Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1922
- Issue
- Heft 4 (9.2.1922)
- Date
- 1922-02-09
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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100.000 i besonderer Pr,acht -im Kanuanlande reichlich M Gärten. HohesLied, 6. K., 11. B.: „In den Nußgarten pflegte ich hrnabzugeh'n, zu sehen «ans die Früchte vorn Tale, ob LibanongMetes) stehen ans einer Flache von Quadratmeter 377 jüngere Cedern. So erfüllt sich die Weissagung I e s a i a s, 10. K., 19. V.: „Die Pracht des Libanon schwindet dahin! Der 'Rest seines Waldes wird gering rein, so daß ein Kind sie aufschriche." Bon den Arabern wird der Libanon mit Stotz gepriesen unid sagt ein arabischer Dichter: „Der Winter ruhe auf seinem Haupte, der Frühling spiele ans seinen Schaltern, in seinem Schoße weile der Herbst nnd der Sommer schlummere zu seinen Fußen." In der Syntbolik ist die Ceder däs Bild der Hoheit, Stärke und Schönheit. Der Libanon, ist ein sagenreiches Gebiet. „Als Ibrahim Pascha vor 50 Jahren für seinen Palast in Kairo von den älteren stärkeren Cedern Bauholz fällen lassen wollte, ist dem Zimmermann beim ersten Axthieb die Hand verdorrt." D er O elbaum. Dieser Baum zählt gleichfalls zu den ältesten Bäumen aus dem Boden des gelobten Landes. Brachte doch schon die Taube zur Arche Noas ein Oelblatt. 1. B. M.. 8. K., 11. V.: „Da kam die Taube zu ihm zur Zeit des Abends und siche in ihr ein Munde ein Oelblatt." Ein jeder Grundbesitzer unserer?lhnen hatte seine Oelgärten. 5. B. M., 33. K., 24. V.: „Und von Ascher sprach er, Moses segnend, „gesegnet von seinen Söhnen sei Ascher, er sei wohlgefällig seinen Brüdern und tauche in Oel seinen Fuß." Dieser Hegen deutet seinen Namen: „Der Glückliche, er lebte im Ueberflnsse." P s a l m, 52 K., 10. V.: „Ich aber bin gleich dem jungen Oelbanm, der im Tempel Gottes grünt." Ho sea, . 44. K.,.7., V.: „Es sollen sich seine Sprößlinge -ausbreiten und seine Pracht «dem Oelbaume gleich sein. Psalm, 128. K., 3. V.: „Dein Weib, ein traubenreicher Stock an deines Hauses Seite, wie Oelbaumsprößlinge deine Kinder um deinen Tisch herum." Nehemia, 8. K., 15. V.: „Gehet hinaus ins Gebirge und bringet Zweige von den Oelbämnen, Zweige der Palmen, Zweige dichtbelaubter Bäume, um Hütten zu machen." D e r Feigenbaum. / Ein in Palästina stark verbreiteter Baum, welcher dreimal im Jahre Früchte tragt: Jm'März die Wrnterfeige, im Juni die Früh feige, im August die Sommerfeige. Mt Vorliebe pflanzten unsere Ahnen Feigen nnd Wernstöcke vor den Eingängen ihrer Wohnungen, um Ruhe und sicheren Frieden zu genießen. Könige, 5. K., 5. V.: „Und Jehuda und I i s r a e l wohnten sicher jeder unter seinem Weinstock und nnd unter seinem Feigenbaum von Dan bis Beers e w a." Der Feigenbaum war eine Gottesgabe für Palästina. Man bediente sich der Feigenfrucht als Heilmittel bei Geschwülsten nnd Wunden. 2. B. Könige, 18. K., 31. V.: „Höret nicht ans Chiskia, denn so spricht der König von Aschur, machet Frieden mit mir und kommet heraus zu mir, so sollt chr esien jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbäume." Richter, 9. K., 11. V.: „Als die Baume gingen einen König sich zu salben so kamen sie auch zu dem Feigenbaum und sprachen: „Gehe »du, regiere üb«: uns"; und der Feigenbaum sprach zu ihnen: „Verlor ich etwa meine Süßigkeit und meine gute Frucht?" Der Granatapfelbaum.. Der Gvanatapfelbanm „Rimon". Dieser gedeiht in der Wemftock blüht, ob die Granaten knospen." 