Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1922
- Issue
- Heft 10 (12.5.1922)
- Date
- 1922-05-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Lette & ftffc WsHrH %i| Sk. 10 Armen nicht, weil er ohnmächtig ist, und drücke den Elenden nicht im Gerichte." Sehr eingehend und lobenswert empfiehlt der Talmud als Tugend die Mildtätigkeit und gestattet sich Schreiber dieser Allen, einige, Lehren anzuführen: Talmud Baba Batch na, Blatt 9: „Almosen spenden überwiegt alle übrigen religiösen Pflichten." B a b.a B a t h ra, Matt 11: „Wer mildtätig ist, wird das Anttitz Gottes schauen." Trattat: Sukk-ah, Blatt 49, J » r?e d e a ch, Kapitel 249: „AlmosenveiM'len muß mit freundlichem Gesicht geschehen." Abhandlung: Keßuboth, Blatt 61: „Wer sich der' Pflicht entzieht, Almosen zu geben, der verrichtet gleichsam Götzendienst." Ka b a b a t h r a, Blatt 9, und Traktat C h e g i g a, Blatt 5: „Almosen ache man ttn Geheimen, um nicht zu beschämen." Wir haben sür dir verschiedenen Klassen der Armen nachstehend verzeichnet Namen: E-wjon, Rösch, Uni, D.aI, Dach, Miß kon. E w s o n. Ewjon wird derjenige Arme genannt, welcher bedürftig ist, Mangel an dem Nötigen leidet. Jesaias, 41. K., 17. V.: „Die Armen und Leidenden suchen Wasser und keines ist da, ihre Zunge verdorrt vor Durst, ich, der Ewige, will sie erhören, ich, der Heiligein Israel, sie nicht .verlassen." Job., 31. K., 19. B.: „Konnte ich Unglückliche seh'n ohne Gewand, den Dürftigen ohne Hülle?" Samuel, 2. K., 8. V.: „Er richtet auf aus dem Staube, den Armen, aus dem Düngerhaufen den > DÄAigen." Jesaias, 25. K., 4. V.: ^,Du bist der Ärnwn Stütze, Avflucht des Leidenden in der Furcht vor dir." glichen hat. Jener beginnt: „Einen guten Traum habe ich gesehen." Die Freunde antworten: „Er ist gut und soll gut fein, siebenmal soll man vom Himmel bestimmen, daß. er Mt sei." Der, der den Traum gehabt hat, entgegnet darauf: „Da wandtest du meine Klagen in Reigentanz, löstest meinen Sack, und, gürtetest mich mit Freude." SMmn spricht er ein Geber, worauf die Freunde mit. den-Worttn schließen: „Du und dein Haus-mögen wohl fein. Md alles, was dein ist." Der Brauch des Tvaumfastms-hst sich bis -auf den heutigen Tag bei den ftrengfro«mLN Juden des Ostens erhalten. Es hat indessen viele trckmudische Rabbinen gegeben, die.de« Traumaberglauben in schärfster- Weise bekämpften. JusißesoKÄere Abaje mtt) Raba suchten die gemeinen aberglärchigen Vorstellungen von dem Einflüsse, oder der Derttvrch der- Träume zu entkräften. Es gab inihrer Zcht ei-nen jüdischen Traumdeuter, Bap Hadja, der ein Geschäft damus-machte, die Träume ausz'ulegen/ und je nach der. BvlohMng, die. er erhielt, Gutes oder Böses verkündete. Abche und Raba besuchten ihn, erzählten ihm 'angebliche TrÄMk und legten ihm allerlei Fragen vor. Seme Antworten trafen oft in Wirklichkett ein und machten die Rabbruen stutzt Raba erklärte endlich: Me Träume fotze» der Dättung, das heißt, sie verkünden, nichts, und . nur. die DöutuNZ gibt ihnen den Schein -der Wöisfagumg, ist