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Die Wahrheit · 1922-01-12 · Heft 2 (12.1.1922) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 2 (12.1.1922)
Date
1922-01-12
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. % Ots Wahrhei! Seite » In Sichern wurden die Gebeine Josefs begraben. Josua K. 24. V. 32. „und die Geibeine Josefs, welche 'die Söhne Israels aus Miizraim heraüsgebvacht, «begrüben sie in Schechem." In Sichem wunde Ierr.beanr zum König gewählt. 1. B. König K. 12. V. 25. „und Jerobeam baute auf dem Gebirge Ephraim die Stadt Schechem. In der Nähe besintdet sich die Stadt Gamaria (Schomvon), die Krone von Ephraim genannt. Jos. K. 28. V. 1. „Wehe der stolzen Krone der Trunkenen in Ephraim, der welken Blume 'seines heimlichen Schmuckes -auf dem Haupte des Tales, der vom Weine Zerschlagenen." Hier lebten die Könige Omri, welche den Berg Schomron um zwei Talente Silber kauften und nannten diesen Berg Schomron. Schomron war der Mittelpunkt der Mgötterei; Ezechiel K. 16. V. 47. „und nicht einmal in ihren Wegen wandelst du, obwohl nach ihren Gräueln sie führten ihre Töchter durchs Feuer, und trieben Wahrsagerei nnd Ahnungskünste und gaben sie preis." Hebron. Znr Zeit Jesuas Kiirjath-Arba genannt. Nehemias K. 11. V. 25. , Und was die Höfe mit ihren Feldern betrifft, so wohnten einige von den Söhnen Jehuda in Kirjasarba." (Hebron.) Diese Staidt wird meist von Türken bewohnt und nennen diese die Stadt: el-Cholil, Freund Gottes, wurde doch unser Stammvater Abraham Gottesfröunjd genannt. Chronik II. K. 20. B. 14. „Du, unser Gort, hast ja die Bewohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volke Israel, und gabst es dem Samen Abrahams, der dich auf ewig lirbtte." I. B. M. K. 37. V. 14. , Geh doch ihm, sehe nach dem Befinden deiner Brüder, und er sandte Lin in das Tal Chewvon und er ging nach Schechem." * Dieses Tal heißt auch das Eskoltal, das Trainbental. Hebron war schon vor der Zeit Abrahams gebaut. Die Söhne Chets, die Hethiter, warerr znr Zeit Besitzer des Landes. Von dort brachten die Kundschafter die großem Trauben. In Hebron wurden die Könige Israels gesalbt. Der Sage nach soll die Terebinthe Abrahams irr Hebron gestanden sein. Das Grab Abrahams wird ängstlich von den Moslerns gehütet, es wird 'einem Andersgläubigen der Zutritt versagt, nur dem Prinzen von Wales nnd dem preußischer: Kronprinzen wurde der Besuch dieser heiligen Stätte bewilligt. In Hebron wurde der König David gesalbt, rvo er auch sieben Jahre regierte. Die Edomniter^ eroberten, und die Makkabäer entrissen es wieder. Hebron zählt zrr den größten Jndustrieorten Kanaans: Glaswaren, Teppiche, Lampen nnd Geschmeidessachen. Golan. Golan ist eine Lewitenftadt. 5. B. M. K. 4. V. 43. „Von Bezer in der Wüste im ebenen Lair-de, von Rüber: und Ramoth in Gelead, von Gab,, nnd Golan in Baschan, von Menasche. Jhs. K. 21. V. 27. „und den Söhnen Gerschon -aus dem Geschlechte der Leviten vom halben! Stamme Manasche die Zufluchtsstätte Golan. Ramoth in Gilead. Naurath Gilead^auch Ram «stth-Mizpe ist eine Grerrzftadt vom Stamme Gad; daselbst ward Jehu zum König gesalbt. II. Könige K. 9. 1.