5. B. M.. 8. K., 8. V.: „Ein Land mit Wetzen und Gerste, Wem stöcken und Feigen, auch Granaten." Hohes Lied, 4. K., 13. V.: „Deine Gewächse ein Paradies von Granaten mit köstlichen Früchten aller An von Cvpern imb Narben." Die Palme. Die HauptpflanKe im Jordantale ans sandigem Boden wachsend. Jericho, die Palmeuftadt, 6 Stunden von Jerusalem, V/2 Stunden vom Jordan entfernt. Die beste nnd edelste Sorte ist die Dattelpalme. Die Palme hat sich stetig unter dem Pflanzen tum in Kanaan vermindert. 5. B. M., 34 K.. 3. V.: „und die Mittagsseite und den Kreis, das Tal Jericho der Palmenstadt bis Zoar." Bei den Älrabern genießt die Palme eine hohe Ver ehrnng. „E h re t d ie Pa l me," waren die letzten Worte ihres Propheten Mnhameds. Der Gerechte wird mit einer grünenden. Palme verglichen. P s a l nt, 92. K., 13. V.: „Der Gerechte blühet wie die Palme, wie die Ceder, ans dem Libanon wächst sie in die Höhe, die gepflanzt sind in Gottes Hans." Nttr spärlich und verechzelt findet man noch die Dattelpalme. Man findet sie noch in der Ebene Gaza, wo Simson seiner! Tod fand. D e r M a n d e 1 b a u m. Auch dieser Baum hat in Palästina seine alte Heimstätte, wächst stark im Jordantale. 1. B. M., 43. K., 11. V. . „Da sprach Jisrael, ihr Vater, zu ihnen: „Wenn es denn so ist, so tut dies: nehmet von den Gepriesensten 'des Landes irr eure Gesäße und bringet dem Manne ein Geschenk hinab: ein wenig Balsam nnd ein wenig Honig, Gewürz nnd Ladanum, Pistazien und Mandeln." Der Mandelbaum war ein Symbol der Gottesfurcht. Der W e i n ft o ck. Die an Weinstöcken und Weintrauben reichste Gegend ist das Tal Es ko l, auch das Traubental genannt. Im Frühling prangt dieses Gebiet in saftigem Grün; die schönsten und größten Trauben Palästinas, wo auch visl Mandeln und Aprikosen wachsen. 4. B. M., 13. K., 23. D.: „uttd sie kamen bis in das Tal E s k o l, und schnitt«! dort ab eine Rebe und eine Weintraube und trugen sie zu zweien cm einer Trage, auch von den Granatäpfeln und von derr Feigen". Für Jchnda lautete der Segen des Patriarchen Jakobs: 1. B. M., 49. K., 11. V.: „Er bindet dort cm den Weinstock seine Füllen, an edlen Reben das Junge seiner Eselin, er wäscht im Werne sein Kleid, und im Blute der Trauben sein Gewand. Das Stammgebiet Jehudas war das an Wein besonders gesegnete Land. Namentlich H e bron besitzt die reichsten Weinpslanzungen in Jehuda und ist jetzt mit Jerusalem durch eine gute Straße verbunden. DieTerebinthe. Dieser Baum spielt im Kanaanlande eine wichtige Rolle und ist nun auch im Abnehmen. Eine immer grünende, der Eiche gleichende Pflanze, welche mehr, als tausend Jahre «rlt wird. Wir finden dreimal die Terebinthe in der Bibel: 1. B. M., 12. K., 6. V.: ,^und als Abraham durchs Land zog, kam derselbe bis Schechem in Hebron"; ,ch>ann rückte Abraham sein Zelt fort und kam und wohnte in dem Terebinthenhain des M a m r «; 1. B. M., 14. K., 13. V.: