Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1922-03-23 · Heft 7 (23.3.1922) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 7 (23.3.1922)
Date
1922-03-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3062972-3063949-3063956--11652-3079067
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 7 %)i e W o % % % i f Seite 5 Hier glauben wir, den sonst vortrefflichen und auf Kenntnis der tatsüchlicheir Verhältnisse basierenden Anssichrnngen des verehrten Autors entgegentreten Ml müssen. Die Inden sind wohl stets seit der Zerstörung des Tempels in der Minderheit gewesen und mich geblieben, doch daraus ergibt sich nicht die Konsequenz, daß sie sich auch imnrer an die Minderheit .allschlossen. Deml wie wäre sonst die Llssinlilierilng der Juden lbei ilns in Oesterreich und im benachbarten Deutschland an das Majoritätsoleinent zu erklären? Diese Assimilierung ist besonders weit gediehen und für das deutsche Geistesleben von eminenter Bedeutung, sie i>st >auch der Hculptgrund der Ablehnrmg des lrationalen StandPuMes im Zionismus, der ohne diesen von allen derrtschen Juden begrüßt würde. Denn es gibt vor allem eine trennende Linie zwischen bim nationalen Zionismus und der Anschauung der Majorität der deutschen, respektive aller europäischen Inden. Legt der erftere das Hauptgewicht auf die Geburt, das heißt auf den Umstand, daß wir der semitischen Rasse «angehören, ist» betont der Deütschjude die Wichtigkeit der Erziehung, das heißt die Tatsache, daß wir durch uilsere Umwelt mit deutscher Kultirr kennen und schätzen gelernt haben. Er sagt also stolz: Ich bin Jude deutscher, respektive europäischer Kultur mosaischen Glaubens und diese Stellungnahme ist den Herren Nationaljuden ein Dorn iw Lluge. Daß man sich trotz der Betonung der Wichtigkeit der Erziehung 'den sittlichen Verpflichtungen der Gebirrt leicht entziehen muß llnd hier eirr Anknüpfungspunkt gegeben ist, das ist den Zionisten noch nicht klar >geworden. Selbst für Prag intb besonders in Sudetendeutsch laud hat die These Dr. Mamcheirners keine Richtigkeit. Dort gab es einst eine deutsche Majorität, die langsam durch die Tschechisiernng des Ländles iu die Minderheit gedrängt wurde. Und die Deutschjudell hielten treu, mit wenigen Ausnahmen, zu' ihrem Deutschtum, mit dem sie verivachsen und auch ideell verbunden sind, ein Gedanke, denr der große Marblirger Philosoph Hermann Eohen beredten Ausdruck verlieh. (Fortsetzung folgt.) Eine neue Talmud-Ilebersetzung. Bon Prof. Dr. A. Sulzbuch in Frankfurt a. M. Vorläufig liegt uns die erste Lieferung*), und zlva-r in der schmalen Ausdehnung vvlr 96 S. vor, die rlicht mehr als 19 Matt des Traktates Berachot repräsentieren, also ein lvinziger Teil des Riesenwerks, das der Verfasser plant, irnd doch kanrr man sich schon eint Urteil über das bilden, was wir von der Weiderfiihrung des Werkes ierwarten dürfen. Das Geleitschreiben der Berlagsbrrchharvdlung sagt ims, daß es nicht überMsstg sein dürste, „eine strengwissenschaftliche, richtige und gut deutsche Uebeotragnng zrr bringen, die weiten Kreisen zugäirglich irnd verständlich ist". Gewiß wäre dies zu begrüßell, aber die vorliegende Lieferung des geplanten Werkes ist lveder eine streng wissenschaftliche, richtige rurd gut deutsche Uebertragung, noch ist sie weiten Kreisen verständlich. Sie ist nicht wissenschaftlich, weil dem Verfasser die Kenntnisse fehlen, die ihn zu einem wissenschaftlichen Arbeiter ans dem Gebiete des Talmud befähigen. Gleich ans lder ersten Seite glotzt uns ein Schnitzer an, der alles Menschenmögliche übertrifft. BTOiTO HptfÖ jnünrQ ‘TDK1? pD»3 übersetzt der Verfasser: „Von der Stunde an, 4wi die Priester sich versammeln, um ihre Hebe zu verzehren." Zn „Hebe" kommt dann die Notiz „Opseranteil, vgl. Leo. 22, 4.