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Die Wahrheit · 1922-01-12 · Heft 2 (12.1.1922) · page 16

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 2 (12.1.1922)
Date
1922-01-12
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seile 16. Die Nah t fe e i I Nr. 2 ................................................................................ | Aufgebote, Trauungen, j Konfirmationen | werden von nachstehenden Vereinen j : entgegengenommen. 5 [ Synagogenverein „Beth Israel“ j ■ nach polnisch-jüdischem Ritus £ | Wien, 2. Bezirk, Leopoldsgasse Nr. 29. § ■ Kanzleistunden: an Wochentagen von 5—7 Uhr abends, an Sonn- £ ■ und Feiertagen von 10—12 Uhr vormittags. £ Israel. Tempelverein | für die Bezirke Wieden und Margareten j 2 Kaiser Franz Josef-jubiläumstempel i £ Wien, 5. Bezirk, Siebenbrunnengasse Nr. I £ £ Fernsprecher: Stelle VI von 2520! S Kanzleistunden: täglich von l/,5—6 Uhr abends, an Sonn- und Feier- S ■ tagen von 10—12 Uhr vormittags. ■ { Tempelverein des Vlll.Bez. { £ Wien, 8. Bezirk, Neudeggergasse Nr. 12. £ 2 Fernsprecher; 4723/VIII. £ £ Kanzleistunden: an Wochentagen von 9—1 Uhr nachm., an Sonn- S 2 und Feiertagen von 9—12 Uhr. ' £ Israelt. Bethaus-Verein Wien IX., Grüne Torgasse 13 (Hülfnergasse 21) £ Telephon Stelle VIII von 5836. £ Oberkantor HEINRICH ROSENBERG empfiehlt sich als Operateur Für Unbemittelte gratis. WIEN XXI. Telephon 98011. Holzmeistergasse 12. Heu eröffnet! 1EO orfh. ersten Ranges cea s. Mayersohn Wien II., Taborstrasse 24a (StraBenhof). Vorzügliche Küche,aufmerksame Bedienung,zivile Preise. — Hochzeiten und Diners in und außer Hause elegantest u. billigst. Referenzen bezüglich JTntPD erteilt Se. Ehrw. Herr Rabbiner S. Fürst. filJH 21 (Schiffschul). ortb. ieo | ItPD Streng 1^2! i Restauration Hotel NEIS-Y0R8 | £ unter persönlicher Leitung des JOSEF NAGEL £ f Wien, II. Bezirk, Kleine Sperlgasse 5! : Ausschank von vorzüglichen Weine HDÖ bv? £ Hochzeiten werden in- und außer £ £ dem Hause bestens übernommen. £ £ Anfragen bezüglich nn«D erteilt 'mb {1KJil 2NN | £ (Schiffschul) bmtr mjH 21 töD^TS W j Komitee zur Sanierung notleidender israelitischer Wohlfahrtsanstalten Wiens. ijöid). Wien I., Seitenstettengasse 2. Telephon 23913. All ne r" Ale vor zwei Jahren unser wirtschaftlicher Zusammenbruch unsere Wohlfahrtsanstalten mit Schließung bedrohte, trat unser Komitee beherzt in die Bresche. Vertrauend auf die altbewährte Mildtätigkeit der Wiener Juden und mit eindringlichem Appell an jüdische Herzen des Auslands wagten wir den kühnen Versuch, gegen die Lawinenwucht der täglich höher anschwellenden Not unseres Gemeindespitalesj des Altersversorgungshauses u.Siechenheimes,unserer Taubstummenanstalt und de^BIindeninstitutes aus privaten Mitteln einen schützenden Damm zu errichten. Unsere Hoffnung hat uns nicht getäuscht. Mit äußerster Anstrengung gelang es uns, diesen fünf Anstalten über die ernsteste Krise hinwegzuhelfen. Durch Beisteuer in barem Geld, durch Belieferung mit Lebensmitteln, Kleidungsstücken und Heizmaterial konnten wir unseren Kranken und Greisen, unseren taubstummen und blinden Kindern unentbehrliche Hilfe leisten. Infolge der katastrophalen Entweitung unseres Geldes und der daraus sich ergebenden Verteuerung des-Betriebes in der von uns unterstützten Instituten sind aber nunmehr die Anforderungen an unsere Leistungsfähigkeit derart emporgeschnellt, daß wir, angesichts der uns gestellten Riesenaufgabe, uns genötigt sehen, die Wiener Judenschaft zu einen außergewöhnlichen Anstrengung aufzurufen. Almosen reichen hier nicht aus. Nur opferwilligste Selbstbesteuerung kann den Abgrund überbrücken, den sonst jene fünf Ehrendenkmäler des Wiener Judentums, die Zufluchtsstätten seiner Heilung und schützendes Obdach suchenden Armen unrettbar verfallen sind. Wiener Juden! Unterziehet Euch der Mühe und besuchet unser Spital, werfet einen Blick in unser Versorgungs¬ und Siechenhaus, lasset den Anblick der bemitleidenswerten taubstummen und blinden Kleinen auf Euer Herz wirken! Nur so werdet Ihr voll ermessen können, was unser Komitee leistet und wie dringend notwendig unsere Arbeit ist. Nur so werdet Ihr gern und willig uns die Beisteuer leisten, die der Höhe und dem Ernst unserer Aufgabe entspricht. So oft in Euer Haus die Freude einkehrt, gedenket unserer Schützlinge auf der Schattenseite des Daseins! Wenn, was Gott verhüten möge, Ernst und Trauer bei Euch einziehen, suchet Trost in einer Spende für jene, die wir vor dem Untergänge retten wollen, stiftet Euren Verklärten ein Andenken in einer Widmung für unser menschenfreundliches Werk! Wenn Ihr vor der Tora Gaben gelobet, vergesset nie, daß ihrer vor allem würdig ist das . Sanierungskomitee! Jeder Wiener Jude denke daran, daß, was wir leisten, eine Entlastung unserer Kultusgemeinde bedeutet. Auch wer dieser femsteht, sorge mit uns und durch uns dafür, daß unsere Kranken weiterhin wie bisher in einem jüdischen Spital Pflege finden, daß unsere Alten in jüdischer Umgebung ihr oft so leidvolles Dasein friedlich beschließen, daß jüdischer Hand die Wartung und Erziehung unserer taubstummen und h irden Kinder obliege! Insbesondere an die näheren oder weiteren Angehörigen unsererSchützlinge ergeht unser Ruf: Helfet unserem Sanierungskomitee! Ihr helfet damit eurem Fleisch und Blut! Für das Komitee: Babb. Dr. Max Grunwald Kultusvorsteher Is. Schwarz Präsident Vlcepräsldent Redakteur-Ludwig Hirschfeld Schriftführer Spenden jeder Art werden erbeten an Carl Schnitzer, in Firma Löwy & Schnitzer, H., Ferdinandstraße 13 und Julius Berger, in Fa. Schiller & Rom, I., Neutorgasse 12. Herausgeber asb verantwortlicher Redakteur L. Ht.rschfeld. (Begründer Jakob Bauer.) — Druck Jgvaz Spitz & Svhue, Die» II., Robertgaffe S. "MM W 8206

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