen, daß wieder wir Juden daran schuld sind, d. h., das antisemitische Gekläff des Organes deS Herrn Wolfs Herrn Hoynigg bewogen hat, eine Partei und natürlich auch .ein Blatt (gibt es in Oesterreich eine Papiernotch zu gründen, denen der Antisemit'lsmus ganz ferne liegt. Nein, die Gründe für das Jnstebentveten der neuen Partei smd viel, in den Augen des Herrn Hoynigg,- .schwerwiegendere; sie werden in. dem Drgan der „Sraatspartei", „Die Ribnarchie", des längen, und breiten erörtert.. Uns mutet diese Ätuseinianbersetzung mit Oberst Wolfs, der. dem. Oberleutnant am rotes Tuch «ist, wie Erinnerungen an eine vergangene Zeit an, es ist daher selbstverstäudtich, daß sie uns wenig interessiert. Von größerem Interesse für uns ist es, daß gleich in der ersten ^Lummer dieses neuen Blattes ein Artikel „Zur Judensrage" erschien, in dem feierlich dem AntifemMsmus als einem un«teg-iltimisiischen Prinzip abgeschworen wird. Daß gleich die erste Nummer herhalton muß, um di-e Juden auss' Tapet zu bringen, erscheint uns fchr verdächtig; möglicherweise brauchen die Herren Geld und wer hat ' denn 'das Gsldd — nur der Jud! .Dieser unser Beobacht tvibd bestärkt durch den Umstand, daß in «dieseni Artikel die Manen des. Herrn Bernhard W e tz l e r hemusbeschworen werden, des Mannes, der im Gegeiifatz zu Leuten k la Bernhard Horowitz aus Drohobitfich „so vielen Menschen Gutes getan in seinem Leben und keineln etwas zu leide!" Die Herren glauben eben, daß wir Juden, wie so vielen Menschen, auch ihnen Gutes — d. h. gutes Geld —- anged^eihen lassen werden. Und die Leute betreiben die . Seelensängeroi eu <;ros; in «den „Parteinachrichten" werden mehrere Parteien) die sich „int bekannten Lokale" zusammenfinden, angeführt, Parteien, zu deren Anhänger zahlreiche Juden zählen. Wir warnen. unsere Glaubensgenossen vor einer allzu lebhaften Anteilnahme an der neuen Partei. Wir sind die letzten, die jemandem seine poMsche Gesinnung verübeln, ihm das Recht, dieser oder jener Partei anzugehören, abspvechen. Aber ein Verbrechen, das man an seinen GlanbensgMvsien begeht, ist »S, sich für -sine Partei zu exponieren, die früh« »der .-r

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