—7." Also außer den Worten „vou der Stunde an" alles falsch, soviel Worte, soviel Fehler. Denn die Priester „versammeln" sich Nicht, sondern pDlül, diejenigen, die levitisch unrein waren und nun vor der Stadt das Tauchbad genommen haben, gehen in die Stadt, um da nach Sonitenuntergang, da sie rein sind, ihre Teruma, die nur *) Der babylonische Talmud. Uebersetzt und kurz erläutert vou Dr. Nivard Schlögl, O. Cist. o.-ö. Professor für orientalische Sprachen an d,r Wiener Universität. Wien 1921 Burgverlag Richter und Zöllner. 1. Lieferung 98 S. phdms Colnntbus, hiinter denr niemand den Cheskiel Kohn verinnten konnte. In Madrid angekommen, uah-rn er krrrz rcholviert Audienz «bei der Königin Jsabella, die nie aus die Berloihnng der goldenen Tugendrose Anspruch erholb. Sie fand au dem strarrrmen, virilen GeUrresec, der im 28. Lebensjahre stand, großes Wohlgefallen und befahl dem Großadmiral Don Rodrigo M ams e r d e G eu c v e z, das Vorhaben des Fremden kräftigst zu fördern. Don Rodrigo, ein'„Erwachender Spanier" von reiüstem Wasser, erkannte intuitiv das kourmeude Urteil, das dem christlichen Europa durch die Entdeckung Amerikas entstehen werde. Indes: Allerhöchster Befehl ist Beifehl, aber der Großadmiral half sich aus dem Dilemma, indem er die havariertesten alten drei Fregatten dem Günstling der Königin zur Verfügung stellte, überzeugt, der lästige Ausländer werde ans hoher See mit Mann irnd Maus ertrinken. Dvlr Rodrigo machte die Rechnung ohne den „Teufel", mir denr Kohn-ColnrUbus einen Pakt geschlossen, laut welchem ihin eine sichere Landung nnd glückliche Heimkehr gegen dem verbürgt wurde, daß sich der Kontrahent verpftichtete, über das entdeckte Gebiet, sowie über die aße Welt schwere Uebel zu bringen. Der Vertrag wurde beiderseitig gehalten, Kolumbus' brachte den Indianern die Branntweinpest und nahm als Rückfracht die Lues an Bord. die im christlichen Europa die entsetzliWen Verheerrrngen anrichtete. 'Nurdie voll Kolumbus rechtzeitig gewarnten Inden blieben verschont. Das Verhängnis nahm inzwischen in AmerNa seinen Lauf. Ganze Scharen jüdischer Hausierer ftchren dorthin, beschwatzten die rlnersahrenen Wilden, daß sie Landesprodukte, wie Rindshäute, Tabak, Pelzwerk und Goldkörner gegen Glasperlen, Manschsttenknöpse, Ben.ziu-Ferrerzeug und anderen unnützen Tand tauschten. Die Juden legten damit den Grundstein zu ihrem späteren MilliardeNvernrögen. Schon damals bollschetvikisch veranlagt, entfesselten sie den Unabhängigkeitskrieg und gewannen in der Republik der Vereinigten Staaten derart an Einfluß, daß sie sogar zur PräsideNtenwüvde gelangten. Eines der Staatsoberhäupter hieß Abraham (!), mit denr Beinamen Lincoln, ein anderer R o s c it fei d, alias Roosevelt, spielte sich uns das Rauhbern hinaus, hatte es aber faustdick hinter den Ohren. ' Die ganze Verworfenheit Judäo-^lmerikas zeigte sich anläßlich des Weltkrieges. Es schickte rurseren Feinden Lebensmittel, Munition, Geld und (christliche) Soldaten, wodurch wir unterlegen mußten. Es hat sich eben bitter gerächt, daß Jsabella den wohlmeinenden Rat ihres wackeren Großadmirals iir den Wind schlug. Für uns aber geht ans den vollendeten Tatsachen schlüssig hervor, daß Deutschland alle seine Kräfte zu einem Vernichtungskrieg gegen das jüdische Amerika sammeln und gebrauchen muß. Mit treudeutschem Heil . Ihr Dagobert Chilpenrer ch."

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.