a^ vom Traumdeuter abhängig. Es gelang Hw, den Volksbetrüger zur AuÄvändvvung zu zwingen, da dieser de«-Zoxy^ttLbas. fürchtete. - ' > P sa 1 m, 9, K., 19. V.: „Nicht auf ewig ist der Elende-(Ewjon) verlassen und nicht aus immer der-Leidenden Hoffnung hin." Rösch. Rofch ist per Mittellose. Sam., 12. K., 3. V.: „Und der Anne hätte-nichts als ein einziges kleines Schäfchen, das er gekauft, und pflegte es; und es wuchs auf bei ihm mit. seinen Kindern zugÄch, von seinem Brote atzes; und von feinem Becher trank es, in seinem Schoße schlief es und war ihm wie eine Tochter." Spn S a l o m o n, 31. K., 6. V.: „Reichtstarkes Getränk, dem Verzweifelten, gebet Wein dem Betrübten." Uni. Uni ist der Gedrückte^ der Gebeugte, der Demütige. Die, Armut ist ihm einer- Fessel gleich, er vermag nicht, sich vou derselben zu befreien. . Psalm, 107. K., 10. V.: „Die in düsteren Todesschatten sitzen, eingesperrt von Zwang und Eisen." Spr. Salomon, 15. K:, 15. V..: „Jeder Dag des Trübsinnigen ist traurig, nur heiteres Herz »lebt stets in Fröhlichkett." 5. B. M., 24. K., 15. B.: „An demselben Tage, sollst du ihm seinen Lohn geben, und es soll nicht die SonNSe darüber uutergeh'n, denn er ist arm usw." ( . Ps a lm, 102. K, 1. V.: „Erviger, erhöre mHM Gebet, laß zu dir kommen meine Klage. Ditzses ist. ein Gebet und die Bitte um Befreiung vom Elend." Dal... ch. D.a l ist der Erschöpfte, Entnervte. - Spr. S a l o m o n, 10'. K., 15. B.: „Den: Reichen ist sein Vermögen'eine feste Bürg, die Armut dem-Dürft gen, Erschöpften ein Schrecken. Dach. Dach ist der Verarmte. Ein Mensch, der genötigt ist, seinen Besitz zu verkaufen, auf Zinsen Darlehen aufzunehmen oder sich selbst als Sklaven zu verkaufen. 2. B. M., 25. K,, 39. V.: „ . . . und-wenn dein Bruder verarrnt-neben dir und sich dir verkauft, so laß ihn nicht Sklavendienste tun." Mssvouides sagt: „Für eine Schuld, soll niemand zum Sklaveri verkauft werden. Der- Hebräer,- -der sich als Sklave verknust,. verletzt, ebenso, wie, sein Käuifsr, dersich zu semern Mitschuldigen macht, seine Wichten gegen Gott Mistkvn. Mi-ßk.o n ist der an - Mitteln- Beschränkte, er lebt, bescheiden seinen B ermögensverhältnissen entsprechend.: Je-sai as, 49. K, 24. B.:, „Macht-der Arme chn Geschenk/ so wählt'er ein »Holz, das nicht morsch ist; -sucht, sich einen geschickten Künstler^ ein- Bild zu verfeMgen, das. nicht wankt. " - , . K o h el e t, 9. K, 19. B.: „Ueber eine .kleine SAM von wenigen Einwohnern kameinmächtiger Fürst,' umringt sie und baEhdhe Bollwerke um-sie. EH-fauch.-sich aber ein- Manndarin/' dürfttzc und weise, der die WM durch Klugheit: rettete, kein-Mensch hat früher den Dürftigen bemerkt." Arbett. Um nichteiner völligen AHnut zMr .Opfer, zu hat - dE Judentum , als Wjutzmittel ' gegen .BMUMUMdie. Arbett -zur Wicht genracht. Die Arbeit ist die Erzieheriw uxiid. MMeri«. IM: Menschen. Schon .der/ierste-, Mensch wurde' zur.. AlrhMäu- - gchalten. Der UvM.hcht dem Adam 'den Garten,. Eden zu^wttfey, diesen. als . PMMes . zu beuMttenuM HÄstt es: -