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Die Wahrheit · 1922-01-26 · Heft 3 (26.1.1922) · page 4

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 3 (26.1.1922)
Date
1922-01-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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„Das jüdische Volk erstrebt die Herrschaft über die Völker, die es ausgenommen haben, und die Besitzergreifung der zu diesem Zweck beweglich gemachten Güter. Die Gedanken, die die Judenschaft uns planmäßig verkündete, können in die verführerisch klingenden Worte Freiheit Gleichheit, Brüderlichkeit zusammengefaßt werden. Ihre innere Unwahrhaftigkeit und die Absichten, mit denen sie uns immer wieder vorgesagt wurden, sind nicht erkannt worden, werden es auch heute noch nicht. Sie gipfeln darin, unsere weltbürgerlichen Anlagen zu vertiefen, um uns jenes internationale, pazifistische Denken anzuerziehen und als Menschen und Volk zu entmannen,-damit -andere mit starkem nationalen Wollen uns beherrschen, dabei die, die uns diese Worte bringen." Und noch viel schlimmer drückt sich Ludendorff an einer anderen Stelle aus: „Mit Frankreich und England Hand in Hand arbeitete die Oberleitung. des jüdischen Volkes. Vielleicht führte sie beide. Sie sah den kommenden Weltkrieg als das Mittel an, ihre politischen und wirtschaftlichen Ziele durchzusetzen, den Juden in Palästina ein Staatsgebiet und Anerkennung als Volk zu erwerben und ihnen in Europa und Amerika eine überstaatliche und über-- kapitalistische Vormachtstellung zu verschaffen. Auf -dem Wege zur Verwirklichung dieses Zieles erstrebten die Juden in Deutschland dieselbe Stelle wie in jenen Ländern, die sich ihnen schon ergeben hatten. Dazu brauchte das jüdische Volk die Niederlage Deutschlands. Teile dieses jüdischen Volkes standen innerhalb unserer Grenzen." Das Schwerste, was man M e n s ch e n v o r- \ werfen kann, istunsckn diesen Sätzen von! Ludendorfs vor geworfen worden. Freiheit. Gleichheit, Brüderlichkeit sollen jüdische Begriffe sein. Viele werden der Anschauung sein, daß die Juden sich nicht zu schämen brauchten, wären sie auf ihrem Boden gewachsen. Sie sind es aber nicht. Diese Ideale der - Menschheit sind^von unserer, dem Charakter und dem Wesen der Menschheit angepaßten Sittenlehre als schlagwortartige Forderungen nie in dem Sinne ausgestellt worden, in welchem die französische Revolution, die eigentliche Urheberin dieser Begriffe, sie gemeint hat. Die jüdische Sitten lehre ist die Sitten lehre deS Möglichen, sie ist die Sittenlehre der Anerkennung der Feuilleton Bilder aus dem israelitischen Blindeninslitut Kohe Warte in Wien. Von Direktor S. Helle r. Am Ausgange der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hausierte ein armes jüdisches Weib an manchen Abenden in Gast- und Kaffeehäusern mit ihrem dürftigen Kram in einem Tabulett. An der Hand führte sie meist ihre zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen. Die Kinder waren blind. Der ergreifende Anblick dieser Msatter und dieser Kinder 'bewog manchen Käufer, den angesprochenen Preis zu überbieten; das Weib aber schob wehmutsvoll und bescheiden die Überzahlung mit den Worten zurück: „Ich danke Ihnen herzlich, aber verzeihen Sie mir, ich gche hausieren und nicht bettel n. Die Kinder sollen das hören und begreifen. Ich muß sie mit mir nehmen; ich bin Witwe und habe niemanden, der zu Hause auf sie achtgeben könntet" tatsächlich zDerreichenden Berhältnisie. Aus der einen Seite sichen die Vorwürfe des pazifistischen Denkens, «aus der anderen Seite die, welche die jüdische Weltherrschaft als Postulat des Judentums in Anspruch nehmen. Vöbkerversöhnung und Eroberung der Weltherrschaft — zwei für den denkenden Menschen schon -an sich so entgegengesetzte, in einer Lehre unvereinbare Begriffe — wie reimt sich das zusammen! Gewiß ist das Judentum für Völkerversöhnung. Wenn es überhaupt im Kriege das Höchste sähe, so verdiente das Judentum nicht den Namen einer Religion. Gewiß, das Judentum hat im Kriege die Milde vorgeschrieben, und aus unserem Schrifttum fei eine Stelle hervorgehoben, die auch Herrn Ludendorfs interessieren dürfte, in welcher es heißt: „Milde soll -auch das Verfahren gegen die Feinde im Kriege sein, der Gesetzgeber verbietet nämlich, ihr Land mit Feuer zu verwüsten und gestattet auch das Fällen der Obstbäume nicht." (Josephus gegen Apion II., 29.) Das ist vor mehr als 1800 Jahren geschrieben. Tatsache ist: das Judentum war immer gegen Angriffskriege, gegen ruchloses Blutvergießen, hat -aber aus der anderen Seite in seiner ganzen Geschichte -beit Kampf um die eigene Scholle für eine heilige Pflicht-er» klärt. Und wenn heute Ludendorfs das Judentum in seiner Weltanschauung für pazifistisch erklärt, so begeht er wieder eine von jenen V er allgememerungen, die man nicht -anders denn als leichtfertig bezeichnen kann. Wer auf dem Standpunkte steht, daß jode Verständigung der Völker ein für allemal ausgeschlossen ist, daß allein die Waffen retten und daß die Juden sich nur durch Blut und Eisen von dem Joche, unter dem sie leben, befreien können, der wird gewiß auch eine große Anzahl von Juden auf seiner Seite haben. Aber dile jüdische Geschichte hat die Macht der Ohnmacht erwiesen, während die deutsche Geschichte in der letzten Zeit die Ohnmacht der Macht gezeigt hat. Daraus soll man lernen, und man wird es verstehen, wenn die Mehrzahl der Juden in der Kultur, in der Sittlichkeit, in der Wahrheitsliebe und in der Wissenschaftlichkeit des douttschen Volkes diejenigen Fundamente sehen, die uns alle zum Ziele führen werden. Nun noch ein letztes: Lud endo vff spricht von der Oberherrschaft des jüdischen Volkes in Palästina. Er stellt die Sache so d-ar, als wenn die Leitung der Zionistischen Diese herzbewegende Szene beobachtet eines Mends ein Herr, dem Adel der Seele und Güte des Herzens vom Angesicht zu lösen waren. Rasch schritt er auf das Weib zu und erfragte ihre Wohnung. -Am nächsten Morgen trat er in dieselbe ein; wohlgefällig musterte er den dürftigen Raum, den Ordnung und Reinlichkeit zum wohligen Heim wandelten; wehmuts-. voll legte er seine Hände auf das Haupt der spielenden blinden Kinder: „W a r u m bringen Sie die K i nd er nicht im Blin-denin ftitut unter?" fragte er die Mutter. „I ch h abe es versucht, m an h at mir gesagt: Jüdische Kinder können aus religiösen Gründen nicht ausgenommen werden!" „Aus r e ligi ö s en Gründ en?" wiederholte der Herr erstaunt und blickte lange sinnend vor sich hin. — Unverweilt verfügte er sich m das Blindeninstitut, und da er sich hier als Doktor. Ludwig August Frankl anmelden ließ, wurde der als Dichter «gefeierte Mann mit aller Auszeichnung begrüßt und seine Frage, ob wirklich den jüdischen Kindern aus religiösen Gründen die,Aufnahme in die Anstalt verweigert werde, in verbindlichste?

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