—2. V. ,/lIitlb der Prophet Elischa rief einen von den Söhnerr des Propheten rrnd sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diese Oelflasche nach Ramath Gilead rrnd salbe daselbst der: Jehu." Jehu." Ramath Gilead war auch der Wohnort Jefkas. Mbert L ö w, Wien. \mM\ Wahrheiten vom Tage MM Eine Abfertigung. In der vorigen Nummer hatten wir bereits Anlaß, ans die niedere und schmutzige Verleumdung hinzmveisen, deren sich General L udendo r s s irr jenem Buche „Kriegführung und Politik" gegen die Jndenheit schuldig gemacht. Es soll nun hier mitgeteilt sein, daß Herr Sanitätsrat Dr. Alfred G o l d s ch m i d t, Präsiviailmitglied des jüdischen Ordens „Bne Brith", dem preussischen Lügengeneval eine ebenso vornehm gehaltene als scharfe Abfertigung tn Form eines Briefes zuteil werden ließ, aus dem hervorgeht, daß die Bne Brith eine nur. Humanitären Zweck dienende Bereinigung ist, die sich als solche während des Krieges betätigte. S. R. Dr. Goldschmidt selbst hat sich trotz vorgeschritten Alters als Stabsarzt zur Verfügung gestellt und wurde in dieser Eigenschaft mehrfach belobt. Me diese Tatsachen konnten dem General Ludendorff nicht unbekannt sein nnd trotzdem fand er der: tranwgen Mut, gegen besseres Wissen schärrdliche Beschuldigungen in die Welt zu setzen. Wie erbürnrlich stünde eiiu Wicht da, der sich erdreistete, die Gesellschaft vom Roten Kreuz verwerflicher Tendenzen zu bezichtigen und doch verfolgt auch die Bne Brith nachgewiesenermaßen die gleichen, jedem Partett reiben nnzugänglichen Aufgaben der reinen Menschenliebe! Für einen Militär gibt es neben der Feigheit nichts Diffamierenderes als Verlogenheit. Herr Ludendorff tarnt nun selbst ermessen, wie lief er durch seine Wahnvorstellungen und krankhafte Verleumdungsluft gefallen. Drei schöne Reden. In letzter Zeit ist jenseits der Leitha sehr viel von Lossagung vom christlichen Kurs und einer neuen. Aera der Freiheit gesprochen worden, die den arg bedrückten, hart verfolgten Juden zugute kommen w müsse. Von. der Ansprache des Ministerpräsidenten Graf B e t h l e u an die nach Amerika reisende Deputation der Psster israelitischen Religionsgemeinschaft haben wir bereits Kenntnis genommen. Es wäre nun zu registrieren, daß der Abgeordnete Johann Benedett, der Sproß einer alten christlichen Szekler Familie, sich einem Redakteur der „Egyenlöseg" gegenüber in höchst freundlicher ruld anerkenrrender Weise über die Bedeutung der Juden für die Wiedergeburt Ungarns geäußert hat. Er meinte unter ander ein: „Zur WiederaUfrrchtuug der ohnmächtigen Nation, zum Wiederaufbau des zertrümmerten Landes bedürfen wir -aller Kräfte, also auch der Kräfte der von edler Vaterlandsliebe durchdrungenen ungarischen Brüder jüdischer Konfession. Wer dies e K r a f t z e r ft ö r e n, wer da s Indent u nt l ä h m e n will, de r schadet damit nicht dem Judentum, sondern de m U n g a r t u nt. Der ungarische Jude bildet heute schon ein ebenso schöpfendes Element, einen ebenso ergänzenden Teil der ungarischen Nation, daß derjenige die Nation selbst niederbricht, der die ungarischer: Juden niederbrechen will. Was man henke als Juden frage betrachtet, ist keine Judenfrage, ist eine ungarische Frage." Welcher Jude sollte bei so schönen Worten sein Gemüt nicht beruhigt nnd gehoben fühlen? Als Dritter im Bunde der ungarischen Philosemiten sei der bekannte Bischof B a lt h a z a r genannt, dem wir den meisten Glauben an die Ehrlichkeit der Gesinnung entgegenbringen, denn er trat schon zu einer Zeit für die Rechte der Juden ein, als dies unter der Schreckenherrschiast der „Erwachenden" nicht unbedenklich war. Bischof Balthazar meinte gelegentlich eines Banketts liberaler Bürger: „Der Vertreter der Zivilsoldaten, oder wenn es Ihnen so bester gefällt, der Mi-

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